Kein Flug mit ver­län­ger­tem Kin­der­rei­se­pass

Wird die Beför­de­rung auf einem Flug nach Süd­afri­ka ver­wei­gert, weil die Rei­se­päs­se der Kin­der nach Ablauf der Gül­tig­keit ledig­lich ver­län­gert wur­den, besteht kein Anspruch auf Aus­gleichs­zah­lung gegen die Flug­li­nie. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Frank­furt am Main in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge auf Aus­gleichs­an­sprü­che nach der euro­päi­schen

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Den über­hör­te letz­te Auf­ruf am Check-In

Ver­passt ein Rei­sen­der sei­nen Flug, hat die Rei­se­ver­an­stal­te­rin Ent­schä­di­gung zu zah­len, wenn die Flug­ge­sell­schaft weder durch eine Durch­sa­ge per Laut­spre­cher noch durch ein Anspre­chen aller War­ten­der in der Schlan­ge sicher­ge­stellt hat, dass alle Rei­sen­den die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen erhal­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Der ver­pass­te Abflug

Geht aus der Buchungs­be­stä­ti­gung her­vor, wann ein Rück­flug statt­fin­den soll und sind auch einem Aus­hang im Hotel die­se Infor­ma­tio­nen zu ent­neh­men, liegt kei­ne schuld­haf­te Pflicht­ver­let­zung der Rei­se­ver­an­stal­te­rin vor, wenn Rei­sen­de ihren Rück­flug ver­pas­sen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Kla­ge auf Scha­dens­er­satz gegen

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Der Streik bei den Pas­sa­gier­kon­trol­len – und die Flug­an­nul­lie­rung

Den Pas­sa­gie­ren eines annul­lier­ten Flugs kann auch dann ein Anspruch auf Aus­gleichs­zah­lung zuste­hen, wenn die Pas­sa­gier­kon­trol­len am Start­flug­ha­fen bestreikt wur­den und des­halb nicht gewähr­leis­tet war, dass alle Pas­sa­gie­re den Flug errei­chen konn­ten. Dies ent­schied der Bun­des­ge­richts­hof jetzt im Fal­le eines Ehe­paa­res, die für den 9. Febru­ar 2015 einen Flug von

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Flug­ver­spä­tung wegen eines wil­den Streiks – und die Aus­gleichs­zah­lung

Ein „wil­der Streik“ des Flug­per­so­nals, der auf die über­ra­schen­de Ankün­di­gung einer Umstruk­tu­rie­rung folgt, stellt kei­nen „außer­ge­wöhn­li­chen Umstand“ dar, der es der Flug­ge­sell­schaft erlaubt, sich von ihrer Ver­pflich­tung zur Leis­tung von Aus­gleichs­zah­lun­gen bei Annul­lie­rung oder gro­ßer Ver­spä­tung von Flü­gen zu befrei­en. Die Risi­ken, die sich aus den mit sol­chen Maß­nah­men ein­her­ge­hen­den

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Das feh­len­de Visum – und das der Flug­ge­sell­schaft auf­er­leg­te Buß­geld

Wird einem Flug­pas­sa­gier wegen eines feh­len­den Visums die Ein­rei­se ver­wei­gert, kann das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men das ihm des­we­gen auf­er­leg­te Buß­geld nicht ohne wei­te­res voll­stän­dig von dem Flug­pas­sa­gier ersetzt ver­lan­gen. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Rechts­streit, in dem es um die Erstat­tung eines von den indi­schen Behör­den ver­häng­ten Buß­gel­des ging. Der

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Der gebuch­te Flug – und kei­ne Stor­nie­rung

Die Stor­nie­rung von Flug­bu­chung kann wirk­sam aus­ge­schlos­sen wer­den. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall begehr­ten Kun­den von der beklag­ten Deut­sche Luft­han­sa AG die Erstat­tung des gezahl­ten Flug­prei­ses nach erklär­ter Kün­di­gung des Ver­trags. Sie buch­ten im Novem­ber 2014 für den 22./23. Mai 2015 Flü­ge von Ham­burg nach Frank­furt am Main

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Flug­gast­da­ten­aus­tausch mit Kana­da

