Ein­zie­hungs­be­fug­nis des Insol­venz­ver­wal­ters und die Haf­tungs­inan­spruch­nah­me durch den Fis­kus

Die Sperr­wir­kung des § 93 InsO erstreckt sich nur auf die Haf­tung des Gesell­schaf­ters gemäß § 128 HGB. Der außer­ge­sell­schafts­recht­li­che Indi­vi­du­al­haf­tungs­an­spruch nach § 69 AO kann danach auch nach Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens vom Finanz­amt gel­tend gemacht wer­den. Dies hat der Bun­des­fi­nanz­hof bereits unter Bezug­nah­me auf die Ent­ste­hungs­ge­schich­te des § 93

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Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ters in der Insol­venz sei­ner GmbH & Co. KG

Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ter einer GmbH & Co. KG steht mit sei­nen Ansprü­chen wirt­schaft­lich dem Gläu­bi­ger eines Gesell­schaf­ter­dar­le­hens insol­venz­recht­lich gleich, wenn in einer Gesamt­be­trach­tung sei­ne Rechts­po­si­ti­on nach dem Betei­li­gungs­ver­trag der eines Kom­man­di­tis­ten im Innen­ver­hält­nis weit­ge­hend ange­nä­hert ist. Der Nach­rang von Ansprü­chen des aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters in der Insol­venz einer GmbH & Co.

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Anspar­rück­la­ge für Exis­tenz­grün­der bei einer GmbH & Co. KG

Eine GmbH & Co. KG kann kei­ne Rück­la­ge für Exis­tenz­grün­der gemäß § 7g Abs. 7 EStG a.F. bil­den, wenn an der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH eine natür­li­che Per­son betei­ligt ist, die kein Exis­tenz­grün­der i.S. des § 7g Abs. 7 Satz 2 Nr. 1 EStG a.F. ist. Eine zu Unrecht gebil­de­te Anspar­rück­la­ge ist vor­ran­gig durch Ände­rung der Steu­er­fest­set­zung des

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Uner­laub­te Rechts­be­ra­tung durch eine Geschä­dig­ten-GbR

Wur­de eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts von drei der ca. 200 Kom­man­di­tis­ten eines geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds in Form einer Publi­kums-KG gegrün­det, um nach dem Bei­tritt wei­te­rer sanie­rungs­be­rei­ter Kom­man­di­tis­ten der in wirt­schaft­li­che Schwie­rig­kei­ten gera­te­nen KG u.a. deren Aus­gleichs­an­sprü­che aus § 426 Abs. 1 und 2 BGB gegen sanie­rungs­un­wil­li­ge Kom­man­di­tis­ten ein­zu­zie­hen, so ist die in ihrem

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Pen­si­ons­zah­lun­gen an aus­ge­schie­de­ne Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rer einer GmbH & Co KG

Pen­si­ons­zah­lun­gen an den zwi­schen­zeit­lich aus­ge­schie­de­nen Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­rer einer GmbH & Co KG gehö­ren auch nach sei­nem Aus­schei­den aus der Gesell­schaft zu sei­nen mit­un­ter­neh­me­ri­schen Ein­künf­ten aus Gewer­be­be­trieb (§15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Halb­satz 2, § 24 EStG), die jedoch als Tätig­keits­ver­gü­tun­gen den Gesamt­ge­winn der Mit­un­ter­neh­mer­schaft nicht min­dern dür­fen. Denn nach § 15 Abs. 1 S.

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Der Eigen­be­darf eines Gesell­schaf­ters

Eine Per­so­nen­han­dels­ge­sell­schaft kann ein Wohn­raum­miet­ver­hält­nis nicht wegen Eigen­be­darfs ihrer Gesell­schaf­ter kün­di­gen. Einer GmbH & Co. KG kann ein Eigen­be­darf ihrer Gesell­schaf­ter nicht zuge­rech­net wer­den, so dass die von der Gesell­schaft als Ver­mie­te­rin erklär­te Kün­di­gung unwirk­sam und das ihr Räu­mungs­be­geh­ren unbe­grün­det ist. Aller­dings darf nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs eine Gesell­schaft bür­ger­li­chen

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Actio pro socio und gesell­schaft­li­che Treue­pflicht

Die actio pro socio hat ihre Grund­la­ge im Gesell­schafts­ver­hält­nis und ist Aus­fluss des Mit­glied­schafts­rechts des Gesell­schaf­ters. Die Aus­übung der Kla­ge­be­fug­nis unter­liegt daher der gesell­schafter­li­chen Treue­pflicht und kann sich unter die­sem Blick­win­kel nach den kon­kre­ten Gesell­schafts­ver­hält­nis­sen, zu denen auch das Ver­hal­ten des sich auf die Befug­nis beru­fen­den Gesell­schaf­ters gehört, als rechts­miss­bräuch­lich

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Über­tra­gun­gen an die Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaft II – Streit im BFH

Auch nach Erge­hen des ist es für den Bun­des­fi­nanz­hof noch "ernst­lich zwei­fel­haft", ob die Über­tra­gung eines Wirt­schafts­guts des Gesamt­hands­ver­mö­gens einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf eine betei­li­gungs­iden­ti­sche Schwes­ter­per­so­nen­ge­sell­schaft zur Auf­de­ckung stil­ler Reser­ven führt. Mit die­sem im Rah­men eines Ver­fah­rens zur Aus­set­zung der Voll­zie­hung ergan­ge­nen Beschlus­ses stellt sich der IV. Senat des Bun­des­fi­nanz­hofs offen

