Die Ver­let­zung eines Spie­lers wäh­rend eines Fuß­ball­spiels – oder: Fuß­ball als Kampfspiel

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­ho­fes ist davon aus­zu­ge­hen, dass ein Teil­neh­mer an einem sport­li­chen Kampf­spiel grund­sätz­lich Ver­let­zun­gen in Kauf nimmt, die auch bei regel­ge­rech­tem Spiel nicht zu ver­mei­den sind. Ein Scha­dens­er­satz­an­spruch gegen einen Mit­spie­ler setzt daher vor­aus, dass die­ser sich nicht regel­ge­recht ver­hal­ten hat. Ver­let­zun­gen, die auch bei sport­ge­rech­tem Ver­hal­ten auftreten

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Fußball

Die Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung des Profi-Fußballers

Die Bei­trä­ge eines Pro­fi­sport­lers für eine Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung stel­len kei­ne Wer­bungs­kos­ten dar. In dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall woll­te der kla­gen­de Pro­­­fi-Fuß­­bal­­ler die Prä­mi­en für sei­ne Sport­un­fä­hig­keits­ver­si­che­run­gen von der Steu­er abset­zen. Die Ver­si­che­run­gen sahen Leis­tun­gen für den Fall vor, dass der Pro­­­fi-Fuß­­bal­­ler auf­grund eines Unfalls oder einer Krank­heit vor­über­ge­hend oder

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Die Ver­let­zung beim Fußballspiel

Bei einer Ver­let­zung wäh­rend eines Ama­teur­fuß­ball­spiels kommt die Haf­tung eines Sport­lers nur in Betracht, wenn er schuld­haft und grob unsport­lich gegen die Regeln des Wett­kampfs ver­stößt. Dabei muss bei kampf­be­ton­ter Här­te die Gren­ze hin zu einem unfai­ren Regel­ver­stoß über­schrit­ten sein. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Fran­ken­thal in dem hier vorliegenden

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Fußball

Bun­des­li­ga­spie­le im SC-Frei­burg Stadion

Die Bun­des­li­ga­spie­le im SC-Frei­­burg Sta­di­on sind wahr­schein­lich zu Unrecht als sel­te­ne Ereig­nis­se im Sin­ne der Sport­an­la­gen­lärm­schutz­ver­ord­nung ein­ge­stuft wor­den. Daher ver­let­zen die erteil­te Bau­ge­neh­mi­gung hin­sicht­lich die­ser Fuß­ball­spie­le vor­aus­sicht­lich die Rech­te von Nach­barn in einem Wohn­ge­biet. So hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den einst­wei­li­gen Rechts­schutz­ver­fah­ren ent­schie­den und den Anwoh­nern teilweise

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Pyro­tech­nik im Fuß­ball­sta­di­on – und die Fol­gen für den Verein

Es han­delt sich bei dem Stän­di­gen Schieds­ge­richt für die 3. Liga um ein ech­tes Schieds­ge­richt, so dass der Rechts­weg zu den ordent­li­chen Gerich­ten wirk­sam aus­ge­schlos­sen ist. Die in § 9a der Rechts- und Ver­fah­rens­ord­nung des DFB gere­gel­te Ver­bands­stra­fen­haf­tung ver­stößt nicht gegen all­ge­mei­ne Grund­sät­ze der öffent­li­chen Ord­nung (ord­re public). Die­se Verbandsstrafenhaftung

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Fußball

Zwangs­ab­stieg – und der Scha­dens­er­satz­an­spruch des Fußballvereins

Der Bun­des­ge­richts­hof hat jetzt über den Anspruch des Fuß­ball­ver­eins auf Wie­der­zu­las­sung zur Teil­nah­me am Spiel­be­trieb in der Regio­nal­li­ga nach einem zu Unrecht ange­ord­ne­ten Zwangs­ab­stieg ent­schie­den: Dem zugrun­de liegt ein Rechts­streit zwi­schen dem SV Wil­helms­ha­ven und dem Nord­deut­schen Fuß­­ball-Ver­­­bands (NFV). Der beklag­te NFV führt als regio­na­ler Fuß­ball­ver­band den Spiel­be­trieb der bei

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Der Kreuz­band­riss einer Fuß­ball­spie­le­rin als Arbeitsunfall

