Erwerbs­ver­bot betref­fend ein Grund­stück – mit­tels einst­wei­li­ger Ver­fü­gung

Mit­tels eines Erwerbs­ver­bots soll ver­hin­dert wer­den, dass unwirk­sa­me Grund­stücks­kauf­ver­trä­ge (übli­cher­wei­se wegen Ver­stoß gegen § 311b Abs. 1 S. 1 BGB – "Schwarz­kauf") durch Ein­tra­gung in das Grund­buch geheilt wer­den über § 311b Abs. 1 S. 2 BGB. Der Ver­käu­fer hat gegen den Käu­fer einen Anspruch auf Kon­dik­ti­on der ohne Rechts­grund erklär­ten Auf­las­sungs­er­klä­rung aus §

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Grund­er­werb­steu­er – und die aus­ge­üb­te Kauf­op­ti­on

Kommt ein Erwerbs­vor­gang durch ein­sei­ti­ge Aus­übung eines ver­trag­lich begrün­de­ten Opti­ons­rechts zustan­de, bezeich­net der Grund­er­werb­steu­er­be­scheid den Erwerbs­vor­gang in aus­rei­chen­der Wei­se, wenn die ver­trag­li­chen Grund­la­gen benannt sind. Schrift­li­che Steu­er­be­schei­de müs­sen nach § 119 Abs. 1 AO inhalt­lich hin­rei­chend bestimmt sein sowie nach § 157 Abs. 1 Satz 2 AO die fest­ge­setz­te Steu­er nach Art und

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Unver­mu­te­te Reno­vie­rungs­auf­wen­dun­gen – als anschaf­fungs­na­he Her­stel­lungs­kos­ten

Unver­mu­te­te Auf­wen­dun­gen für Reno­vie­rungs­maß­nah­men, die ledig­lich dazu die­nen, Schä­den zu besei­ti­gen, wel­che auf­grund des lang­jäh­ri­gen ver­trags­ge­mä­ßen Gebrauchs der Miet­sa­che durch den Nut­zungs­be­rech­tig­ten ent­stan­den sind, füh­ren unter den wei­te­ren Tat­be­stands­vor­aus­set­zun­gen des § 6 Abs. 1 Nr. 1a EStG zu anschaf­fungs­na­hen Her­stel­lungs­kos­ten. Dies gilt auch, wenn im Rah­men einer sol­chen Reno­vie­rung "ver­deck­te", d.h. dem

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Vom Grund­stücks­käu­fer über­nom­me Kos­ten – und die Grund­er­werb­steu­er

Von der Grund­stücks­er­wer­be­rin über­nom­me­ne, auf­grund der Grund­stücks­tei­lung anfal­len­de Kos­ten, ins­be­son­de­re die Ver­mes­sungs­kos­ten, sind in die Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­er­werb­steu­er ein­zu­be­zie­hen. Es han­delt sich dabei um eine sons­ti­ge Leis­tung i.S. des § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG. Nach § 448 Abs. 1 des Bür­ger­li­chen Gesetz­buchs trägt der Ver­käu­fer die Kos­ten der Über­ga­be der Sache.

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Grund­stücks­kauf mit Bau­trä­ger­ver­trag – und die Grund­er­werb­steu­er

Der Ver­äu­ße­rer schul­det in den Fäl­len des ein­heit­li­chen Erwerbs­vor­gangs die Grund­er­werb­steu­er in vol­ler Höhe auch dann, wenn nicht er selbst, son­dern ein Drit­ter zivil­recht­lich zur Gebäu­de­er­rich­tung ver­pflich­tet ist. Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­er­werb­steu­er ist gemäß § 8 Abs. 1 GrEStG die Gegen­leis­tung. Bei einem Grund­stücks­kauf gilt nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG als Gegen­leis­tung u.a.

