Ein­rich­tung eines Auf­sichts­rats bei einer GmbH – und die Öff­nungs­klau­sel in der GmbH-Sat­zung

Die Ein­rich­tung eines Auf­sichts­rats bei einer GmbH auf der Grund­la­ge einer Öff­nungs­klau­sel im Gesell­schafts­ver­trag ist kei­ne Sat­zungs­än­de­rung und ohne Beach­tung der für eine Sat­zungs­än­de­rung gel­ten­den Vor­schrif­ten zuläs­sig, wenn die Ermäch­ti­gung aus­rei­chend bestimmt ist und der Ein­rich­tungs­be­schluss nicht gegen das Gesetz oder die Sat­zung ver­stößt. Wenn es eine Öff­nungs­klau­sel im Gesell­schafts­ver­trag

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Bei­tritt zur Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Gesell­schaf­ter­pflich­ten

Für den einer Publi­kums­per­so­nen­ge­sell­schaft bei­tre­ten­den Gesell­schaf­ter müs­sen sich die mit dem Bei­tritt ver­bun­de­nen, nicht unmit­tel­bar aus dem Gesetz fol­gen­den Pflich­ten aus dem Gesell­schafts­ver­trag klar erge­ben. Die Rück­for­de­rung von Aus­schüt­tun­gen aus der Liqui­di­tät, zu deren Rück­zah­lung der Kom­man­di­tist von Geset­zes wegen nicht ver­pflich­tet ist und die daher einer gesell­schafts­ver­trag­li­chen Grund­la­ge bedarf

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Beschluss­män­gel­strei­tig­kei­ten – und die Schieds­ver­ein­ba­rung im Gesell­schafts­ver­trag einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Die Min­dest­an­for­de­run­gen an die Wirk­sam­keit von Schieds­ver­ein­ba­run­gen in Gesell­schafts­ver­trä­gen, die auch Beschluss­män­gel­strei­tig­kei­ten erfas­sen sol­len, gel­ten jeden­falls im Grund­satz auch für Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten wie Kom­man­dit­ge­sell­schaf­ten . Nach der zu einer Gesell­schaft mit beschränk­ter Haf­tung ergan­ge­nen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bestehen für die Wirk­sam­keit von Schieds­ver­ein­ba­run­gen in Gesell­schafts­ver­trä­gen gewis­se inhalt­li­che Min­dest­an­for­de­run­gen, wenn sie auch

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Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft – und ihre Ein­be­ru­fung durch den ehe­ma­li­gen Kom­ple­men­tär

Bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft eben­so wie bei der Akti­en­ge­sell­schaft und der GmbH führt die Ein­be­ru­fung durch einen Unbe­fug­ten zur Nich­tig­keit der gefass­ten Beschlüs­se . Einem frü­he­ren Kom­ple­men­tär steht ein Ein­be­ru­fungs­recht auch dann nicht (mehr) zu, wenn er im Han­dels­re­gis­ter feh­ler­haft noch als per­sön­lich haf­ten­der Gesell­schaf­ter ein­ge­tra­gen ist. Eine sol­che Ein­be­ru­fungs­be­fug­nis des

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Beschluss­an­fech­tung bei der Kom­man­dit­ge­sell­schaft – und die Kla­ge­frist

Dass ein Beschluss feh­ler­frei gefasst ist, steht zwi­schen den Gesell­schaf­tern fest, wenn der Beschluss nicht inner­halb einer gesell­schafts­ver­trag­li­chen Kla­ge­frist ange­foch­ten wird. Der Gesell­schafts­ver­trag kann bestim­men, dass ein feh­ler­haf­ter Beschluss nur bin­nen einer Frist von einem Monat ange­foch­ten wer­den kann. Durch die gesell­schafts­ver­trag­li­che Bestim­mung, dass eine Anfech­tung eines rechts­feh­ler­haf­ten Beschlus­ses nur

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Die Stel­lung als Kom­ple­men­tär – als unent­zieh­ba­res gesell­schafts­ver­trag­li­ches Son­der­recht?

Die nament­li­che Bezeich­nung als per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin im Gesell­schafts­ver­trag begrün­det auch kein Son­der­recht im Sinn von § 35 BGB, ein­zi­ge und allei­ni­ge per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin zu sein, in das nicht ohne ihre Zustim­mung ein­ge­grif­fen wer­den könn­te. Ledig­lich Rechts­po­si­tio­nen, die indi­vi­du­ell einem Gesell­schaf­ter oder einer Gesell­schaf­ter­grup­pe durch die Sat­zung ein­ge­räumt und

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Kom­ple­men­tär-Stel­lung als Son­der­recht?

