Geldautomat

Das Kapi­tal­kon­to des Kom­man­di­tis­ten – und die Anfech­tung von Entnahmen

Die Ent­nah­me von Gut­ha­ben auf einem Kapi­tal­kon­to des Kom­man­di­tis­ten ist wie die Rück­ge­währ eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens anfecht­bar, wenn die Aus­le­gung des Gesell­schafts­ver­trags ergibt, dass das Gut­ha­ben kei­ne Betei­li­gung des Kom­man­di­tis­ten, son­dern schuld­recht­li­che For­de­run­gen aus­weist. Dies fin­det sei­ne Grund­la­ge in § 135 Abs. 1 Nr. 2 InsO. Des­we­gen kann dahin­ste­hen, ob mög­li­cher­wei­se auch Kapitalschutzbestimmungen

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Euroscheine

„Grenz­über­schrei­ten­de Drei­ecks­kon­stel­la­tio­nen“ – und der Ver­zicht auf die Darlehenszinsen

Für das Vor­lie­gen einer Geschäfts­be­zie­hung i.S. des § 1 Abs. 4 AStG kommt es seit der Neu­fas­sung durch das Steu­er­ver­güns­ti­gungs­ab­bau­ge­setz nicht mehr dar­auf an, ob die Dar­le­hens­neh­me­rin ihre unter­neh­me­ri­sche Funk­ti­on man­gels Eigen­ka­pi­tal­aus­stat­tung nicht erfül­len könn­te. Wird die Ein­künf­te­kor­rek­tur nach § 1 Abs. 1 AStG auf einen Zins­ver­zicht gegen­über einer aus­län­di­schen Dar­le­hens­neh­me­rin gestützt, muss dem

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Geld

Zin­sen auf Dar­le­hen von Personengesellschaftern

§ 3c Abs. 2 EStG fin­det im Wege teleo­lo­gi­scher Reduk­ti­on in dem Umfang auf Betriebs­aus­ga­ben der Gesamt­hand kei­ne Anwen­dung, wie die­se Son­der­ver­gü­tun­gen der Gesell­schaf­ter sind. Über die Steu­er­frei­stel­lung nach § 3 Nr. 40 EStG und über das Abzugs­ver­bot des § 3c Abs. 2 EStG ist bereits im Fest­stel­lungs­ver­fah­ren der Per­so­nen­ge­sell­schaft und nicht erst in

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Das einem GmbH-Gesell­schaf­ter gewähr­te und von der GmbH getilg­te Dar­le­hen – und die Insolvenzanfechtung

Gewährt ein außen­ste­hen­der Drit­ter einem Gesell­schaf­ter der spä­te­ren Insol­venz­schuld­ne­rin und des­sen Ehe­frau ein Dar­le­hen, wel­ches der Gesell­schaf­ter zur Gewäh­rung eines Dar­le­hens an die Gesell­schaft ver­wen­det, ist die Rück­zah­lung des Dar­le­hens an den Drit­ten durch die Gesell­schaft dem Drit­ten gegen­über nicht als Rück­ge­währ eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens anfecht­bar. In dem hier vom Bundesgerichtshof

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Euroscheine

Der Aus­fall von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen – und die Refinanzierungszinsen

Die Hin­ga­be von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, an denen der Steu­er­pflich­ti­ge unmit­tel­bar oder mit­tel­bar betei­ligt ist, begrün­det auch bei einem beträcht­li­chen Kre­dit­vo­lu­men weder die Eigen­schaft als Markt­teil­neh­mer noch über­schrei­tet die­se Tätig­keit ohne Wei­te­res die Gren­ze der pri­va­ten Ver­mö­gens­ver­wal­tung. Die gewerb­li­che Dar­le­hens­hin­ga­be ver­langt eine „bank­ähn­li­che“ bzw. „ban­ken­ty­pi­sche“ Tätig­keit. Blo­ße Dar­le­hens­ge­wäh­run­gen füh­ren zu

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Bundesfinanzhof

Eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­des Gesell­schaf­ter­dar­le­hen – und die Auf­lö­sung der Kapitalgesellschaft

