Nacht­flug auf dem Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg – also spä­ter dann mal, irgend­wann…

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat drei Ver­fas­sungs­be­schwer­den gegen Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts zur Nacht­flug­re­ge­lung am künf­ti­gen Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg – nur 6½ Jah­ren nach Ein­rei­chung der Ver­fas­sungs­be­schwer­den – nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Inhalts­über­sichtDie Aus­gangs­sach­ver­hal­teDie Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Anlie­ger – Recht­li­ches Gehör­Die Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Anlie­ger – Kör­per­li­che Unver­sehrt­heitDie Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Anlie­ger­ge­mein­den – Gren­zen des Grund­rech­te­schut­zesDie

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Das Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit – und die staat­li­che Schutz­pflicht

Das Recht auf kör­per­li­che Unver­sehrt­heit aus Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG schützt nicht nur als sub­jek­ti­ves Abwehr­recht gegen staat­li­che Ein­grif­fe. Es ent­hält auch die staat­li­che Pflicht, sich schüt­zend und för­dernd vor die Rechts­gü­ter Leben und kör­per­li­che Unver­sehrt­heit zu stel­len und sie vor rechts­wid­ri­gen Ein­grif­fen von Sei­ten ande­rer zu bewah­ren. Auch der

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Flug­ver­fah­rens­fest­le­gung, Lärm­ak­ti­ons­plä­ne – und die Kla­ge­be­fug­nis von Umwelt­ver­bän­den

Aner­kann­te Umwelt­ver­bän­de sind nicht berech­tigt, die feh­ler­haf­te Behand­lung von in Lärm­ak­ti­ons­plä­nen dar­ge­stell­ten ruhi­gen Gebie­ten durch eine Flug­ver­fah­rens­fest­le­gung zu rügen. Nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 UmwRG kann eine aner­kann­te inlän­di­sche oder aus­län­di­sche Ver­ei­ni­gung, ohne eine Ver­let­zung in eige­nen Rech­ten gel­tend machen zu müs­sen, Rechts­be­hel­fe nach Maß­ga­be der Ver­wal­tungs­ge­richts­ord­nung gegen eine Ent­schei­dung nach

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Flug­rou­ten­fest­le­gung – und die Lärm­be­läs­ti­gung

§ 29b Abs. 2 LuftVG ent­hält für die vom Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung bei der Fest­le­gung von Flug­ver­fah­ren zu tref­fen­de Abwä­gungs­ent­schei­dung kei­ne Direk­ti­ven, wenn sämt­li­che in Betracht kom­men­den Rou­ten mit unzu­mut­ba­rem Flug­lärm ver­bun­den sind . Für die gericht­li­che Kon­trol­le kommt es allein auf die Recht­mä­ßig­keit des Ergeb­nis­ses des Recht­set­zungs­ver­fah­rens an und nicht

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Luft­ver­kehrs­auf­kom­men auf dem Flug­ha­fen Tegel

Ansprü­chen nach dem Flug­lärm­schutz­ge­setz steht ent­ge­gen, dass der Flug­ha­fen Tegel nicht wei­ter­be­trie­ben wer­den soll, son­dern vor der Schlie­ßung steht. Kann nicht fest­ge­stellt wer­den, dass von dem Flug­ver­kehr, soweit er über ein bestimm­tes Grund­stück führt, Lebens­ge­fah­ren aus­ge­hen, ist eine sofor­ti­ge Still­le­gung des Flug­ha­fens nicht zu recht­fer­ti­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das

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Kunst­flug über bzw. in der Nähe von Wöll­stein

Sind nach der Luft­ver­kehrs­ord­nung Kunst­flü­ge unter ande­rem über Städ­ten und ande­ren dicht besie­del­ten Gebie­ten ver­bo­ten, heißt das, allein ein Kunst­flug "über" dicht besie­del­tem Gebiet, wenn also die Flug­be­we­gun­gen im Luft­raum senk­recht über dem Bereich statt­fin­den, der als dicht besie­delt anzu­se­hen ist, ist ver­bo­ten. In der Nähe die­ser Gebie­te kann in

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Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg – Flug­rou­ten­fest­set­zung

Das Bun­des­auf­sichts­amt für Flug­si­che­rung durf­te sich bei der Fest­set­zung der Flug­rou­ten für den Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg auf Sicher­heits­er­wä­gun­gen stüt­zen. Dar­über hin­aus hält die Fest­set­zung unter Lärm­schutz­ge­sichts­punk­ten einer recht­li­chen Über­prü­fung stand. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der Stadt Lud­wigs­fel­de abge­wie­sen. Die­se hat­te

