Steu­er­klas­sen­wahl 2009

Ehe­gat­ten, die bei­de Arbeits­lohn bezie­hen, soll­ten nach Erhalt ihrer Lohn­steu­er­kar­ten 2009 dar­auf ach­ten, ob die bis­he­ri­gen von der Gemein­de ein­ge­tra­ge­nen Steu­er­klas­sen noch zutref­fen. Arbeit­­neh­­mer-Ehe­ga­t­­ten kön­nen bekannt­lich für den Lohn­steu­er­ab­zug zwi­schen den Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­tio­nen IV/​IV und III/​V wäh­len. Für eine etwai­ge Ände­rung der Steu­er­klas­sen­ein­tra­gung ist die Gemein­de zustän­dig, die die Lohn­steu­er­kar­te aus­ge­stellt

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Ent­fer­nungs­pau­scha­le und Pau­schal­be­steue­rung

Nach dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zur Ver­fas­sungs­wid­rig­keit der Neu­re­ge­lung der Ent­fer­nungs­pau­scha­le stell­te sich die Fra­ge, ob eine Pau­schal­be­steue­rung durch den Arbeit­ge­ber für 2007 und 2008 trotz über­mit­tel­ter oder erteil­ter Lohn­steu­er­be­schei­ni­gung zuläs­sig ist. Nach Ansicht der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der und des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums ist dies mög­lich.

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Ver­jäh­rung bei der Schen­kungsteu­er

For­dert die Finanz­be­hör­de nach Anzei­ge­er­stat­tung gemäß § 30 Abs. 1 und 2 ErbStG die Ein­rei­chung einer Schen­kungsteu­er­erklä­rung, endet die Anlauf­hem­mung gemäß § 170 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 AO erst mit Ablauf des Kalen­der­jah­res, in dem die Steu­er­erklä­rung ein­ge­reicht wird, spä­tes­tens jedoch mit Ablauf des drit­ten Kalen­der­jah­res nach dem Jahr der Steu­er­ent­ste­hung. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 27. August 2008 – II R 36/​06

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Infor­ma­ti­ons­aus­tausch bei Schmier­geld­zah­lun­gen

In Zei­ten der Aus­spio­nie­rung durch Video­über­wa­chung, der Abhör­af­fä­ren und des Han­dels mit Bank­da­ten ist der Anspruch auf Schutz der Per­sön­lich­keits­rech­te, ins­be­son­de­re des Rechts auf "infor­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung", wie­der deut­lich in das Bewusst­sein der Öffent­lich­keit getre­ten. In die­sem Zusam­men­hang spie­len Infor­ma­ti­ons­rech­te und ‑pflich­ten der Finanz­ver­wal­tung eine zen­tra­le Rol­le, steht doch das Steu­er­ge­heim­nis

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Außen­prü­fung beim Steu­er­be­ra­ter

Auch gegen gesetz­lich zur Ver­schwie­gen­heit ver­pflich­te­te und zur Ver­wei­ge­rung von Aus­künf­ten berech­tig­te Per­so­nen, wie Steu­er­be­ra­ter und Wirt­schafts­prü­fer, kann eine Außen­prü­fung ange­ord­net wer­den. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt bestä­tigt. Die Recht­mä­ßig­keit der Prü­fungs­an­ord­nung wird nicht durch die spä­te­re Form der Durch­füh­rung der Außen­prü­fung beein­träch­tigt. Für eine vor­beu­gen­de Unter­las­sungs­kla­ge gegen die Finanz­be­hör­de,

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Fleisch­wurst vom Wochen­markt

Wer­den auf einem Wochen­markt ver­zehr­fer­ti­ge Lebens­mit­tel ange­bo­ten, so unter­lie­gend die­se nicht dem sonst für Lebens­mit­tel gel­ten­den ermä­ßig­ten, son­dern viel­mehr, qua­si als Restau­ra­ti­ons­um­satz, dem vol­len Umsatz­steu­er­satz von 19%. Das jeden­falls ent­schied jetzt das Finanz­ge­richt Rhein­­land-Pflalz für den Fall einer auf einem Wochen­markt ver­zehr­fer­tig ver­kauf­ten Fleisch­wurst. Der Klä­ger in dem vom FG

