Die Ehe­gat­ten-Grund­be­sitz-GbR – und die aus­län­di­sche güter­recht­li­che Ent­schei­dung

Ist eine zwei­glied­ri­ge Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts, deren Gesell­schaf­ter mit­ein­an­der ver­hei­ra­tet sind, Eigen­tü­me­rin eines in Deutsch­land bele­ge­nen Grund­stücks und über­trägt ein aus­län­di­sches Gericht in einer güter­recht­li­chen Ent­schei­dung einem Ehe­gat­ten den Gesell­schafts­an­teil des ande­ren, steht § 24 Abs. 1 ZPO der inter­na­tio­na­len Zustän­dig­keit und damit der Aner­ken­nung die­ser Ent­schei­dung in einem grund­buch­recht­li­chen Berich­ti­gungs­ver­fah­ren

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Rück­gän­gig­ma­chung des Grund­stücks­kaufs – und die trotz­dem zu zah­len­de Grund­er­werb­steu­er

Die Anwen­dung des § 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG ist aus­ge­schlos­sen, wenn der Erst­erwer­ber eine ihm ver­blie­be­ne Rechts­po­si­ti­on aus dem ursprüng­li­chen Kauf­ver­trag in sei­nem eige­nen (wirt­schaft­li­chen) Inter­es­se ver­wer­tet hat. Der Erwer­ber ver­wer­tet sei­ne Rechts­po­si­ti­on aus dem ursprüng­li­chen Kauf­ver­trag, wenn er durch sei­ne Unter­schrift unter den Ver­trag über die Auf­he­bung des Grund­stücks­kauf­ver­trags

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Mit­tel­ba­re Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des einer Per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Grund­er­werb­steu­er

Die blo­ße Ein­räu­mung einer Voll­macht zur Aus­übung der Rech­te aus einem Gesell­schafts­an­teil sowie zur Ver­äu­ße­rung und Abtre­tung die­ses Gesell­schafts­an­teils reicht für einen Anteils­über­gang i.S. einer mit­tel­ba­ren Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des einer Per­so­nen­ge­sell­schaft nach § 1 Abs. 2a GrEStG nicht aus. Gehört zum Ver­mö­gen einer Per­so­nen­ge­sell­schaft ein inlän­di­sches Grund­stück und ändert sich inner­halb

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Grund­er­werb­steu­er, Rück­erwerb – und die geson­der­te Fest­stel­lung des steu­er­ba­ren Vor­gangs

Die geson­der­te Fest­stel­lung des steu­er­ba­ren Vor­gangs nach § 1 Abs. 2a GrEStG hat­te nicht wegen eines Rück­erwerbs i.S. des § 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG zu unter­blei­ben. Die Anwen­dung des § 16 Abs. 2 Nr. 1 GrEStG ist schon des­halb aus­ge­schlos­sen, weil es an einer ord­nungs­ge­mä­ßen Anzei­ge des Erwerbs­vor­gangs fehlt (§ 16 Abs. 5 GrEStG).

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Grund­er­werb­steu­er – bei der Betei­li­gungs­auf­sto­ckung an einer grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft

Ein Gesell­schaf­ter ist neu i.S. des § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG, wenn er zivil­recht­lich erst­mals ein Mit­glied­schafts­recht an einer bestehen­den grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft erwirbt oder wenn er inner­halb von fünf Jah­ren nach dem erst­ma­li­gen Erwerb des Mit­glied­schafts­rechts sei­ne Betei­li­gung durch den Erwerb wei­te­rer Antei­le am Gesell­schafts­ver­mö­gen auf­stockt. Er ver­liert grund­er­werb­steu­er­recht­lich die

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Unzu­läs­si­ge Bei­hil­fe – durch eine Grund­er­werb­steu­er­be­güns­ti­gung?