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Schall­schutz am Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat die Urtei­le des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Ber­­lin-Bran­­den­burg zu den erfor­der­li­chen Schall­schutz­maß­nah­men für Anlie­ger des Flug­ha­fens Ber­­lin-Bran­­den­burg bestä­tigt und die hier­ge­gen gerich­te­ten Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den der Flug­ha­fen­ge­sell­schaft zurück­ge­wie­sen. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­­lin-Bran­­­den­burg hat­te auf die Kla­gen von An­woh­nern und An­lie­ger­ge­mein­den des neu­en Flug­ha­fens Ber­­­lin-Bran­­­den­burg durch Ur­tei­le vom 24. April 2013 das Land Bran­den­burg

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Die Lärm­be­las­tung durch den ver­län­ger­ten Hori­zon­tal­an­flug

Die Unzu­mut­bar­keits­schwel­le einer Lärm­be­las­tung durch einen Flug­be­trieb wird durch das Flug­lärm­schutz­ge­setz defi­niert. Die­se Schwel­le ist auf­grund des vom Bun­des­auf­sichts­amt fest­ge­setz­ten, sog. ver­län­ger­ten Hori­zont­al­lan­de­an­flugs zum Flug­ha­fen Frank­furt Main nicht über­schrit­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat der Hes­si­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge des Main-Kin­zig-Krei­­ses und eines pri­va­ten Grund­ei­gen­tü­mers aus

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Die unter­las­se­ne Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung

Das Unter­las­sen einer Umwelt­ver­träg­lich­keits­prü­fung unter Ver­let­zung des Uni­ons­rechts löst als sol­ches grund­sätz­lich kei­ne Haf­tung des Staats für einen rei­nen Ver­mö­gens­scha­den aus. Die­se Haf­tung kann jedoch aus­ge­löst wer­den, wenn das natio­na­le Gericht ins­be­son­de­re zu dem Ergeb­nis kommt, dass ein unmit­tel­ba­rer Kau­sal­zu­sam­men­hang zwi­schen der Unter­las­sung und dem erlit­te­nen Scha­den, wie der Wert­min­de­rung

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Flug­lärm vom Flug­ha­fen Zürich

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat das Rechts­mit­tel der Schweiz gegen deut­schen Maß­nah­men aus dem Jahr 2003 zu den An- und Abflü­ge zum und vom Flug­ha­fen Zürich zurück­ge­wie­sen. Der Flug­ha­fen Zürich liegt 15 Kilo­me­ter von der deut­schen Gren­ze ent­fernt. Alle in Zürich aus Rich­tung Nor­den oder Nord­wes­ten ankom­men­den Flug­zeu­ge müs­sen

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Flug­lärm und die Flug­rou­ten­pla­nung in der luft­recht­li­chen Plan­fest­stel­lung

Das Recht auf feh­ler­freie Ab­wä­gung der ei­ge­nen Be­lan­ge steht nicht nur dem­je­ni­gen zu, des­sen Be­lan­ge aus­ge­hend von der dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zu­grun­de lie­gen­den Flug­rou­ten­pro­gno­se ab­wä­gungs­er­heb­lich be­trof­fen wären, son­dern jedem, der ab­wä­gungs­er­heb­lich be­trof­fen wer­den kann, weil sein Grund­stück in­ner­halb des Ein­wir­kungs­be­reichs des Flug­ha­fens liegt und weder aus tat­säch­li­chen noch aus recht­li­chen Grün­den

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Der Flug­ha­ben­aus­bau und die Betei­li­gung der Flug­lärm­be­trof­fe­nen

Im luft­ver­kehrs­recht­li­chen Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren muss jeder be­tei­ligt wer­den und Ein­wen­dun­gen er­he­ben kön­nen, der durch Flug­lärm ab­wä­gungs­er­heb­lich be­trof­fen wer­den kann, weil sein Grund­stück in­ner­halb des Ein­wir­kungs­be­reichs des Flug­ha­fens liegt und weder aus tat­säch­li­chen noch aus recht­li­chen Grün­den aus­zu­schlie­ßen ist, dass ein zu sei­ner Be­trof­fen­heit füh­ren­des Flug­ver­fah­ren fest­ge­legt wird. Die Um­welt­ver­träg­lich­keits­prü­fung muss sich

