Grup­pen­ver­fol­gung – und die syri­schen Wehr­dienst­ent­zie­her

Das selb­stän­di­ge Erfor­der­nis der "deut­lich abge­grenz­ten Iden­ti­tät" schließt die Aner­ken­nung einer Grup­pen­ver­fol­gung jeden­falls ohne wei­ter­ge­hen­den Klä­rungs­be­darf für eine rei­ne Mehr- oder Viel­zahl von Per­so­nen aus, die in ver­gleich­ba­rer Wei­se von etwa als Ver­fol­gungs­hand­lung im Sin­ne des § 3a Abs. 1 oder 2 AsylG/​Art. 9 Abs. 1 oder 2 Richt­li­nie 2011/​95/​EU zu qua­li­fi­zie­ren­den Maß­nah­men betrof­fen wird.

Lesen

Syri­sche Wehr­dienst­ent­zie­her – und die Grup­pen­ver­fol­gung

Die Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on, wonach das Bestehen straf­recht­li­cher Bestim­mun­gen, die spe­zi­fisch Homo­se­xu­el­le betref­fen, die Fest­stel­lung erlau­be, dass die­se Per­so­nen als eine bestimm­te sozia­le Grup­pe anzu­se­hen sind, ist nicht auf die Kon­stel­la­ti­on syri­scher Wehr­dienst­ent­zie­her über­trag­bar. In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist geklärt, dass eine Grup­pe gemäß § 3b

Lesen

Grup­pen­ver­fol­gung syri­scher Wehr­dienst­flücht­lin­ge

In der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ist geklärt, dass eine Grup­pe gemäß § 3b Abs. 1 Nr. 4 AsylG ins­be­son­de­re als eine bestimm­te sozia­le Grup­pe gilt, wenn die Mit­glie­der die­ser Grup­pe ange­bo­re­ne Merk­ma­le oder einen gemein­sa­men Hin­ter­grund, der nicht ver­än­dert wer­den kann, gemein haben oder Merk­ma­le oder eine Glau­bens­über­zeu­gung tei­len, die so bedeut­sam

Lesen

Roma in der Repu­blik Mol­dau – und die Grup­pen­ver­fol­gung

Roma aus der Repu­blik Mol­dau unter­lie­gen nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin in ihrer Hei­mat kei­ner Grup­pen­ver­fol­gung. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Fall reis­te der dem Vol­ke der Roma zuge­hö­ri­ge mol­daui­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge im Mai 2016 in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ein. Sei­nen Asyl­an­trag lehn­te das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge ab.

Lesen

Grup­pen­ver­fol­gung der Yezi­den im Irak

Ange­sichts der seit dem 10.06.2014 ein­ge­tre­te­nen ver­än­der­ten Sicher­heits­la­ge droht Ange­hö­ri­gen der yezi­di­schen Glau­bens­ge­mein­schaft in der Pro­vinz Nini­we (Mosul) eine allein an ihren Glau­ben anknüp­fen­de Ver­fol­gung in der Gestalt von Gefah­ren für Leib und Leben sowie in der Gestalt von Ver­trei­bung, vor der sie weder effek­ti­ven Schutz von Sei­ten des ira­ki­schen

Lesen

Kei­ne Flücht­lings­an­er­ken­nung wegen Grup­pen­ver­fol­gung im Irak

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat ges­tern eine Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs auf­ge­ho­ben, der einem Ira­ker sun­­­ni­­tisch-isla­­mi­­scher Glau­bens­rich­tung wegen einer Grup­pen­ver­fol­gung von Sun­ni­ten im Irak die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuer­kannt hat­te. Nach Anga­ben der beklag­ten Bun­des­re­pu­blik leben im Irak etwa 8 bis 10 Mil­lio­nen Sun­ni­ten. Der Baye­ri­sche VGH war der Auf­fas­sung, dass dem 2006

Lesen