Die bis zum Urteil des Gro­ßen Senats des Bun­des­fi­nanz­hofs vom 11.07.2017 aner­kann­ten Grund­sät­ze zur Berück­sich­ti­gung von nach­träg­li­chen Anschaf­fungs­kos­ten aus eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Finan­zie­rungs­hil­fen sind wei­ter anzu­wen­den, wenn der Gesell­schaf­ter eine eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Finan­zie­rungs­hil­fe bis zum 27.09.2017 geleis­tet hat­te oder wenn eine Finan­zie­rungs­hil­fe des Gesell­schaf­ters bis zu die­sem Tag eigen­ka­pi­ta­ler­set­zend gewor­den war. Haben die Gesellschafter

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Abgel­tungs­steu­er – und der For­de­rungs­ver­zicht eines Gesellschafters

Ein durch das Gesell­schafts­ver­hält­nis ver­an­lass­ter, unbe­ding­ter Ver­zicht eines Gesell­schaf­ters auf einen Teil der ihm gegen die Kapi­tal­ge­sell­schaft zuste­hen­den Dar­le­hens­for­de­rung führt zu einer Ein­la­ge i.S. des § 20 Abs. 2 Satz 2 EStG, soweit der Gesell­schaf­ter auf den wert­hal­ti­gen Teil der For­de­rung ver­zich­tet. Dies setzt vor­aus, dass der Ver­zichts­be­trag den Nenn­wert des nicht

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Bundesfinanzhof (BFH)

Gesell­schaf­ter­fi­nan­zie­rung – und der Ver­trau­ens­schutz bei nach­träg­li­chen Anschaffungskosten

Die bis zum BFH-Urteil vom 11.07.2017 aner­kann­ten Grund­sät­ze zur Berück­sich­ti­gung von nach­träg­li­chen Anschaf­fungs­kos­ten aus eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Finan­zie­rungs­hil­fen sind wei­ter anzu­wen­den, wenn der Gesell­schaf­ter eine eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­de Finan­zie­rungs­hil­fe bis zum 27.09.2017 geleis­tet hat­te oder wenn eine Finan­zie­rungs­hil­fe des Gesell­schaf­ters bis zu die­sem Tag eigen­ka­pi­ta­ler­set­zend gewor­den war. Haben die Gesell­schaf­ter einer GmbH durch Fest­stel­lung des

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Ver­schmel­zung einer Kapi­tal­ge­sell­schaft auf ihren Gesell­schaf­ter – und das Gesellschafterdarlehen

Wird eine Kapi­tal­ge­sell­schaft auf ihren Gesell­schaf­ter ver­schmol­zen, gilt eine zum Pri­vat­ver­mö­gen des Gesell­schaf­ters gehö­ren­de For­de­rung gegen die über­tra­gen­de Kör­per­schaft als in das Betriebs­ver­mö­gen des über­neh­men­den Rechts­trä­gers ein­ge­legt. War die For­de­rung wert­ge­min­dert und hät­te sich ihr Aus­fall im Fal­le ihrer wei­te­ren Zuge­hö­rig­keit zum Pri­vat­ver­mö­gen bei der Ver­wirk­li­chung eines Rea­li­sa­ti­ons­tat­be­stands nach §

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Oberlandesgericht München

Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung durch Rück­zah­lung eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens – und die Rück­zah­lung über die Muttergesellschaft

Die in der Rück­zah­lung eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens lie­gen­de Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung wird nicht besei­tigt, indem der Gesell­schaf­ter die emp­fan­ge­nen Dar­le­hens­mit­tel zwecks Erfül­lung einer von ihm über­nom­me­nen Kom­man­dit­ein­la­ge­pflicht an die Mut­ter­ge­sell­schaft der Schuld­ne­rin wei­ter­lei­tet, wel­che der Schuld­ne­rin anschlie­ßend Gel­der in glei­cher Höhe auf der Grund­la­ge einer von ihr über­nom­me­nen Ver­lust­de­ckungs­pflicht zur Ver­fü­gung stellt. In

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Not­lei­den­de Gesell­schaf­ter­dar­le­hen – und der Abzug von Refinanzierungszinsen