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Flug­lärm­schutz­ und Nacht­flug­be­trieb

We­sent­li­che Än­de­run­gen von Be­triebs­re­ge­lun­gen un­ter­fal­len dem Re­ge­lungs­be­reich des § 73 Abs. 8 HV­wVfG mit der Fol­ge, dass Drit­ten, deren Be­lan­ge erst­ma­lig oder stär­ker als bis­her be­rührt wer­den, die Än­de­rung mit­zu­tei­len und ihnen Ge­le­gen­heit zu Ein­wen­dun­gen zu geben ist. Eine all­ge­mei­ne Be­weis­re­gel, die be­sagt, dass die rich­ter­li­che Über­zeu­gung von der Rich­tig­keit der

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Geschäfts­reis­flug­ver­kehr auf dem Son­der­flug­ha­fen Ober­pfaf­fen­ho­fen

Die behörd­li­che Abwä­gung zwi­schen den Lärm­schutz­be­lan­gen der Anlie­ger und den für die Erwei­te­rung des Flug­be­triebs spre­chen­den Belan­gen, die zur Anord­nung pas­si­ven (bau­li­chen) Schall­schut­zes und nicht zur Anord­nung wei­te­rer akti­ver Schall­schutz­maß­nah­men (Flug­be­schrän­kun­gen) geführt hat, ist recht­mä­ßig. Mit die­ser Begrün­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof den Beru­fun­gen der Flug­ha­fen­be­trei­be­rin gegen die erst­in­stanz­li­chen Urtei­le

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Nacht­flug­be­trieb am Köln/​Bonner Flug­ha­fen

Die Kla­gen auf Auf­he­bung einer Ver­län­ge­rung der Nacht­flug­re­ge­lun­gen für einen Flug­ha­fen sind unzu­läs­sig, weil die Rechts­stel­lung der Klä­ger bei einem Erfolg der Kla­gen ver­schlech­tert wird. Beruht die vom Nacht­flug­ver­kehr aus­ge­hen­de Lärm­be­las­tung weder auf dem ange­foch­te­nen Bescheid, son­dern aus­schließ­lich auf der ursprüng­li­chen Geneh­mi­gungs­la­ge, so sind die Rech­te einer Nach­bar­ge­mein­de und eines

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Der Aus­bau des Frank­fur­ter Flug­ha­fens und das Nacht­flug­ver­bot

Für den Aus­bau des Frank­fur­ter Flug­ha­fens sind plan­mä­ßi­ge Flü­ge in der soge­nann­ten Media­ti­ons­nacht unzu­läs­sig. Für die Gesamt­nacht sind durch­schnitt­lich 133 Flü­ge erlaubt. Damit hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig in den dort anhän­gi­gen acht Mus­ter­kla­gen gegen den Plan­fest­stel­lungs­be­schluss zum Aus­bau des Flug­ha­fens Frank­furt a.M. im wesent­li­chen das erst­in­stanz­li­che Urteil des Ver­wal­tungs­g­ge­richts­hofs

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Demo vor Wowe­reits Wohn­haus

Die Abschluss­kund­ge­bung einer ange­mel­de­ten Demons­tra­ti­on ist direkt vor dem pri­va­ten Wohn­haus eines Regie­ren­den Bür­ger­meis­ters unzu­läs­sig. Aller­dings ist eine weit­rei­chen­de Fern­hal­tung der Abschluss­kund­ge­bung von sei­ner Woh­nung nicht zu recht­fer­ti­gen, so dass die Kund­ge­bung an einer der Woh­nung nahen Stra­ßen­kreu­zung abge­hal­ten wer­den darf. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in einem Eil­recht­schutz­ver­fah­ren, bei dem

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Betriebs­be­schrän­kung wegen Flug­lärm­be­läs­ti­gung

Grenz­wer­te für Lärm­pe­gel am Boden, die Luft­ver­kehrs­ge­sell­schaf­ten beim Über­flug von Gebie­ten in der Umge­bung eines Flug­ha­fens ein­hal­ten müs­sen, kön­nen grund­sätz­lich von den Mit­glied­staa­ten fest­ge­legt wer­den. Dabei ist nach Auf­fas­sung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on dar­auf zu ach­ten, dass eine sol­che Rege­lung nur unter Beach­tung der durch das Uni­ons­recht auf­ge­stell­ten Vor­aus­set­zun­gen

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