Die frist­lo­se Kün­di­gung des Vor­stands­mit­glieds einer Genos­sen­schaft

Die gesetz­li­che Zustän­dig­keit zur frist­lo­sen Kün­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses mit dem Vor­stands­mit­glied einer Genos­sen­schaft liegt bei deren Gene­ra­lo­der Ver­tre­ter­ver­samm­lung. Die Neu­fas­sung von § 39 Abs. 1 GenG durch das Gesetz zur Ein­füh­rung der Euro­päi­schen Genos­sen­schaft und zur Ände­rung des Genos­sen­schafts­rechts vom 14.08.2006 hat dar­an nichts geän­dert. Im Schrift­tum ist umstrit­ten, wel­ches Organ

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Die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft – und ihre auto­ma­ti­sche Been­di­gung

Bedin­gun­gen, bei deren Ein­tritt die Mit­glied­schaft in der Genos­sen­schaft von selbst endet, kön­nen nicht außer­halb der Sat­zung ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­bart wer­den. Grund­sätz­lich kann sich eine Genos­sen­schaft von einem Mit­glied nur durch des­sen Aus­schluss tren­nen, wobei die Aus­schluss­grün­de in der Sat­zung bestimmt sein müs­sen (§ 68 Abs. 1 Satz 1 GenG). Dem wider­spricht es,

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Die Mit­glied­schaft in einer Forst­ge­nos­sen­schaft und die Über­tra­gungs­be­schrän­kun­gen

Die sat­zungs­recht­li­che Beschrän­kung der Über­trag­bar­keit von Ver­bands­an­tei­len einer Forst­ge­nos­sen­schaft ist durch die gesetz­li­che Ermäch­ti­gung nach § 12 Abs. 1 Nr. 1 des Nie­der­säch­si­schen Real­ver­bands­ge­set­zes gedeckt und mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Beru­fung einer Klä­ge­rin zurück­ge­wie­sen, die von ihrem Vater u.a.

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Zustel­lungs­män­gel beim Voll­stre­ckungs­ti­tel im Zwangs­ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren

Män­gel bei der Zustel­lung des Voll­stre­ckungs­ti­tels (hier: feh­len­de Zustel­lung eines Regis­ter­aus­zugs bei Rechts­nach­fol­ge auf Gläu­bi­ger­sei­te auf­grund einer Ein­tra­gung im Genos­sen­schafts­re­gis­ter) kön­nen nur in dem lau­fen­den Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren bis zur Zuschlags­er­tei­lung, nicht aber in einem nach­fol­gen­den Beschwer­de­ver­fah­ren rück­wir­kend besei­tigt wer­den . Nach § 750 Abs. 1 ZPO darf die Zwangs­voll­stre­ckung aus einer nota­ri­el­len

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Titel, Klau­sel, Zustel­lung – und die fusio­nier­te Genos­sen­schafts­bank

Ist auf­grund einer Ein­tra­gung im Genos­sen­schafts­re­gis­ter dem Rechts­nach­fol­ger des in einem Voll­stre­ckungs­ti­tel bezeich­ne­ten Gläu­bi­gers eine voll­streck­ba­re Aus­fer­ti­gung des Titels erteilt wor­den, darf die Zwangs­voll­stre­ckung nur erfol­gen, wenn dem Schuld­ner zusam­men mit dem Titel neben der Voll­stre­ckungs­klau­sel ein Aus­zug aus dem Regis­ter zuge­stellt wird, wel­cher den aktu­el­len Regis­ter­in­halt im Zeit­punkt der

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Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen gegen den Nach­trags­li­qui­da­tor

