Nach­träg­li­che Kin­der­geld­fest­set­zung – und der Erstat­tungs­an­spruch des Sozi­al­hil­fe­trä­gers

Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (§ 2 Asyl­bLG i.V.m. § 28 SGB XII) sind bedarfs­ab­hän­gi­ge Leis­tun­gen für den not­wen­di­gen Lebens­un­ter­halt von Asyl­be­wer­be­rin­nen und Asyl­be­wer­bern sowie ihnen gleich­ge­stell­ten aus­län­di­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen und damit dem Kin­der­geld gleich­ar­ti­ge und nach­ran­gi­ge Leis­tun­gen. Hat ein Sozi­al­hil­fe­trä­ger Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz (§ 2 Asyl­bLG i.V.m. § 28 SGB XII) für

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Pri­va­te Kran­ken­ver­si­che­rung – und die Auf­nah­me in den Basis­ta­rif

Ein Anspruch auf Auf­nah­me in den Basis­ta­rif der pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung besteht nicht für Per­so­nen, die Emp­fän­ger lau­fen­der Leis­tun­gen nach dem Drit­ten, Vier­ten, Sechs­ten oder Sieb­ten Kapi­tel des Zwölf­ten Buches Sozi­al­ge­setz­buch sind, und die ohne den Bezug von Sozi­al­hil­fe der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung im Sin­ne von § 193 Abs.

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Grund­si­che­rung und Leis­tungs­fä­hig­keit beim Kin­des­un­ter­halt

Durch die sozi­al­recht­li­che Berück­sich­ti­gung titu­lier­ter Unter­halts­pflich­ten bei einem Antrag des Unter­halts­pflich­ti­gen auf Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de erhöht sich des­sen unter­halts­recht­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit nicht . Nach § 1603 Abs. 1 BGB ist nicht unter­halts­pflich­tig, wer bei Berück­sich­ti­gung sei­ner sons­ti­gen Ver­pflich­tun­gen außer­stan­de ist, ohne Gefähr­dung sei­nes eige­nen ange­mes­se­nen Unter­halts den Unter­halt zu gewäh­ren.

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Kei­ne Pro­zess­kos­ten­hil­fe für Kla­gen wegen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Regel­sät­ze

Wer gegen die bewil­lig­ten Leis­tun­gen nach dem Zwei­ten Buch des Sozi­al­ge­setz­buchs (Grund­si­che­rung für Arbeits­su­chen­de – "Hartz IV") allein mit der Begrün­dung klagt, die Regel­sät­ze für Erwach­se­ne sei­en ver­fas­sungs­wid­rig, hat nach Ansicht des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Sach­­sen-Anhalt kei­nen Anspruch auf Pro­zess­kos­ten­hil­fe. Pro­zess­kos­ten­hil­fe für ein gericht­li­ches Ver­fah­ren wird nur bewil­ligt, wenn die Klä­ger wirt­schaft­lich

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Erstat­tungs­an­spruch bei nach­träg­lich fest­ge­setz­tem Kin­der­geld

Einem Sozi­al­leis­tungs­trä­ger steht gegen die Fami­li­en­kas­se bei einer nach­träg­li­chen Fest­set­zung von Kin­der­geld ein Erstat­tungs­an­spruch zu, sofern die­ser zuvor unge­kürz­te Sozi­al­leis­tun­gen aus­ge­zahlt hat und eine sozi­al­recht­li­che Bedarfs­ge­mein­schaft zwi­schen dem Kin­der­geld­be­rech­tig­tem und sei­nen Kin­dern besteht. In dem jetzt vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Rechts­streit bezo­gen die aus Syri­en stam­men­de Klä­ge­rin und ihr Ehe­mann

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Mut­ter und Sohn

Das Zusam­men­le­ben einer über 65jährigen Mut­ter mit ihrem 36jährigen Sohn recht­fer­tigt nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­so­zi­al­ge­richts kei­ne Kür­zung ihrer Grund­si­che­rung im Alter auf 80% des Regel­sat­zes. Die im Jah­re 1940 gebo­re­ne Klä­ge­rin des jetzt vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Falls leb­te bei ihrem 1969 gebo­re­nen Sohn. Bei­de bezo­gen zunächst bis Ende

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Ange­hö­ri­gen­miet­ver­trä­ge in der Grund­si­che­rung

Miet­ver­trä­ge zwi­schen Ange­hö­ri­gen sind nach einem aktu­el­len Urteil des Sozi­al­ge­richts Karls­ru­he für der Gewäh­rung von Leis­tun­gen zur Grund­si­che­rung nur dann maß­geb­lich, wenn sie wirk­sam geschlos­sen sind und dar­über hin­aus sowohl die Gestal­tung als auch die Durch­füh­rung des Ver­ein­bar­ten dem zwi­schen Frem­den Übli­chen ent­spricht. In dem vom Karls­ru­her Sozi­al­ge­richt zu ent­schei­den­den

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Grund­si­che­rung für Heim­be­woh­ner

Der sozi­al­hil­fe­recht­li­che Grund­si­che­rungs­be­darf für Heim­be­woh­ner bemisst sich nach einem aktu­el­len Urteil des Sozi­al­ge­richts Karls­ru­he nach dem Regel­satz für Haus­halts­an­ge­hö­ri­ge. Die durch­schnitt­li­chen ange­mes­se­nen Unter­kunfts­kos­ten im Heim sind fik­tiv durch Ver­gleichs­be­rech­nung der tat­säch­li­chen Auf­wen­dun­gen im Bereich des jewei­li­gen Sozi­al­hil­fe­trä­gers zu ermit­teln. In dem vom SG Karls­ru­he zu ent­schei­den­den Fall begehr­te die 84jährige

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Schul­bü­cher und Hartz IV

Die not­wen­di­gen Auf­wen­dun­gen für Schul­bü­cher sind nach einem aktu­el­len Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Rhein­­land-Pfalz durch den zustän­di­gen Trä­ger der Sozi­al­hil­fe als Hil­fe in sons­ti­gen Lebens­la­gen (§ 73 SGB XII) zu tra­gen. Das Lan­des­so­zi­al­ge­richt hat­te über den Fall eines Schü­lers zu ent­schei­den, der im Schul­jahr 2005/​2006 die 9. Klas­se eines Gym­na­si­ums besuch­te

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Sozi­al­hil­fe im Alter als Ein­bür­ge­rungs­hin­der­nis

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat heu­te ent­schie­den, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die Inan­spruch­nah­me von Sozi­al­hil­fe (bzw. Grund­si­che­rung im Alter nach dem SGB XII wegen zu gerin­ger Alters­ren­te) der Ein­bür­ge­rung eines Aus­län­ders nach dem Staats­an­ge­hö­rig­keits­ge­setz (§ 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StAG) ent­ge­gen­ste­hen kann. Der 1942 gebo­re­ne Klä­ger stammt aus dem Koso­vo und

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Kran­ken­kost­zu­la­gen in der Grund­si­che­rung

Bei einem Anspruch auf Kran­ken­kost­zu­la­ge nach § 30 Abs. 5 SGB XII han­delt es sich um einen Ein­zel­an­spruch der Leis­tun­gen der Grund­si­che­rung im Alter und bei Erwerbs­min­de­rung. Nach einem aktu­el­len Urteil des Lan­des­so­zi­al­ge­richts Nie­der­sach­sen sind dabei die Emp­feh­lun­gen des Deut­schen Ver­eins zur Gewäh­rung von Kran­ken­kost­zu­la­gen in der Sozi­al­hil­fe in der 3.

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