Alt­ge­sel­len­re­ge­lung – und der bis­he­ri­ge "Ein-Mann-Betrieb"

Zeit­räu­me der hand­werks­recht­lich unzu­läs­si­gen selb­stän­di­gen Aus­übung eines zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­werks ohne die erfor­der­li­che Ein­tra­gung in die Hand­werks­rol­le kön­nen nicht für die Ertei­lung einer Aus­übungs­be­rech­ti­gung nach § 7b HwO ange­rech­net wer­den. Eine lega­le selb­stän­di­ge Hand­werks­aus­übung im Ein-Mann-Betrieb ist als Berufs­er­fah­rung in lei­ten­der Stel­lung für die Ertei­lung einer Aus­­­übungs-berech­­ti­gung nach § 7b HwO

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Maler- und Lackie­rer­hand­werk – und die Hand­werks­rol­le

Es stellt kei­ne unver­hält­nis­mä­ßi­ge Beschrän­kung der Grund­rech­te auf Berufs­frei­heit dar, den selbst­stän­di­gen hand­werks­mä­ßi­gen Betrieb eines Malers und Lackie­rers im ste­hen­den Gewer­be von der Ein­tra­gung in die Hand­werks­rol­le abhän­gig zu machen. Es ist mit dem Gleich­heits­satz ver­ein­bar, dass Gewer­be­trei­ben­den mit einer in ande­ren Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on oder in einem Mit­glied­staat

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Maler- und Lackie­rer­hand­werk – und die Ein­tra­gungs­pflicht in die Hand­werks­rol­le

Die Ein­tra­gungs­pflicht für das Maler- und Lackie­rer­hand­werk ist nach Ansicht de Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts rech­tens. Die Hand­werks­ord­nung ist mit dem Grund­ge­setz und dem Recht der Euro­päi­schen Uni­on ver­ein­bar, soweit sie die selbst­stän­di­ge Aus­übung bestimm­ter Tätig­kei­ten aus dem Bereich des Maler- und Lackie­rer­hand­werks im ste­hen­den Gewer­be im Regel­fall vom Bestehen einer Meis­ter­prü­fung oder

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Meis­ter­prä­senz – Ein Meis­ter, zwei Betrie­be

Wer­den in einem Geschäfts­lo­kal Dienst­leis­tun­gen ange­bo­ten, erwar­tet der Ver­kehr nicht unbe­dingt, dass die­se Leis­tun­gen sofort bei Erschei­nen des Kun­den im Geschäfts­lo­kal erbracht wer­den kön­nen. Viel­mehr geht der Ver­brau­cher in vie­len Fäl­len davon aus, dass die ange­bo­te­ne Dienst­leis­tung auch dann, wenn das Geschäfts­lo­kal geöff­net ist, nur nach vor­he­ri­ger Ter­min­ver­ein­ba­rung erbracht wird.

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Meis­ter­prä­senz beim Hör­ge­rä­te­akus­ti­ker

Es ist weder irre­füh­rend noch stellt es einen Ver­stoß gegen den Grund­satz der Meis­ter­prä­senz nach der Hand­werks­ord­nung dar, wenn der Meis­ter in einem Hör­ge­rä­­te­a­kus­­tik-Unter­­neh­­men nicht stän­dig anwe­send, son­dern noch für einen zwei­ten Betrieb in einer benach­bar­ten Stadt zustän­dig ist. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall sind bei­de Par­tei­en auf

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Füh­rung eines Fri­seur­fi­li­al­be­triebs

Die Füh­rung eines Fri­seur­fi­li­al­be­triebs erfor­dert eine in die Hand­werks­rol­le ein­ge­tra­ge­ne Lei­tung. Dem wird durch die Betriebs­lei­tung von einer (ca. 40 km) ent­fern­ten Filia­le aus nicht Genü­ge getan. Nach § 16 Abs. 3 HwO kann die nach Lan­des­recht zustän­di­ge Behör­de die Fort­set­zung des Betriebs unter­sa­gen, wenn der selb­stän­di­ge Betrieb eines zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­werks als