Erhielt ein Ver­eins­mit­glied für sei­ne fuß­bal­le­ri­sche Tätig­keit vom Ver­ein kein Ent­gelt son­dern bestand ledig­lich ein För­der­ver­trag, so liegt kei­ne in der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung ver­si­cher­te Tätig­keit vor. In einem sol­chen Fall han­delt es sich bei einer Ver­let­zung wäh­rend eines Fuß­ball­spiels nicht um einen Arbeits­un­fall. Ein ver­trag­lich vor­ge­se­he­ner Fahrt­kos­ten­zu­schuss und der Erlass

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Fahr­ten von Pro­fi­sport­lern im Mannschaftsbus

Fahr­ten von Pro­fi­sport­lern im Mann­schafts­bus kön­nen Sonn­tags, Fei­er­­tags- oder Nacht­ar­beit sein. Pro­­­fi-Spor­t­­man­n­­schaf­­ten rei­sen zu Aus­wärts­ter­mi­nen regel­mä­ßig in Mann­schafts­bus­sen an. Das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf hat nun die Fahr­zei­ten im Mann­schafts­bus als zur Arbeits­zeit der Sport­ler und Betreu­er gehö­rig ange­se­hen. Zahlt ihr Arbeit­ge­ber für die Beför­de­rungs­zei­ten einen Zuschlag für Sonn­tags, Fei­er­­tags- oder Nacht­ar­beit, ist

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Das Sky-Bun­des­li­ga-Abo – als Wer­bungs­kos­ten eines Fußballtrainers

Die Auf­wen­dun­gen eines Fuß­ball­trai­ners für ein Sky-Bun­­­des­­li­­ga-Abo kön­nen Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit sein, wenn tat­säch­lich eine beruf­li­che Ver­wen­dung vor­liegt. Wer­bungs­kos­ten sind Auf­wen­dun­gen zur Erwer­bung, Siche­rung und Erhal­tung der Ein­nah­men (§ 9 Abs. 1 Satz 1 EStG). Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs lie­gen Wer­bungs­kos­ten vor, wenn zwi­schen den Auf­wen­dun­gen und den

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Das Sky-Bun­des­li­ga-Abo als Werbungskosten

Die Auf­wen­dun­gen eines Fuß­ball­trai­ners für ein Sky-Bun­­­des­­li­­ga-Abo kön­nen Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit sein, wenn tat­säch­lich eine beruf­li­che Ver­wen­dung vor­liegt. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt für einen haupt­amt­li­chen Tor­wart­trai­ner im Bereich des Lizenz­fuß­balls ent­schie­den. Der Tor­wart­trai­ner bezieht als haupt­amt­li­cher Tor­wart­trai­ner eines Lizenz­fuß­ball­ver­eins Ein­künf­te aus nicht­selb­stän­di­ger Tätig­keit. Er schloss

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Befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis­se im Pro­fi­fuß­ball – und die Verlängerungsoption

Die einem Lizenz­spie­ler in der 1. Fuß­ball­bun­des­li­ga ein­ge­räum­te Opti­on zur Ver­län­ge­rung sei­nes Ver­tra­ges kann wirk­sam an die Bedin­gung geknüpft wer­den, dass der Lizenz­spie­ler in der ver­gan­gen Sai­son in min­des­tens 23 Bun­des­li­ga­spie­len ein­ge­setzt wur­de. So auch in dem hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall, in dem ein Bun­des­li­ga­ver­ein mit einem Tor­wart in §

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Befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis­se im Profifußball

Die Befris­tung des Arbeits­ver­trags eines Lizenz­spie­lers der 1. Fuß­­ball-Bun­­­des­­li­­ga ist regel­mä­ßig nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG durch die Eigen­art der Arbeits­leis­tung sach­lich gerecht­fer­tigt. Nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG liegt ein sach­li­cher Grund für die Befris­tung eines Arbeits­ver­trags vor, wenn die Eigen­art der Arbeits­leis­tung die Befris­tung rechtfertigt.