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Ver­äu­ße­rungs­ge­winn einer GmbH & Co. KG

Der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn aus dem Ver­kauf eines Geschäfts­be­reichs einer GmbH & Co. KG ist, auch wenn in Fol­ge davon die ori­gi­när gewerb­li­che Tätig­keit auf­ge­ge­ben und fort­an nur noch eine ver­mö­gens­ver­wal­ten­de Tätig­keit ent­fal­tet wird, dem Gewer­be­er­trag zuzu­ord­nen, wenn eine wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge in dem fik­ti­ven (ver­mö­gens­ver­wal­ten­den) Gewer­be­be­trieb der nun­mehr gewerb­lich gepräg­ten Per­so­nen­ge­sell­schaft fort­ge­führt wird.

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Kei­ne Gewer­be­steu­er in der Treu­hand-KG

Per­so­nen­ge­sell­schaf­ten, an denen nur ein Gesell­schaf­ter im Sin­ne des Ein­kom­men­steu­er­rechts unter­neh­me­risch betei­ligt ist, unter­lie­gen nicht der Gewer­be­steu­er. Mit die­sem Urteil bestä­tig­te der Bun­des­fi­nanz­hof das soge­nann­te Treu­hand­mo­dell, bei dem an einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft (Treu­hand-KG) eine per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin (Kom­ple­men­tä­rin) und nur eine Kom­man­di­tis­tin (Treu­hän­de­rin) betei­ligt sind, die ihren Gesell­schafts­an­teil treu­hän­de­risch für die

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Erfolgs­neu­tra­le Ein­brin­gung von Antei­len an einer GmbH & Co. KG

Ist ein Kom­man­di­tist einer GmbH & Co. KG zugleich an der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH betei­ligt, so ist die­se Betei­li­gung bei funk­tio­na­ler Betrach­tung kei­ne wesent­li­che Betriebs­grund­la­ge sei­nes Mit­un­ter­neh­mer­an­teils, wenn der Kom­man­di­tist im Rah­men der GmbH nicht sei­nen geschäft­li­chen Wil­len durch­set­zen kann. In die­sem Fall kann der Kom­man­di­tist des­halb sei­nen Mit­un­ter­neh­mer­an­teil auch dann gemäß §

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Stamm­ein­la­ge bei der GmbH & Co. KG

Die Pflicht zur Ein­zah­lung der Stamm­ein­la­ge bei einer Kom­­ple­­men­­tär-GmbH kann bei bereits vor­ab getrof­fe­ner Ver­wen­dungs­ab­spra­che zwi­schen den (meh­re­ren) Gesell­schaf­tern nicht durch Zah­lung auf ein Kon­to der KG erfüllt wer­den. Der Tat­be­stand des unzu­läs­si­gen "Hin-und-Her­­zah­­lens" setzt nicht vor­aus, dass der ein­zel­ne Zah­lungs­pflich­ti­ge die KG beherrscht . Ober­lan­des­ge­richt Olden­burg, Beschluss vom 4.

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Ent­schä­di­gung für das Aus­schei­den in der Kom­ple­men­tär-GmbH

Wird der Anstel­lungs­ver­trag des Geschäfts­füh­rers einer GmbH zur Ver­mei­dung einer Kün­di­gung auf­ge­löst und erhält der Geschäfts­füh­rer in die­sem Zusam­men­hang eine Abfin­dung, ist die­se auch dann eine tarif­be­güns­tig­te Ent­schä­di­gung i.S. des § 24 Nr. 1 Buchst. a EStG, wenn die GmbH Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­re­­rin einer Mit­un­ter­neh­mer­schaft und der Geschäfts­füh­rer deren min­der­heits­be­tei­lig­ter Mit­un­ter­neh­mer ist. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil

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Insol­venz des Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rers

Fällt ein Unter­neh­men in die Insol­venz, ist oft­mals auch für die Gesel­l­­schaf­­ter-Geschäfts­­­füh­­rer die eige­ne Insol­venz unver­meid­lich, Dies zumin­dest dann, wenn sie sich für die Bank­schul­den der Gesell­schaft ver­bürgt haben, wenn Ihnen die Haf­tungs­inan­spruch­nah­me durch das Finanz­amt für rück­stän­di­ge Umsatz­steu­er oder Lohn­steu­er oder durch die Sozi­al­ver­si­che­rung für rück­stän­di­ge Sozi­al­ver­si­che­rungs­bei­trä­ge droht. Es

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Eigen­hän­di­ge Unter­zeich­nung des Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge­an­trags bei einer GmbH & Co. KG

Anträ­ge einer Per­so­nen­ge­sell­schaft auf Inves­ti­ti­ons­zu­la­ge haben deren "beson­ders Beauf­trag­te" zu unter­schrei­ben. Als "beson­ders Beauf­trag­ter" einer GmbH & Co. KG kommt neben der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH –ver­tre­ten durch ihren Geschäfts­füh­rer als gesetz­li­chen Ver­tre­ter– auch ein Kom­man­di­tist in Betracht, dem die Wahr­neh­mung der steu­er­li­chen Ver­tre­tung der KG wirk­sam über­tra­gen wur­de. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 30. Okto­ber

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