Ein Ver­zicht des Gesell­schaf­ters auf ein Gesell­schaf­ter­dar­le­hen gegen Bes­se­rungs­schein kann für Schuld­zin­sen, die auf ein Refi­nan­zie­rungs­dar­le­hen gezahlt wer­den, bis zum Ein­tritt des Bes­se­rungs­falls zu einem Wech­sel des Ver­an­las­sungs­zu­sam­men­hangs der Auf­wen­dun­gen hin zu den Betei­li­gungs­er­trä­gen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG füh­ren. Ein Wech­sel des Ver­an­las­sungs­zu­sam­men­hangs tritt ins­be­son­de­re ein, wenn der

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Die stil­le Betei­li­gung des GmbH-Gesell­schaf­ters – und die Insol­venz der Gesellschaft

Hat ein Gesell­schaf­ter zusätz­lich zu sei­ner Betei­li­gung als Gesell­schaf­ter eine (typi­sche) stil­le Betei­li­gung über­nom­men, stellt der Anspruch auf Rück­ge­währ der stil­len Ein­la­ge eine einem Dar­le­hen gleich­ge­stell­te For­de­rung dar. Die Fra­ge, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Rück­zah­lung einer Ver­mö­gens­ein­la­ge, mit der ein Gesell­schaf­ter sich zusätz­lich zu sei­ner bestehen­den Betei­li­gung am Haft­ka­pi­tal einer Gesellschaft

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Nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten einer GmbH-Beteiligung

Nach § 17 Abs. 1 EStG gehört zu den Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb auch der Ver­lust aus der Ver­äu­ße­rung von Antei­len an Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten, wenn der Gesell­schaf­ter inner­halb der letz­ten fünf Jah­re am Kapi­tal der Gesell­schaft qua­li­fi­ziert betei­ligt war und er die Betei­li­gung in sei­nem Pri­vat­ver­mö­gen hielt. Ver­äu­ße­rungs­ge­winn i.S. von § 17 Abs. 1 EStG

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Bilan­zie­rung eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens – und die Ver­äu­ße­rung des Mitunternehmeranteils

Die kor­re­spon­die­ren­de Bilan­zie­rung der Dar­le­hens­for­de­rung eines Per­so­nen­ge­sell­schaf­ters in des­sen Son­der­bi­lanz und in der Gesamt­hand­s­bi­lanz der Gesell­schaft endet mit dem Aus­schei­den des Gesell­schaf­ters aus der Gesell­schaft. Ab die­sem Zeit­punkt ver­liert die in der Gesamt­hand­s­bi­lanz aus­ge­wie­se­ne Dar­le­hens­ver­bind­lich­keit der Gesell­schaft ihre Funk­ti­on als funk­tio­na­les Eigen­ka­pi­tal und stellt ent­spre­chend ihrem Bilanz­aus­weis Fremd­ka­pi­tal dar. Die korrespondierende

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Nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten – nach der zivil­recht­li­chen Neu­ord­nung des Kapitalersatzrechts

Der Bun­des­fi­nanz­hof stellt die Behand­lung nach­träg­li­cher Anschaf­fungs­kos­ten nach der zivil­recht­li­chen Neu­ord­nung des Kapi­tal­er­satz­rechts durch das MoMiG auf den Prüf­stand. Dabei will sich der Bun­des­fi­nanz­hof grund­le­gend mit der Rechts­fra­ge zu befas­sen, ob, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen und gege­be­nen­falls in wel­chem Umfang Auf­wen­dun­gen des Gesell­schaf­ters aus einer zuguns­ten der Gesell­schaft geleis­te­ten Finan­zie­rungs­hil­fe auch

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Finan­zie­rungs­maß­nah­men eines unter­neh­me­risch betei­lig­ten Aktio­närs – als nach­träg­li­che Anschaffungskosten

Die Gewäh­rung eines kri­sen­be­stimm­ten Dar­le­hens an die AG durch einen Aktio­när, der zu die­sem Zeit­punkt an der Gesell­schaft unter­neh­me­risch betei­ligt ist, führt zu nach­träg­li­chen Anschaf­fungs­kos­ten der Betei­li­gung. Nach § 17 Abs. 1 und 4 EStG gehört zu den Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb auch der Gewinn aus der Auf­lö­sung einer Kapi­tal­ge­sell­schaft, wenn der Gesellschafter

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Gesell­schaf­ter-Dar­le­hen – und die Zin­sen als ver­deck­te Gewinnausschüttung

