Gewinn­ermitt­lung des Regie­be­triebs – bei Betei­li­gung der Trä­ger­kör­per­schaft an einer Mit­un­ter­neh­mer­schaft

Wer­den ein­zel­ne dau­er­de­fi­zi­tä­re Tätig­keits­fel­der einer gewerb­lich täti­gen Per­so­nen­ge­sell­schaft, an der eine Trä­ger­kör­per­schaft als Mit­un­ter­neh­me­rin betei­ligt ist, sowohl im Rah­men der Ein­künf­teer­mitt­lung der Mit­un­ter­neh­mer­schaft als auch für Zwe­cke der Kör­per­schaft­steu­er als eigen­stän­di­ge Betrie­be gewerb­li­cher Art (Regie­be­trie­be) behan­delt, kann zur Ermitt­lung des Gewinns i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 10 Buchst. b EStG

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Gewinn­ermitt­lung – und der Über­nah­me­ge­winn

Der nach § 4 Abs. 1 Satz 1 oder § 5 EStG ermit­tel­te Gewinn i.S. des § 34a Abs. 2 EStG ist der Unter­schieds­be­trag zwi­schen dem Betriebs­ver­mö­gen am Schluss des Wirt­schafts­jahrs und dem Betriebs­ver­mö­gen am Schluss des vor­an­ge­gan­ge­nen Wirt­schafts­jahrs, ver­mehrt um den Wert der Ent­nah­men und ver­min­dert um den Wert der Ein­la­gen. Danach anset­zen­de außer­bi­lan­zi­el­le

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Offe­ne Laden­kas­se – und die Ein­nah­men-Über­schuss-Rech­nung

Eine Auf­be­wah­rung von Tages­­sum­­men-Bele­gen mit Ein­zel­auf­zeich­nung der Erlö­se und Sum­men­bil­dung kann, sofern im Betrieb kei­ne wei­te­ren Ursprungs­auf­zeich­nun­gen ange­fal­len sind, in Fäl­len der Ein­­nah­­men-Über­­­schuss-Rech­­nung und Ver­wen­dung einer offe­nen Laden­kas­se bei Anle­gung des im Eil­ver­fah­ren gebo­te­nen sum­ma­ri­schen Prü­fungs­maß­stabs den for­mel­len Anfor­de­run­gen an die Auf­zeich­nun­gen genü­gen. Die Recht­spre­chung, wonach Ein­zel­auf­zeich­nun­gen der Erlö­se in

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Gewinn­ermitt­lung bei der Per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Ein­nah­men-Über­schuss­rech­nung

Eine GbR kann ihren Gewinn nach § 4 Abs. 3 EStG ermit­teln. § 4 Abs. 3 Satz 1 EStG erlaubt Steu­er­pflich­ti­gen, die nicht auf Grund gesetz­li­cher Vor­schrif­ten ver­pflich­tet sind, Bücher zu füh­ren und regel­mä­ßig Abschlüs­se zu machen, und die auch kei­ne Bücher füh­ren und kei­ne Abschlüs­se machen, als Gewinn den Über­schuss der Betriebs­ein­nah­men über die

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Ans­parab­schrei­bung – und ihre unter­blie­be­ne Auf­lö­sung

Ist die Auf­lö­sung einer Ans­parab­schrei­bung feh­ler­haft unter­blie­ben, recht­fer­tigt dies nicht eine Ände­rung des Ein­kom­men­steu­er­be­scheids auf der Grund­la­ge des § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO. Nach dem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs vom 22.03.2016 ist die blo­ße Nicht­an­schaf­fung eines Wirt­schafts­guts in Bezug auf § 7g Abs. 4 Satz 2 EStG a.F. nicht als rechts­er­heb­li­che Tat­sa­che anzu­se­hen.