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Der Fuß­ball-Schieds­rich­ter – und sei­ne Besteuerung

Fuß­ball­schieds­rich­ter sind selb­stän­dig tätig und neh­men am all­ge­mei­nen wirt­schaft­li­chen Ver­kehr teil. Bei den von Schieds­rich­tern erziel­ten Ein­künf­ten han­delt es sich nicht um sol­che eines Sport­lers. Ein inter­na­tio­nal täti­ger Schieds­rich­ter begrün­det am jewei­li­gen Spiel­ort kei­ne Betriebs­stät­te. Wie der Bun­des­fi­nanz­hof damit ent­schie­den hat, sind Fuß­ball­schieds­rich­ter steu­er­recht­lich als Gewer­be­trei­ben­de tätig, die bei internationalen

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Befris­tung des Arbeits­ver­trags eines Fußballprofis

Die Befris­tung von Arbeits­ver­trä­gen mit Lizenz­spie­lern der Fuß­­ball-Bun­­­des­­li­­ga ist regel­mä­ßig wegen der Eigen­art der Arbeits­leis­tung des Lizenz­spie­lers nach § 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 TzBfG gerecht­fer­tigt. Dies ent­schied jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt in dem Fall eines Pro­fi­fuß­bal­lers, der bei bei dem beklag­ten Ver­ein FSV Mainz 05 seit dem 1. Juli 2009 als

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Landgericht Leipzig

Der Knall­kör­per auf der Fußballtribüne

Mit wel­chem Anteil hat der Zuschau­er eines Fuß­ball­spiels dem ver­an­stal­ten­den Ver­ein die die­sem wegen des Zün­dens eines Knall­kör­pers durch den Zuschau­er auf­er­leg­te Ver­bands­stra­fe als Scha­dens­er­satz zu erstat­ten hat, wenn die Stra­fe zugleich für ande­re Vor­fäl­le ver­hängt wor­den ist? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in einem Fall des 1.

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Der Beschäf­ti­gungs­an­spruch des Fußballtrainers

Es ist zwei­fel­haft, ob eine Klau­sel in einem For­mu­lar­ar­beits­ver­trag, nach der der Arbeit­ge­ber ohne nähe­re Bestim­mung von Vor­aus­set­zun­gen berech­tigt ist, den Arbeit­neh­mer von der wei­te­ren Erbrin­gung von Arbeits­leis­tun­gen frei­zu­stel­len, einer Klau­sel­kon­trol­le im Sin­ne von § 307 Absatz 2 BGB Stand hält. Eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung zur Durch­set­zung des Beschäf­ti­gungs­an­spruchs dürf­te für einen Fußballtrainer

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Tri­bü­nenböl­ler im Fuß­ball­sta­di­on – und die Ver­bands­stra­fe des DFB

Wirft ein Zuschau­er eines Fuß­ball­spiels einen gezün­de­ten Spreng­kör­per auf einen ande­ren Teil der Tri­bü­ne, kann er ver­trag­lich auf Scha­dens­er­satz für eine dem Ver­ein des­we­gen gemäß § 9a Nrn. 1 und 2 der Rechts- und Ver­fah­rens­ord­nung des Deut­schen Fuß­­ball-Bun­­­des e.V. auf­er­leg­te Geld­stra­fe haf­ten. Die Klä­ge­rin des hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fal­les betreibt den

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Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men im mehr­glied­ri­gen Verbandswesen

Die Umset­zung einer von einem über­ge­ord­ne­ten Dach­ver­band vor­ge­se­he­nen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me gegen­über dem Mit­glied eines nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins, das selbst nicht Mit­glied des Dach­ver­bands ist, bedarf ent­we­der einer Grund­la­ge in der Sat­zung des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins oder einer sons­ti­gen Aner­ken­nung die­ser Mög­lich­keit durch des­sen Mit­glied. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall begehrt der

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Taschenrechner

Der Knall­kör­per im Fußballstadion

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die Pflicht des Zuschau­ers eines Fuß­ball­spiels bejaht, dem ver­an­stal­ten­den Ver­ein die von die­sem gezahl­te Ver­bands­stra­fe wegen des Zün­dens eines Knall­kö­pers durch den Zuschau­er als Scha­dens­er­satz zu erstat­ten. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs lag ein Rechts­streit zwi­schen dem 1. FC Köln – bzw. der den Pro­fi­fuß­ball­be­reich des 1. FC