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Kapi­tal­ertrag­steu­er bei aus­län­di­schen "Brief­käs­ten"

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat die Aus­nut­zung von Steu­er­vor­tei­len durch zwi­schen­ge­schal­te­te, aber funk­ti­ons­lo­se aus­län­di­sche Zwi­schen­ge­sell­schaf­ten erschwert: Aus der Mut­­ter­/­­To­ch­­ter-Rich­t­­li­­nie des Rates der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten (EG) erge­ben sich für ver­bun­de­ne Unter­neh­men inner­halb der EG bestimm­te Steu­er­ent­las­tun­gen, die aber nur in einem EG-Mit­­­glie­d­­staat ansäs­si­gen Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten zugu­te kom­men. Um auch dann in den Vor­teil die­ser

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Bereit­stel­lungs­ent­gel­te eines Spe­di­ti­ti­ons­un­ter­neh­mens

So genann­te Bereit­stel­lungs­ent­gel­te, die ein Spe­di­ti­ons­un­ter­neh­men erhält, wenn eine Zwangs­räu­mung vom zustän­di­gen Gerichts­voll­zie­her kurz­fris­tig abge­sagt wird, unter­lie­gen nach einem aktu­el­len Urteil des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts man­gels eines Leis­tungs­aus­tauschs i.S.d. § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG nicht der Umsatz­steu­er. Denn der Unter­neh­mer erhält die­ses Ent­gelt im Rah­men des § 649 BGB nicht für eine

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Vor­läu­fi­ge Fest­set­zung der Erb­schaft­steu­er

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat mit Beschluss vom 7. Novem­ber 2006 ent­schie­den, dass die durch § 19 Abs. 1 ErbStG ange­ord­ne­te Erhe­bung der Erb­schaft­steu­er mit ein­heit­li­chen Steu­er­sät­zen auf den Wert des Erwerbs mit dem Grund­ge­setz unver­ein­bar ist. Es hat den Gesetz­ge­ber ver­pflich­tet, spä­tes­tens bis zum 31. Dezem­ber 2008 eine Neu­re­ge­lung zu tref­fen. Bis

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Vor­läu­fi­ge Fest­set­zung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags

Im Hin­blick auf vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und dem Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gi­ge Ver­fah­ren zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Gewer­be­steu­er­ge­set­zes haben die Finanz­mi­nis­te­ri­en der Län­der in einem gleich lau­ten­den Erlass ange­ord­net, dass sämt­li­che Fest­set­zun­gen des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags in vol­lem Umfang für vor­läu­fig zu erklä­ren sind. Gleich lau­ten­de Erlas­se der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 10. März

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Gren­zen für Aus­künf­te aus einer steu­er­li­chen Daten­samm­lung

Mit der Fra­ge, wie weit das Ein­sichts­recht eines Bür­gers in die ihn betref­fen­den Ver­wal­tungs­ak­ten geht und wie­weit die­ses Ein­­sichts- und Aus­kunfts­recht zuläs­si­ger­wei­se beschränkt wer­den kann, hat­te sich jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men eines Ein­sichts­be­geh­rens zu befas­sen, das die Daten­samm­lung der im Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern ange­sie­del­ten Infor­ma­ti­ons­zen­tra­le für steu­er­li­che Aus­lands­be­zie­hun­gen betraf.

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Steu­er­am­nes­tie und Steu­er­fahn­dung

Die Abga­be einer Amnes­tie­er­klä­rung nach dem Stra­BEG war unter ande­rem dann aus­ge­schlos­sen, wenn “bei dem Erklä­ren­den oder sei­nem Ver­tre­ter ein Amts­trä­ger der Finanz­be­hör­de zur steu­er­li­chen Prü­fung oder zur Ermitt­lung einer Steu­er­straf­tat oder einer Steuer­ord­nungs­wid­rig­keit erschie­nen ist”. Die­ser Aus­schluss­grund des § 7 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a Stra­BEG greift, so hat jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof

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XPI­DERn für die Finanz­ver­wal­tung