Im Fal­le der Gewäh­rung eines Dar­le­hens durch die Gesell­schaft an ihren Gesell­schaf­ter muss die dem Dar­le­hen zugrun­de lie­gen­de Ver­ein­ba­rung klar, ein­deu­tig und zivil­recht­lich wirk­sam sein. Soweit dies zutrifft, muss dar­über hin­aus eine markt­üb­li­che Ver­zin­sung ver­ein­bart wor­den sein. Ober- und Unter­gren­ze der Markt­üb­lich­keit sind der höchst­rich­ter­li­chen Recht­spre­chung zufol­ge die bank­üb­li­chen Haben- und

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Aus­schüt­tun­gen von Liqui­di­täts­über­schüs­sen als unver­zins­li­che Dar­le­hen in der Publikums-KG

Die Bestim­mung im Gesell­schafts­ver­trag einer Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft, dass Aus­schüt­tun­gen von Liqui­di­täts­über­schüs­sen den Kom­man­di­tis­ten als unver­zins­li­che Dar­le­hen gewährt wer­den, sofern die Aus­schüt­tun­gen nicht durch Gut­ha­ben auf den Gesell­schaf­ter­kon­ten gedeckt sind, genügt den Anfor­de­run­gen an eine kla­re und unmiss­ver­ständ­li­che Rege­lung der Rück­zah­lungs­pflicht der Kom­man­di­tis­ten nicht, wenn unklar ist, ob und wie nach einem

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Das Dar­lehn für die insol­ven­te GmbH und die Grund­schuld des Gesellschafters

In dem Insol­venz­ver­fah­ren über das Ver­mö­gen einer Gesell­schaft bestimmt § 44a InsO, dass ein Gläu­bi­ger für eine Dar­lehns­for­de­rung, für die ein Gesell­schaf­ter eine Sicher­heit bestellt oder für die er sich ver­bürgt hat, nur anteils­mä­ßi­ge Befrie­di­gung aus der Insol­venz­mas­se ver­lan­gen kann, soweit er bei der Inan­spruch­nah­me der Sicher­heit oder des Bürgen

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Bewer­tung einer Gesell­schaf­ter­for­de­rung in der Erbschaftsteuer

Für die Wert­ermitt­lung des Betriebs­ver­mö­gens für Zwe­cke der Erb­schaft­steu­er sind bis zum 1. Janu­ar 2009 die Steu­er­bi­lanz­wer­te maß­ge­bend, die unter Zugrun­de­le­gung der ertrag­steu­er­recht­li­chen Bilan­­zie­­rungs- und Gewinn­ermitt­lungs­vor­schrif­ten zutref­fend sind. Erwirbt der Erbe eine Kom­man­dit­be­tei­li­gung des Erb­las­sers, ist eine zum Son­der­be­triebs­ver­mö­gen des Erb­las­sers gehö­ren­de For­de­rung gegen­über der Gesell­schaft beim Erben im Fal­le des

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Oberlandesgericht München

Abtre­tung von Gesell­schaf­ter­dar­lehn in der Krise

Tritt der Gesell­schaf­ter eine gegen die Gesell­schaft gerich­te­te Dar­le­hens­for­de­rung bin­nen eines Jah­res vor Insol­venz­an­trag­stel­lung ab und tilgt die Gesell­schaft anschlie­ßend die Ver­bind­lich­keit gegen­über dem Zes­sio­nar, unter­liegt nach Ver­fah­rens­er­öff­nung neben dem Zes­sio­nar auch der Gesell­schaf­ter der Anfech­tung. Zu den gleich­ge­stell­ten For­de­run­gen gehö­ren grund­sätz­lich auch Dar­le­hens­for­de­run­gen von Unter­neh­men, die mit dem Gesellschafter

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Geldscheine

For­de­run­gen der Gesell­schaf­ter und die Zah­lungs­un­fä­hig­keit der GmbH

Geschäfts­füh­rer haf­ten der GmbH für Zah­lun­gen an die Gesell­schaf­ter auf Scha­dens­er­satz, soweit die­se Zah­lung zur Zah­lungs­un­fä­hig­keit der Gesell­schaft füh­ren muss­te, § 64 Satz 3 GmbHG. Im Fall des § 64 Satz 3 GmbHG kann die Gesell­schaft die Zah­lung an den Gesell­schaf­ter ver­wei­gern. Bei der Ermitt­lung der Zah­lungs­un­fä­hig­keit nach § 64 Satz 3 GmbHG

