Aner­ken­nung als syri­scher Flücht­ling

Der Anspruch auf Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft lei­tet sich mit der Fas­sung des AsylVfG vom 01.12 2013 direkt aus § 3 Abs. 1 AsylVfG und nicht mehr aus § 60 Abs. 1 Auf­en­thG ab. Syrer, die ille­gal aus­rei­sen, sich im Aus­land auf­hal­ten und dort einen Asyl­an­trag stel­len, erfül­len grund­sätz­lich die Vor­aus­set­zun­gen des § 3 Abs.

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Der abge­lehn­te Asyl­be­wer­ber und der Flücht­lings­schutz

Ob ein Asyl­be­wer­ber be­reits in einem an­de­ren Dritt­staat vor po­li­ti­scher Ver­fol­gung si­cher war, ist bei der Zu­er­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft nach dem in § 29 AsylVfG um­ge­setz­ten uni­ons­recht­li­chen Kon­zept des ers­ten Asyl­staats (Art. 25 und Art. 26 der Richt­li­nie 2005/​85/​EG) nur für die Be­acht­lich­keit des Asyl­an­trags von Be­deu­tung. Hat das Bun­des­amt

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Wi­der­ruf der Flücht­lings­a­n­er­ken­nung wegen Ände­rung der Rechts­la­ge

Die Pflicht zum Wi­der­ruf der Flücht­lings­a­n­er­ken­nung nach § 73 Abs. 1 Satz 1 AsylVfG gilt nicht nur bei einer Än­de­rung der Sach­la­ge, son­dern auch bei einer Än­de­rung der Rechts­la­ge, wenn der Ge­setz­ge­ber die Rechts­la­ge nicht nur mit Wir­kung für die Zu­kunft neu ge­stal­tet hat, son­dern die Re­ge­lung aus­nahms­wei­se auch für be­stands­kräf­tig ab­ge­schlos­se­ne

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Erlö­schen der Flücht­lings­ei­gen­schaft

Die Flücht­lings­ei­ge­schaft erlischt nach § 72 Abs. 1 Nr. 1 a AsylVfG nicht nur dann, wenn sich der Aus­län­der auf unbe­grenz­te Dau­er wie­der in sein Hei­mat­land begibt. Eine Nie­der­las­sung kann auch dann vor­lie­gen, wenn er dort eine Art zwei­ten Wohn­sitz unter­hält. Maß­geb­lich sind im Ein­zel­fall die Dau­er, der Anlass und der Ort

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Flücht­lings­ei­gen­schaft von Tibe­tern

In Chi­na droht nach wie vor den Tibe­tern kei­ne Grup­pen­ver­fol­gung in Anknüp­fung an ihre Volks­zu­ge­hö­rig­keit. Nach der Teil­nah­me an Aktio­nen für die Frei­heit Tibets in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land besteht für tibe­ti­sche Volks­zu­ge­hö­ri­ge aus der Volks­re­pu­blik Chi­na grund­sätz­lich die beacht­li­che Gefahr einer Ver­fol­gung durch den chi­ne­si­schen Staat jeden­falls dann, wenn eine

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Erst­ma­li­ge Ermes­sens­aus­übung im Pro­zess gegen Aus­wei­sung

Die Aus­län­der­be­hör­den dür­fen ihr Aus­wei­sungs­er­mes­sen auch noch wäh­rend des Kla­ge­ver­fah­rens aus­üben, sofern sich erst dann die Not­wen­dig­keit einer Ermes­sens­ent­schei­dung ergibt. Die­se Ermes­sens­er­wä­gun­gen sind sodann der gericht­li­chen Über­prü­fung der Aus­wei­sung zugrun­de zu legen. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts lag der Fall eines Ira­kers zugrun­de, der 2002 nach Deutsch­land gekom­men war und hier

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Wider­ruf der Flücht­lings­an­er­ken­nung eines ehe­ma­li­gen PKK-Funk­tio­närs

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat – nach Ein­ho­lung einer Vor­ab­ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on – erneut über den Wider­ruf der Asyl- und Flücht­lings­an­er­ken­nung eines ehe­ma­li­gen Kämp­fers und Funk­tio­närs der Kur­di­schen Arbei­ter­par­tei (PKK) ver­han­delt und das Ver­fah­ren zur wei­te­ren Auf­klä­rung an das Beru­fungs­ge­richt zurück­ver­wie­sen. Der Klä­ger, ein tür­ki­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger kur­di­scher

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Asyl für einen ehe­ma­li­gen hohen PKK-Funk­tio­närs

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat – nach Ein­ho­lung einer Vor­ab­ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on – erneut über den Wider­ruf der Asyl- und Flücht­lings­an­er­ken­nung eines ehe­ma­li­gen Kämp­fers und Funk­tio­närs der Kur­di­schen Arbei­ter­par­tei PKK ver­han­delt und das Ver­fah­ren zur wei­te­ren Auf­klä­rung an das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter zurück­ver­wie­sen.

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Ein­heit­li­che Maß­stä­be bei Wider­ruf der Flücht­lings­an­er­ken­nung

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heu­te ent­schie­den, dass f Für den Wider­ruf der Flücht­lings­an­er­ken­nung wegen Ände­rung der poli­ti­schen Ver­hält­nis­se im Her­kunfts­land gel­ten ein­heit­li­che Maß­stä­be bei der Beur­tei­lung der Gefahr künf­ti­ger Ver­fol­gung. Es kommt mit­hin nicht dar­auf an, ob der Aus­län­der wegen im Hei­mat­land erlit­te­ner Vor­ver­fol­gung oder aus­schließ­lich wegen Nach­flucht­ak­ti­vi­tä­ten in

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Wider­ruf der Flücht­lings­ei­gen­schaft

Die Zuer­ken­nung der Flücht­lings­ei­gen­schaft ist nach § 73 Abs. 1 Satz 1 und 2 AsylVfG i.V.m Art. 11 Abs. 1 Buchst. e der Richt­li­nie 2004/​83/​EG zu wider­ru­fen, wenn in Anbe­tracht einer erheb­li­chen und nicht nur vor­über­ge­hen­den Ver­än­de­rung der Umstän­de im Her­kunfts­land die­je­ni­gen Umstän­de, auf­grund derer der Betref­fen­de begrün­de­te Furcht vor Ver­fol­gung aus einem der

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