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Der frem­de Hand­werks­meis­ter als angeb­li­cher Betriebs­lei­ter

Die inhalt­li­che Rich­tig­keit der Ein­tra­gung eines Betriebs­lei­ters in der Hand­werks­rol­le wird im Rah­men von § 271 StGB nicht vom beson­de­ren öffent­li­chen Glau­ben umfasst . Wer also einen frem­den Hand­werks­meis­ter als Betriebs­lei­ter angibt, um eine Ein­tra­gung in der Hand­werks­rol­le zu errei­chen, begeht kei­ne mit­tel­ba­re Falsch­be­ur­kun­dung – es bleibt mit­hin bei der

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Ein­tra­gungs­pflicht des Dach­de­ckers in der Hand­werks­rol­le

Im Streit um die Ein­tra­gungs­pflicht eines Hand­werks­be­trie­bes ist es Sache des Klä­gers, das beab­sich­tig­te Gewer­be zu kon­kre­ti­sie­ren. Es ist nicht Auf­ga­be des Gerichts, gut­acht­lich die­je­ni­gen Ein­zel­tä­tig­kei­ten zu ermit­teln, mit denen ein Gewer­be noch ein­tra­gungs­frei betrie­ben wer­den könn­te. Den selbst­stän­di­gen hand­werks­mä­ßi­gen Betrieb eines Dach­de­ckers im ste­hen­den Gewer­be von der Ein­tra­gung in

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Neu­er Rechts­rah­men für das Meis­ter­prü­fungs­we­sen

Am 11. Juli 2011 wur­de die Hand­werks­ord­nung (HwO) geän­dert. Auf­grund der neu­en Rechts­la­ge wer­den nun auch die "Ver­ord­nung über das Zulas­­sungs- und Prü­fungs­ver­fah­ren für die Meis­ter­prü­fung im Hand­werk (Meis­ter­prü­fungs­ver­fah­rens­ver­ord­nung – MPVerfVO)" vom 17. Dezem­ber 2001 geän­dert sowie die "Ver­ord­nung über gemein­sa­me Anfor­de­run­gen in der Meis­ter­prü­fung im Hand­werk und in hand­werks­ähn­li­chen

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Meis­ter­er­for­der­nis­se und Alt­ge­sel­len­re­ge­lung im Hand­werk

Die nach der Hand­werks­ord­nung bestehen­den hand­werks­recht­li­chen Beschrän­kung des Berufs­zu­gangs über die Meis­ter­prü­fung oder die Alt­ge­­sel­­len-Rege­­lung ist ver­fas­sungs­kon­form. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schied jetzt, dass die Hand­werks­ord­nung mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar ist, soweit sie die selbst­stän­di­ge Aus­übung bestimm­ter Hand­wer­ke im ste­hen­den Gewer­be im Regel­fall vom Bestehen der Meis­ter­prü­fung oder einer ihr

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Erstre­ckung eines Innungs­be­zirks über den Bezirk der Hand­werks­kam­mer

Bei der Geneh­mi­gung der Erstre­ckung eines Innungs­be­zirks über den Bezirk der Hand­werks­kam­mer hin­aus nach § 52 Abs. 3 Satz 2 HwO han­delt es sich um einen selb­stän­di­gen Ver­wal­tungs­akt. Unter wel­chen Gesichts­punk­ten die obers­te Lan­des­be­hör­de bei der Ertei­lung oder Ver­sa­gung der Geneh­mi­gung zu befin­den hat, ergibt sich nicht allein aus der Norm des

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Kei­ne Aus­kunfts­pflicht gegen­über der Hand­werks­kam­mer