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Gewinn­ermitt­lungs­wahl­recht – und der erneu­te Wech­sel

Maß­geb­lich für die Aus­übung des Gewinn­ermitt­lungs­wahl­rechts ist die tat­säch­li­che Hand­ha­bung der Gewinn­ermitt­lung. Als Beweis­an­zei­chen dafür, dass ein Ein­zel­un­ter­neh­mer die fer­tig­ge­stell­te Gewinn­ermitt­lung als end­gül­tig ansieht, kann u.a. die Tat­sa­che gewer­tet wer­den, dass er sie ‑z.B. durch die Über­sen­dung an das Finan­z­­amt- in den Rechts­ver­kehr begibt. Nach wirk­sam aus­ge­üb­ter Wahl ist ein

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Berich­ti­gung eines feh­ler­haf­ten Bilanz­an­sat­zes bei Wech­sel der Gewinn­ermitt­lungs­art

Der Grund­satz der Gesamt­ge­winn­gleich­heit gebie­tet, dass eine Per­so­nen­ge­sell­schaft, die gemäß § 4 Abs. 1 UmwStG an einen unzu­tref­fen­den Bilanz­an­satz in einer steu­er­li­chen Schluss­bi­lanz der über­tra­gen­den Kapi­tal­ge­sell­schaft gemäß § 3 Satz 1 UmwStG gebun­den ist, die­sen Bilan­zie­rungs­feh­ler beim Wech­sel der Gewinn­ermitt­lungs­art gewinn­neu­tral kor­ri­gie­ren kann, wenn er sich bis­lang steu­er­lich nicht aus­ge­wirkt hat. Nach § 1 Abs.

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Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge – und der Über­gang zur Ton­nage­be­steue­rung

Bei der Ermitt­lung des nach § 5a Abs. 4 EStG fest­zu­stel­len­den Unter­schieds­be­trags beim Über­gang zur Besteue­rung nach der Ton­na­ge ist der in eine Wert­auf­ho­lungs­rück­la­ge ein­ge­stell­te Betrag nicht zu berück­sich­ti­gen. Nach § 5a Abs. 4 Satz 1 EStG ist zum Schluss des Wirt­schafts­jah­res, das der erst­ma­li­gen Anwen­dung der Gewinn­ermitt­lung nach der Ton­na­ge nach §

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Ton­nage­be­steue­rung der Ein­schiff­ge­sell­schaft – und die Antrags­frist

Die Antrags­frist des § 5a Abs. 3 Satz 1 EStG a.F. für die Opti­on zur Gewinn­ermitt­lung nach der Ton­na­ge beginnt frü­hes­tens ab dem Wirt­schafts­jahr, in dem der Steu­er­pflich­ti­ge auch die Vor­aus­set­zun­gen des § 5a Abs. 2 Satz 1 EStG erfüllt. Gemäß § 5a Abs. 1 Satz 1 EStG ist bei einem Gewer­be­be­trieb mit Geschäfts­lei­tung im Inland

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Lau­fen­der Gewinn oder Betriebs­auf­ga­be­ge­winn?

Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG hat der Unter­neh­mer in sei­nen Bilan­zen das Betriebs­ver­mö­gen anzu­set­zen, das nach den han­dels­recht­li­chen Grund­sät­zen ord­nungs­mä­ßi­ger Buch­füh­rung (GoB) aus­zu­wei­sen ist. Die "han­dels­recht­li­chen" GoB erge­ben sich u. a. aus den Bestim­mun­gen des Ers­ten Abschnitts des Drit­ten Buchs "Vor­schrif­ten für alle Kauf­leu­te" der §§ 238 ff. HGB. Nach

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Hin­zu­rech­nung von Son­der­ver­gü­tun­gen bei der Ton­nage­be­steue­rung eines Han­dels­schiffs

§ 5a Abs. 3 Satz 2 EStG erfasst nicht Ver­gü­tun­gen i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG. Sie sind auch im Vor­jahr der Antrag­stel­lung auf Gewinn­ermitt­lung nach der Ton­na­ge dem pau­schal ermit­tel­ten Gewinn hin­zu­zu­rech­nen. Nach § 5a Abs. 3 EStG n.F. ist der Antrag auf Anwen­dung der Gewinn­ermitt­lung nach § 5a Abs.