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Schreibmaschine

Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ters in der Insol­venz sei­ner GmbH & Co. KG

Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ter einer GmbH & Co. KG steht mit sei­nen Ansprü­chen wirt­schaft­lich dem Gläu­bi­ger eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens insol­venz­recht­lich gleich, wenn in einer Gesamt­be­trach­tung sei­ne Rechts­po­si­ti­on nach dem Betei­li­gungs­ver­trag der eines Kom­man­di­tis­ten im Innen­ver­hält­nis weit­ge­hend ange­nä­hert ist. Der Nach­rang von Ansprü­chen des aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters in der Insol­venz einer GmbH & Co. KG

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Bundesfinanzhof

Wert­ver­lus­te bei Gesellschafterdarlehen

Sub­stanz­ver­lus­te von im Betriebs­ver­mö­gen gehal­te­nen Gesell­schaf­ter­dar­le­hen auf­grund von Wert­min­de­run­gen, wie sie durch Teil­wert­ab­schrei­bun­gen abge­bil­det wer­den, unter­lie­gen –unab­hän­gig von der Fra­ge der Fremd­üb­lich­keit der Dar­le­hens­über­las­sung und einer etwai­gen Ver­an­las­sung durch das Gesell­schafts­ver­hält­nis– man­gels wirt­schaft­li­chen Zusam­men­hangs mit nach § 3 Nr. 40 EStG hälf­tig steu­er­be­frei­ten Betei­li­gungs­er­trä­gen nicht dem Abzugs­ver­bot des § 3c Abs.

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Die Unter­bi­lanz und die Aus­schüt­tung an den Gesellschafter

Führt eine Aus­schüt­tung an den Gesell­schaf­ter einer GmbH zu einer Unter­bi­lanz, weil ein Dar­le­hens­rück­zah­lungs­an­spruch der Gesell­schaft gegen den Gesell­schaf­ter nach bilanz­recht­li­chen Grund­sät­zen wert­be­rich­tigt wer­den muss, erlischt der Anspruch aus § 31 Abs. 1, § 30 Abs. 1 GmbHG nicht schon durch die Rück­zah­lung des Dar­le­hens. Von § 43a GmbHG wird nur

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Dar­le­hens­rück­zah­lungs­an­spruch eines aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ters im Insolvenzverfahren

Der Dar­le­hens­rück­zah­lungs­an­spruch eines aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ters ist im Insol­venz­ver­fah­ren allen­falls dann als nach­ran­gig zu behan­deln, wenn er im letz­ten Jahr vor dem Eröff­nungs­an­trag oder nach die­sem Antrag aus­ge­schie­den ist. Die For­de­rung des aus­ge­schie­de­nen Gesell­schaf­ters auf Rück­zah­lung sei­nes Dar­le­hens war durch­setz­bar. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs führ­te ein eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­des Dar­le­hen zu einer Sperre

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Schreibmaschine

Gesell­schafts­si­cher­hei­ten und Gesell­schaf­ter­si­cher­hei­ten in der Insol­venz der Gesellschaft

Wird die am Gesell­schafts­ver­mö­gen und am Ver­mö­gen eines Gesell­schaf­ters gesi­cher­te For­de­rung eines Dar­le­hens­gläu­bi­gers nach der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen der Gesell­schaft durch Ver­wer­tung der Gesell­schafts­si­cher­heit befrie­digt, ist der Gesell­schaf­ter zur Erstat­tung des an den Gläu­bi­ger aus­ge­kehr­ten Betra­ges zur Insol­venz­mas­se ver­pflich­tet. Die­ser Anspruch auf Erstat­tung des an den Gläubiger

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Wenn der Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter gegen den Minderheitsgesellschafter…

