Kraft­fahr­zeug­steu­er­be­frei­ung von Sat­tel­zug­ma­schi­nen in der Land- oder Forst­wirt­schaft

Nach § 3 Nr. 7 Satz 1 1. Alter­na­ti­ve Kraft­StG sind Zug­ma­schi­nen von der Kraft­fahr­zeug­steu­er nicht befreit, wenn sie von der Zulas­sungs­be­hör­de als "Sat­tel­zug­ma­schi­ne" (Fahr­zeug­klas­se 88), oder "LOF.Sattelzugmaschine" (Fahr­zeug­klas­se 90) zuge­las­sen wur­den. Seit dem Ver­kehr­StÄndG vom 05.12 2012 ist die Fest­stel­lung von Fahr­zeug­klas­sen und Auf­bau­ar­ten durch die Zulas­sungs­be­hör­de für Zwe­cke der Kraft­fahr­zeug­steu­er bin­dend.

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Organ­schaft – und der Streit ums zuge­rech­ne­te Ein­kom­men

Besteht eine kör­per­schaft­steu­er­recht­li­che Organ­schaft zwi­schen einer Organ­ge­sell­schaft und einer Organ­trä­ge­rin, hat dies gemäß § 14 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 17 Satz 1 KStG zur Fol­ge, dass das Ein­kom­men der Organ­ge­sell­schaft der Organ­trä­ge­rin zuzu­rech­nen ist. Ein­wen­dun­gen gegen die Höhe des für die Organ­ge­sell­schaft zuge­rech­ne­ten Ein­kom­mens sind von der Organ­trä­ge­rin im Rechts­be­helfs­ver­fah­ren gegen

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Kla­ge gegen einen Fol­ge­bech­eid – und die Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid

Die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid ist nicht allein des­we­gen unzu­läs­sig, weil sie aus­schließ­lich mit Ein­wen­dun­gen begrün­det wird, die den Grund­la­gen­be­scheid betref­fen. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­fi­nanz­hof unter Auf­ga­be sei­ner bis­he­ri­gen ‑ent­­ge­gen­s­te­hen­­den- Recht­spre­chung. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall wand­te sich die Klä­ge­rin gegen die vom Finanz­amt in den Ver­lust­fest­stel­lungs­be­schei­den

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Der ange­grif­fe­ne Grund­steu­er­mess­be­scheid – und die Zer­le­gungs­be­schei­de

Die Zer­le­gungs­be­schei­de sind Fol­ge­be­schei­de der Mess­be­schei­de . Nach § 42 FGO i.V.m. § 351 Abs. 2 der Abga­ben­ord­nung kann in dem gegen den Fol­ge­be­scheid geführ­ten Kla­ge­ver­fah­ren nicht über Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid ent­schie­den wer­den . Erfährt der Grund­la­gen­be­scheid ‑wie hier die ange­grif­fe­nen Grun­d­­steu­er­­mes­s­be­­schei­­de- kei­ne Ände­rung, ist die Kla­ge gegen den

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Die evtl. feh­ler­haf­te Zuord­nung im Fest­stel­lungs­be­scheid – und die Anfech­tung des Fol­ge­be­scheids

Ein Ver­wal­tungs­akt ist nich­tig, wenn er an einem beson­ders schwer­wie­gen­den Feh­ler lei­det und dies bei ver­stän­di­ger Wür­di­gung aller in Betracht kom­men­der Umstän­de offen­kun­dig ist (§ 125 Abs. 1 AO). Ein beson­ders schwer­wie­gen­der Feh­ler die­ser Art kann vor­lie­gen, wenn der Ver­wal­tungs­akt inhalt­lich nicht hin­rei­chend bestimmt ist (§ 119 Abs. 1 AO). Zur inhalt­li­chen

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Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid und Gewinn­fest­stel­lung bei einer KGaA