Der Scha­dens­er­satz­an­spruch einer Genos­sen­schaft gegen ihren Nach­trags­li­qui­da­tor wegen Ver­let­zung sei­ner Pflich­ten ver­jährt nach § 34 Abs. 6 GenG in fünf Jah­ren. Der mög­li­che Scha­dens­er­satz­an­spruch der Genos­sen­schaft (hier: der LPG) gegen den Nach­trags­li­qui­da­tor ergibt sich aus § 34 Abs. 2 Satz 1 GenG. Die­se Vor­schrift regelt die Organ­haf­tung des Vor­stan­des, der sei­ne Pflich­ten gegen­über

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Der Hau­berg und der Stra­ßen­aus­bau

Für Maß­nah­men der Lan­des­pfle­ge im Zusam­men­hang mit der Erwei­te­rung einer Bun­des­stra­ße darf der Stra­ßen­bau­last­trä­ger kei­ne Flä­chen eines Hau­bergs in Anspruch neh­men, wenn sich eine Befug­nis zur Durch­füh­rung von Aus­gleichs­maß­nah­men auf den Grund­stü­cken weder aus dem Bun­des­fern­stra­ßen­ge­setz noch aus den Rodungs­ge­neh­mi­gun­gen der Lan­des­forst­be­hör­de ergibt. Eine Berech­ti­gung zur Inan­spruch­nah­me der Flä­chen kann

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Nicht ange­kün­dig­te Neu­wah­len in der Genos­sen­schaft

Kommt es bei einer Gene­ral­ver­samm­lung zur Neu­wahl des gesam­ten Auf­sichts­rats bzw. Vor­stands, der in die­ser Ver­samm­lung geschlos­sen zurück­ge­tre­ten ist, obwohl in der Ladung zur Gene­ral­ver­samm­lung ledig­lich die Neu­wahl von Auf­­­sichts­­rats- bzw. Vor­stands­mit­glie­dern für ein­zel­ne, nament­lich benann­te aus­schei­den­de Auf­­­sichts­­rats- bzw. Vor­stands­mit­glie­der ange­kün­digt wor­den ist, so liegt ein Ver­stoß gegen den Grund­satz

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Betriebs­auf­spal­tung zwi­schen einer Genos­sen­schaft und einer GbR

Ist eine ein­ge­tra­ge­ne Genos­sen­schaft Rechts­trä­ge­rin des Betriebs­un­ter­neh­mens und zugleich Mehr­heits­ge­sell­schaf­te­rin der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft, liegt die für eine Betriebs­auf­spal­tung erfor­der­li­che enge per­so­nel­le Ver­flech­tung vor, wenn die Gesell­schaf­ter der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft für Abschluss und Been­di­gung der Miet- oder Pacht­ver­trä­ge gemein­sam zur Geschäfts­füh­rung und Ver­tre­tung der Gesell­schaft befugt sind und dabei mit Stim­men­mehr­heit nach Antei­len

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Der genos­sen­schaft­li­che Prü­fungs­ver­band in der Insol­venz der Genos­sen­schaft

Das Recht und die Pflicht des genos­sen­schaft­li­chen Prü­fungs­ver­ban­des, nach §§ 53, 54 GenG die gesetz­li­chen Pflicht­prü­fun­gen durch­zu­füh­ren, besteht nach der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen der Genos­sen­schaft jeden­falls dann nicht mehr, wenn der Geschäfts­be­trieb der Genos­sen­schaft ein-gestellt wor­den ist. Sind in die­sem Fall die Vor­aus­set­zun­gen für die Prü­fung des

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Beschlüs­se einer Genos­sen­schaft

Der Ent­las­tung des Vor­stan­des einer Genos­sen­schaft kann ein ver­spä­tet vor­ge­leg­ter Jah­res­ab­schluss ent­ge­gen ste­hen. So hat das Land­ge­richt Braun­schweig im Fall von 3 Genos­sen­schafts­mit­glie­dern, die sich gegen die Wirk­sam­keit von Beschlüs­sen in den Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen der Genos­sen­schaft vom 03.05.3010 und 20.05.2010 rich­te­te, die Kla­ge zwar größ­ten­teils abge­wie­sen, die Kla­ge hat­te aber Erfolg soweit

