Gewer­be­steu­er­mess­be­trag – und sei­ne Zer­le­gung nach dem (Mit-)Unternehmerlohn

Die Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­tra­ges auf ver­schie­de­ne Gemein­den ist auch dann nach dem fik­ti­ven (Mit-)Unternehmerlohn vor­zu­neh­men, wenn in kei­ner der Betriebs­stät­ten Arbeits­löh­ne an Arbeit­neh­mer gezahlt wer­den. Die Fra­ge, ob § 31 Abs. 5 GewStG auch in Fäl­len anwend­bar ist, in denen in gar kei­ner Betriebs­stät­te Arbeit­neh­mer beschäf­tigt sind, son­dern allein ein (Mit-)Unternehmer

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Bil­lig­keits­ent­schei­dung bei der Gewinn­fest­stel­lung – und ihre Bin­dungs­wir­kung für die Fest­stel­lung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags

Die im Rah­men der Gewinn­fest­stel­lung getrof­fe­ne Bil­lig­keits­maß­nah­me, von der Akti­vie­rung des Feld­in­ven­tars abzu­se­hen, wirkt auch für die Ermitt­lung des Gewer­be­er­trags als Grund­la­ge für die Fest­set­zung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags. Im vor­lie­gen­den Fall war durch kon­klu­den­te, selb­stän­di­ge Bil­lig­keits­ent­schei­dung gemäß § 163 AO für die Ermitt­lung des maß­geb­li­chen Gewinns in den Gewinn­fest­stel­lungs­ver­fah­ren für die

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Gewer­be­steu­er – und die Mit­tei­lun­gen des Finanz­am­tes an die Gemein­de

Für eine all­ge­mei­ne Leis­tungs­kla­ge einer (ver­meint­li­chen) Organ­ge­sell­schaft, mit der das Finanz­amt ver­ur­teilt wer­den soll, eine von ihm im Besteue­rungs­ver­fah­ren des (ver­meint­li­chen) Organ­trä­gers gemach­te Mit­tei­lung an die zur Fest­set­zung der Gewer­be­steu­er zustän­di­ge Gemein­de inhalt­lich zu kor­ri­gie­ren, fehlt die Kla­ge­be­fug­nis. Gemäß § 40 Abs. 1 FGO kann durch Kla­ge u.a. die Ver­ur­tei­lung zu

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Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags – und der fik­ti­ve Unter­neh­mer­lohn in der GmbH & Co. KG

Bei der Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags ist ein fik­ti­ver Arbeits­lohn (sog. Unter­neh­mer­lohn) für die im Betrieb (hier: der GmbH & Co. KG) täti­gen Mit­un­ter­neh­mer gemäß § 31 Abs. 5 GewStG anzu­set­zen. Bei der Zer­le­gung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags sind die Arbeit­neh­mer der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH der GmbH & Co. KG nicht etwa nach wirt­schaft­li­chen Gesichts­punk­ten zuzu­ord­nen. Der fik­ti­ve

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Gewerb­li­che Ein­künf­te – und das Meist­be­güns­ti­gungs­prin­zip

Das Meist­be­güns­ti­gungs­prin­zip ist bei der Fest­stel­lung der Steu­er­ermä­ßi­gung bei Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb nicht anwend­bar. Die Auf­tei­lung des fest­ge­setz­ten Gewer­be­steu­er­mess­be­trags für Zwe­cke der Fest­stel­lung der Steu­er­ermä­ßi­gung gemäß § 35 EStG erfolgt aus­schließ­lich nach dem Ver­hält­nis des der Steu­er­ermä­ßi­gung unter­lie­gen­den Gewinns zu dem gesam­ten Gewinn aus Gewer­be­be­trieb. Eine fik­ti­ve Zuord­nung des Frei­be­trags

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Fest­stel­lungs­be­schei­de bei der aty­pisch stil­len Innen­ge­sell­schaft