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Grund­er­werb­steu­er – und die geson­der­te Fest­stel­lung von Besteue­rungs­grund­la­gen

Der Fest­stel­lungs­be­scheid nach § 17 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 GrEStG ist sowohl Grund­la­gen­be­scheid für den Bescheid über die Fest­stel­lung des Grund­be­sitz­werts als auch für den Grund­er­werb­steu­er­be­scheid. Gehört zum Ver­mö­gen einer Per­so­nen­ge­sell­schaft ein inlän­di­sches Grund­stück und ändert sich inner­halb von fünf Jah­ren der Gesell­schaf­ter­be­stand unmit­tel­bar oder mit­tel­bar der­ge­stalt, dass min­des­tens 95 vom

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Grund­stücks­er­werb für eine Wind­ener­gie­an­la­ge – und die Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­er­werb­steu­er

Bei dem Erwerb eines Grund­stücks zur Errich­tung einer Wind­kraft­an­la­ge gehört eine Ent­schä­di­gungs­zah­lung, die der Käu­fer an den Ver­käu­fer für An- und Durch­schnei­dun­gen und ggf. not­wen­di­ge Bau­las­ten und Dienst­bar­kei­ten auf ande­ren Grund­stü­cken des Ver­käu­fers zahlt, nicht zur Bemes­sungs­grund­la­ge der Grund­er­werb­steu­er. In dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall kauf­te die Erwer­be­rin mit

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Rück­gän­gig­ma­chung eines Erwerbs­vor­gangs bei anschlie­ßen­dem Anteils­ver­kauf – und die Grund­er­werb­steu­er

Ein Grund­stücks­kauf­ver­trag ist auch dann voll­stän­dig "rück­gän­gig gemacht" i. S. des § 16 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG, wenn er zivil­recht­lich auf­ge­ho­ben wird und in der­sel­ben Urkun­de die Antei­le an der grund­stücks­ver­äu­ßern­den Kapi­tal­ge­sell­schaft zu 94 % an die Mut­ter­ge­sell­schaft der Erwer­be­rin ver­äu­ßert wer­den. Die für den voll­stän­di­gen Erwerb der Antei­le am Gesell­schafts­ver­mö­gen einer

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Grund­stücks­ge­schäf­te mit Treu­hand­mit­teln – und die Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung

Über­trägt der Schuld­ner ein von ihm durch einen nota­ri­ell beur­kun­de­ten Ver­trag mit Hil­fe von Treu­hand­mit­teln gekauf­tes Grund­stück ohne Zwi­schen­auf­las­sung kraft einer ihm von dem Ver­äu­ße­rer ein­ge­räum­ten Auf­las­sungs­voll­macht auf einen Drit­ten, liegt eine Gläu­bi­ger­be­nach­tei­li­gung nicht vor. In dem hier vom Bun­des­ge­richt­hof ent­schie­de­nen Fall stellt ein Groß­va­ter sei­ner Toch­ter auf einem Notarand­er­kon­to

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Grund­stücks­er­werb durch eine Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft

Einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft ist es grund­sätz­lich mög­lich, ein Grund­stück zu erwer­ben. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te ein Mit­glied einer Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ge­mein­schaft einen ent­spre­chen­den Beschluss der Woh­nungs­ei­gen­tü­mer­ver­samm­lung ange­foch­ten. Auf dem Grund­stück der aus 31 Wohn­ein­hei­ten bestehen­den Wohn­an­la­ge befin­den sich nur sechs Pkw-Stel­l­­plät­­ze; die­se hat­te die tei­len­de Grund­stücks­ei­gen­tü­me­rin in der Tei­lungs­er­klä­rung

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Das unent­gelt­li­che Grund­stücks­ge­schäft des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers – und die Bewer­tung von Mit­ei­gen­tums­an­tei­len

Bei der Beur­tei­lung der Unent­gelt­lich­keit einer Ver­fü­gung des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers gemäß § 2205 Satz 3 BGB ist beim Erwerb eines in den Nach­lass fal­len­den Mit­ei­gen­tums­an­teils an einem Grund­stück durch den Tes­ta­ments­voll­stre­cker per­sön­lich kein Wert­ab­schlag vor­zu­neh­men, wenn sich durch den Ver­trag sämt­li­che Mit­ei­gen­tums­an­tei­le an dem Grund­stück in sei­ner Hand ver­ei­ni­gen sol­len . Gemäß