Die Inter­net­such­ma­schi­ne “XPIDER” des Zolls und der Finanz­ver­wal­tung hat von Febru­ar 2006 bis Janu­ar die­ses Jah­res täg­lich durch­schnitt­lich 100.000 Inter­net­sei­ten auf “steu­er­lich rele­van­te unter­neh­me­ri­sche Akti­vi­tä­ten” über­prüft. Dies geht aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine Klei­ne Anfra­ge im Deut­schen Bun­des­tag her­vor. Mit Hil­fe des XPI­DER-Sys­­­tems wer­de das Inter­net nach Unter­neh­mern

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Besteue­rung von pri­va­ten Wert­pa­pier­ge­schäf­ten 1999

Die Besteue­rung von pri­va­ten Wert­pa­pier­ge­schäf­ten für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1999 ist nach einer Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts ver­fas­sungs­ge­mäß. Der Beschwer­de­füh­rer in dem jetzt vom BVerfG ent­schie­de­nen Fall erklär­te in sei­ner Ein­kom­men­steu­er­erklä­rung für den Ver­an­la­gungs­zeit­raum 1999 einen Gewinn aus der Ver­äu­ße­rung von Wert­pa­pie­ren in Höhe von ins­ge­samt 70 276 DM. Ent­spre­chend der Erklä­rung

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Pri­va­te Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten

Durch das “Gesetz zum Ein­stieg in ein steu­er­li­ches Sofort­pro­gramm” vom 22.12.2005 ist die Abzugs­fä­hig­keit pri­va­ter Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten als Son­der­aus­ga­ben (ehe­mals § 10 Abs. 1 Nr. 6 EStG) ab 2006 auf­ge­ho­ben wor­den. Danach sind Steu­er­be­ra­tungs­kos­ten nur noch dann abzugs­fä­hig, wenn sie bei der Ermitt­lung der Ein­künf­te, z.B. aus nicht­selbst­stän­di­ger Arbeit oder Ver­mie­tung und Ver­pach­tung,

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Steu­er­klas­sen­wahl für Ehe­gat­ten 2008

Ehe­gat­ten, die bei­de unbe­schränkt steu­er­pflich­tig sind, nicht dau­ernd getrennt leben und bei­de Arbeits­lohn bezie­hen, kön­nen bekannt­lich für den Lohn­steu­erabzug wäh­len, ob sie bei­de in die Steu­er­klas­se IV ein­ge­ord­net wer­den wol­len oder ob einer von ihnen (der Höher­ver­die­nen­de) nach Steu­er­klas­se III und der ande­re nach Steu­er­klas­se V besteu­ert wer­den will. Die Steu­er­klas­sen­kom­bi­na­ti­on

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Finanz­amt und Staats­an­walt­schaft

Das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­um hat den Anwen­dungs­er­lass zur Abga­ben­ord­nung geän­dert und neue Rege­lun­gen zu der Fra­ge ein­ge­führt, wann Finanz­äm­ter steu­er­li­che Sach­ver­hal­te trotz des gesetz­li­chen Steu­er­ge­heim­nis­ses etwa an die Staats­an­walt­schaft wei­ter­ge­ben dür­fen. So wird zunächst fest­ge­stellt, dass nach § 30 Abs. 4 Nr. 5 AO die Offen­ba­rung der steu­er­li­chen Ver­hält­nis­se eines ande­ren zur Ver­fol­gung von

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Kein Vor­be­halt auf Wunsch

Das Finanz­amt ist nach Ansicht des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz nicht ver­pflich­tet, einen Steu­er­be­scheid auf Wunsch des Steu­er­pflich­ti­gen unter dem Vor­be­halt der Nach­prü­fung erge­hen zu las­sen. In dem jetzt vom FG ent­schie­de­nen Fall setz­te das Finanz­amt im jahr 2005 mit dem Ein­kom­men­steu­er­be­scheid für das Jahr 2003 die Ein­kom­men­steu­er – mit Aus­nah­me der

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Pausch­be­trä­ge für unent­gelt­li­che Wert­ab­ga­ben 2008

