Die tat­säch­li­che Aus­übung des Sor­ge­rechts und die Wider­recht­lich­keits­be­schei­ni­gung nach dem Haa­ger Über­ein­kom­men

Das Ver­brin­gen oder Zurück­hal­ten eines Kin­des kann nur dann als wider­recht­lich i.S.d. Art. 3 HKÜ fest­ge­stellt wer­den, wenn der Antrag­stel­ler sein Sor­ge­recht im Zeit­punkt des Ver­brin­gens bzw. Zurück­hal­tens tat­säch­lich aus­ge­übt hat bzw. aus­ge­übt hät­te. Das Haa­ger Über­ein­kom­mens vom 25.10.1980 über die zivil­recht­li­chen Aspek­te inter­na­tio­na­ler Kin­des­ent­füh­rung (im Fol­gen­den: HKÜ) ist seit dem

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Sor­ge­rechts­sta­tut nach dem Haa­ger Kin­der­schutz­über­ein­kom­men

Die Kol­li­si­ons­nor­men des Haa­ger Über­ein­kom­mens über die Zustän­dig­keit, das anzu­wen­den­de Recht, die Aner­ken­nung, Voll­stre­ckung und Zusam­men­ar­beit auf dem Gebiet der elter­li­chen Ver­ant­wor­tung und der Maß­nah­men zum Schutz von Kin­dern vom 19.10.1996 (KSÜ) bestim­men auch dann das maß­ge­ben­de Recht, wenn sich die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit aus der vor­ran­gi­gen Ver­ord­nung (EG) Nr. 2201/​2003

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Aus­län­di­sche Sor­ge­rechts­ent­schei­dun­gen

Sor­ge­rechts­ent­schei­dun­gen aus­län­di­scher Stel­len sind in Deutsch­land grund­sätz­lich anzu­er­ken­nen. Wie das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig nun in vier bei ihm anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren ent­schied, müs­sen deut­sche Behör­den und Gerich­te aus­län­di­sche Sor­ge­rechts­ent­schei­dun­gen im Visum­ver­fah­ren grund­sätz­lich aner­ken­nen. Sie dür­fen die­se nur dann außer Acht las­sen, wenn ihre Anwen­dung mit der öffent­li­chen Ord­nung offen­sicht­lich unver­ein­bar ist.

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Die Rück­füh­rung eines Kin­des

Wird ein Kind unter Ver­let­zung des Sor­ge­rechts eines Eltern­teils wider­recht­lich in einem ande­ren Staat zurück­ge­hal­ten, so wird die Rück­füh­rung des Kin­des ange­ord­net. So hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Cel­le in einem Ver­fah­ren nach dem Haa­ger Kin­des­ent­füh­rungs­über­ein­kom­men (HKÜ) einer deutsch-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Mut­ter ent­schie­den, die ihre acht­jäh­ri­ge Toch­ter von dem in den USA leben­den

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Kafa­la – Fami­liä­re Lebens­hil­fe und der Nach­zug des Pfle­ge­kin­des

Eine außer­ge­wöhn­li­che Här­te als Vor­aus­set­zung für den Nach­zug sons­ti­ger Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ger nach § 36 Abs. 2 Satz 1 Auf­en­thG setzt grund­sätz­lich vor­aus, dass der im Bun­des­ge­biet oder im Aus­land leben­de Fami­li­en­an­ge­hö­ri­ge ein eigen­stän­di­ges Leben nicht füh­ren kann, son­dern auf die Gewäh­rung fami­liä­rer Lebens­hil­fe ange­wie­sen ist, und dass die­se Hil­fe in zumut­ba­rer Wei­se nur

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