Per­sön­li­che Haf­tung von GmbH-Gesel­l­­schaf­­tern nach Abtre­tung einer For­de­rung der Bank an einen Mehr­heits­ge­sell­schaf­ter Der Bun­des­ge­richts­hof hat in zwei par­al­le­len Ver­fah­ren ent­schie­den, dass e Ein GmbH-Gesel­l­­schaf­­ter, der gegen­über einer Bank der Gesell­schafts­schuld bei­getre­ten ist, haf­tet einem Mit­ge­sell­schaf­ter, an den die Bank ihre For­de­rung gegen die Gesell­schaft abge­tre­ten hat, auch dann per­sön­lich, wenn

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Ver­lust­vor­trag und der Gesellschafterwechsel

Das Ver­bot des § 8c Abs. 1 Satz 1 KStG, in bestimm­ten Fäl­len des Erwer­bes von Gesell­schafts­an­tei­len nicht genutz­te Ver­lus­te aus Vor­jah­ren von Gewin­nen abzu­zie­hen, gilt nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Müns­ter nur beschränkt. Es erfasst den Ver­lust­ab­zug von Gewin­nen, die zeit­lich nach einem schäd­li­chen Betei­li­gungs­er­werb ent­stan­den sind, aber – anders als

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Ver­zicht auf die Dar­lehns­for­de­rung gegen den Arbeitgeber

Nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs kann auch dann, wenn der geschäfts­füh­ren­de Klein­ge­sell­schaf­ter sei­ner GmbH ein Dar­le­hen aus im Gesell­schafts­ver­hält­nis lie­gen­den Grün­den gewährt hat, der spä­te­re Ver­zicht dar­auf durch das Arbeits­ver­hält­nis ver­an­lasst sein. In die­sem Fall führt der Ver­zicht auf die Dar­lehns­for­de­rung dann zu Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus nichtselbständiger

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Der Insol­venz­an­trag des nach­ran­gi­gen Gläubigers

Der Insol­venz­an­trag eines nach­ran­gi­gen Gläu­bi­gers ist auch dann zuläs­sig, wenn die­ser im eröff­ne­ten Ver­fah­ren kei­ne Befrie­di­gung erwar­ten kann. Die Gläu­bi­ge­rin einer nur nach­ran­gi­gen For­de­rung (§ 39 Abs. 1 Nr. 5 InsO) hat ohne Rück­sicht auf die tat­säch­li­chen Befrie­di­gungs­aus­sich­ten ein Rechts­schutz­in­ter­es­se (§ 14 InsO) für einen Insol­venz­an­trag. Zwar wird im Schrift­tum aus der Regelung

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Geschäftsmann

Gesplit­te­te Ein­la­gen in der Über­schul­dungs­bi­lanz der GmbH

Dar­le­hen, die ein Gesell­schaf­ter auf­grund eines Ver­spre­chens im Gesell­schafts­ver­trag neben der Ein­la­ge gewährt hat („gesplit­te­te Ein­la­ge“), sind in der Über­schul­dungs­bi­lanz zu pas­si­vie­ren, soweit nicht aus­drück­lich ein – bis zum Inkraft­tre­ten des MoMiG sog. qua­li­fi­zier­ter – Rang­rück­tritt erklärt ist. Der Bun­des­ge­richts­hof hat bereits ent­schie­den, dass auf das erfüll­te Finanz­plan­kre­dit­ver­spre­chen die Regeln

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Abzin­sung von Gesell­schaf­ter­dar­le­hen und Rückstellungen

Unver­zins­li­che Gesell­schaf­ter­dar­le­hen sind nach Maß­ga­be des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG 1997 i.d.F. des StEntlG 1999/​2000/​2002 abzu­zin­sen, wenn sie zwar kei­ne fes­te Lauf­zeit haben, die Dar­le­hens­neh­me­rin aber am Bilanz­stich­tag mit einer Fort­dau­er der Kapi­tal­über­las­sung für min­des­tens wei­te­re zwölf Mona­te rech­nen kann. Die blo­ße Zweck­bin­dung eines Dar­le­hens begrün­det kei­ne „Ver­zins­lich­keit“ i.S. des

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Bundesfinanzhof (BFH)

Abzin­sung unver­zins­li­cher Gesellschafterdarlehen

Unver­zins­li­che Gesell­schaf­ter­dar­le­hen sind nach Maß­ga­be des § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG abzu­zin­sen. Das gilt grund­sätz­lich auch dann, wenn sie aus han­dels­recht­li­cher Sicht eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Cha­rak­ter haben. Bun­des­fi­nanz­hof, Beschluss vom 6. Okto­ber 2009 – I R 4/​08