Das geplan­te Abkom­men zwi­schen Kana­da und der Euro­päi­schen Uni­on über die Über­mitt­lung von Flug­gast­da­ten­sät­zen darf nach einer Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on in sei­ner jet­zi­gen Form nicht geschlos­sen wer­den. Zwar ist die sys­te­ma­ti­sche Über­mitt­lung, Spei­che­rung und Ver­wen­dung sämt­li­cher Flug­gast­da­ten­sät­ze nach Ein­schät­zung des Uni­ons­ge­richts­hofs im Wesent­li­chen zuläs­sig, doch genü­gen meh­re­re

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Online-Flug­rei­se­bu­chung – und die zu pene­trant ange­bo­te­ne Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung

Die Gestal­tung eines Buchungs­vor­gangs für Flug­diens­te ver­stößt gegen das Gebot der kla­ren, trans­pa­ren­ten und ein­deu­ti­gen Mit­tei­lung von fakul­ta­ti­ven Zusatz­kos­ten im Sin­ne des Art. 23 Abs. 1 Satz 4 der Ver­ord­nung (EG) 1008/​2008, wenn der Ver­brau­cher, der eine fakul­ta­ti­ve Leis­tung (hier: eine Rei­se­rück­tritts­ver­si­che­rung) zuvor bereits abge­wählt hat, im wei­te­ren Ver­lauf über die erneu­te

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Umbu­cher-Wucher

Der Rei­se­ver­an­stal­ter darf den Kun­den bei Ein­tritt eines Drit­ten in den Rei­se­ver­trag mit den­je­ni­gen Mehr­kos­ten belas­ten, die sich dar­aus erge­ben, dass die Tarif­be­din­gun­gen der Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men typi­scher­wei­se nach bestä­tig­ter Buchung kei­nen Wech­sel in der Per­son des Flug­gas­tes ("name chan­ge") mehr zulas­sen und des­halb eine neue Flug­bu­chung erfor­dern. Dies stell­te jetzt der

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Aus­gleichs­an­sprü­chen wegen Flug­ver­spä­tung

Der Bun­des­ge­richts­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on eine Fra­ge zur Aus­le­gung des Art. 7 der euro­päi­schen Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung (Ver­ord­nung (EG) 261/​2004) vor­ge­legt. Im Aus­gangs­fall bean­spru­chen die Klä­ger Aus­gleichs­zah­lun­gen in Höhe von jeweils 400 € wegen eines ver­spä­te­ten Flugs nach Art. 7 Abs. 1 Buchst. b der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung. Sie buch­ten bei einem Rei­se­ver­an­stal­ter eine Pau­schal­rei­se mit

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Flug­gast­rech­te – und die Erstat­tung der Anwalts­kos­ten

Das aus­füh­ren­de Luft­fahrt­un­ter­neh­men braucht die Kos­ten für einen vom Flug­gast mit der erst­ma­li­gen Gel­tend­ma­chung einer Aus­gleichs­leis­tung wegen Annul­lie­rung oder gro­ßer Ver­spä­tung beauf­trag­ten Rechts­an­walt nicht zu erstat­ten, wenn es die in Art. 14 Abs. 2 Flug­gast­rech­te­VO vor­ge­se­he­nen Infor­ma­tio­nen erteilt hat. Etwas ande­res kann gel­ten, wenn die erteil­ten Hin­wei­se lücken­haft, unver­ständ­lich oder sonst

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Zah­lung bei Flug­bu­chung

Luft­fahrt­un­ter­neh­men dür­fen die Zah­lung des Flug­prei­ses bereits bei der Buchung ver­lan­gen. Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich jetzt in drei Ver­fah­ren mit der Pra­xis bei Flug­bu­chun­gen zu befas­sen, die voll­stän­di­ge Bezah­lung des Flug­prei­ses bereits unmit­tel­bar bei Abschluss des Luft­be­för­de­rungs­ver­trags – unab­hän­gig von der Höhe des Flug­prei­ses oder dem zeit­li­chen Abstand zwi­schen Buchung

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Flug­an­nul­lie­rung wegen uner­war­te­ter tech­ni­scher Pro­ble­me