Ein mög­li­cher­wei­se in die Hand­werks­rol­le ein­zu­tra­gen­der Gewer­be­trei­ben­der ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt gegen­über der Hand­werks­kam­mer nicht aus­kunfts­pflich­tig, wenn die per­sön­li­chen oder sach­li­chen Ein­tra­gungs­vor­aus­set­zun­gen zwei­fels­frei nicht erfüllt sind. Der Klä­ger des jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts ent­schie­de­nen Rechts­streits, ein Ein­zel­un­ter­neh­mer, wur­de im Mai 2007 von der beklag­ten Hand­werks­kam­mer dar­auf hin­ge­wie­sen, nach

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Grab­mal ohne Hand­werks­rol­le

Das blo­ße Auf­stel­len von fer­ti­gen Grab­ma­len auf einem Fried­hof ist kei­ne wesent­li­che Teil­tä­tig­keit des Stein­­metz- und Stein­bild­hau­er­hand­werks; sie darf auch ohne Ein­tra­gung in die Hand­werks­rol­le im ste­hen­den Gewer­be selb­stän­dig aus­ge­übt wer­den. Wesent­lich im Sin­ne des § 1 Abs. 2 Satz 1 HwO sind Tätig­kei­ten, die nicht nur fach­lich zu dem betref­fen­den Hand­werk gehö­ren,

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Bestat­ter­meis­ter

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Tech­no­lo­gie hat nun auch für das Bestat­tungs­ge­wer­be eine Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung erlas­sen. Mit der Hand­werks­no­vel­le 2003 wur­de das Bestat­tungs­ge­wer­be als hand­werks­ähn­li­ches Gewer­be in der Anla­ge B zur Hand­werks­ord­nung aus­ge­wie­sen. Das bedeu­tet, dass die Meis­ter­prü­fung kei­ne zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für die selb­stän­di­ge Aus­übung des Gewer­bes ist. Eine frei­wil­li­ge Meis­ter­prü­fung ist

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Meis­ter­ti­tel

Ein Ver­trag, mit dem ein Hand­werks­meis­ter einem Hand­werks­be­trieb ledig­lich sei­nen Meis­ter­ti­tel zur Ver­fü­gung stellt, ohne dass er tat­säch­lich als tech­ni­scher Betriebs­lei­ter tätig wird, ist, wie jetzt das Bun­des­ar­beits­ge­richt urteil­te, gem. § 134 BGB wegen Umge­hung des § 7 HwO nich­tig. Der schrift­li­che geschlos­se­ne Arbeits­ver­trag als "Betriebs­lei­ter" ist, wie das BAG wei­ter

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Nach­er­he­bung von Hand­werks­kam­mer-Mit­glieds­bei­trä­gen

Hat eine Hand­werks­kam­mer, die ihre Mit­glieds­bei­trä­ge nach den vom Finanz­amt fest­ge­setz­ten Gewer­be­er­trä­gen bemisst, ihrer Bei­trags­fest­set­zung erkenn­bar einen fal­schen, näm­lich zu gerin­gen Gewer­be­er­trag zu Grun­de gelegt, so ist sie, wie jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Lüne­burg ent­schie­den hat, grund­sätz­lich berech­tigt, die feh­len­den Bei­trä­ge nach­zu­er­he­ben. Zunächst ist dabei von dem in der Recht­spre­chung des

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Pol­ni­scher Meis­ter­brief

Ein pol­ni­scher Meis­ter­brief muss nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Mainz in Deutsch­land nicht aner­kannt wer­den. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz jetzt die Kla­ge eines Man­nes abge­wie­sen, der die Aner­ken­nung sei­nes in Polen erwor­be­nen Meis­ter­briefs als Fahr­zeug­klemp­ner begehrt. Nach sei­ner Ein­rei­se in die Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land arbei­te­te der Klä­ger meh­re­re Jah­re als Karos­se­rie­speng­ler

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Durch­su­chung wegen Ver­stos­ses gegen die Hand­werks­ord­nung?

