Schär­fe­re Rege­lun­gen für straf­be­frei­en­de Selbstanzeige

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern den Ent­wurf eines Geset­zes zur Ver­bes­se­rung der Bekämp­fung von Geld­wä­sche und Steu­er­hin­ter­zie­hung (Schwarz­geld­be­kämp­fungs­ge­setz) in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Mit die­sem Gesetz sol­len ins­be­son­de­re die Rege­lun­gen für straf­be­frei­en­de Selbst­an­zei­gen ver­schärft wer­den. Ins­be­son­de­re sol­len zukünf­tig Teil­an­zei­gen aus­ge­schlos­sen sein. Auch soll die Sperr­wir­kung von Betriebs­prü­fun­gen vor­ver­legt wer­den. War bis­her eine

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Geld­wä­sche 2009

Das Bun­des­kri­mi­nal­amt hat ges­tern gemein­sam mit der Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht den Jah­res­be­richt 2009 der „Finan­cial Intel­li­gence Unit Deutsch­land“ vor­ge­stellt. Dem­nach wur­den im ver­gan­ge­nen Jahr ins­ge­samt 9.046 Ver­dachts­an­zei­gen nach dem Geld­wä­sche­ge­setz gemel­det. Dies bedeu­tet gegen­über dem Vor­jahr 2008 (7.349 Anzei­gen) eine Stei­ge­rung um 23 %. Die Zunah­me basiert zum Groß­teil dar­auf, dass

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Geld­wä­sche durch „Sich-Ver­schaf­fen“ des ergau­ner­ten Geldes

Das Tat­be­stands­merk­mal des „Sich-Ver­­­schaf­­fens“ in dem Geld­­­wä­­sche-Tat­­be­­stand des § 261 Abs. 2 Nr. 1 StGB setzt grund­sätz­lich ein tat­säch­lich bestehen­des Ein­ver­neh­men zwi­schen dem Täter der Geld­wä­sche und dem Vor­tä­ter vor­aus­setzt. Die­ses ent­fällt jedoch – anders als für das dem Wort­laut nach iden­ti­sche Merk­mal des Heh­le­reitat­be­stan­des nach § 259 Abs. 1 StGB – nicht

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Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on im Bankkonzern

Die Bun­des­an­stalt für Finanz­dienst­leis­tungs­auf­sicht hat auf Wei­sung des Bun­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums ein Rund­schrei­ben zur grup­pen­wei­ten Umset­zung von Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men gemäß § 25g KWG ver­öf­fent­licht. Nach § 25g KWG müs­sen über­ge­ord­ne­te Unter­neh­men im In- und Aus­land sicher­stel­len, dass bestimm­te Min­dest­stan­dards bei der Geld­wä­sche­prä­ven­ti­on grup­pen­weit ein­ge­hal­ten wer­den. Dazu gehö­ren etwa die Schaf­fung eines Grup­­pen-Geld­­­wä­­sche­­be­auf­­tra­g­­ten und

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Karls­ru­he und der Euro­päi­sche Haftbefehl

Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt war jetzt Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen die Aus­lie­fe­rungs­ent­schei­dun­gen erfolg­reich, die auf­grund eines in Grie­chen­land aus­ge­stell­ten Euro­päi­schen Haft­be­fehls ergan­gen waren. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt betont dabei zwar, mit sei­ner sei­ner Ent­schei­dung nicht prin­zi­pi­ell die Aus­lie­fe­rung eines deut­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen auf­grund eines Euro­päi­schen Haft­be­fehls bean­stan­det zu haben. Die Ent­schei­dungs­grün­de machen jedoch deut­lich, das der

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Bank­kon­ten­stamm­da­ten­ab­ruf

Das Bun­des­zen­tral­amt für Steu­ern hat in der Zeit im ers­ten Halb­jahr 2009 auf Ersu­chen der Finanz­be­hör­den ins­ge­samt 17.626 Kon­ten­ab­ru­fe nach § 93 Abs. 7 AO sowie auf Ersu­chen der zustän­di­gen Behör­den wei­te­re 2.789 Kon­ten­ab­ru­fe nach § 93 Abs. 8 AO durch­ge­führt. Dies ergibt sich aus einer Ant­wort der Bun­des­re­gie­rung auf eine kleine