Die Fra­ge, ob an kör­per­schaft­steu­er­pflich­ti­gen Ein­künf­ten und mit ihnen in Zusam­men­hang ste­hen­den ande­ren Besteue­rungs­grund­la­gen meh­re­re Per­so­nen betei­ligt sind und ob die Ein­künf­te die­sen Per­so­nen steu­er­lich zuzu­rech­nen sind, ist grund­sätz­lich im Gewinn­fest­stel­lungs­ver­fah­ren gemäß § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO zu beant­wor­ten. Ein Fest­stel­lungs­ver­fah­ren ist bereits dann durch­zu­füh­ren, wenn zwei­fel­haft ist, ob

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Grund­er­werb­steu­er – und die geson­der­te Fest­stel­lung von Besteue­rungs­grund­la­gen

Der Fest­stel­lungs­be­scheid nach § 17 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GrEStG ist sowohl Grund­la­gen­be­scheid für den Bescheid über die Fest­stel­lung des Grund­be­sitz­werts als auch für den Grund­er­werb­steu­er­be­scheid. Gehört zum Ver­mö­gen einer Per­so­nen­ge­sell­schaft ein inlän­di­sches Grund­stück und ändert sich inner­halb von fünf Jah­ren der Gesell­schaf­ter­be­stand unmit­tel­bar oder mit­tel­bar der­ge­stalt, dass min­des­tens 95 vom

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Kör­per­schaft­steu­er­be­schei­de – und der feh­len­de Fest­stel­lungs­be­scheid

Kör­per­schaft­steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te sind dann gemäß § 179 Abs. 1 i.V.m. § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AO geson­dert und ein­heit­lich fest­zu­stel­len, wenn an den Ein­künf­ten meh­re­re Per­so­nen betei­ligt sind und die Ein­künf­te die­sen Per­so­nen steu­er­lich zuzu­rech­nen sind. Bei einem Gewer­be­be­trieb ist die­se Vor­aus­set­zung erfüllt, wenn meh­re­re Per­so­nen den Betrieb als Unter­neh­mer

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Ände­rung eines Steu­er­be­scheids – und die Fol­gen für ande­re Jah­re

Ist auf­grund irri­ger Beur­tei­lung eines bestimm­ten Sach­ver­halts ein Steu­er­be­scheid ergan­gen, der auf­grund eines Rechts­be­helfs oder sonst auf Antrag des Steu­er­pflich­ti­gen durch die Finanz­be­hör­de zu sei­nen Guns­ten auf­ge­ho­ben oder geän­dert wird, so kön­nen nach § 174 Abs. 4 Satz 1 AO aus dem Sach­ver­halt nach­träg­lich durch Erlass oder Ände­rung eines Steu­er­be­scheids die rich­ti­gen

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Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid

Nach der hier ent­spre­chend anzu­wen­den­den Recht­spre­chung des Bun­dess­fi­nanz­hofs ist die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid auch inso­weit zuläs­sig ist, als Ein­wen­dun­gen gegen den Grund­la­gen­be­scheid erho­ben wer­den und eine zunächst unbe­grün­de­te Kla­ge durch eine Ände­rung des Grund­la­gen­be­schei­des begrün­det wer­den kann . Zwar ist es in sol­chen Fäl­len regel­mä­ßig gebo­ten und zweck­mä­ßig, dass

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Fest­stel­lung des ver­blei­ben­den Ver­lust­ab­zugs – und das Rechts­schutz­in­ter­es­se

Eine Anfech­tungs­kla­ge gegen einen Bescheid zur geson­der­ten Fest­stel­lung des ver­blei­ben­den Ver­lust­ab­zugs zur Kör­per­schaft­steu­er und zur geson­der­ten Fest­stel­lung gemäß § 47 Abs. 2 KStG ist unzu­läs­sig. § 47 Abs. 2 KStG weist dem Kör­per­schaft­steu­er­be­scheid die Funk­ti­on eines Grund­la­gen­be­scheids hin­sicht­lich der in § 47 Abs. 2 Nr. 1 KStG genann­ten Besteue­rungs­grund­la­gen ‑im Streit­fall das zu ver­steu­ern­de

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Instand­set­zungs­maß­nah­men im Sanie­rungs­ge­biet – und die Bin­dungs­wir­kung der gemeind­li­chen Beschei­ni­gung