Die Pausch­be­trä­ge für unent­gelt­li­che Wert­ab­ga­ben und Sach­ent­nah­men wer­den durch die Finanz­be­hör­den fest­ge­setzt. Aktu­ell hat das Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums die Pausch­be­trä­ge jetzt für das Kalen­der­jahr 2008 im Bun­des­steu­er­blatt ver­öf­fent­licht. Die­se Pausch­be­trä­ge beru­hen auf Erfah­rungs­wer­ten und bie­ten dem Steu­er­pflich­ti­gen die Mög­lich­keit, die Waren­ent­nah­men monat­lich pau­schal zu ver­bu­chen und ent­bin­den ihn damit von der Auf­zeich­nung

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Steu­er­erklä­rungs­fris­ten 2008

Die Steu­er­erklä­run­gen für das Kalen­der­jahr 2007 zur Ein­kom­men­steu­er (ein­schließ­lich der Erklä­run­gen zur geson­der­ten sowie zur geson­der­ten und ein­heit­li­chen Fest­stel­lung von Grund­la­gen für die Ein­kom­mens­be­steue­rung sowie zur geson­der­ten Fest­stel­lung des ver­blei­ben­den Ver­lust­vor­trags), Kör­per­schaft­steu­er (ein­schließ­lich der Erklä­run­gen nach §§ 27, 28, 37 und 38 des Kör­per­schaft­steu­er­ge­set­zes, sowie zur geson­der­ten Fest­stel­lung des ver­blei­ben­den

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Kei­ne Stra­BEG-Erklä­rung trotz Betriebs­prü­fung

Straf­be­frei­ung nach dem Stra­BEG tritt nicht ein, wenn vor Ein­gang der straf­be­frei­en­den Erklä­rung ein Amts­trä­ger der Finanz­be­hör­de in erkenn­ba­rer, ernst­haf­ter Absicht der ange­ord­ne­ten steu­er­li­chen Prü­fung erschie­nen ist; die­se Sperr­wir­kung des § 7 Stra­BEG erfor­dert nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hof und ent­ge­gen der bis­he­ri­gen Auf­fas­sung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums nicht auch den tat­säch­li­chen Beginn von

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Grund­la­gen­be­scheid und kei­ne Aus­sa­ge zur Tarif­be­gren­zung

Ent­hält der Bescheid über die geson­der­te und ein­heit­li­che Fest­stel­lung des (gewerb­li­chen) Gewinns kei­ne Fest­stel­lung zur Tarif­be­gren­zung nach § 32c EStG a.F., so ent­fal­tet die­ser Grund­la­gen­be­scheid inso­weit kei­ne Bin­dungs­wir­kung für die Ein­kom­men­steu­er­be­schei­de der Gesellschafter/​Gemeinschafter. Hat die Finanz­be­hör­de in die­sem Fall im bestands­kräf­ti­gen Ein­kom­men­steu­er­be­scheid gegen­über einem Gesellschafter/​Gemeinschafter zu Unrecht die Tarif­be­gren­zung nach

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Abzugs­ver­bot für Aus­lands­spen­den

Nach deut­schem Steu­er­recht kön­nen nur Spen­den an im Inland ansäs­si­ge Emp­fän­ger als Son­der­aus­ga­ben (§ 10b EStG) berück­sich­tigt wer­den. Der im Inland ansäs­si­ge Klä­ger hat­te eine Sach­spen­de (Hand­tü­cher, Bett­wä­sche, etc.) an ein Senio­ren­heim in Por­tu­gal geleis­tet und als Son­der­aus­ga­be gel­tend gemacht. Das Senio­ren­heim war nach por­tu­gie­si­schem Recht als gemein­nüt­zig aner­kannt. Das

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Steu­er­klas­sen­wahl für Ehe­gat­ten für 2007

Ehe­gat­ten, die bei­de unbe­schränkt steu­er­pflich­tig sind, nicht dau­ernd getrennt leben und bei­de Arbeits­lohn aus einem akti­ven Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis bezie­hen, kön­nen für den Lohn­steu­er­ab­zug wäh­len, ob sie bei­de in die Steu­er­klas­se IV ein­ge­ord­net wer­den wol­len oder ob einer von ihnen (der Höher­ver­die­nen­de) nach Steu­er­klas­se III und der ande­re nach Steu­er­klas­se V besteu­ert wer­den

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