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Fußball

Ama­teur­fuß­ball – und das FIFA-Reglement

Der Bun­des­ge­richts­hof hat der Kla­ge des SV Wil­helms­ha­ven e.V. gegen den Nord­deut­schen Fuß­ball­ver­band e.V. wegen der Anord­nung eines Zwangs­ab­stiegs statt­ge­ge­ben und dabei über die Gren­zen der Dis­zi­pli­nar­be­fug­nis eines Ver­eins ent­schie­den: Inhalts­über­sichtWas war geschehen?Die Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs­FI­FA-Regeln – und die ver­eins­recht­li­che Dis­zi­pli­nar­stra­fen Was war gesche­hen?[↑] Der SV Wil­helms­ha­ven, der SV Wilhelmshaven

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Schein­ar­beits­ver­trä­ge mit Fuß­ball­spie­lern – und die Schenkungsteuer

Schließt ein Spon­sor nur zum Schein mit Fuß­ball­spie­lern Arbeits­ver­trä­ge und arbei­ten die Spie­ler tat­säch­lich nicht in der Unter­neh­mens­grup­pe des Spon­sors, son­dern spie­len unter Pro­fi­be­din­gun­gen für den Ver­ein, so liegt eine Schen­kung des Spon­sors an den Ver­ein in Höhe des angeb­li­chen Arbeits­ent­gelts vor. § 1 Abs. 1 Nr. 2 ErbStG unter­lie­gen der Schen­kungsteu­er die Schenkungen

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Frei­bur­ger Fußball-„Fans“ – Betre­tens- und Auf­ent­halts­ver­bo­te sowie Mel­de­auf­la­gen für Ultras

Das Ver­wal­tungs­ge­richt hat in zwei Fäl­len Betre­­tens- und Auf­ent­halts­ver­bo­te im Grund­satz als recht­mä­ßig bestä­tigt, wel­che die Stadt Frei­burg gegen zwei Anhän­ger der Ultra-Sze­­ne ver­hängt hat­te. Die Stadt woll­te sie damit bei Fuß­ball­spie­len vom Sta­di­on und von bestimm­ten Berei­chen der Innen­stadt fern­hal­ten, um so mög­li­chen gewalt­tä­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zun­gen vor­zu­beu­gen. Soweit das Gericht die

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Landgericht Leipzig

Das Krebs­ge­schwür des inter­na­tio­na­len Fußballs

Das Land­ge­richt Düs­sel­dorf hat eine Unter­las­sungs­kla­ge der Qatar Foot­ball Asso­cia­ti­on gegen den ehe­ma­li­gen Prä­si­den­ten des Deut­schen Fuß­ball­bun­des, Dr. Theo Zwan­zi­ger, erst­in­stanz­lich abge­wie­sen. Die Qatar Foot­ball Asso­cia­ti­on kann damit von Zwan­zi­ger nicht die Unter­las­sung der Äuße­rung „Ich habe immer klar gesagt, dass Katar ein Krebs­ge­schwür des Welt­fuß­balls ist.“ ver­lan­gen. Die­se Aussage

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Befris­tes­te Arbeits­ver­hält­nis­se in der Fußball-Bundesliga

Die Befris­tung eines Arbeits­ver­tra­ges zwi­schen einem Fuß­ball­ver­ein der ers­ten Bun­des­li­ga und einem Lizenz­spie­ler ist zuläs­sig, wenn sie durch einen sach­li­chen Grund gerecht­fer­tigt ist (§ 14 Abs. 1 S. 1 TzBfG). Nach § 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 4 TzBfG liegt ein sach­li­cher Grund vor, wenn die Eigen­art der Arbeits­leis­tung die Befris­tung recht­fer­tigt. Die Entscheidung

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Erken­nungs­dienst­li­che Behand­lung eines Fußballfans

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat der Kla­ge eines Fuß­ball­fans gegen eine erken­nungs­dienst­li­che Maß­nah­me der Bun­des­po­li­zei teil­wei­se statt­ge­ge­ben: Am Abend des 30.11.2012 fand in Düs­sel­dorf das Bun­des­li­ga­spiel zwi­schen For­tu­na Düs­sel­dorf und Ein­tracht Frank­furt statt. Bereits im Vor­feld des Spiels war es im Rah­men der Fan­an­rei­se zu Gewalt­tä­tig­kei­ten und Aus­schrei­tun­gen soge­nann­ter Pro­blem­fans aus