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Das Ein­la­ge­kon­to bei einem Regie­be­trieb

Bei einem als Regie­be­trieb geführ­ten Betrieb gewerb­li­cher Art führt ein nach han­dels­recht­li­chen Grund­sät­zen ermit­tel­ter Jah­res­ver­lust auch dann unmit­tel­bar zu einem ent­spre­chen­den Zugang im Ein­la­ge­kon­to, wenn der Betrieb sei­nen Gewinn durch Ver­mö­gens­ver­gleich ermit­telt und soweit der Ver­lust auf sog. Buch­ver­lus­ten (z.B. Abschrei­bun­gen) beruht . Unbe­schränkt steu­er­pflich­ti­ge Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten haben die nicht in

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Rück­la­gen­bil­dung nach § 6b oder § 6c EStG und das Gewinn­ermitt­lungs­wahl­rechts

Die Ermitt­lung des Über­schus­ses der Ein­nah­men über die Wer­bungs­kos­ten ist grund­sätz­lich kei­ne Ein­nah­men­über­schuss­rech­nung i.S. von § 4 Abs. 3 EStG. Hat ein Klä­ger sein Gewinn­ermitt­lungs­wahl­recht zuguns­ten der Ein­nah­men­über­schuss­rech­nung aus­ge­übt, so ist sein (Hilfs-) Antrag auf eine "Rück­la­ge nach § 6b EStG in Höhe des Ver­äu­ße­rungs­ge­winns" dahin aus­zu­le­gen, dass er eine Neu­tra­li­sie­rung des

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Berück­sich­ti­gung von Ver­lus­ten aus bri­ti­scher Unter­neh­mens­be­tei­li­gung

Nur wenn auf Grund eines vor­ge­fer­tig­ten Kon­zepts die Mög­lich­keit gebo­ten wer­den soll, gezielt zeit­wei­lig Ver­lus­te zu nut­zen, schei­det nach § 15 b EStG die steu­er­li­chen Berück­sich­ti­gung von Ver­lus­ten aus einer Betei­li­gung an einem vom Steu­er­pflich­ti­gen selbst gegrün­de­ten bri­ti­schen Unter­neh­men aus. So die Ent­schei­dung des Hes­si­schen Finanz­ge­richts in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines

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Bean­stan­dung der Buch­füh­rung wegen Chi-Test

Um die Buch­füh­rung zu bean­stan­den, rei­chen Auf­fäl­lig­kei­ten beim "Chi-Test" allein nicht aus. Tre­ten bei einer Buch­füh­rung kei­ne wei­te­ren Män­gel auf als Auf­fäl­lig­kei­ten beim soge­nann­ten Chi-Test, liegt nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Rhein­­land-Pfalz kein Grund zur Bean­stan­dung vor, der zur Schät­zung eines höhe­ren Umsat­zes und Gewinns berech­tigt. Im Streit­fall fand im

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Ver­pflich­tung zu Rück­stel­lun­gen bei Ver­si­che­rungs­nach­be­treu­un­gen

Ein Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter hat für die Ver­pflich­tung zur Nach­be­treu­ung von Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen eine Rück­stel­lung zu bil­den. So hat der Bun­des­fi­nanz­hof in meh­re­ren Urtei­len vom 19. Juli 2011 ent­schie­den. In dem Streit­fall X R 26/​10 hat­te der Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter in sei­ner Gewinn­ermitt­lung für das Jahr 2004 erst­mals eine Rück­stel­lung für Bestands­pfle­ge pas­si­viert. Das Finanz­amt lehn­te

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Ver­wer­fen einer for­mell ord­nungs­ge­mä­ßen Buch­füh­rung

Ergibt die Wür­di­gung des Sach­ver­halts, dass die for­mell ord­nungs­mä­ßi­ge Buch­füh­rung mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit ganz oder teil­wei­se sach­lich unrich­tig ist, so kann das Ergeb­nis die­ser Buch­füh­rung ganz oder teil­wei­se ver­wor­fen wer­den. Zwar sind der Besteue­rung grund­sätz­lich die Buch­füh­rung und die Auf­zeich­nun­gen eines Steu­er­pflich­ti­gen, die den Vor­schrif­ten der §§ 140

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E‑Bilanz erst ab 2012

Die Pflicht zur Abga­be der elek­tro­ni­schen Bilanz ("E‑Bilanz") und der elek­tro­ni­schen Gewinn- und Ver­lust­rech­nung soll um ein Jahr ver­scho­ben wer­den. Über eine ent­spre­chen­de Ver­ord­nung des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Finan­zen "zur Fest­le­gung eines spä­te­ren Anwen­dungs­zeit­punk­tes der Ver­pflich­tun­gen nach § 5 b des Ein­kom­men­steu­er­ge­set­zes" wird der Bun­des­rat vor­aus­sicht­lich am 17. Dezem­ber 2010 ent­schei­den. Die

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Buch­füh­rungs­pflicht wegen Aus­lands­um­sät­zen