Bei Mit­un­ter­neh­mer­schaf­ten ist der auf den ein­zel­nen Mit­un­ter­neh­mer ent­fal­len­de Anteil am Gewer­be­­steu­er-Mes­s­be­­trag nach § 35 Abs. 3 Satz 1 EStG 2002 für sämt­li­che Mit­un­ter­neh­mer geson­dert und ein­heit­lich fest­zu­stel­len. Das für die geson­der­te und ein­heit­li­che Fest­stel­lung nach § 35 Abs. 3 Satz 1 EStG 2002 zustän­di­ge Finanz­amt hat ledig­lich zu prü­fen, ob eine Mit­un­ter­neh­merstel­lung (§

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Gewer­be­steu­er und die form­wech­seln­de Umwand­lung

Die form­wech­seln­de Umwand­lung einer KG in eine GmbH führt gemäß § 202 Abs. 1 Nr. 1 UmwG nicht zum Erlö­schen des ursprüng­lich bestehen­den und zur Ent­ste­hung eines neu­en Rechts­trä­gers. Viel­mehr besteht vor und nach dem Form­wech­sel ein und das­sel­be Rechts­sub­jekt. Ein irr­tüm­lich an die KG statt an die GmbH gerich­te­ter Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid ist

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Wider­strei­ten­de Steu­er­fest­set­zung bei Gewinn­fest­stel­lungs­be­schei­den

Die auf § 174 Abs. 3 AO gestütz­te Ände­rung eines Gewinn­fest­stel­lungs­be­schei­des knüpft hin­sicht­lich der Erkenn­bar­keit der feh­ler­haf­ten Nicht­be­rück­sich­ti­gung eines Sach­ver­halts an die Per­son des Fest­stel­lungs­be­tei­lig­ten an. Der erst­ma­li­ge Erlass eines Gewer­be­steu­er­mess­be­schei­des kann nach Ablauf der Fest­set­zungs­frist nicht auf § 35b Abs. 1 GewStG gestützt wer­den. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 5. Novem­ber 2009 –

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Kein Gewer­be­steu­er­aus­gleich für die lärm­ge­plag­te Nach­bar­ge­mein­den

Nach­bar­ge­mein­den eines Groß­flug­ha­fens steht auch dann kein Anteil an der Gewer­be­steu­er des Flug­ha­fen­be­trei­bers zu, wenn auf ihrem Gebiet für den Betrieb des Flug­ha­fens uner­läss­li­che Lärm­mess­sta­tio­nen instal­liert sind, ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof auf die Kla­ge eini­ger hes­si­scher Gemein­den. Inhalts­über­sichtDer Aus­gangs­fallDie Ent­schei­dun­gen von Hes­si­schem Finanz­ge­richt und Bun­des­fi­nanz­hofDie Lärm­mess­sta­tio­nen als Betriebs­stät­tenLärm­mess­sta­ti­on ist kei­ne

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Ände­rung eines Gewer­be­steu­er­mess­be­schei­des bei Organ­schaf­ten

§ 35b GewStG 1999 ermög­licht in Organ­schafts­fäl­len auch bei einer Gewinn­än­de­rung auf der Ebe­ne der Organ­ge­sell­schaft eine Ände­rung des bestands­kräf­ti­gen Gewer­be­steu­er­mess­be­schei­des. Gemäß § 35b Abs. 1 Satz 1 GewStG 1999 ist der Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid von Amts wegen auf­zu­he­ben oder zu ändern, wenn der Ein­kom­men­steu­er­be­scheid, der Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid oder ein Fest­stel­lungs­be­scheid auf­ge­ho­ben oder geän­dert wird

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Gewer­be­steu­er im Kon­zern

Die Gewer­be­steu­er­be­frei­ung der Organ­trä­ge­rin nach § 3 Nr. 20 Buchst. c Gewer­be­steu­er­ge­setz erstreckt sich nach einem aktu­el­len Urteil des Nie­der­säch­si­schen Finanz­ge­richts nicht auf die Organ­ge­sell­schaft. Die Befrei­ung einer Organ­ge­sell­schaft von der Gewer­be­steu­er gemäß § 3 Nr. 20 GewStG erstreckt sich auch dann nicht auf eine ande­re Organ­ge­sell­schaft des­sel­ben Organ­krei­ses, die die Befrei­ungs­vor­aus­set­zun­gen

