Landgericht Bremen

Fris­ten­kon­trol­le am Abend

Die Erle­di­gung der frist­ge­bun­de­nen Sachen muss am Abend eines jeden Arbeits­ta­ges anhand des Fris­ten­ka­len­ders von einer dazu beauf­trag­ten Büro­kraft über­prüft wer­den. Zu den Auf­ga­ben des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten gehört es, dafür Sor­ge zu tra­gen, dass ein frist­ge­bun­de­ner Schrift­satz recht­zei­tig erstellt wird und inner­halb der Frist bei dem zustän­di­gen Gericht ein­geht. Zu die­sem

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Fristenberechnung und Fristenkontrolle bei der Beschwerdefrist

Fris­ten­be­rech­nung und Fris­ten­kon­trol­le bei der Beschwer­de­frist

Die Be­rech­nung der Frist für die Be­schwer­de­ein­le­gung nach § 133 Abs. 2 Satz 1 VwGO ge­hört – an­ders als die Be­schwer­de­be­grün­dungs­frist nach § 133 Abs. 3 Satz 1 VwGO – zu den Fris­ten, deren Über­wa­chung einer zu­ver­läs­si­gen Bü­ro­an­ge­stell­ten über­tra­gen wer­den darf. Die Ver­säu­mung der Be­schwer­de­frist ist dem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten dann nicht zu­zu­rech­nen, wenn sie auf

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Büroorganisation und Fristenkontrolle

Büro­or­ga­ni­sa­ti­on und Fris­ten­kon­trol­le

Die Sorg­falts­pflicht des Rechts­an­walts in Fris­ten­sa­chen ver­langt zuver­läs­si­ge Vor­keh­run­gen für einen recht­zei­ti­gen Aus­gang fris­t­wah­ren­der Schrift­sät­ze. Der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te muss durch eine zurei­chen­de Aus­gangs­kon­trol­le dafür Sor­ge tra­gen, dass ein frist­ge­bun­de­ner Schrift­satz recht­zei­tig her­ge­stellt wird und inner­halb der Frist beim zustän­di­gen Gericht ein­geht. Dafür reicht es nicht sicher­zu­stel­len, dass ihm Akten von Ver­fah­ren,

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Schadensersatz wegen versäumter Verjährungsfrist - und dessen Verjährung

Scha­dens­er­satz wegen ver­säum­ter Ver­jäh­rungs­frist – und des­sen Ver­jäh­rung

Ver­letzt ein Rechts­an­walt sei­ne Pflicht, eine mit Ablauf des 31. Dezem­ber ver­jäh­ren­de For­de­rung gericht­lich gel­tend zu machen, ent­steht der Scha­den des Man­dan­ten mit Beginn des 1. Janu­ar – und nicht bereits mit Ablauf des 31. Dezem­ber; die Ver­jäh­rungs­frist des Scha­dens­er­satz­an­spruchs gegen den Rechts­an­walt beginnt mit dem Schluss die­ses Jah­res. Besteht

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Ausgangskontrolle fristwahrender Schriftstücke

Aus­gangs­kon­trol­le fris­t­wah­ren­der Schrift­stü­cke

Die Aus­gangs­kon­trol­le fris­t­wah­ren­der Schrift­sät­ze muss sich ent­we­der – für alle Fäl­le – aus einer all­ge­mei­nen Kanz­lei­an­wei­sung oder – in einem Ein­zel­fall – aus einer kon­kre­ten Ein­zel­an­wei­sung erge­ben. Eine kon­kre­te Ein­zel­an­wei­sung des Rechts­an­walts an sein Büro­per­so­nal, einen fris­t­wah­ren­den Schrift­satz per Tele­fax zu über­sen­den, macht die wei­te­re Aus­gangs­kon­trol­le nicht ent­behr­lich . Andern­fall

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Fristenkalender, Erledigungsvermerk und Eintüten