Die nament­li­che Bezeich­nung als per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin begrün­det kein Son­der­recht für die bezeich­ne­te Gesell­schaf­te­rin im Sinn von § 35 BGB, ein­zi­ge und allei­ni­ge per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin zu sein, in das nicht ohne ihre Zustim­mung ein­ge­grif­fen wer­den könn­te. Ledig­lich Rechts­po­si­tio­nen, die indi­vi­du­ell einem Gesell­schaf­ter oder einer Gesell­schaf­ter­grup­pe durch die Sat­zung ein­ge­räumt

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Gesell­schafts­ver­trä­ge von Publi­kums­ge­sell­schaf­ten – und ihre Aus­le­gung

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs unter­lie­gen die Rege­lun­gen in Gesell­schafts­ver­trä­gen von Publi­kums­ge­sell­schaf­ten unab­hän­gig davon, ob die Bereichs­aus­nah­me des § 23 Abs. 1 AGBG bzw. § 310 Abs. 4 BGB n. F. ein­greift, einer ähn­li­chen Aus­le­gung und Inhalts­kon­trol­le wie All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen. Hier­aus folgt in Anleh­nung an § 305c Abs. 2 BGB, dass Zwei­fel bei

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Ver­kür­zung der Ver­jäh­rungs­frist im Gesell­schafts­ver­trag einer Publi­kums­ge­sell­schaft

Es ent­spricht stän­di­ger Recht­spre­chung, dass Gesell­schafts­ver­trä­ge von Publi­kums­ge­sell­schaf­ten objek­tiv aus­zu­le­gen sind. Der Bun­des­ge­richts­hof kann des­halb die not­wen­di­gen Fest­stel­lun­gen selbst tref­fen . Dabei konn­te es der Bun­des­ge­richts­hof hier dahin­ste­hen las­sen, ob die Bereichs­aus­nah­me des § 310 Abs. 4 BGB für Gesell­schafts­ver­trä­ge im Hin­blick auf die Richt­li­nie 93/​13/​EWG des Rates vom 05.04.1993 über

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Schieds­ver­ein­ba­rung im Gesell­schafts­ver­trag

Eine Schieds­ver­ein­ba­rung, die alle Strei­tig­kei­ten zwi­schen Gesell­schaf­tern oder zwi­schen der Gesell­schaft und Gesell­schaf­tern, wel­che die­sen Gesell­schafts­ver­trag, das Gesell­schafts­ver­hält­nis oder die Gesell­schaft betref­fen, mit Aus­nah­me von Beschluss­män­gel­strei­tig­kei­ten einem Schieds­ge­richt zur Ent­schei­dung zuweist, muss, um wirk­sam zu sein, auch dann nicht die in der Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs "Schieds­fä­hig­keit II" auf­ge­stell­ten Anfor­de­run­gen an

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Der nicht sanie­rungs­wil­li­ge Gesell­schaf­ter – und sein Aus­schei­den auf­grund Treue­pflicht

Der Ent­zug der Gesell­schaf­ter­stel­lung durch zwangs­wei­ses Aus­schei­den ist nur mit Zustim­mung des betrof­fe­nen Gesell­schaf­ters mög­lich. Die Zustim­mung kann dabei sowohl anti­zi­piert durch ein­deu­ti­ge Rege­lung im Gesell­schafts­ver­trag erfol­gen als auch durch Zustim­mung zu einem Beschluss, durch den – nach­träg­lich – eine Aus­schluss­re­ge­lung in den Gesell­schafts­ver­trag ein­ge­fügt wird . Der Gesell­schaf­ter ist

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Aus­le­gung von Gesell­schafts­ver­trä­gen

Für die Aus­le­gung von Per­so­nen­ge­sell­schafts­ver­trä­gen, die sich nicht auf Publi­kums­ge­sell­schaf­ten bezie­hen, gel­ten die all­ge­mei­nen Regeln der §§ 133, 157 BGB. Ein über­ein­stim­men­der Wil­le der an dem Abschluss eines Ver­trags betei­lig­ten Par­tei­en geht dem Ver­trags­wort­laut oder einer ander­wei­ti­gen Aus­le­gung vor . Ein inso­weit bestehen­der über­ein­stim­men­der Wil­le betrifft eine inne­re Tat­sa­che, über