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Die Fol­gen eines Fußball-Fanmarsches

Wer an einem Fuß­­ball-Fan­­marsch teil­nimmt, kann nach Ansicht des Ober­lan­des­ge­richts Olden­burg den objek­ti­ven Tat­be­stand des § 118 OWiG (Beläs­ti­gung der All­ge­mein­heit) erfül­len. So das Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg im hier vor­lie­gen­den Fall eines 18-Jäh­­ri­­gen Fuß­ball­fan des VfL Osna­brück, der an einem nicht geneh­mig­ten Fan­marsch quer durch die Osna­brü­cker Innen­stadt teil­nahm und sich

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„Feu­er­werk“ in der Fußballarena

Für began­ge­ne Straf­ta­ten im Zusam­men­hang mit dem Abbren­nen von Pyro­tech­nik beim Spiel des FC Schal­ke 04 gegen Ein­tracht Frank­furt am 24.11.2012 muss ein vor­be­straf­tes Mit­glied der „Hugos“ eine Frei­heits­stra­fe von 1 Jahr 6 Mona­te ver­bü­ßen, deren Voll­stre­ckung nicht zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wird. In dem hier vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall gehör­te der heute

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Das Fuß­ball-Abo – und die Ticketbörse

Ein Jah­­res­­kar­­ten-Abo kann vom Fuß­ball­ver­ein jeder­zeit ordent­lich gekün­digt wer­den. In dem hier ent­schie­de­nen Fall war der Klä­ger seit 1994 Mit­glied des FC Bay­ern Mün­chen und seit­dem auch Inha­ber einer Dau­er­kar­te für Heim­spie­le des Ver­eins. Der Klä­ger besuch­te als treu­er Anhän­ger nahe­zu sämt­li­che Heim­spie­le in der Bun­des­li­ga sowie im DFB Pokal

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Hoo­li­gans sind kri­mi­nel­le Vereinigungen

Eine Ver­ei­ni­gung im Sin­ne der §§ 129 ff. StGB ist ein auf gewis­se Dau­er ange­leg­ter, frei­wil­li­ger orga­ni­sa­to­ri­scher Zusam­men­schluss von min­des­tens drei Per­so­nen, die bei Unter­ord­nung des Wil­lens des Ein­zel­nen unter den Wil­len der Gesamt­heit gemein­sa­me Zwe­cke ver­fol­gen und unter sich der­art in Bezie­hung ste­hen, dass sie sich als ein­heit­li­cher Verband

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Hoo­li­gans als kri­mi­nel­le Vereinigung

Hoo­li­gans kön­nen eine kri­mi­nel­le Ver­ei­ni­gung sein. Dies hat jetzt der Bun­des­ge­richts­hof ange­nom­men und die Ver­ur­tei­lung von fünf Ange­klag­ten weit­ge­hend bestä­tigt, gegen die das Land­ge­richt Dres­den wegen Mit­glied­schaft in einer kri­mi­nel­len Ver­ei­ni­gung, teil­wei­se in Tat­ein­heit mit schwe­rem Land­frie­dens­bruch und mit gefähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung auf Frei­heits- bzw. Geld­stra­fen erkannt hat­te. Nach den Feststellungen

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Die Rech­te am Adler

Bei dem Adler-Sym­­­bol des Deut­schen Fuß­ball­bun­des DFB kann es sich natür­lich nicht um eine Nach­ah­mung eines bun­des­deut­schen Hoheits­zei­chens han­deln, denn dann hät­te das Bun­­­des­­pa­­tent- und Mar­ken­amt die Mar­ke bereits aus die­sem Grun­de nicht ein­tra­gen dür­fen. Ver­wen­det eine deut­schen Ein­zel­han­dels­ket­te für Auto-Fuß­­ma­t­­ten und Fuß­­ball-Fan­­be­­klei­­dung ein Adler-Sym­­­bol, das eine deut­li­che bild­li­che Ähnlichkeit

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Stadt­be­tre­tungs­ver­bot eines Fußballfans