Fris­ten­ka­len­der, Erle­di­gungs­ver­merk und Ein­tü­ten

Eine fris­t­wah­ren­de Maß­nah­me darf im Kalen­der als erle­digt gekenn­zeich­net wer­den, wenn der fris­t­wah­ren­de Schrift­satz in ein Post­aus­gangs­fach des Rechts­an­walts ein­ge­legt wird und das Post­aus­gangs­fach "letz­te Sta­ti­on" auf dem Weg zum Adres­sa­ten ist. Das Post­aus­gangs­fach ist nicht "letz­te Sta­ti­on" auf dem Weg zum Adres­sa­ten, wenn eine Mit­ar­bei­te­rin die in dem Post­aus­gangs­fach

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Zwei Fristenkalender

Zwei Fris­ten­ka­len­der

Über­gro­ße Vor­sicht bei der Fris­ten­kon­trol­le kann für den Anwalt auch ein­mal nach hin­ten los­ge­hen: Wer­den im Büro eines Anwalts zwei Fris­ten­ka­len­der – etwa ein Fris­ten­ka­len­der in elek­tro­ni­scher Form und einer in Papier­form – geführt, die für die Fris­ten­kon­trol­le maß­geb­lich sind, so darf ein Erle­di­gungs­ver­merk in die Hand­ak­te erst dann auf­ge­nom­men

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Landgericht Bremen

Fris­ten­kon­trol­le beim Ver­län­ge­rungs­an­trag

Die im Rah­men der Orga­ni­sa­ti­on einer wirk­sa­men Fris­ten­kon­trol­le dem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten oblie­gen­de Pflicht, das bean­trag­te Fris­ten­de nebst Vor­frist bei oder als­bald nach Ein­rei­chung eines Ver­län­ge­rungs­an­trags im Fris­ten­ka­len­der ein­zu­tra­gen, hängt nicht davon ab, in wel­chem zeit­li­chen Abstand zum Ende der ursprüng­li­chen Frist ein Frist­ver­län­ge­rungs­an­trag gestellt wird. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen

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Probezeit für die Fristenkontrolle

Pro­be­zeit für die Fris­ten­kon­trol­le

Jeden­falls nach Ablauf einer bean­stan­dungs­frei­en sechs­mo­na­ti­gen Pro­be­zeit kann ein Rechts­an­walt die Berech­nung und Notie­rung ein­fa­cher und in sei­nem Büro geläu­fi­ger Fris­ten einer aus­ge­bil­de­ten und sorg­fäl­tig über­wach­ten Rechts­an­walts­fach­an­ge­stell­ten über­las­sen . Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kann ein Rechts­an­walt die Berech­nung und Notie­rung – wor­auf es im hier vom Bun­des­ge­richt­hof ent­schie­de­nen FAll

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Die Organisation der Fristenkontrolle

Die Orga­ni­sa­ti­on der Fris­ten­kon­trol­le

Besteht in einer Anwalts­kanz­lei die Mög­lich­keit, dass ein Rechts­an­walt selbst Fris­ten streicht und bleibt offen, wer eine Frist zu Unrecht gestri­chen hat, so muss der Rechts­an­walt ein eige­nes Ver­schul­den aus­räu­men und gege­be­nen­falls zu den orga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men, die er zur Ver­mei­dung von Feh­ler­quel­len durch die Kom­pe­tenz­über­schnei­dung getrof­fen hat, Stel­lung neh­men. Nach

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Fristenkontrolle bei mehreren Parallelverfahren

Fris­ten­kon­trol­le bei meh­re­ren Par­al­lel­ver­fah­ren

Wenn in meh­re­ren Ver­fah­ren glei­cher Par­tei­en meh­re­re Fris­ten für Rechts­mit­tel und Rechts­mit­tel­be­grün­dung zu notie­ren sind, muss der Rechts­an­walt durch orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men ver­hin­dern, dass eine Ver­wechs­lung in der Behand­lung der ver­schie­de­nen Ver­fah­ren ent­ste­hen kann. Er muss durch geeig­ne­te Anwei­sun­gen sicher­stel­len, dass grund­sätz­lich bei zwei oder mehr Rechts­mit­teln in der Ange­le­gen­heit eines

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Fristfaxe und die Fristenkontrolle