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Nur noch alle 2 Jah­re zum Finanz­amt? – Aktu­ell geplan­te Steu­er­än­de­run­gen

Die Bun­des­re­gie­rung erwar­tet, dass etwa 300.000 Steu­er­pflich­ti­ge ihre Steu­er­klä­rung in Zukunft nur noch alle zwei Jah­re statt bis­her jähr­lich abge­ben wer­den, wenn die­se im Ent­wurf eines "Steu­er­ver­ein­fa­chungs­ge­set­zes" ent­hal­te­ne Mög­lich­keit umge­setzt wird. Der von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf sieht neben der Mög­lich­keit, die Steu­er­erklä­rung nur noch alle zwei Jah­re abzu­ge­ben, eine

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Kre­dit­fi­nan­zier­ter Erwerb von Genos­sen­schafts­an­tei­len

Wer­den mit dem durch einen Kre­dit finan­zier­ten Erwerb von Genos­sen­schafts­an­tei­len vor­ran­gig Kapi­tal­an­la­ge­zwe­cke und/​oder Steu­er­zwe­cke ver­folgt, ist der Bei­tritts­ver­trag mit Rück­sicht auf den mit der Betei­li­gung ver­folg­ten wirt­schaft­li­chen Zweck und die Schutz­be­dürf­tig­keit des Anle­gers einem Ver­trag im Sinn von § 358 Abs. 3 BGB gleich­zu­stel­len. Lie­gen auch die wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen eines ver­bun­de­nen

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Der Genos­se in der Insol­venz der Genos­sen­schaft

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs soll der Rechts­ver­kehr durch die in § 99 Abs. 1 GenG a.F., § 64 Abs. 1 GmbHG a.F. (§ 15 a Abs. 1 InsO n.F.) nor­mier­te Pflicht der Orga­ne zur Stel­lung des Insol­venz­an­trags davor bewahrt wer­den, einer insol­venz­rei­fen Gesell­schaft eine Vor­leis­tung, ins­be­son­de­re einen Geld- oder Sach­kre­dit zu gewäh­ren, ohne

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Die Genos­sen­schafts­an­tei­le eines Land­wirts

Genos­sen­schafts­an­tei­le kön­nen gewill­kür­tes Betriebs­ver­mö­gen eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs sein, wenn sie objek­tiv geeig­net sind, den Betrieb zu för­dern. Ein der­ar­ti­ger För­der­zu­sam­men­hang kann bestehen, wenn es sich um eine Betei­li­gung an einem Unter­neh­men han­delt, mit dem der land- und forst­wirt­schaft­li­che Betrieb typi­scher­wei­se Geschäfts­be­zie­hun­gen unter­hält. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2009

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Genos­sen-Aus­schluß

Ein Rechts­streit um die Wirk­sam­keit des Aus­schlus­ses eines Mit­glieds aus einer Genos­sen­schaft ist in der Regel ver­mö­gens­recht­li­cher Natur. Die Rechts­mit­tel­be­schwer der Genos­sen­schaft in Bezug auf ein die Unwirk­sam­keit des Aus­schlus­ses eines Mit­glieds fest­stel­len­des Urteil bemisst sich – spie­gel­bild­lich zu dem Inter­es­se des Genos­sen am Fort­be­stehen sei­ner Mit­glied­schaft – nach dem

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Raten­wei­se Ein­la­gen­zah­lung in der Genos­sen­schaft

Gestat­tet eine Genos­sen­schaft dem bei­tre­ten­den Genos­sen, die geschul­de­te Pflicht­ein­la­ge in Raten zu leis­ten, ver­stößt die Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung nicht gegen § 22 Abs. 4 Satz 2 GenG. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist kei­ne ver­bo­te­ne Kre­dit­ge­wäh­rung. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist aller­dings wegen Ver­sto­ßes gegen § 7 Nr. 1 GenG unwirk­sam, wenn in der Sat­zung der Genos­sen­schaft kei­ne Rege­lung ent­hal­ten ist,