Nach dem Poli­zei­ge­setz des Lan­des Rhein­­land-Pfalz kann die Poli­zei einer Per­son ver­bie­ten, eine Stadt zu betre­ten, wenn die Per­son dort wahr­schein­lich Straf­ta­ten bege­hen wird. Zwar kann das Ver­bot nicht allein auf die Mit­glied­schaft in einer Ultra-Fan­­grup­­pe eines Fuß­ball­ver­eins gestützt wer­den, aber besteht durch die per­sön­li­che Dis­po­si­ti­on der Per­son und die

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Arbeit­neh­mer – als Fuß­ball­fan vom Platz gestellt

In Wolfs­bur­ger VW-Werk wird heu­te die Spät­schicht aus­fal­len, damit die Fuß­ball­fans das Spiel der Deut­schen Natio­nal­mann­schaft live mit­ver­fol­gen kön­nen. Aber bei wei­tem nicht jeder Arbeit­ge­ber ist von dem Fuß­ball­tur­nier in Bra­si­li­en so begeis­tert, dass er die Arbeits­zeit dem Spiel­plan ange­passt hat. Dann heißt es für die Mit­ar­bei­ter pflicht­ge­mäß arbei­ten. Ein

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Fuß­ball – Jubel bei geschlos­se­nen Fens­tern und Türen

Damit die Nach­barn in ihrer Nacht­ru­he nicht gestört wer­den, ist wäh­rend der Über­tra­gung der Spie­le der deut­schen Fuß­ball­na­tio­nal­mann­schaft jeder Lärm nach 22:00 Uhr außer­halb der Woh­nung zu unter­las­sen. So hat das Amts­ge­richt Neu­kölln in dem hier vor­lie­gen­den Eil­ver­fah­ren ent­schie­den und nicht zum ers­ten Mal einen Nach­bar­schafts­kon­flikt zwei­er Par­tei­en, die seit

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Public viewing per Ausnahmegenehmigung

Public viewing führt nicht zu einer unzu­mut­ba­ren Lärm­be­ein­träch­ti­gung. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Grund­stücks­be­sit­zers aus Ingel­heim, in des­sen Nach­bar­schaft die öffent­li­che Über­tra­gung der Fuß­ball­spie­le der Deut­schen Mann­schaft aus Bra­si­li­en über­tra­gen wer­den sol­len. Die Ver­an­stal­tung soll auf einem Ver­­ein­s­heim-Par­k­­platz neben einem Sport­platz in Ingel­heim statt­fin­den. Der

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Landgericht Leipzig

Aus­ga­be der Aus­wärts­dau­er­kar­te erst im Bus

Mit einer Aus­wärts­dau­er­kar­te hat der Kar­ten­be­sit­zer einen Anspruch auf den Erhalt einer Kar­te zu jedem Spiel des Fuß­ball­ver­eins. Ist die Mög­lich­keit von Auf­la­gen aus Sicher­heits­grün­den bei der Kar­ten­aus­ga­be ver­trag­lich nicht vor­ge­se­hen, liegt in der Kop­pe­lung von Kar­ten­aus­ga­be und der Ver­pflich­tung, einen Fan­bus zur Anrei­se zu benut­zen, eine Ver­trags­wid­rig­keit. So hat

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Das öffent­li­che Inter­es­se an „public viewing“

Es besteh ein öffent­li­ches Inter­es­se an der öffent­li­chen Über­tra­gung der Spie­le der deut­schen Natio­nal­mann­schaft. Aus die­sem Grund darf die zustän­di­ge Behör­de eine Aus­nah­me von den all­ge­mei­nen immis­si­ons­schutz­recht­li­chen Anfor­de­run­gen für die öffent­li­che Direkt­über­tra­gung (public viewing) von Welt­meis­ter­schafts­spie­len machen. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Eil­an­trag eines

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Ein mut­maß­li­ches Vergehen

90 Tage Sper­re – die­se pro­vi­so­ri­sche „Stra­fe“ ist gegen­über Franz Becken­bau­er von der Ethik­kom­mis­si­on der FIFA ver­hängt wor­den. Nach Mit­tei­lung der Ethik­kom­mis­si­on han­delt es sich um ein mut­maß­li­ches Ver­ge­hen gegen die Ethik­kom­mis­si­on, das nun pro­vi­so­risch geahn­det wor­den ist, weil man nicht früh genug zu einer ordent­li­chen Ent­schei­dung wird kom­men können.