Frist­fa­xe und die Fris­ten­kon­trol­le

Zur Aus­gangs­kon­trol­le fris­t­wah­ren­der Schrift­sät­ze bei Anwei­sung einer Über­sen­dung per Tele­fax hat sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof geäu­ßert. Dabei zeigt sich, dass zuviel Kon­trol­le des Fax­ver­sands – etwa durch Hin­ter­her­telo­fo­nie­ren, ob das Fax auch ange­kom­men ist – manch­mal auch nicht gut ist: Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs genügt ein Rechts­an­walt sei­ner

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Fristverlängerungsantrag und Fristenkontrolle

Frist­ver­län­ge­rungs­an­trag und Fris­ten­kon­trol­le

Bei der Orga­ni­sa­ti­on des Fris­ten­we­sens in sei­ner Kanz­lei hat der Anwalt durch geeig­ne­te Anwei­sun­gen sicher­zu­stel­len, dass die zur wirk­sa­men Fris­ten­kon­trol­le erfor­der­li­chen Hand­lun­gen zum frü­hest­mög­li­chen Zeit­punkt und im unmit­tel­ba­ren zeit­li­chen Zusam­men­hang mit dem den Fris­ten­lauf aus­lö­sen­den Ereig­nis vor­ge­nom­men wer­den. Bean­tragt der Anwalt eine Frist­ver­län­ge­rung, so muss das hypo­the­ti­sche Ende der bean­trag­ten

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Fristenkontrolle und das Faxprotokoll

Fris­ten­kon­trol­le und das Fax­pro­to­koll

Bei der Über­mitt­lung Frist wah­ren­der Schrift­sät­ze per Tele­fax kommt der Rechts­an­walt sei­ner Ver­pflich­tung zu einer wirk­sa­men Aus­gangs­kon­trol­le nur dann nach, wenn er sei­nen Büro­an­ge­stell­ten die Wei­sung erteilt, sich einen Sen­de­be­richt aus­dru­cken zu las­sen, auf die­ser Grund­la­ge die Voll­stän­dig­keit der Über­mitt­lung zu prü­fen und die Not­frist erst nach Kon­trol­le des Sen­de­be­richts

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Fristenkalender im Computer? Ausdrucken!

Fris­ten­ka­len­der im Com­pu­ter? Aus­dru­cken!

Ein anwalt­li­ches Orga­ni­sa­ti­ons­ver­schul­den liegt vor, wie der Bun­des­ge­richts­hof aktu­ell noch­mals betont, wenn ein Rechts­an­walt einen EDV-gestüt­z­­ten Fris­ten­ka­len­der ver­wen­det, aber nicht anord­net, dass die Ein­ga­ben in die­sen Kalen­der jeweils durch Aus­ga­be der ein­ge­ge­be­nen Ein­zel­vor­gän­ge über einen Dru­cker oder durch Aus­ga­be eines Feh­ler­pro­to­kolls kon­trol­liert wer­den. Der Anwalt hat grund­sätz­lich sein Mög­lichs­tes zu

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Bundesfinanzhof (BFH)

Gegen­kon­trol­le bei der Fris­ten­kon­trol­le

Zu den zur Ermög­li­chung einer Gegen­kon­trol­le erfor­der­li­chen Vor­keh­run­gen im Rah­men der anwalt­li­chen Fris­ten­kon­trol­le gehört, dass die Rechts­mit­tel­fris­ten in der Hand­ak­te notiert wer­den und die Hand­ak­te durch ent­spre­chen­de Erle­di­gungs­ver­mer­ke oder auf sons­ti­ge Wei­se erken­nen lässt, dass die Fris­ten in den Fris­ten­ka­len­der ein­ge­tra­gen wor­den sind. Wird dem Rechts­an­walt die Sache im Zusam­men­hang

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Die versäumte Klagefrist bei der Kündigungsschutzklage und das Anwaltsverschulden

Die ver­säum­te Kla­ge­frist bei der Kün­di­gungs­schutz­kla­ge und das Anwalts­ver­schul­den

