Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen

Kopf­tuch­ver­bot für Rechts­re­fe­ren­da­rin­nen

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat den Antrag auf Erlass einer einst­wei­li­gen Anord­nung einer Refe­ren­da­rin im juris­ti­schen Vor­be­rei­tungs­dienst des Lan­des Hes­sen, die sich gegen ein Kopf­tuch­ver­bot bei Gerichts­ver­hand­lun­gen wand­te, abge­lehnt. In Hes­sen dür­fen Rechts­re­fe­ren­da­rin­nen, die aus reli­giö­sen Grün­den ein Kopf­tuch tra­gen, bei Ver­hand­lun­gen im Gerichts­saal nicht auf der Rich­ter­bank sit­zen, kei­ne Sit­zungs­lei­tun­gen und

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Kirchenaustritt - aber nur im melderechtlichen Sinne

Kir­chen­aus­tritt – aber nur im mel­de­recht­li­chen Sin­ne

Eine Erklä­rung, "im mel­de­amt­li­chen Sin­ne" aus einer Kir­che aus­zu­tre­ten, ist – auch gemes­sen am Maß­stab des Grund­rechts der Glau­bens­frei­heit (Art. 107 Abs. 1 und 2 der baye­ri­schen Ver­fas­sung) – unwirk­sam. Nach Maß­ga­be des Geset­zes über die Erhe­bung von Steu­ern durch Kir­chen, Reli­­gi­ons- und welt­an­schau­li­che Gemein­schaf­ten (Kir­chen­steu­er­ge­setz – KirchStG)1 sind Reli­gi­ons­ge­mein­schaf­ten, denen die

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Das Grab in der Kirche

Das Grab in der Kir­che

Das Gewicht einer reli­giö­sen Ver­hal­tens­vor­ga­be ist eine genu­in reli­giö­se Fra­ge, die der selb­stän­di­gen Beur­tei­lung durch die staat­li­chen Gerich­te ent­zo­gen ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg auf­ge­ho­ben, mit dem einer Glau­bens­ge­mein­schaft die Ein­rich­tung einer Begräb­nis­stät­te für Gemein­de­pries­ter in ihrer Kir­che ver­sagt wor­den war. Bei der

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Sachbeschädigung aus religiösen Gründen

Sach­be­schä­di­gung aus reli­giö­sen Grün­den

Die in Art. 4 GG garan­tier­te Glau­­bens- und Gewis­sens­frei­heit erlaubt jeden­falls dann kei­ne Sach­be­schä­di­gung, wenn eine Glau­­bens- und Gewis­sens­ent­schei­dung auch straf­frei umge­setzt wer­den kann. In einem vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall aus Essen such­te die in Marok­ko gebo­re­ne, 39 Jah­re alte Ange­klag­te aus Nie­der­sach­sen im Juni 2013 die Biblio­thek der Uni­ver­si­tät

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Kopftücher in der Schule

Kopf­tü­cher in der Schu­le

Der Schutz des Grund­rechts auf Glau­­bens- und Bekennt­nis­frei­heit (Art. 4 Abs. 1 und 2 GG) gewähr­leis­tet auch Lehr­kräf­ten in der öffent­li­chen bekennt­nis­of­fe­nen Gemein­schafts­schu­le die Frei­heit, einem aus reli­giö­sen Grün­den als ver­pflich­tend ver­stan­de­nen Bede­ckungs­ge­bot zu genü­gen, wie dies etwa durch das Tra­gen eines isla­mi­schen Kopf­tuchs der Fall sein kann. Ein lan­des­wei­tes gesetz­li­ches Ver­bot reli­giö­ser

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Klassenfahrt und religiöse Erziehungsvorstellungen

Klas­sen­fahrt und reli­giö­se Erzie­hungs­vor­stel­lun­gen

Eine Befrei­ung von schu­li­schen Pflicht­ver­an­stal­tun­gen wegen befürch­te­ter Beein­träch­ti­gun­gen reli­giö­ser Erzie­hungs­vor­stel­lun­gen ist nur in Aus­nah­me­fäl­len mög­lich. Wer dabei ein Kom­pro­miss­an­ge­bot der Schu­le aus­schlägt, muss hin­neh­men, dass er sich nicht län­ger auf einen Vor­rang sei­ner Rechts­po­si­ti­on beru­fen kann. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt der Frei­en Han­se­stadt Bre­men in dem hier vor­lie­gen­den

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