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FIFA: Das Regel­werk der Ethikkommission

Kor­rup­ti­on bei der FIFA – das geht gar nicht. So bestimmt es das Ethik­re­gle­ment der FIFA in Art. 21 ganz ein­deu­tig. Doch was genau besagt die­ses Ethik­re­gle­ment und für wen ist es maß­ge­bend? Nach Art. 1 gilt das Regl­werk für Ver­hal­ten, das dem Anse­hen und der Inte­gri­tät des Fuß­balls schadet.

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Fuß­ball­re­geln

Um ein Fuß­ball­spiel durch­füh­ren zu kön­nen bedarf es eini­ger Vor­schrif­ten bezüg­lich des Spiel­ab­laufs und der damit ver­bun­de­nen Ver­hal­tens­wei­sen, die alle Teil­neh­mer aner­kannt haben. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich die­se Spiel­re­geln im Lau­fe der Zeit wan­deln und ver­än­dern. Als „Hüter des Spiels“ wird das Inter­na­tio­nal Foot­ball Association

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Fantasy-League-„Super-Manager“

Das Online-Fan­­ta­­sy-League-Spiel „Super-Mana­­ger“ ist kein Glücks­spiel. Sagt jeden­falls das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bot die Klä­ge­rin, ein in Ber­lin ansäs­si­ges Medi­en­un­ter­neh­men, im Inter­net für die Bun­­­des­­li­­ga-Sai­­son 2009/​2010 das Fan­­ta­­sy-League-Spiel „Super-Mana­­ger“ an. Die Teil­neh­mer konn­ten gegen Zah­lung von 7,99 € unter Ein­satz eines Spiel­bud­gets eine fik­ti­ve Fuß­ball­mann­schaft aus

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Wenn der Berufs­fuß­bal­ler sei­ne Ablö­se zahlt…

Eini­gen sich ein Fuß­ball­spie­ler und sein Ver­ein, das bestehen­de befris­te­te Arbeits­ver­hält­nis (Ver­trags­spie­ler­ver­trag) gegen Zah­lung einer Ablö­se durch den Spie­ler auf­zu­lö­sen, so kann der Fuß­ball­spie­ler spä­ter die tat­säch­lich von ihm gezahl­te Ablö­se­sum­me nicht zurück­for­dern. Die Ver­pflich­tung zur Zah­lung einer Ent­schä­di­gung in Form einer Ablö­se­sum­me war nicht nach § 138 Abs. 1 BGB

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Die Unter­su­chungs­haft eines Schwei­zer Fußballfans

Besteht der Ver­dacht einer gefähr­li­chen Kör­per­ver­let­zung, wird die Flucht­ge­fahr nicht durch einen fes­ten Wohn­sitz, die beruf­li­che Stel­lung als Bank­an­ge­stell­ter und fami­liä­re Bin­dun­gen des Beschul­dig­ten in der Schweiz besei­tigt. Hat der Beschul­dig­te dar­über hin­aus durch einen Flucht­ver­such und mas­si­ven gewalt­sa­men Wider­stand bei der Fest­nah­me gezeigt, dass er im Grun­de nicht bereit

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Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft für alle!

Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat die Rechts­mit­tel der FIFA und der UEFA gegen die Urtei­le des Gerichts der Euro­päi­schen Uni­on zur Fern­seh­über­tra­gung der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft und der EURO zurück gewie­sen. Damit sind die nächs­ten Welt- und Euro­pa­meis­ter­schaf­ten auch wei­ter­hin im Free-TV zu über­tra­gen. Die Fern­­seh-Rich­t­­li­­nie 89/​552/​EWG gestat­tet jedem Mit­glied­staat, die

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Die Fuß­ball­fah­ne in Nach­bars Garten

Die Fah­ne eines Fuß­ball­ver­eins auf dem Grund­stück eines Fans stellt kei­ne wohn­ge­biets­frem­de Nut­zung dar. In dem Auf­stel­len des Mas­tes liegt kei­ne eige­ne gewerb­li­che Betä­ti­gung, er stellt kei­ne Wer­be­an­la­ge im bau­recht­li­chen Sin­ne dar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Arns­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Nach­barn abge­wie­sen, der die

