Der Steu­er­be­ra­ter, die Ver­pach­tung sei­nes Man­dan­ten­stamms und die Betriebsaufspaltung

Pacht­ein­nah­men, die ein Steu­er­be­ra­ter aus der Ver­pach­tung des Man­dan­ten­stamms sei­ner frei­be­ruf­li­chen Ein­zel­pra­xis an die von ihm beherrsch­te Steu­er­­be­ra­­tungs-GmbH erzielt, unter­lie­gen der Gewer­be­steu­er, weil inso­weit eine frei­be­ruf­li­che Betriebs­auf­spal­tung anzu­neh­men ist. In der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist geklärt, dass der Man­dan­ten­stamm eines Steu­er­be­ra­ters als eigen­stän­di­ges Wirt­schafts­gut Gegen­stand eines Pacht­ver­trags sein kann und dass

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Die Ein­künf­te eines Militärberaters

Ein Mili­tär­be­ra­ter ist gewerb­lich tätig und nicht – ana­log der Tätig­keit eines bera­ten­den Betriebs­wirts – frei­be­ruf­lich. Die selb­stän­di­ge nach­hal­ti­ge Betä­ti­gung als Mili­tär­be­ra­ter ist ein Gewer­be­be­trieb (§ 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG). Sie ist nicht als eine den Kata­log­be­ru­fen des § 18 EStG ähn­li­che Tätig­keit anzu­se­hen. Sei­ne Betä­ti­gung ist ins­be­son­de­re nicht der des

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Bundesfinanzhof (BFH)

Insol­venz­ver­wal­ter und die Gewerbesteuerpflicht

Insol­venz­ver­wal­ter mit qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­tern sind in der Regel nicht gewer­be­steu­er­pflich­tig. Der Bun­des­fi­nanz­hof ent­schied jetzt, dass Insol­venz­ver­wal­ter nicht auto­ma­tisch gewer­be­steu­er­pflich­tig wer­den, wenn sie meh­re­re qua­li­fi­zier­te Mit­ar­bei­ter beschäf­ti­gen und gab damit die bis­her ver­tre­te­ne „Ver­viel­fäl­ti­gungs­theo­rie“ auf. Der neu­en Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs lag der Fall von zwei zu einer Gesell­schaft zusam­men­ge­schlos­se­ne Rechts­an­wäl­te zugrun­de, die

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Good­will einer Frei­be­ruf­ler-Pra­xis im Zugewinnausgleich

Der Good­will einer frei­be­ruf­li­chen Pra­xis ist als imma­te­ri­el­ler Ver­mö­gens­wert grund­sätz­lich in den Zuge­winn­aus­gleich ein­zu­be­zie­hen. Bei der Bemes­sung eines sol­chen Good­will ist im Rah­men der modi­fi­zier­ten Ertrags­wert­me­tho­de ein Unter­neh­mer­lohn abzu­set­zen, der sich an den indi­vi­du­el­len Ver­hält­nis­sen des Inha­bers ori­en­tiert. Die stich­tags­be­zo­ge­ne Bewer­tung einer Inha­ber­pra­xis im Zuge­winn­aus­gleich setzt eine Ver­wert­bar­keit der Praxis

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Umsatz­be­steue­rung der frei­en Berufe

Eine Steu­er­­be­ra­­tungs-GmbH darf ihre Umsät­ze nicht der Ist­be­steue­rung unter­wer­fen. Der Bun­des­fi­nanz­hof hat klar­ge­stellt, dass eine Steu­er­­be­ra­­tungs-GmbH ihre buch­füh­rungs­pflich­ti­gen Umsät­zen nicht nach ver­ein­nahm­ten Ent­gel­ten (Ist­be­steue­rung) gemäß § 20 UStG ver­steu­ern darf. Die Umsät­ze müs­sen des­halb nach ver­ein­bar­ten Ent­gel­ten (Soll­be­steue­rung) bereits vor dem Erhalt des Ent­gelts ver­steu­ert wer­den. Eine Steu­er­­be­ra­­tungs-GmbH mit buchführungspflichtigen

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Kei­ne Gewer­be­steu­er­pflicht für Berufs­be­treu­er und Verfahrenspfleger

Gute Nach­rich­ten für Berufs­be­treu­er: Der Bun­des­fi­nanz­hof hat sei­ne Recht­spre­chung zur Qua­li­fi­ka­ti­on der Ein­künf­te von berufs­mä­ßi­gen Betreu­ern und Ver­fah­rens­pfle­gern geän­dert und behan­delt die Ein­künf­te der Berufs­be­treu­er und der Ver­fah­rens­pfle­ger nun­mehr als nicht gewerb­lich. Damit unter­lie­gen die Ein­künf­te nicht mehr der Gewer­be­steu­er. An sei­ner frü­he­ren Beur­tei­lung, nach der Ein­künf­te berufs­mä­ßi­ger Betreu­er als