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat Zwei­fel, ob eine grund­er­werb­steu­er­recht­li­che Begüns­ti­gung des natio­na­len Rechts gegen das Bei­hil­fe­ver­bot des Uni­ons­rechts ver­stößt und des­halb ange­wen­det wer­den darf. Er hat daher dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on im Rah­men eines sog. Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chens die Fra­ge vor­ge­legt, ob die für die Grund­er­werb­steu­er gel­ten­de Steu­er­ver­güns­ti­gung bei Umstruk­tu­rie­run­gen im Kon­zern nach

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Unter­neh­mens­be­wer­tung bei einer Grund­be­sitz­ge­sell­schaft

Der Wert der Geschäfts­an­tei­le einer GmbH, die kei­nen Geschäfts­be­trieb hat und deren allei­ni­ger Zweck dar­in besteht, das in ihrem Eigen­tum ste­hen­de Grund­stück zu ver­wal­ten, ist wirt­schaft­lich dem Wert des Grund­stücks gleich gestellt . Dar­auf, ob ein Umge­hungs­ge­schäft vor­liegt, kommt es für die­se Bewer­tungs­fra­ge nicht ent­schei­dend an. Dass der Wert der

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Mit­tel­ba­re Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des durch Treu­hand­ver­trä­ge – und die Grund­er­werb­steu­er

Der Gesell­schaf­ter­be­stand einer grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft ändert sich i.S. von § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG mit­tel­bar, wenn ein an der Per­so­nen­ge­sell­schaft unmit­tel­bar betei­lig­ter Gesell­schaf­ter mit einem oder meh­re­ren Treu­ge­bern ver­ein­bart, den Gesell­schafts­an­teil treu­hän­de­risch für die­se zu hal­ten, und die Treu­hand­ver­ein­ba­run­gen im maß­geb­li­chen Fünf­jah­res­zeit­raum dazu füh­ren, dass den Treu­ge­bern min­des­tens 95 % der

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Rück­erwerb von Antei­len an einer grund­stücks­be­sit­zen­den Gesell­schaft

Nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG unter­liegt der Grund­er­werb­steu­er u.a. ein Rechts­ge­schäft, das den Anspruch auf Über­tra­gung eines oder meh­re­rer Antei­le einer grund­stücks­be­sit­zen­den Gesell­schaft begrün­det, wenn durch die Über­tra­gung unmit­tel­bar oder mit­tel­bar min­des­tens 95 % der Antei­le der Gesell­schaft in der Hand des Erwer­bers allein ver­ei­nigt wer­den wür­den, soweit eine Besteue­rung nach

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Erwerb eige­ner Antei­le durch die grund­be­sit­zen­de GmbH – und die Anteils­ver­ei­ni­gung

Der ein­zi­ge ver­blei­ben­de Gesell­schaf­ter einer grund­be­sit­zen­den GmbH ver­wirk­licht den Tat­be­stand einer Anteils­ver­ei­ni­gung i.S. des § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG auch dann, wenn nicht er selbst, son­dern die GmbH den Geschäfts­an­teil des ande­ren Gesell­schaf­ters kauft. Nach § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG unter­liegt u.a. ein Rechts­ge­schäft, das den Anspruch auf Über­tra­gung eines oder meh­re­rer

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Die grund­be­sit­zen­de GmbH – und die gestreck­ten Anteils­schen­kun­gen

Füh­ren meh­re­re zeit­lich gestreck­te, teil­wei­se unent­gelt­li­che und teil­wei­se ent­gelt­li­che Über­tra­gun­gen von Antei­len an einer grund­be­sit­zen­den Kapi­tal­ge­sell­schaft zu einer Anteils­ver­ei­ni­gung i.S. von § 1 Abs. 3 Nr. 1 GrEStG, sind bei der Ermitt­lung der Steu­er­be­güns­ti­gung nach § 3 Nr. 2 Satz 1 GrEStG sowohl die Ände­run­gen des Grund­stücks­be­stands als auch die Wert­erhö­hung der Grund­stü­cke zu berück­sich­ti­gen. Nach

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Gesell­schaf­ter­wech­sel in der Grund­be­sitz-KG – Grund­er­werb­steu­er und Anschaf­fungs­kos­ten