Luft­fahrt­un­ter­neh­men müs­sen Flug­gäs­ten auch bei Annul­lie­rung eines Flu­ges wegen uner­war­te­ter tech­ni­scher Pro­ble­me Aus­gleich leis­ten. Jedoch kön­nen bestimm­te tech­ni­sche Pro­ble­me, die u. a. aus ver­steck­ten Fabri­ka­ti­ons­feh­lern, die die Flug­si­cher­heit beein­träch­ti­gen, aus Sabo­ta­ge­ak­ten oder aus ter­ro­ris­ti­schen Hand­lun­gen resul­tie­ren, die Luft­fahrt­un­ter­neh­men von ihrer Aus­gleichs­pflicht befrei­en. Im Fall der Annul­lie­rung eines Flu­ges ist das

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Aus­gleichs­an­sprü­che wegen Flug­ver­spä­tung – und der inter­na­tio­na­le Gerichts­stand

Der Bun­des­ge­richts­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on zwei Fra­gen zur Aus­le­gung des Art. 5 Nr. 1 Buchst. b der Ver­ord­nung (EG) Nr. 44/​2001 des Rates vom 22. Dezem­ber 2000 über die gericht­li­che Zustän­dig­keit und die Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung von Ent­schei­dun­gen in Zivil- und Han­dels­sa­chen (Brüs­­sel-I-Ver­­or­d­­nung) vor­ge­legt: Ist Art. 5 Nr. 1 Buchst. a

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Flug­bu­chun­gen im Inter­net – und die aus­ge­wie­se­nen Prei­se

Flug­ge­sell­schaf­ten müs­sen im Rah­men eines elek­tro­ni­schen Buchungs­sys­tems bei jeder Anga­be von Prei­sen für Flü­ge und damit auch bei der erst­ma­li­gen Anga­be von Prei­sen den zu zah­len­den End­preis ein­schließ­lich aller Preis­be­stand­tei­le ange­ben. In ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof im Fall einer Ber­li­ner Flug­ge­sell­schaft, die unter ihrer Inter­net­adres­se ein meh­re­re Schrit­te umfas­sen­des elek­tro­ni­sches

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Der vor­ver­leg­te Flug – und die Aus­gleichs­zah­lung

Auch bei einem vor­ver­leg­ten Flug­be­ginn besteht für die Flug­gäs­te ein Anspruch auf Aus­gleichs­zah­lun­gen nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung . In dem jetzt beim Bun­des­ge­richts­hof been­de­ten Rechts­streit hat­te die kla­gen­den Flug­pas­sa­gie­re bei dem beklag­ten Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men Flü­ge von Düs­sel­dorf nach Fuer­te­ven­tu­ra und zurück gebucht. Der Rück­flug soll­te am 5.11.2012 um 17.25 Uhr durch­ge­führt wer­den.

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Flug­pau­schal­rei­se – und die Umbu­chung als Beför­de­rungs­ver­wei­ge­rung

In der Umbu­chung der Teil­neh­mer einer Flug­pau­schal­rei­se kann eine Beför­de­rungs­ver­wei­ge­rung zu sehen sein, die das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men zu einer Aus­gleichs­zah­lung wegen Nicht­be­för­de­rung nach Art. 7 Abs. 1 und Art. 4 Abs. 3 der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung ver­pflich­tet. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall buch­ten die Rei­sen­den bei einem Rei­se­ver­an­stal­ter eine Flug­pau­schal­rei­se in die Tür­kei. Der Hin­flug

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Das kos­ten­los mit­rei­sen­de Klein­kind – und der Aus­gleichs­an­spruch wegen Flug­ver­spä­tung

Bei Flug­ver­spä­tun­gen besteht für kos­ten­los mit­rei­sen­de Klein­kin­der kein Aus­gleichs­an­spruch. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall begehr­te ein – zum Flug­zeit­punkt ein­jäh­ri­ges – Kind von der Flug­ge­sell­schaft eine Aus­gleichs­zah­lung in Höhe von 250 € wegen eines ver­spä­te­ten Flu­ges nach Art. 7 Abs. 1 Satz 1 Buchst. a der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung. Das Klein­kind nahm mit sei­nen Eltern

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Bezah­lung direkt bei Flug­bu­chung