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Die Aus­ein­an­der­set­zung einer Freiberufler-Sozietät

Die Tei­lung der Sach­wer­te und die recht­lich nicht begrenz­te, gleich­be­rech­tig­te Mög­lich­keit, um die bis­he­ri­gen Man­dan­ten der Gesell­schaft zu wer­ben, ist auch dann die sach­lich nahe lie­gen­de und ange­mes­se­ne Art der Aus­ein­an­der­set­zung einer Frei­be­ruf­ler­so­zie­tät, wenn eine sol­che Gesell­schaft nach ihrer Auf­lö­sung aus­ein­an­der­ge­setzt wird. Gehen die Gesell­schaf­ter in die­ser Wei­se vor, kann eine

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GmbH-Betei­li­gung als not­wen­di­ges Betriebs­ver­mö­gen eines Bildjournalisten

Die GmbH-Betei­­li­­gung eines Bild­jour­na­lis­ten kann nicht allein des­halb als not­wen­di­ges Betriebs­ver­mö­gen des frei­be­ruf­li­chen Betriebs beur­teilt wer­den, weil der Bild­jour­na­list 99 % sei­ner Umsät­ze aus Autoren­ver­trä­gen mit der GmbH erzielt, wenn die­se Umsät­ze nur einen gering­fü­gi­gen Anteil der Geschäfts­tä­tig­keit der GmbH aus­ma­chen und es wegen des Umfangs die­ser Geschäfts­tä­tig­keit und der Höhe

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Der Rechts­an­walt als gewer­be­steu­er­pflich­ti­ger Insolvenzverwalter

Nach einem aktu­el­len Urteil des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf liegt eine gewer­be­steu­er­pflich­ti­ge Tätig­keit vor, wenn ein Rechts­an­walt Ein­künf­te aus einer Tätig­keit als Insol­venz­ver­wal­ter erzielt, die er mit Hil­fe einer Viel­zahl vor­ge­bil­de­ter Arbeits­kräf­te aus­übt. Der Rechts­an­walt ist gewer­be­steu­er­pflich­tig, soweit er Ein­künf­te aus sei­ner Tätig­keit als Insol­venz­ver­wal­ter erzielt. Denn inso­weit han­delt es sich um

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Tech­ni­sche Daten­ver­ar­bei­tung durch Freiberufler

Zu der frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit gehö­ren gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG unter ande­rem die selb­stän­di­ge Berufs­tä­tig­keit der Inge­nieu­re und ähn­li­cher Beru­fe. In die­sem Umfeld der Inge­nieu­re und ähn­li­chen Beru­fe hat nun der Bun­des­fi­nanz­hof den Kreis der Frei­be­ruf­ler im Bereich der elek­tro­ni­schen Daten­ver­ar­bei­tung erwei­tert. Inhalts­über­sichtbis­he­ri­ge Recht­spre­chung: Soft­ware-Ent­wick­lungneue Recht­spre­chung: tech­ni­scher Bereich der

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Der Insol­venz­ver­wal­ter in der Einkommensteuer

Die ein­kom­men­steu­er­li­che Qua­li­fi­zie­rung der Tätig­keit eines Insol­venz­ver­wal­ters – Ein­künf­te aus gewerb­li­cher oder aus selb­stän­di­ger (frei­be­ruf­li­cher oder ver­mö­gens­ver­wal­ten­der) Tätig­keit? – ist immer wie­der Gegen­stand der finanz­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung. In einem jetzt vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Rechts­streit führ­te der Klä­ger eine Pra­xis als Steu­er­be­ra­ter und ver­ei­dig­ter Buch­prü­fer. Dar­über hin­aus war er als Insolvenzverwalter

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Bundesfinanzhof

Mit­tel­ba­re Betei­li­gung eines Berufs­frem­den an einer Freiberufler-Sozietät

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in zwei jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil erneut zur Fra­ge Stel­lung genom­men, ob die Ein­künf­te eine Frei­­be­­ruf­­ler-Sozie­­tät bei Betei­li­gung Berufs­frem­der als gewerb­lich zu qua­li­fi­zie­ren sind. Im dem ers­ten Urteil ent­schied der BFH, dass die mit­tel­ba­re Betei­li­gung eines Berufs­frem­den an einer Per­so­nen­ge­sell­schaft, deren wei­te­re Gesell­schaf­ter Frei­be­ruf­ler sind, dazu führt, dass