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Die neue Kronzeugen-Regelung

Der Deut­sche Bun­des­tag hat heu­te eine neue Kron­­zeu­­gen-Rege­­lung als Straf­zu­mes­sungs­re­gel beschlos­sen. Bei Straf­tä­tern, die zur Auf­klä­rung oder Ver­hin­de­rung von schwe­ren Straf­ta­ten bei­tra­gen, kön­nen die Straf­ge­rich­te die Stra­fe künf­tig mil­dern oder ganz von Stra­fe abse­hen. Der Gesetz­ent­wurf knüpft an frü­he­re Mög­lich­kei­ten an, die Koope­ra­ti­ons­be­reit­schaft von Straf­tä­tern zu hono­rie­ren. Bis 1999 galt

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Bestechungs­geld­wä­sche

Im Rah­men der Straf­bar­keit des § 261 Abs. 1 Satz 1 StGB rührt bei der Bestechung nach § 334 StGB als Vor­tat auch das Bestechungs­geld, das der Bestechen­de zahlt, aus der Tat her. Bei der Beur­tei­lung, ob der Täter der Geld­wä­sche sich zugleich wegen der Vor­tat straf­bar i.S.d. § 261 Abs. 9 Satz

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Kei­ne Aus­schrei­bung im Schen­gen-Infor­ma­ti­ons-Sys­tem durch die Bundespolizei

Nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Wies­ba­den ist die Bun­des­po­li­zei der­zeit nicht berech­tigt, Aus­schrei­bun­gen im Schen­­ge­­ner- Infor­­ma­­ti­ons- Sys­tem vor­zu­neh­men. Dem­ge­mäß hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Wies­ba­den das Bun­des­kri­mi­nal­amt im Rah­men eines Eil­ver­fah­rens ver­pflich­tet, eine im Schen­­ge­­ner-Infor­­ma­­ti­ons-Sys­­tem (SIS) ver­merk­te Aus­schrei­bung des Antrag­stel­lers zur Ein­rei­se­ver­wei­ge­rung zu sper­ren. Der Antrag­stel­ler ist Staats­an­ge­hö­ri­ger Gua­te­ma­las und lebt

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Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­er­gän­zungs­ge­setz

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines Geset­zes zur Ergän­zung der Bekämp­fung der Geld­wä­sche und der Ter­ro­ris­mus­fi­nan­zie­rung (Geld­wä­sche­be­kämp­fungs­er­gän­zungs­ge­setz) beschlos­sen und damit das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Mit dem Gesetz­ent­wurf sol­len ins­be­son­de­re die Vor­ga­ben der so genann­ten Drit­ten EG-Geld­­­wä­­sche­­rich­t­­li­­ne (”Richt­li­nie 2005/​60/​EG des Euro­päi­schen Par­la­ments und des Rates vom 26. Okto­ber 2005 zur Ver­hin­de­rung der

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Neue Kron­zeu­gen­re­ge­lung

Die Bun­des­re­gie­rung hat einen Gesetz­ent­wurf für eine neue „Kron­zeu­gen­re­ge­lung“ in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Bei Straf­tä­tern, die zur Auf­klä­rung oder Ver­hin­de­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen, sol­len Rich­te­rin­nen und Rich­ter danach die Stra­fe mil­dern oder ganz von Stra­fe abse­hen können. 

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Geld­wä­sche durch Strafverteidiger

Dem Bemü­hen eini­ger Staats­an­walt­schaf­ten und Gerich­te, eine Ver­tei­di­gung wegen bestimm­ter Delik­te aus dem Bereich der schwe­ren Wirt­schafts­kri­mi­na­li­tät dadurch zu erschwe­ren, dass dem Anwalt der straf­recht­li­che Vor­wurf der Geld­wä­sche gemacht wur­de, wenn er von dem Ange­klag­ten sein Ver­tei­di­ger­ho­no­rar ent­ge­gen nahm, hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt nun einen Rie­gel vorgeschoben.

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