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GmbH & Co. KG – und die Mehr­heits­klau­sel im Gesell­schafts­ver­trag

Die for­mel­le Legi­ti­ma­ti­on einer auf eine Mehr­heits­klau­sel im Gesell­schafts­ver­trag einer Per­so­nen­ge­sell­schaft gestütz­ten Mehr­heits­ent­schei­dung ist auch bei einem Beschluss, mit dem die nach dem Gesell­schafts­ver­trag vor­ge­se­he­ne Ein­wil­li­gung der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung zur Abtre­tung eines Gesell­schafts­an­teils erklärt wird, bereits dann gege­ben, wenn die Aus­le­gung des Gesell­schafts­ver­trags nach all­ge­mei­nen Aus­le­gungs­grund­sät­zen ergibt, dass die­ser Beschluss­ge­gen­stand einer

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Der Nut­zen des Han­dels­re­gis­ters

Wäh­rend zur Zeit der Han­se die Kauf­leu­te in einer oder meh­re­re Han­dels­ge­sell­schaf­ten orga­ni­siert waren und dadurch einer­seits der Gewinn eines Han­dels­ge­schäfts und ande­rer­seits das Risi­ko bzw. der Ver­lust geteilt wor­den ist, han­delt in der heu­ti­gen Zeit ein Unter­neh­mer in der Regel auf sich allein gestellt und trägt das vol­le Risi­ko

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Ver­wer­tung statt Abfin­dung – Abfin­dungs­be­schrän­kun­gen bei der Publi­kums­ge­sell­schaft

Die gesetz­li­che Rege­lung, wonach ein aus­schei­den­der Gesell­schaf­ter nach dem tat­säch­li­chen Wert sei­nes Anteils abzu­fin­den ist (§ 738 BGB), ist nicht zwin­gend; die Ver­trags­par­tei­en kön­nen etwas ande­res ver­ein­ba­ren. Des­halb sind gesell­schafts­ver­trag­li­che Abfin­dungs­be­schrän­kun­gen, die im All­ge­mei­nen den Bestand des Unter­neh­mens durch Ein­schrän­kung des Kapi­tal­ab­flus­ses sichern und/​oder die Berech­nung des Abfin­dungs­an­spruchs ver­ein­fa­chen sol­len,

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Der "unend­li­che" Streit unter den Suhr­kamp-Gesell­schaf­tern

Ist in Gesell­schafts­ver­trä­gen für Strei­tig­kei­ten ein Ver­­­trau­en­s­­män­­ner-Ver­­­fah­­ren vor einer Kla­ge­er­he­bung vor­ge­se­hen, kann nicht gleich­zei­tig mit der Ein­lei­tung die­ses Schlich­tungs­ver­fah­rens Kla­ge erho­ben wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt a.M. in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge der Medi­en­hol­ding AG wegen Wirk­sam­keit von Gesell­schaf­ter­be­schlüs­sen als unzu­läs­sig abge­wie­sen und eine anders

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Miss­brauch einer Gene­ral­voll­macht

Wenn ein Bevoll­mäch­tig­ter bei Errich­tung einer Gesell­schaft die ihm erteil­te Gene­ral­voll­macht miss­braucht, kann eine Haf­tung gemäß § 826 BGB gege­ben sein. Wil­lens­er­klä­run­gen zwi­schen den Betei­lig­ten, die auf den Abschluss eines Gesell­schafts­ver­trags gerich­tet sind, wer­den bei einer feh­ler­haf­ten Gesell­schaft vor­aus­ge­setzt. Grund­sätz­lich lie­gen sie nicht vor, wenn ein Mit­ge­sell­schaf­ter die ihm erteil­te

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Ände­run­gen im Gesell­schafts­ver­trag durch Abstim­mung

Regelt der Gesell­schafts­ver­trag einer Publi­kums­ge­sell­schaft, dass über bestimm­te Beschluss­ge­gen­stän­de nicht die Mehr­heit der abge­ge­be­nen, son­dern die Mehr­heit der anwe­sen­den Stim­men ent­schei­det, und ergibt die Aus­le­gung des Gesell­schafts­ver­trags, dass die Mehr­heit der anwe­sen­den Stim­men als Mehr­heit aller teil­neh­men­den und nicht als Mehr­heit der mit Ja oder Nein stim­men­den Gesell­schaf­ter zu ver­ste­hen

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