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Grund­stücks­er­werb unter Geschwis­tern – und die Grund­er­werb­steu­er

Über­trägt ein Eltern­teil Mit­ei­gen­tums­an­tei­le an einem Grund­stück schwenk­wei­se auf Kin­der und ver­pflich­ten sich die­se dazu, antei­li­ge Mit­ei­gen­tums­an­tei­le auf spä­ter gebo­re­ne Geschwis­ter zu über­tra­gen, kann der Erwerb die­ser Geschwis­ter auf­grund inter­po­lie­ren­der Betrach­tung nach § 3 Nr. 6 i.V.m. § 3 Nr. 2 Satz 1 GrEStG steu­er­be­freit sein. Die inter­po­lie­ren­de Betrach­tung ist nicht durch § 42 AO

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Das Grund­stück vom Hof­er­ben – und die Abgel­tung des Abfin­dungs­er­gän­zungs­an­spruchs

Über­trägt der Hof­er­be das Eigen­tum an einem Hof­grund­stück zur Abgel­tung des Abfin­dungs­er­gän­zungs­an­spruchs i.S. des § 13 Abs. 1 Satz 2 HöfeO auf einen ande­ren Abkömm­ling des Hof­über­ge­bers, ist der Grund­stücks­er­werb weder nach § 3 Nr. 2 Satz 1 GrEStG noch nach § 3 Nr. 3 Satz 1 GrEStG von der Grund­er­werb­steu­er befreit. Die Über­tra­gung des Grund­stücks erfüllt den

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Grund­stücks­er­werb durch den Tes­ta­ments­voll­stre­cker – und die fami­li­en­ge­richt­li­che Geneh­mi­gung

Der Erwerb eines Grund­stücks durch einen Tes­ta­ments­voll­stre­cker, der den Nach­lass für einen min­der­jäh­ri­gen Allein­er­ben ver­wal­tet, bedarf nicht der fami­li­en­ge­richt­li­chen Geneh­mi­gung. Eine Geneh­mi­gungs­be­dürf­tig­keit besteht weder unter dem recht­li­chen Gesichts­punkt des Grund­stücks­er­werbs durch einen Min­der­jäh­ri­gen noch unter dem­je­ni­gen einer Über­schrei­tung der Ver­pflich­tungs­er­mäch­ti­gung des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers. Auch auf die für den ding­li­chen Erwerb gel­ten­den

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Der Grund­stücks­kauf des Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rers – und die Finan­zie­rung durch die GmbH

Eine vGA i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG liegt vor, wenn die Kapi­tal­ge­sell­schaft ihrem Gesell­schaf­ter außer­halb der gesell­schafts­recht­li­chen Gewinn­ver­tei­lung einen Ver­mö­gens­vor­teil im Sin­ne einer bei ihr ein­tre­ten­den Ver­mö­gens­min­de­rung (ver­hin­der­te Ver­mö­gens­meh­rung) zuwen­det, die­se Zuwen­dung ihren Anlass oder zumin­dest ihre Mit­ver­an­las­sung im Gesell­schafts­ver­hält­nis hat, sich auf die Höhe des Unter­schieds­be­tra­ges

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Grund­er­werb­steu­er­ver­güns­ti­gung – und die Anteils­über­tra­gung auf eine Kapi­tal­ge­sell­schaft

Die all­ge­mei­ne Steu­er­ver­güns­ti­gung des § 3 Nr. 4 GrEStG für Grund­stücks­er­wer­be durch den Ehe­gat­ten fin­det im Rah­men des § 6 GrEStG ent­spre­chen­de Anwen­dung. Über­trägt ein Gesamt­hän­der einen Anteil am Ver­mö­gen der erwer­ben­den Gesamt­hand auf eine Kapi­tal­ge­sell­schaft, liegt dar­in eine Ver­min­de­rung des Anteils i.S. des § 6 Abs. 3 Satz 2 GrEStG. Bei einer dop­pel­stö­cki­gen Gesamt­hands­ge­mein­schaft tritt