Die Bin­dungs­wir­kung des Grund­la­gen­be­schei­des gemäß § 7h Abs. 2 EStG erstreckt sich auf die in § 7h Abs. 1 EStG benann­ten Tat­be­stands­merk­ma­le. Eine im Grund­la­gen­be­scheid ent­hal­te­ne "Vor­be­halts­klau­sel", dass die Beschei­ni­gung "nicht allei­ni­ge Vor­aus­set­zung für die Inan­spruch­nah­me der Steu­er­ver­güns­ti­gung ist und die Finanz­be­hör­de die wei­te­ren steu­er­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen … prüft", betrifft nur spe­zi­fisch steu­er­recht­li­che

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Ver­lus­te aus pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten – und der Fest­stel­lungs­be­scheid

Dem Fest­stel­lungs­be­scheid über Ver­lus­te aus pri­va­ten Ver­äu­ße­rungs­ge­schäf­ten gemäß § 23 EStG nach der bis zum 31.12 2008 gel­ten­den Rechts­la­ge (sog. Alt­ver­lus­te) kommt als Grund­la­gen­be­scheid gemäß § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO bei einer Ver­lust­ver­rech­nung im Rah­men der Ein­kom­men­steu­er­fest­set­zung mit Kapi­tal­ein­künf­ten i.S. des § 20 Abs. 2 EStG sowohl hin­sicht­lich des Bestehens

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Der nicht beach­te­te Grund­la­gen­be­scheid

Durch das Nicht­be­ach­ten eines Grund­la­gen­be­scheids bei der erst­ma­li­gen Fest­set­zung der Steu­er oder einer Fol­ge­än­de­rung wird der Grund­la­gen­be­scheid nicht "ver­braucht". Er ist nach wie vor geeig­net, eine spä­te­re noch­ma­li­ge Ände­rung des Fol­ge­be­scheids zu recht­fer­ti­gen. Gemäß § 172 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. d AO darf ein for­mell bestands­kräf­ti­ger Steu­er­be­scheid, soweit er nicht vor­läu­fig

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Fest­stel­lun­gen im Grund­la­gen­be­scheid – und ihre Anfech­tung

Nach § 351 Abs. 2 AO kön­nen Ent­schei­dun­gen in einem Grund­la­gen­be­scheid (§ 171 Abs. 10 AO) nur durch Anfech­tung die­ses Bescheids, nicht auch durch Anfech­tung des Fol­ge­be­scheids, ange­grif­fen wer­den. Die­se Vor­schrift fin­det auch im finanz­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren Anwen­dung (§ 42 FGO). Die geson­der­te Fest­stel­lung der Besteue­rungs­grund­la­gen ist ein Grund­la­gen­be­scheid und damit für

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Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid – und die Aus­set­zung des Ver­fah­rens

Das Ver­fah­ren ist regel­mä­ßig aus­zu­set­zen, wenn die Kla­ge gegen einen Fol­ge­be­scheid gerich­tet ist und Besteue­rungs­grund­la­gen strei­tig sind, deren abschlie­ßen­de Prü­fung dem Ver­fah­ren über einen Grund­la­gen­be­scheid vor­be­hal­ten ist . Aller­dings ist im Ver­fah­ren über den Fol­ge­be­scheid zu prü­fen, ob über­haupt ein wirk­sa­mer und damit bin­den­der Grund­la­gen­be­scheid exis­tiert, da die Wirk­sam­keit der

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Res­sort­frem­de Grund­la­gen­be­schei­den – und die Ablauf­hem­mung der Fest­set­zungs­frist

Eine Beschei­ni­gung nach § 4 Nr. 21 UStG der zustän­di­gen Lan­des­be­hör­de, dass bestimm­te Leis­tun­gen einer pri­va­ten Schu­le oder ande­rer all­ge­mein­bil­den­der oder berufs­bil­den­der Ein­rich­tun­gen auf einen Beruf oder eine vor einer juris­ti­schen Per­son des öffent­li­chen Rechts abzu­le­gen­de Prü­fung ord­nungs­ge­mäß vor­be­rei­ten, ist ein Grund­la­gen­be­scheid i.S. von § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO, dem

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Der auf­ge­ho­be­ne Gewer­be­steu­er­be­scheid – und die Ver­sa­gung der Tarif­be­gren­zung