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Die Ver­mu­tung einer dis­kri­mi­nie­ren­den Ein­stel­lungs­po­li­tik bei einem Profifußballverein

Wenn der „Patron“ eines Pro­fi­fuß­ball­ver­eins homo­pho­be Äuße­run­gen ver­lau­ten lässt, kann das dazu füh­ren, dass dem Ver­ein die Beweis­last dafür obliegt, dass er kei­ne dis­kri­mi­nie­ren­de Ein­stel­lungs­po­li­tik betreibt. Für die Wider­le­gung des Anscheins einer Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der sexu­el­len Aus­rich­tung könn­te ein Bün­del über­ein­stim­men­der Indi­zi­en aus­rei­chend sein. So der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in

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Der gekün­dig­te Trainerstab

Eine Kün­di­gung, die sich auf eine Klau­sel im Anstel­lungs­ver­trag stützt, die gegen die zwin­gen­den Rege­lun­gen des Kün­di­gungs­schutz­ge­set­zes ver­stößt, ist unwirk­sam. Mit die­ser Begrün­dung hat das Arbeits­ge­richt Aachen in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Kün­di­gungs­schutz­kla­gen des Trai­ner­stabs eines Sport­ver­eins aus Aachen statt­ge­ge­ben. Der beklag­te über­re­gio­nal bekann­ter Ver­ein glaub­te sich bei den

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Gewähr­leis­tungs­fris­ten für den Fußballrasen

Bei der Erneue­rung eines Trai­nings­plat­zes mit Roll­ra­sen, Rasen­trag­schicht, Bewäs­se­rungs­an­la­ge, Rasen­hei­zung und Kunst­fa­ser­ver­stär­kung han­delt es sich um Arbei­ten bei einem Bau­werk im Sin­ne des § 638 Abs. 1 Satz 1 BGB a.F. Bei Unter­su­chun­gen von Pro­ben der Rasen­trag­schicht bei einem sol­chen Trai­nings­platz, die für den Unter­neh­mer erkenn­bar dazu die­nen, die Funk­tio­na­li­tät des Trainingsplatzes

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Regierungsviertel

Kos­ten­er­stat­tung für die Kurz­be­richt­erstat­tung über Fußballspiele

Die Beschrän­kung der Kos­ten­er­stat­tung für die Kurz­be­richt­erstat­tung über Ereig­nis­se von gro­ßem öffent­li­chen Inter­es­se, wie Fuß­ball­spie­le, ist nach einem aktu­el­len Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on recht­mä­ßig. Es ist mit der Grund­rech­te­char­ta der Euro­päi­schen Uni­on ver­ein­bar, dass die Kos­ten­er­stat­tung, die der Inha­ber der Exklu­siv­über­tra­gungs­rech­te für Kurz­be­rich­te ande­rer Sen­der ver­lan­gen kann, auf

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Sport­wet­ten­be­trug

Der Bun­des­ge­richts­hof hat die vom Land­ge­richt Bochum im „Sport­wet­ten­skan­dal“ aus­ge­spro­che­nen Ver­ur­tei­lun­gen wegen Sport­wet­ten­be­tru­ges nur teil­wei­se bestä­tigt. Ins­be­son­de­re sieht der Bun­des­ge­richts­hof in den sei­ner­zei­ti­gen Wett­ma­ni­pu­la­tio­nen voll­ende­ten ban­den­mä­ßig began­ge­nen Betrug. In zwei Par­al­lel­ver­fah­ren hat das Land­ge­richt Bochum die Ange­klag­ten wegen voll­ende­ten bzw. ver­such­ten, teils „gewerbs­mä­ßi­gen“ Betru­ges in einer Mehr­zahl von Fäl­len zu

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Die Fol­gen eines Foulspiels

Ein rück­sichts­lo­ses Foul­spiel beim Fuß­ball, durch das der Gegen­spie­ler Ver­let­zun­gen erlit­ten hat, führt zur Haf­tung auf Scha­dens­er­satz und Schmer­zens­geld. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm die Ver­ur­tei­lung des beklag­ten Spie­lers durch das Land­ge­richt Dort­mund zur Leis­tung umfas­sen­den Scha­dens­er­sat­zes, u.a. eines Schmer­zens­gel­des in Höhe von 50.000 €, bestä­tigt. Bei einem Meisterschaftsspiel

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