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Vor­läu­fi­ge Fest­set­zung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags

Die Finanz­ver­wal­tung reagiert auf die der­zei­ti­ge Dis­kus­si­on über die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Haus­halts­be­gleit­ge­set­zes 2004 und der dar­in ent­hal­te­nen Ände­run­gen an Steu­er­ge­set­zen: Mit gleich lau­ten­den Erlas­sen der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der wur­de ange­ord­net, dass sämt­li­che Fest­set­zun­gen des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags für Erhe­bungs­zeit­räu­me ab 2004 im Rah­men der ver­fah­rens­recht­li­chen Mög­lich­kei­ten hin­sicht­lich der Fra­ge des ver­fas­sungs­mä­ßi­gen

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Nach­träg­li­che Berück­sich­ti­gung von Gewer­be­steu­er­zah­lun­gen

Nach § 173 Abs. 1 Nr. 2 AO sind Steu­er­be­schei­de auf­zu­he­ben oder zu ändern, soweit Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel nach­träg­lich bekannt wer­den, die zu einer nied­ri­ge­ren Steu­er füh­ren und den Steu­er­pflich­ti­gen kein gro­bes Ver­schul­den dar­an trifft, dass die Tat­sa­chen oder Beweis­mit­tel erst nach­träg­lich bekannt wer­den. Eine sol­che Tat­sa­che kann, wie ein Urteil des

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Ver­fall von Anrech­nungs­über­hän­gen

Wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, kann ein Steu­er­ermä­ßi­gungs­be­trag gemäß § 35 Ein­kom­men­steu­er­ge­setz (EStG) nicht bean­sprucht wer­den, wenn der Steu­er­pflich­ti­ge auf­grund eines Ver­lust­ab­zugs gemäß § 10d EStG kei­ne tarif­li­che Ein­kom­men­steu­er schul­det, obwohl er gleich­zei­tig mit Gewer­be­steu­er belas­tet ist.

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Vor­läu­fi­ge Fest­set­zung des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags

Im Hin­blick auf vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und dem Bun­des­fi­nanz­hof anhän­gi­ge Ver­fah­ren zur Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit des Gewer­be­steu­er­ge­set­zes haben die Finanz­mi­nis­te­ri­en der Län­der in einem gleich lau­ten­den Erlass ange­ord­net, dass sämt­li­che Fest­set­zun­gen des Gewer­be­steu­er­mess­be­trags in vol­lem Umfang für vor­läu­fig zu erklä­ren sind. Gleich lau­ten­de Erlas­se der obers­ten Finanz­be­hör­den der Län­der vom 10. März

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Wie­der ein­mal: Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del

Durch­ge­han­del­te und erschlos­se­ne Objek­te sind glei­cher­ma­ßen Zähl­ob­jek­te für die Bestim­mung des gewerb­li­chen Grund­stücks­han­dels; hin­sicht­lich der sog. Drei-Objekt-Gren­­ze sind sie zu addie­ren. Gewerb­li­cher Grund­stücks­han­del kann auch vor­lie­gen, wenn auf die Ver­äu­ße­rung des ers­ten Objek­tes eine mehr als zwei­jäh­ri­ge inak­ti­ve Pha­se folgt, in der die spä­te­ren Grund­stücks­ge­schäf­te noch nicht kon­kret abseh­bar sind

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Hin­zu­re­chungs­vor­schrif­ten für gemie­te­te Anla­ge­gü­ter

Die Finanz­ver­wal­tung hat nach sie­ben Jah­ren noch­mals die Kon­se­quen­zen aus dem Urteil des Euro­päi­schen Gerichts­hofs vom 26. Okto­ber 1999 zur Ver­ein­bar­keit gewer­be­steu­er­li­cher Hin­zu­re­chungs­vor­schrif­ten für gemie­te­te Anla­ge­gü­ter mit dem Gebot des frei­en Dienst­leis­tungs­ver­kehrs nach Art. 59 (jetzt 49) EGV (C‑294/​97, BSt­Bl II S. 851) gezo­gen und die bis­her hier­zu ergan­ge­nen gleich

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