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Grund­stücks­er­werb und Ehe­gat­ten­ge­sell­schaf­ten

Die all­ge­mei­ne Steu­er­ver­güns­ti­gung des § 3 Nr. 4 GrEStG für Grund­stücks­er­wer­be durch den Ehe­gat­ten fin­det im Rah­men des § 6 GrEStG ent­spre­chen­de Anwen­dung. Nach § 6 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Abs. 1 Satz 1 GrEStG wird die Steu­er nicht erho­ben, soweit Antei­le der Gesell­schaft am Ver­mö­gen der erwer­ben­den Gesamt­hand den jewei­li­gen Antei­len die­ser Gesell­schaf­ter am Ver­mö­gen der

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Schrott­im­mo­bi­li­en zur Steu­er­erspar­nis – und die Scha­dens­er­satz­kla­ge des Erwer­bers

Der Klä­ger hat mit der Behaup­tung, die zu einem Kauf­preis von 154.100 € erwor­be­ne Woh­nung sei im Zeit­punkt des Erwerbs nur 67.872 € wert gewe­sen, die objek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen des § 138 Abs. 1 BGB hin­rei­chend dar­ge­tan. Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist ein Vor­trag schlüs­sig und aus­rei­chend sub­stan­ti­iert, wenn die vor­ge­tra­ge­nen Tat­sa­chen in

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Miet­ver­trag­li­che Schrift­form­hei­lungs­klau­sel

Eine soge­nann­te miet­ver­trag­li­che Schrift­form­hei­lungs­klau­sel hin­dert den Grund­stücks­er­wer­ber für sich genom­men nicht, einen Miet­ver­trag, in den er nach § 566 Abs. 1 BGB ein­ge­tre­ten ist, unter Beru­fung auf einen Schrift­form­man­gel zu kün­di­gen, ohne zuvor von dem Mie­ter eine Hei­lung des Man­gels ver­langt zu haben. Kon­kret war im hier ent­schie­de­nen Fall in dem

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Der Grund­stücks­kauf einer Stadt durch ein pri­va­tes Unter­neh­men

Liegt der Schwer­punkt der Tätig­keit einer OHG, an der eine Stadt betei­ligt ist, im Bau von Woh­nun­gen für den geho­be­nen Wohn­be­darf, dann unter­schei­det sie sich in nichts von der erwerbs­wirt­schaft­li­chen Betä­ti­gung eines belie­bi­gen pri­va­ten Bau­trä­gers. Damit han­delt die Stadt über ihre Betei­li­gung an der OHG außer­halb der Daseins­vor­sor­ge. Eine sol­che

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Die Kos­ten der Erbaus­ein­an­der­set­zung – Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten bei unent­gelt­li­chem Erwerb

Kos­ten für die Aus­ein­an­der­set­zung eines Nach­las­ses kön­nen bei zum Nach­lass gehö­ren­den ver­mie­te­ten Grund­stü­cken zu Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten füh­ren, die im Rah­men von Abset­zun­gen für Abnut­zung (AfA) abzieh­bar sind. Erbaus­ein­an­der­set­zungs­kos­ten sind als Anschaf­fungs­ne­ben­kos­ten i.S. des § 255 Abs. 1 Satz 2 HGB im Wege der AfA abzieh­bar, wenn sie der Über­füh­rung der bebau­ten Grund­stü­cke von

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Ein­künf­te­er­zie­lung bei Miet­ver­trags­über­nah­me

Tritt der Erwer­ber eines Miet­ob­jekts in einen bestehen­den Miet­ver­trag ein, so wird sei­ne Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht auf der Grund­la­ge der Aus­le­gung die­ses Miet­ver­trags durch den Umgang des Erwer­bers mit ihm, ins­be­son­de­re auch mit einer noch lau­fen­den Befris­tung und/​oder Eigen­be­darfs­klau­sel, indi­ziert. Dage­gen erfolgt kei­ne auto­ma­ti­sche Zurech­nung der Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht des Rechts­vor­gän­gers beim Erwer­ber. Nach

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