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat­te jetzt sich in zwei Ver­fas­sungs­be­schwer­den mit der Fra­ge zu beschäf­ti­gen, ob und wann bei dem Vor­wurf, ein Hand­werk zu betrei­ben, ohne in die Hand­werks­rol­le ein­ge­tra­gen zu sein, eine Durch­su­chung gerecht­fer­tigt sein kann. In bei­den Fäl­len hat­ten die Beschwer­de­füh­rer ein Gewer­be “Holz- und Bau­ten­schutz” ange­mel­det und ihnen wur­de

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EU/E­WR-Hand­werk-Ver­ord­nung

Der Bun­des­rat hat heu­te der Ver­ord­nung für Staats­an­ge­hö­ri­ge der EU, des Euro­päi­schen Wirt­schafts­raums und der Schweiz für die Aus­übung eines zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­werks, zuge­stimmt. Mit die­ser Ver­ord­nung wird die EU-Rich­t­­li­­nie über die Aner­ken­nung von Berufs­qua­li­fi­ka­tio­nen vom 7. Sep­tem­ber 2005 natio­nal umge­setzt. Sie regelt sowohl die Aner­ken­nung von Berufs­er­fah­rung als auch von

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Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker-Meis­ter

Am 27. Juli 2006 wur­de eine Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Chir­ur­gie­me­cha­ni­ker – Hand­werk erlas­sen, mit der sowohl die Prü­fungs­an­for­de­run­gen an neue hand­werk­li­che Ent­wick­lun­gen ange­passt wur­den als auch die für eine erfolg­rei­che Betriebs­füh­rung erfor­der­li­che Kun­den­ori­en­tie­rung beson­de­res Gewicht erhal­ten hat. Das Chir­ur­gie­­me­cha­­ni­ker-Han­d­­werk gehört als gefahr­ge­neig­tes Hand­werk zu den zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­wer­ken der Anla­ge A der

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Dach­de­cker­meis­ter und Klemp­ner­meis­ter

Das Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um hat jetzt auch für das Dach­­de­­cker-Han­d­­werk und das Klem­p­­ner-Han­d­­werk neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nun­gen erlas­sen. Auch nach der Hand­werks­rechts­no­vel­le vom 1. Janu­ar 2004 ver­blie­ben bei­de Hand­wer­ke in der Anla­ge A zur Hand­werks­ord­nung, das heißt, es han­delt sich um zulas­sungs­pflich­ti­ge Hand­wer­ke, für deren selb­stän­di­ge Aus­übung die Meis­ter­prü­fung obli­ga­to­risch ist.

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Neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Buch­bin­der-Hand­werk

Auch für das Buch­­bin­­der-Han­d­­werk wur­de die Meis­ter­prü­fungs­ord­nung über­ar­bei­tet. Seit der Novel­lie­rung der Hand­werks­ord­nung vom 24. Dezem­ber 2003 gehört das Buch­­bin­­der-Han­d­­werk nicht mehr zu den zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­wer­ken der Anla­ge A, son­dern zu den zulas­sungs­frei­en Hand?werken der Anla­ge B der Hand­werks­ord­nung. Das bedeu­tet, dass die Meis­ter­prü­fung nicht mehr zwin­gen­de Vor­aus­set­zung für die selb­stän­di­ge

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Neue Meis­ter­prü­fungs­ver­ord­nung für das Vul­ka­ni­seur- und Rei­fen­me­cha­ni­ker-Hand­werk

Für das Vul­­ka­­ni­­seur- und Rei­­fen­­me­cha­­ni­ker-Han­d­­werk wur­de die Meis­ter­prü­fungs­ord­nung über­ar­bei­tet. Auch nach der Hand­werks­rechts­no­vel­le vom 1. Janu­ar 2004 ver­blieb das Hand­werk in der Anla­ge A zur Hand­werks­ord­nung, das heißt, es han­delt sich um ein zulas­sungs­pflich­ti­ges Hand­werk, für des­sen selb­stän­di­ge Aus­übung die Meis­ter­prü­fung obli­ga­to­risch ist.

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