1. Wird der Gewer­be­steu­er­mess­be­scheid auf­grund eines Rechts­be­helfs auf­ge­ho­ben, weil der Steu­er­pflich­ti­ge eine selb­stän­di­ge Tätig­keit i.S. des § 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG aus­übt, ist das Finanz­amt nach § 174 Abs. 4 AO im Grund­satz berech­tigt, den Ein­kom­men­steu­er­be­scheid durch Ver­sa­gung der Tarif­be­gren­zung gemäß § 32c EStG a.F. zu ändern. In die­sem Fall beru­hen

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Erge­hen eines Grund­la­gen­be­scheids – nach Ablauf der Fest­set­zungs­frist für den Fol­ge­be­scheid

Die Ände­rung einer Steu­er­fest­set­zung ist nicht mehr zuläs­sig, wenn die Fest­set­zungs­frist abge­lau­fen ist (§ 169 Abs. 1 Satz 1 AO). Die Fest­stel­lungs­be­schei­de (Grund­la­gen­be­schei­de) haben gemäß § 171 Abs. 10 Satz 1 AO in Bezug auf die von ihnen erfass­ten Besteue­rungs­grund­la­gen indes erneut eine Ablauf­hem­mung von zwei Jah­ren nach ihrer Bekannt­ga­be bewirkt. Dies gilt

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Ver­fah­rens­aus­set­zung wegen feh­len­den Grund­la­gen­be­scheids

Nach § 74 FGO kann das Gericht, wenn die Ent­schei­dung des Rechts­streits ganz oder teil­wei­se von dem Bestehen oder Nicht­be­stehen eines Rechts­ver­hält­nis­ses abhängt, das den Gegen­stand eines ande­ren anhän­gi­gen Rechts­streits bil­det oder von einer Ver­wal­tungs­be­hör­de fest­zu­stel­len ist, anord­nen, dass die Ver­hand­lung bis zur Ent­schei­dung der Ver­wal­tungs­be­hör­de aus­zu­set­zen ist. Die Ent­schei­dung

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Ände­rung des Grund­la­gen­be­scheids – wäh­rend des Kla­ge­ver­fah­rens gegen den Fol­ge­be­scheid

Nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Abga­ben­ord­nung (AO) ist die für den Erlass des Fol­ge­be­scheids zustän­di­ge Finanz­be­hör­de ver­pflich­tet, die not­wen­di­gen Fol­ge­run­gen aus dem Grund­la­gen­be­scheid zu zie­hen . Dabei kann die Finanz­be­hör­de den Fol­ge­be­scheid bereits vor dem Grund­la­gen­be­scheid erlas­sen (§ 155 Abs. 2 AO). Ergeht der Grund­la­gen­be­scheid nach­träg­lich, ist der

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Aus­län­der­recht­li­cher Auf­ent­halts­ti­tel – und die Kin­der­geld­fest­set­zung

Es ist in der Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs bereits geklärt, dass es bei einem aus­län­der­recht­li­chen Auf­ent­halts­ti­tel bei Anga­be der Art der Auf­ent­halts­be­rech­ti­gung nicht um einen den Ver­trau­ens­schutz ver­drän­gen­den Grund­la­gen­be­scheid i.S. des § 171 Abs. 10 AO han­delt. Die aus­län­der­recht­li­che Fest­set­zung erzeugt ledig­lich Tat­be­stands­wir­kung und hin­dert eine eigen­stän­di­ge Über­prü­fung des aus­län­der­recht­li­chen Sta­tus

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Ein­künf­te­fest­stel­lung für aty­pisch stil­le Gesell­schaft als Grund­la­gen­be­scheid der GmbH

Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 1 EStG sind Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb die Gewinn­an­tei­le der Gesell­schaf­ter einer OHG, einer KG und einer ande­ren Gesell­schaft, bei der der Gesell­schaf­ter als Unter­neh­mer (Mit­un­ter­neh­mer) anzu­se­hen ist. Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des BFH ist eine ande­re Gesell­schaft im Sin­ne die­ser Vor­schrift auch die aty­pisch

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