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Genos­sen­schafts­an­tei­le in der Insol­venz

Eine Genos­sen­schaft kann nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs am Anspruch eines Genos­sen auf Aus­zah­lung des künf­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens nach Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über des­sen Ver­mö­gen kein Pfand­recht mehr erwer­ben, wenn die Ent­ste­hung des ver­pfän­de­ten Anspruchs von rechts­ge­schäft­li­chen Erklä­run­gen der Betei­lig­ten abhängt. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Janu­ar 2009 – IX ZR

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Nach­schuss­pflicht der Genos­sen­schafts­mit­glie­der

Mit der Nach­schuss­pflicht von Genos­sen­schafts­mit­glie­dern beim Aus­schei­den aus der Genos­sen­schaft hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in drei bei ihm anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren zu befas­sen. Die Klä­ge­rin, eine Bau­ge­nos­sen­schaft, nimmt die Beklag­ten, aus­ge­schie­de­ne Genos­sen, auf Zah­lung eines Nach­schus­ses in Anspruch. Bei der Ermitt­lung der Nach­schuss­pflicht, auf die sich die Klä­ge­rin beruft, wird

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Jagd­ge­nos­sen­schaf­ten

Nach dem Bun­des­jagd­ge­setz bil­den zusam­men­hän­gen­de Grund­flä­chen mit einer land‑, forst- oder fische­rei­wirt­schaft­lich nutz­ba­ren Flä­che von min­des­tens 75 ha, die im Eigen­tum ein und der­sel­ben Per­son ste­hen, einen Eigen­jagd­be­zirk. Alle Grund­flä­chen einer Gemein­de, die nicht zu einem Eigen­jagd­be­zirk gehö­ren, bil­den einen gemein­schaft­li­chen Jagd­be­zirk, wenn sie im Zusam­men­hang min­des­tens 150 ha umfas­sen.

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Elek­tro­ni­sche Han­dels- und Unter­neh­mens­re­gis­ter

Das Gesetz über elek­tro­ni­sche Han­dels­re­gis­ter und Genos­sen­schafts­re­gis­ter sowie das Unter­neh­mens­re­gis­ter (EHUG) ist jetzt im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den und kann damit zum 1. Janu­ar 2007 in Kraft tre­ten. Die Geset­zes­än­de­run­gen haben drei Schwer­punk­te: Das elek­tro­ni­sche Handels‑, Genos­­sen­­schafts- und Part­ner­schafts­re­gis­ter Die Offen­le­gung der Jah­res­ab­schlüs­se Das elek­tro­ni­sche Unter­neh­mens­re­gis­ter ? www.unternehmensregister.de

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Genos­sen-Abfin­dung

Es ver­stößt gegen den genos­sen­schaft­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz, wenn bei der Berech­nung des Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens aus­schei­den­der Genos­sen über die antei­li­ge Berück­sich­ti­gung eines Bilanz­ver­lus­tes hin­aus die Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­ben voll­stän­dig zur Ver­lust­de­ckung her­an­ge­zo­gen wer­den. Die Berück­sich­ti­gung der im Bilanz­ver­lust ent­hal­te­nen Ver­lust­vor­trä­ge der Vor­jah­re ist auch ohne ent­spre­chen­de Sat­zungs­re­ge­lung mög­lich.

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Hoch­sitz oder Gewis­sens­grün­de?

Der Bun­des­ge­richts­hof hat ent­schie­den, dass es der Eigen­tü­mer eines zu einer Jagd­ge­nos­sen­schaft gehö­ren­den Grund­stücks, das weder land- noch forst­wirt­schaft­lich genutzt wird, dem Jagd­päch­ter nicht aus Gewis­sens­grün­den unter­sa­gen kann, auf dem Grund­stück einen Hoch­sitz und eine Füt­te­rungs­ein­rich­tung zu errich­ten.

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