Infor­ma­ti­ons­zu­gang von Insol­venz­ver­wal­tern – zu den steu­er­li­chen Daten der Finanz­be­hör­den

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on zur Vor­ab­ent­schei­dung von Aus­le­gungs­fra­gen bei Art. 23 Abs. 1 Buchst. j und e DSGVO ange­ru­fen. Im zugrun­de lie­gen­den Rechts­streit begehrt ein Insol­venz­ver­wal­ter gestützt auf das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len vom zustän­di­gen Finanz­amt Zugang zu steu­er­li­chen Daten der Insol­venz­schuld­ne­rin. Das Finanz­amt lehn­te den Antrag ab;

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Untreue eines Finanz­be­am­ten – bei Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge­ent­schei­dun­gen

Mit der Untreue eines Finanz­be­am­ten bei Ent­schei­dun­gen im Zusam­men­hang mit dem InvZulG 1999 hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen. Anlass hier­zu bot ein Straf­ver­fah­ren, in dem zwei lei­ten­den Finanz­be­am­ten des Lan­des Lan­des Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern vor­ge­wor­fen wur­de, an ihnen nach­ge­ord­ne­te Finanz­be­am­te rechts­wid­ri­ge Wei­sun­gen zum Umgang mit Bele­gen­heits­be­schei­ni­gun­gen in Inves­ti­ti­ons­zu­la­gen­ver­fah­ren nach dem

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Sitz­ver­le­gung – und der Wech­sel des beklag­ten Finanz­amts

Auf­grund der Sitz­ver­le­gung einer kla­gen­den GmbH erfolgt kein Wech­sel des beklag­ten Finanz­amts. § 63 FGO bestimmt, wel­che Behör­de am finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren als Beklag­ter (§ 57 Nr. 2 FGO) zu betei­li­gen ist. Nach § 63 Abs. 1 Nr. 2 FGO ist die Ver­pflich­tungs­kla­ge regel­mä­ßig gegen die­je­ni­ge Behör­de zu rich­ten, die den bean­trag­ten Ver­wal­tungs­akt unter­las­sen

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Wie­der­ein­set­zung fürs Finanz­amt – das unles­ba­re Tele­fax

Wie­der­ein­set­zung ist zu gewäh­ren, wenn jemand ohne Ver­schul­den an der Ein­hal­tung der gesetz­li­chen Frist gehin­dert war (§ 56 Abs. 1 FGO). Dies setzt in for­mel­ler Hin­sicht vor­aus, dass inner­halb einer Frist von einem Monat (§ 56 Abs. 2 Satz 1 Halb­satz 2 FGO) nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses die ver­säum­te Rechts­hand­lung nach­ge­holt und die­je­ni­gen Tat­sa­chen

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Die Voll­stre­ckungs­ak­te des Finanz­am­tes – und die Akten­ein­sicht des Insol­venz­ver­wal­ters

Der Insol­venz­ver­wal­ter kann von der Finanz­ver­wal­tung Akten­ein­sicht in die Voll­stre­ckungs­ak­te der Schuld­ne­rin beim Finanz­amt nach § 1 Abs. 2 S. 1 IFG M‑V ver­lan­gen, unge­ach­tet des­sen dass der Insol­venz­ver­wal­ter mit den hier­aus gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen beab­sich­tigt, einen insol­venz­recht­li­chen Anfech­tungs­an­spruch gegen das Land gel­tend zu machen. Inso­weit hat es das Ober­lan­des­ge­richt Ros­tock dahin­ste­hen las­sen, ob

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Pro­zess­kos­ten­hil­fe für den Insol­venz­ver­wal­ter ‑und der Vor­schuss des Finanz­am­tes

Nach § 116 Satz 1 Nr. 1 ZPO erhält eine Par­tei kraft Amtes auf Antrag Pro­zess­kos­ten­hil­fe, wenn die Kos­ten aus der ver­wal­te­ten Ver­mö­gens­mas­se nicht auf­ge­bracht wer­den kön­nen und den am Gegen­stand des Rechts­streits Betei­lig­ten nicht zuzu­mu­ten ist, die Kos­ten auf­zu­brin­gen. Vor­schüs­se auf die Pro­zess­kos­ten sind sol­chen Betei­lig­ten zuzu­mu­ten, wel­che die erfor­der­li­chen Mit­tel

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Post­aus­gangs­kon­trol­le durch das Finanz­amt

Bei Ver­säu­men der Revi­si­ons­frist ist auf Antrag Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand zu gewäh­ren, wenn der Revi­si­ons­klä­ger ohne Ver­schul­den ver­hin­dert war, die Frist ein­zu­hal­ten, und den Wie­der­ein­set­zungs­an­trag inner­halb eines Monats nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses gestellt sowie die zur Begrün­dung des Antrags vor­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen glaub­haft gemacht hat (§ 56 Abs. 2