Die infol­ge eines Wech­sels im Gesell­schaf­ter­be­stand aus­ge­lös­ten Grund­er­werb­steu­ern stel­len kei­ne Anschaffungs(neben)kosten der erwor­be­nen Kom­man­dit­an­tei­le oder des vor­han­de­nen Grund­be­sit­zes der Objekt­ge­sell­schaft dar, die in Höhe der AfA abzu­set­zen (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 7 i.V.m. § 7 EStG) wären. Wel­che Auf­wen­dun­gen zu den Anschaf­fungs­kos­ten zäh­len, bestimmt sich für die steu­er­recht­li­che Beur­tei­lung und ins­be­son­de­re

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Mit­tel­ba­re Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des einer grund­stücks­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft – und die Grund­er­werb­steu­er

Bei einer grund­stücks­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft unter­liegt die Ände­rung ihres Gesell­schaf­ter­be­stan­des der Grund­er­werb­steu­er, wenn 95 % der Antei­le am Ver­mö­gen der Per­so­nen­ge­sell­schaft inner­halb von fünf Jah­ren unmit­tel­bar oder mit­tel­bar auf neue Gesell­schaf­ter über­ge­hen (§ 1 Abs. 2a des Grund­er­werb­steu­er­ge­set­zes). Der Bun­des­fi­nanz­hof hat nun die Anfor­de­run­gen prä­zi­siert, unter denen eine mit­tel­ba­re Ände­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des einer

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Grund­er­werb­steu­er bei Gesell­schaf­ter­wech­sel und Abspal­tung

Der Tat­be­stand des § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG ist auch dann erfüllt, wenn die Gesell­schaf­ter­stel­lung einer zu 100 % am Ver­mö­gen einer grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft betei­lig­ten GmbH auf­grund Abspal­tung auf eine ande­re Per­so­nen­ge­sell­schaft über­geht, an deren Ver­mö­gen der Allein­ge­sell­schaf­ter der GmbH zu 100 % betei­ligt ist. Die Vor­aus­set­zun­gen für eine Nicht­er­he­bung der Steu­er

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Ände­rung im Gesell­schaf­ter­be­stand einer grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft

Die Über­tra­gung von min­des­tens 95 % der Antei­le an einer grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft ist auch dann nach § 1 Abs. 2a GrEStG steu­er­bar, wenn der (Alt-)Gesellschafter nach der Über­tra­gung der Antei­le wei­ter mit­tel­bar im vol­len Umfang an der grund­be­sit­zen­den Per­so­nen­ge­sell­schaft betei­ligt bleibt. Die nach § 1 Abs. 2a GrEStG ent­stan­de­ne Grund­er­werb­steu­er wird nach §

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Grund­er­werb­steu­er beim Wie­der­ein­tritt eines Alt­ge­sell­schaf­ter

Nach § 1 Abs. 2a Satz 1 GrEStG gilt die unmit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Ver­än­de­rung des Gesell­schaf­ter­be­stan­des einer Per­so­nen­ge­sell­schaft, zu deren Ver­mö­gen eine inlän­di­sches Grund­stück gehört, inner­halb von fünf Jah­ren der­ge­stalt, dass min­des­tens 95% der Antei­le am Gesell­schafts­ver­mö­gen auf neue Gesell­schaf­ter über­ge­hen, als ein auf die Über­eig­nung eines Grund­stücks auf eine ande­re Per­so­nen­ge­sell­schaft

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Zwangs­voll­stre­ckung in ein Grund­stück in GbR-Eigen­tum

Die Zwangs­ver­wal­tung des Grund­stücks einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts darf nur ange­ord­net wer­den, wenn deren Gesell­schaf­ter sämt­lich aus dem Titel her­vor­ge­hen und mit den im Grund­buch ein­ge­tra­ge­nen Gesell­schaf­tern über­ein­stim­men. Hin­sicht­lich der Gesell­schaf­ter gilt § 1148 Satz 1 BGB ent­spre­chend. Ver­än­de­run­gen im Gesell­schaf­ter­be­stand sind durch eine Rechts­nach­fol­ge­klau­sel ana­log § 727 ZPO nach­zu­wei­sen. Der

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