Gewerb­li­che Unter­neh­mer, deren Umsät­ze ein­schließ­lich der steu­er­frei­en Umsät­ze die Gren­ze von 500 000 Euro im Kalen­der­jahr über­stei­gen sind gemäß § 141 AO selbst dann zur Buch­füh­rung und zur Erstel­lung von Jah­res­ab­schlüs­sen ver­pflich­tet, wenn sie nach den sons­ti­gen gesetz­li­chen Rege­lung nicht der Buch­füh­rungs­pflicht unter­lie­gen wür­den. Die­se für die Buch­füh­rungs­pflicht maß­geb­li­che Umsatz­gren­ze

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Noch­mals: Bilan­zie­rung von Rück­kauf­ver­pflich­tun­gen

Kfz-Hän­d­­ler haben nach einem Urteil des Finanz­ge­richts Müns­ter in ihren Bilan­zen Ver­bind­lich­kei­ten aus­zu­wei­sen für die von ihnen über­nom­me­ne Ver­pflich­tung, ver­kauf­te Fahr­zeu­ge zu einem ver­bind­lich fest­ge­leg­ten Preis zurück­zu­kau­fen. Ver­kau­fen Kfz-Hän­d­­ler Neu­wa­gen an Auto­ver­mie­tun­gen, ver­pflich­ten sie sich häu­fig, die Fahr­zeu­ge nach Ablauf einer bestimm­ten Ver­trags­lauf­zeit auf Ver­lan­gen des Käu­fers zu einem bereits

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Abschrei­bung für den Erwerb von Gesell­schafts­an­tei­len

Bei der Gewinn­ermitt­lung nach § 4 Abs. 3 EStG sind die Anschaf­fungs­kos­ten eines Gesell­schaf­ters für den Erwerb sei­ner mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betei­li­gung in einer steu­er­li­chen Ergän­zungs­rech­nung nach Maß­ga­be der Grund­sät­ze über die Auf­stel­lung von Ergän­zungs­bi­lan­zen zu erfas­sen, wenn sie in der Über­schuss­rech­nung der Gesamt­hand nicht berück­sich­tigt wer­den kön­nen. Ein ent­gelt­li­cher Erwerb einer mit­un­ter­neh­me­ri­schen Betei­li­gung,

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Rück­kauf­ver­pflich­tung bei Lea­sing­fahr­zeu­gen

Die Finanz­ver­wal­tung geht wie­der ein­mal auf Kon­fron­ta­ti­ons­kurs zum Bun­des­fi­nanz­hof. Dies­mal trifft der Nicht­an­wen­dungs­er­lass ein zwei Jah­re altes Urteil des BFH, dass sich mit den Rück­kauf­ver­pflich­tun­gen (und den hier­für ein­zu­bu­chen­den Ver­bind­lich­kei­ten) befasst, die ein Kfz-Hän­d­­ler im Rah­men eines Lea­sing­ge­schäfts gegen­über der Lea­sing­ge­sell­schaft ein­geht. Wor­um geht es? Seit einem Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs

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Woh­nungs­ver­mie­tung auf dem Bau­ern­hof

Umla­gen und Neben­ent­gel­te, die ein Land­wirt (mit Gewinn­ermitt­lung nach Durch­schnitts­sät­zen) als Ver­mie­ter einer zum land­wirt­schaft­li­chen Betriebs­ver­mö­gen gehö­ren­den Woh­nung zusätz­lich zur Grund­mie­te ver­ein­nahmt, sind in die Berech­nung des Durch­schnitts­satz­ge­winns ein­zu­be­zie­hen. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 14. Mai 2009 – IV R 47/​07

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Aus­ein­an­der­set­zung einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft

Auch bei einer Part­ner­schafts­ge­sell­schaft kön­nen die Part­ner durch ein­stim­mi­gen Beschluss anstel­le der Liqui­da­ti­on nach §§ 145 ff. HGB eine ande­re Art der Aus­ein­an­der­set­zung wäh­len. Die­se kann in einer Natur­altei­lung bestehen. Nach Been­di­gung der Liqui­da­ti­on fin­det der inter­ne Aus­gleich der Part­ner bzw. Gesell­schaf­ter zwi­schen die­sen statt. Zur Gel­tend­ma­chung eines Aus­gleichs­an­spruchs genügt

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