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Gebot des effek­ti­ven Rechts­schut­zes gegen­über ver­schie­de­nen Finanz­äm­tern

Bei der Kos­ten­ent­schei­dung ist gemäß § 138 FGO i. V. m. dem Gebot des effek­ti­ven Rechts­schut­zes nach Art.19 Abs. 4 GG die von der Finanz­ver­wal­tung zu ver­tre­ten­de Ver­fah­rens­dau­er zu berück­sich­ti­gen, die sich (hier beim Antrag auf Ertei­lung einer Steu­er­num­mer) durch die unter­schied­li­che Befas­sung und Zustän­dig­keits­prü­fung der ver­schie­de­nen ein­ge­schal­te­ten Finanz­äm­ter ergibt .

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Betriebs­prü­fung, Sitz­ver­le­gung – und die Fra­ge der ört­li­chen Zustän­dig­keit

Die Auf­for­de­rung zur Vor­la­ge der Unter­la­gen i.S. des § 200 Abs. 1 AO nebst der Andro­hung der Fest­set­zung eines Ver­zö­ge­rungs­gelds und die anschlie­ßen­de Fest­set­zung des Ver­zö­ge­rungs­gelds sind Ver­fah­rens­hand­lun­gen im Rah­men der Außen­prü­fung und fol­gen damit der ört­li­chen Zustän­dig­keit für die Außen­prü­fung selbst. Letz­te­re ist ein Vor­gang des Besteue­rungs­ver­fah­rens, wes­halb sich die

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Not­wen­di­ger Inhalt einer Kla­ge­schrift – und das falsch bezeich­ne­te Finanz­amt

Zum not­wen­di­gen Inhalt einer Kla­ge­schrift gehört auch die (zutref­fen­de) Bezeich­nung des Beklag­ten, bei der Anfech­tungs­kla­ge gegen einen Steu­er­be­scheid mit­hin die Anga­be des zutref­fen­den Finanz­am­tes. Was aber, wenn in der Groß­stadt meh­re­re Finanz­äm­ter bestehen und das beklag­te Finanz­amt ver­se­hent­lich feh­ler­haft bezeich­net wird? In fünf bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren, in denen in

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Insol­venz­an­fech­tung – und die Wis­sens­zu­rech­nung vom Finanz­amt

Das im maß­geb­li­chen Zeit­punkt vor­han­de­ne Wis­sen der Finanz­be­hör­de wird einer ande­ren Behör­de des­sel­ben Rechts­trä­gers auch dann zuge­rech­net, wenn die­se die Infor­ma­tio­nen erst im Lau­fe des Rechts­streits zum Zwe­cke der Auf­rech­nung ein­holt. Die ent­steht ab dem Zeit­punkt, ab dem eine Behör­de von der Mög­lich­keit der Wis­sens­be­schaf­fung bei ande­ren Behör­den des­sel­ben Rechts­trä­gers

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Zugang eines als "per­sön­lich" bezeich­ne­ten Tele­fa­xes beim Finanz­amt

Geht ein Ein­spruch gegen einen Steu­er­be­scheid beim Finanz­amt am letz­ten Tag der Ein­spruchs­frist ein, ist die Ein­spruchs­frist auch dann gewahrt, wenn das Tele­fax per­sön­lich an den Vor­ste­her des Finanz­am­tes adres­siert war. Im vor­lie­gend vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall ging am letz­ten Tag der Ein­spruchs­frist beim Finanz­amt ein Fax des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten der

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Fris­ten­kon­trol­le und Post­aus­gangs­kon­trol­le im Finanz­amt

Nach § 56 Abs. 1 FGO ist Wie­der­ein­set­zung in die ver­säum­te Frist zur Begrün­dung der Revi­si­on nur zu gewäh­ren, wenn der Revi­si­ons­klä­ger ohne Ver­schul­den an der Ein­hal­tung der Frist gehin­dert war, den Wie­der­ein­set­zungs­an­trag inner­halb von einem Monat nach Weg­fall des Hin­der­nis­ses gestellt und die zur Begrün­dung des Antrags vor­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen glaub­haft

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Wenn das Finanz­amt die Frist ver­säumt…

Bei der Beur­tei­lung, ob eine Behör­de sich die Ver­säu­mung einer gesetz­li­chen Frist als schuld­haft anrech­nen las­sen muss, gel­ten grund­sätz­lich die glei­chen Maß­stä­be, wie sie die Recht­spre­chung für das Ver­schul­den von Ange­hö­ri­gen der rechts- und steu­er­be­ra­ten­den Beru­fe ent­wi­ckelt hat ; d.h., das Ver­schul­den eines gesetz­li­chen Ver­tre­ters oder Bevoll­mäch­tig­ten steht dem eige­nen

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