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Dar­lehn­sauf­wand als nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten von Gesellschaftsanteilen

Zu den Anschaf­fungs­kos­ten gehö­ren nach der Defi­ni­ti­on des bis 2007 für der­ar­ti­ge Rechts­fra­gen zustän­di­gen VIII. Sena­tes des Bun­des­fi­nanz­hofs neben dem Anschaf­fungs­preis und den Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten auch soge­nann­te nach­träg­li­che Anschaf­fungs­kos­ten. Das sind Auf­wen­dun­gen auf die Betei­li­gung, die als offe­ne oder ver­deck­te Ein­la­gen den Wert der Betei­li­gung erhö­hen oder die ander­wei­tig durch das

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Ehe­gat­ten­dar­lehn und Eigenkapitalersatz

Allein aus der ehe­li­chen Ver­bun­den­heit zwi­schen dem Kre­dit­ge­ber einer GmbH und deren Gesell­schaf­te­rin ergibt sich, wie der Bun­des­ge­richts­hof in einem aku­tel­len Urteil ent­schie­den hat, kein Indiz dafür, dass sie blo­ße Treu­hand­ge­sell­schaf­te­rin und des­halb der Kre­dit als eigen­ka­pi­ta­ler­set­zend zu qua­li­fi­zie­ren ist. Das Ehe­ver­hält­nis zwi­schen dem Klä­ger als Dar­le­hens­ge­ber und sei­ner Ehe­frau als

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Aktenwagen

Eigen­ka­pi­tal­er­satz und Einlageschuld

Soweit der Gesell­schaf­ter einer GmbH einen Betrag, den ihm die Gesell­schaft aus einem eigen­ka­pi­ta­ler­set­zen­den Dar­le­hen zur Ver­fü­gung gestellt hat, umge­hend zur Erfül­lung einer „Ein­la­ge­schuld“ aus einer Kapi­tal­erhö­hung an die Gesell­schaft zurück­zahlt, leis­tet er nicht die geschul­de­te Ein­la­ge, son­dern erfüllt, wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof unter Auf­ga­be sei­ner frü­he­ren Recht­spre­chung fest­ge­stellt hat,

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Gesell­schaf­ter­dar­lehns-Ver­rech­nungs­kon­to als Eigenkapital

Bei der Besteue­rung von Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten immer wie­der strei­tig ist die Abgren­zung zwi­schen einer For­de­rung des Gesell­schaf­ters gegen die Gesell­schaft und dem Eigen­ka­pi­tal der Gesell­schaft. Nun­mehr hat der Bun­des­fi­nanz­hof zu die­sem Pro­blem Stel­lung genom­men. Ein von der Gesell­schaft für den Gesell­schaf­ter geführ­tes Kon­to ist danach als Eigen­ka­pi­tal der Gesell­schaft zu beurteilen,

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Gesell­schaf­ter­dar­le­hen aus den USA

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat in einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil zu einer häu­fi­gen Fall­ge­stal­tung aus dem Bereich des inter­na­tio­na­len Steu­er­rechts Stel­lung genom­men: Eine deut­sche Per­so­nen­ge­sell­schaft (KG) hat­te von ihren in den USA leben­den Gesell­schaf­tern Dar­le­hen erhal­ten, und die dafür gezahl­ten Zin­sen hat­te das Finanz­amt als in Deutsch­land steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te der Gesell­schaf­ter behandelt.

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Pri­vat­kon­to eines Kommanditisten

Führt eine KG ein sog. Pri­vat­kon­to für den Kom­man­di­tis­ten, das allein jeder­zeit fäl­li­ge For­de­run­gen des Gesell­schaf­ters aus­weist, kann nur auf­grund aus­drück­li­cher und ein­deu­ti­ger Rege­lung im Gesell­schafts­ver­trag ange­nom­men wer­den, dass das Kon­to im Fall der Liqui­da­ti­on oder des Aus­schei­dens des Gesell­schaf­ters zur Deckung eines nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos her­an­ge­zo­gen wer­den soll. 

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