Habi­tat­schutz­recht­li­che Abwei­chungs­ent­schei­dun­gen und die Natur­schutz­ver­bän­de

Die Mit­wir­kung an­er­kann­ter Na­tur­schutz­ver­bän­de bei einer ha­bi­tat­schutz­recht­lich er­for­der­li­chen Ab­wei­chungs­ent­schei­dung gemäß § 63 Abs. 2 Nr. 5 BNatSchG ist ver­fah­rens­recht­lich auf die Vor­be­rei­tung der Ent­schei­dung und in­halt­lich auf die Ein­brin­gung na­tur­schutz­fach­li­chen Sach­ver­stan­des be­schränkt. Gemäß § 34 BNatSchG sind Pro­jek­te vor ihrer Zulas­sung oder Durch­füh­rung auf ihre Ver­träg­lich­keit mit den Erhal­tungs­zie­len eines Natu­­ra-2000-Gebiets (FFH-Gebiet)

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Tief­flü­ge und Vogel­schutz

Die Bun­des­wehr ist im Rah­men ihrer Be­fug­nis, von den luft­ver­kehrs­recht­lich vor­ge­ge­be­nen Min­dest­flug­hö­hen ab­zu­wei­chen (§ 30 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 Luft­VG), von den ha­bi­tat­schutz­recht­li­chen Ver­fah­rens­schrit­ten gemäß § 34 Abs. 1 und Abs. 3 bis 5 BNatSchG nicht frei­ge­stellt. § 30 Abs. 1 Satz 1 LuftVG ermäch­tigt die Bun­des­wehr, von den Vor­schrif­ten des Ers­ten Abschnitts des Luft­ver­kehrs­ge­set­zes

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Feh­marn Open Air – Vögel schüt­zen vor Musik

Die Ver­an­stal­te­rin des für den 2./3. Sep­tem­ber 2011 geplan­ten Feh­marn Open Air Fes­ti­vals ist vor dem Schles­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ver­wal­tungs­ge­richt mit dem Ver­such geschei­tert, im Wege einer einst­wei­li­gen Anord­nung doch noch eine Geneh­mi­gung für die durch die Unte­re Natur­schutz­be­hör­de des Krei­ses Ost­hol­stein unter­sag­te Ver­an­stal­tung zu erlan­gen. Ende Mai 2011 hat­te der Kreis

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Frei­ber­ger Fle­der­mäu­se

Fle­der­mäu­se genie­sen manch­mal mehr Schutz als Men­schen – ins­be­son­de­re mehr als die von einer Orts­um­ge­hung betrof­fe­nen Grund­stücks­nach­barn. So hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig jetzt über die Kla­gen einer aner­kann­ten Natur­schutz­ver­ei­ni­gung und zwei­er Grund­stücks­ei­gen­tü­mer gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss der Lan­des­di­rek­ti­on Chem­nitz für den Bau der Orts­um­ge­hung Frei­berg im Zuge der Bun­des­stra­ßen B 101

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Der euro­päi­sche Feld­hams­ter

Frank­reich hat bis 2008 kei­ne aus­rei­chen­den Maß­nah­men zum Schutz des Feld­hams­ters im Elsass getrof­fen. Die­se Erkennt­nis ver­dan­ken wir dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on, dass in einem des­we­gen von der Euro­päi­schen Kom­mis­si­on gegen Frank­reich ange­streng­tem Ver­trags­ver­let­zungs­ver­fah­ren ent­schied, dass die Habi­tatricht­li­nie von den Mit­glied­staa­ten ver­langt, einen stren­gen Schutz die­ser Art sicher­zu­stel­len, um

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Start­bahn­ver­län­ge­rung in Münster/​Osnabrück

Auch Fische kön­nen den Flug­ver­kehr behin­dern. In Münster/​Osnabrück war es jetzt das Bach­neunau­ge: Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len hat der Kla­ge des Natur­schutz­bun­des Deutsch­land (NABU) gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss des nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­schen Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums vom 28. Dezem­ber 2004, mit dem die Ver­län­ge­rung der Start- und Lan­de­bahn des "inter­na­tio­na­len" Ver­kehrs­flug­ha­fens Münster/​Osnabrück (FMO) von

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Bach­neunau­ge statt Lan­de­bahn

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter hat der Kla­ge des Natur­schutz­bun­des Deutsch­land (NABU) gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss des nor­d­rhein-wes­t­­fä­­li­­schen Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums vom 28. Dezem­ber 2004, mit dem die Ver­län­ge­rung der Start- und Lan­de­bahn des inter­na­tio­na­len Ver­kehrs­flug­ha­fens Münster/​Osnabrück (FMO) von 2.170 m auf 3.600 m zuge­las­sen wor­den ist, weit­ge­hend statt­ge­ge­ben. Der Plan­fest­stel­lungs­be­schluss ist auf­grund von

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"Natu­ra 2000" an der Ems

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Olden­burg hat die Kla­gen der Stadt Papen­burg, der Land­krei­se Ems­land und Leer und der Stadt Emden sowie der Mey­er Werft gegen die Auf­nah­me des Gebie­tes „Unte­rems und Außen­ems“ in das euro­päi­sche Schutz­ge­biet­netz „Natu­ra 2000“ abge­wie­sen. Die Stadt Papen­burg befürch­te­te gra­vie­ren­de Nach­tei­le für sich als Hafen­stadt und ins­be­son­de­re als

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Kampf­dör­fer in der Sen­ne

Die bri­ti­sche Armee will in der west­fä­li­schen Sen­ne für Afgha­ni­stan trai­nie­ren. Und das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den hat heu­te "sei­nen Segen" dazu gege­ben und einen Antrag des Natur­schutz­bun­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len (NABU) zurück­ge­wie­sen, mit dem die­ser bean­tragt hat­te, die Errich­tung und Neu­ge­stal­tung von Kampf­dör­fern auf dem Trup­pen­übungs­platz Sen­ne vor­läu­fig zu ver­hin­dern. Der Trup­pen­übungs­platz Sen­ne

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