Eine Klau­sel in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen, die die Bezah­lung des Flug­prei­ses in vol­ler Höhe bei Buchung durch den Kun­den vor­gibt, ist unwirk­sam, wenn zu die­sem Zeit­punkt die von dem Klau­sel­ver­wen­der bei Ver­trags­schluss zu leis­ten­den Auf­wen­dun­gen unter Berück­sich­ti­gung ihrer Gewinn­mar­ge nicht der gefor­der­ten Anzah­lungs­quo­te ent­spricht. Daher ist eine Klau­sel in All­ge­mei­nen Geschäfts-

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Preis­an­ga­ben im Flug­bu­chungs­sys­tem

Ein elek­tro­ni­sches Buchungs­sys­tem muss bei jedem Flug ab einem Flug­ha­fen der Euro­päi­schen Uni­on, des­sen Preis ange­zeigt wird, von Anfang an den zu zah­len­den End­preis aus­wei­sen. Dies ent­schied jetzt der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in einem Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­ren, dem ein Rechts­streit zwi­schen Ver­brau­cher­schüt­zern und Air Ber­lin zugrun­de lag: Der deut­sche Bun­des­ver­band der

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Das bil­li­ge Ermes­sen bei noch nicht bestimm­ten Flug­zei­ten im Rei­se­ver­trag

Anmer­kun­gen zu , von Rechts­as­ses­sor Jochen Bau­er, Sin­del­fin­gen Die Ent­schei­dung des BGH wirft m. E. meh­re­re nicht unwe­sent­li­che und vom BGH (lei­der) nicht erör­ter­te Fra­gen auf. Inhalts­über­sichtDas Leis­tungs­be­stim­mungs­recht des Rei­se­ver­an­stal­tersErs­te Fra­ge: Wann ist die von Rei­se­ver­an­stal­ter zu tref­fen­de Aus­wahl bil­lig?Zwei­te Fra­ge: Mit­tei­lungs­zeit­punkt der (zwi­schen­zeit­lich) bestimm­ten Flug­zei­ten?Rei­se­än­de­run­gen nach Ver­trags­schlußDie noch nicht

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Der ver­spä­te­te Rück­flug – Aus­gleichs­zah­lung und Rei­se­preis­min­de­rung

Bei einem Anspruch auf Rück­zah­lung eines Teils des Rei­se­prei­ses wegen Min­de­rung auf­grund gro­ßer Ver­spä­tung des Rück­flu­ges nach § 651d BGB han­delt es sich um einen wei­ter­ge­hen­den Scha­dens­er­satz­an­spruch nach Art. 12 Abs. 1 Flug­gast­rech­te­VO. Nach den Grund­sät­zen der Vor­teils­aus­glei­chung sind nach der Flug­gast­rech­te­ver­ord­nung allein wegen gro­ßer Ver­spä­tung gewähr­te Aus­gleichs­leis­tun­gen auf den Anspruch

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Start­ab­bruch nach Vogel­schlag

Eine gro­ße Ver­spä­tung geht auf außer­ge­wöhn­li­che Umstän­de zurück und befreit damit von der Ver­pflich­tung zu einer Aus­gleichs­leis­tung, wenn sie durch dem Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men in der gege­be­nen Situa­ti­on (hier: nach Start­ab­bruch infol­ge Vogel­schlags) mög­li­che und zumut­ba­re Maß­nah­men nicht ver­mie­den wer­den konn­te. Das Luft­ver­kehrs­un­ter­neh­men muss Art, Umfang und zeit­li­chen Ablauf der kon­kre­ten Maß­nah­men

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Luft­ver­kehr­steu­er

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt blieb jetzt ein Nor­men­kon­troll­an­trag des Lan­des Rhein­­land-Pfalz gegen das Luft­ver­kehr­steu­er­ge­setz ohne Erfolg, das Luft­ver­kehr­steu­er­ge­setz ist nach dem Urteil des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Die Erhe­bung und Aus­ge­stal­tung der in die Gesetz­ge­bungs­kom­pe­tenz des Bun­des fal­len­den Steu­er ver­stößt nicht gegen das Gleich­heits­ge­bot. Sie ver­letzt auch nicht die Berufs­frei­heit

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