Das Ver­schul­den eines (Prozess-)Bevollmächtigten an der Ver­säu­mung der gesetz­li­chen Kla­ge­frist (§ 4 Satz 1 KSchG) bei einer Kün­di­gungs­schutz­kla­ge ist, wie das Bun­des­ar­beits­ge­richt jetzt ent­schie­den hat, dem kla­gen­den Arbeit­neh­mer nach § 85 Abs. 2 ZPO zuzu­rech­nen. Die herr­schen­de Ansicht in Recht­spre­chung und Lite­ra­tur bejaht die Zurech­nung des Ver­schul­dens des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten bei der Nicht­ein­hal­tung der

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Sofortige Streichung im Fristenkalender

Sofor­ti­ge Strei­chung im Fris­ten­ka­len­der

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die nahe­zug end­lo­se Recht­spre­chung zu den einem Rechts­an­walt im Rah­men der Fris­ten­kon­trol­le oblie­gen­den Orga­ni­sa­ti­ons­pflich­ten um eine wei­te­re Ver­hal­ten­re­gel erwei­tert: Eine Frist darf im Fris­ten­ka­len­der erst gestri­chen wer­den, wenn die fris­t­wah­ren­de Maß­nah­me durch­ge­führt, der Schrift­satz also abge­sandt oder zumin­dest post­fer­tig gemacht und die wei­te­re Beför­de­rung der aus­ge­hen­den Post

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Keine Kontrolle durch Anwaltskollegen

Kei­ne Kon­trol­le durch Anwalts­kol­le­gen

Gegen eine Frist­ver­säum­nis hilft nur eine Wie­der­ein­set­zung in den vori­gen Stand. Eine Wie­der­ein­set­zung wird aller­dings nur gewährt, wenn die Frist­ver­säum­nis der Par­tei unver­schul­det war, wobei der säu­mi­gen Par­tei ein Ver­schul­den ihres Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten wie eige­nes Ver­schul­den ange­rech­net wird. Bei der Fra­ge, ob Wie­der­ein­set­zung zu gewäh­ren ist, ist daher oft­mals ent­schei­dend, ob

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Die verlängerte Berufungsbegründungsfrist

Die ver­län­ger­te Beru­fungs­be­grün­dungs­frist

Wird die Frist zur Begrün­dung der Beru­fung um einen bestimm­ten Zeit­raum ver­län­gert und fällt der letz­te Tag der ursprüng­li­chen Frist auf einen Sams­tag, Sonn­tag oder all­ge­mei­nen Fei­er­tag, so beginnt der ver­län­ger­te Teil der Frist erst mit dem Ablauf des nächst­fol­gen­den Werk­tags . Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits 1956 ent­schie­den, dass in

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Fristversäumnisse

Frist­ver­säum­nis­se

Die Beru­­fungs- und die Beru­fungs­be­grün­dungs­frist und ihre Ein­tra­gung im Fris­ten­ka­len­der des Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten müs­sen nicht in jedem Fall auf dem Hand­ak­ten­bo­gen notiert wer­den. Auch die Anbrin­gung ent­spre­chen­der Ver­mer­ke auf dem jewei­li­gen Schrift­stück genügt den an eine ord­nungs­ge­mä­ße Orga­ni­sa­ti­on des Fris­ten­we­sens zu stel­len­den Anfor­de­run­gen. Ein Rechts­an­walt darf sich grund­sätz­lich dar­auf ver­las­sen, dass

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Fristenkontrolle bei der Berufungsbegründung

Fris­ten­kon­trol­le bei der Beru­fungs­be­grün­dung

Bei der Vor­la­ge der Hand­ak­ten zur Ein­le­gung der Beru­fung muss der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te die Berech­nung der Beru­fungs­be­grün­dungs­frist kon­trol­lie­ren. So hat der Bun­des­ge­richts­hofs in einem bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren fest­ge­stellt, dass der Pro­zess­be­voll­mäch­tig­te des Beru­fungs­klä­gers die Frist zur Beru­fungs­be­grün­dung schuld­haft ver­säumt hat, weil er die gebo­te­ne Fris­ten­kon­trol­le nicht aus­ge­führt hat, als ihm

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