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Bil­dung einer Gewer­be­steu­er­rück­stel­lung nach Umqua­li­fi­zie­rung der Einnahmen

Erzielt ein Steu­er­pflich­ti­ger Gewinn­ein­künf­te und ermit­telt er sei­nen Gewinn mit­tels Ein­­nah­­men-Über­­­schus­s­­rech­­nung, so kann er nicht allein des­halb, weil sei­ne Ein­künf­te im Anschluss an eine Außen­prü­fung nicht mehr als frei­be­ruf­lich, son­dern als gewerb­lich ein­ge­stuft wer­den, durch einen Wech­sel zum Bestands­ver­gleich eine Gewer­be­steu­er­rück­stel­lung bilden.

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Kei­ne wis­sen­schaft­li­che Tätig­keit eines Promotionsberaters

Ein Pro­mo­ti­ons­be­ra­ter, der auf­grund selbst ent­wi­ckel­ter Test­ver­fah­ren und von Gesprä­chen sog. Bega­bungs­ana­ly­sen sei­ner Kli­en­ten erstellt und die­sen sodann beim Fin­den eines Dis­ser­ta­ti­ons­the­mas, der Ver­mitt­lung eines Dok­tor­va­ters und der Glie­de­rung behilf­lich ist sowie die Kli­en­ten unter­stüt­zend in die wis­sen­schaft­li­che Metho­dik ein­weist und neben wei­te­ren tech­ni­schen Hil­fe­leis­tun­gen beglei­ten­de Lite­ra­tur­re­cher­chen vor­nimmt, erfüllt noch

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Die ver­mö­gens­ver­wal­ten­de GbR und die Steu­ern der Gesellschafter

Die Ein­künf­te einer ver­mö­gens­ver­wal­ten­den Gesell­schaft aus der Ver­mie­tung von Räu­men an eine frei­be­ruf­lich täti­ge Anwalts­ge­mein­schaft sind auch dann auf der Ebe­ne der Gesell­schaft ein­heit­lich und geson­dert fest­zu­stel­len, wenn ein Gesell­schaf­ter zugleich an der Anwalts­ge­mein­schaft betei­ligt ist und sein Grund­stücks­an­teil als Son­der­be­triebs­ver­mö­gen im Rah­men der selb­stän­di­gen Tätig­keit zu erfas­sen ist.

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Der Sta­ti­ker – gewerb­lich oder freiberuflich?

Betreu­en ein selb­stän­dig täti­ger und ein ange­stell­ter Inge­nieur jeweils ein­zel­ne Auf­trä­ge und Pro­jek­te eigen­ver­ant­wort­lich und lei­tend, so ist trotz der gleich­ar­ti­gen Tätig­keit eine ggf. im Schät­zungs­we­ge vor­zu­neh­men­de Auf­tei­lung der Ein­künf­te nicht aus­ge­schlos­sen mit der Fol­ge, dass die vom Unter­neh­mens­in­ha­ber selbst betreu­ten Auf­trä­ge und Pro­jek­te der frei­be­ruf­li­chen Tätig­keit zuzu­ord­nen sind, und

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Frei­be­ruf­ler und Kapitalgesellschaften

Betei­ligt sich eine soge­nann­te Frei­­be­­ruf­­ler-Kapi­­tal­­ge­­sel­l­­schaft mit­un­ter­neh­me­risch an einer Frei­­be­­ruf­­ler-Per­­so­­nen­­ge­­sel­l­­schaft, so erzielt die Per­so­nen­ge­sell­schaft ins­ge­samt gewerb­li­che Ein­künf­te. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 8. April 2008 – VIII R 73/​05

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Mehr­jäh­ri­ge Freiberuflervergütung

Die Annah­me außer­or­dent­li­cher Ein­künf­te i.S. des § 34 Abs. 2 Nr. 4 EStG (Ein­künf­te für meh­re­re Jah­re) setzt vor­aus, dass die Ver­gü­tung für mehr­jäh­ri­ge Tätig­kei­ten eine Pro­gres­si­ons­wir­kung typi­scher­wei­se erwar­ten lässt. Dies ist jeden­falls dann der Fall, wenn eine Ver­gü­tung für eine mehr­jäh­ri­ge Tätig­keit –hier eines Frei­be­ruf­lers– auf­grund einer vor­aus­ge­gan­ge­nen recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zung zusammengeballt

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