Grund­rechts­bin­dung kom­mu­nal beherrsch­ter Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men

kom­mu­nal beherrsch­tes Woh­nungs­bau­un­ter­neh­men unter­liegt nicht nur einer ein­ge­schränk­ten Bin­dung an die Grund­rech­te. Es bedarf daher für die Ver­hän­gung eines Haus­ver­bots mit Blick auf Art. 3 Abs. 1 GG jeweils eines sach­li­chen Grun­des. Die Grund­rech­te des Grund­ge­set­zes gel­ten nicht nur für bestimm­te Berei­che, Funk­tio­nen oder Hand­lungs­for­men staat­li­cher Auf­ga­ben­wahr­neh­mung, son­dern bin­den die öffent­li­che Gewalt

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Haus­ver­bot auf Antrag von Spiel­süch­ti­gen

Eine Spiel­hal­len­ge­sell­schaft muss einem Spiel­süch­ti­gen ein von ihm bean­trag­tes Haus­ver­bot nicht ertei­len. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und die Beru­fung gegen das kla­ge­ab­wei­sen­de erst­in­stanz­li­che Urteil des Land­ge­richts Bie­le­feld zurück­ge­wie­sen. Geklagt hat­te ein Fach­ver­band zur Bekämp­fung der Spiel­sucht aus Bie­le­feld gegen ein Unter­neh­men aus Espel­kamp.

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Haus­ver­bot vom Job­cen­ter

Liegt ein ein­ma­li­ger Ver­stoß gegen das all­ge­mei­ne Ver­bot von Licht­bild­auf­nah­men in den Räu­men des Job­cen­ters vor, kann ein Haus­ver­bot über­mä­ßig und die Dau­er von 18 Mona­te unver­hält­nis­mä­ßig sein. So hat das Sozi­al­ge­richt Dort­mund in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Eil­rechts­schutz­ver­fah­rens ent­schie­den und die auf­schie­ben­de Wir­kung des Wider­spruchs gegen die Haus­ver­bots­ver­fü­gung

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Umfra­ge im Gerichts­ge­bäu­de

Zum Schutz des all­ge­mei­nen Per­sön­lich­keits­rechts kann ein Haus­ver­bot zum Schutz von Besu­chern der Gerichts­voll­zie­her und von Gerichts­be­diens­te­ten auch gegen­über einem Jour­na­lis­ten zuläs­sig sein. So ein Beschluss des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg, das über die Recht­mä­ßig­keit eines aus­ge­spro­che­nen Haus­ver­bo­tes gegen­über eines Jour­na­lis­ten im Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes zu ent­schei­den hat­te. Der Antrag­stel­ler habe

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Beschäf­ti­gung beim Auf­trag­ge­ber – und das Haus­ver­bot

Spricht der Auf­trag­ge­ber gegen­über dem Arbeit­neh­mer ein Haus­ver­bot aus und besteht für den Auf­trag­ge­ber kei­ne ande­re Beschäf­ti­gungs­mög­lich­keit, tritt gem. § 297 BGB kein Annah­me­ver­zug des Arbeit­ge­bers ein . Der Arbeit­ge­ber, der sich arbeits­ver­trag­lich dazu ver­pflich­tet, den Arbeit­neh­mer aus­schließ­lich beim Auf­trag­ge­ber zu beschäf­ti­gen, über­nimmt damit grund­sätz­lich das Risi­ko eines vom Auf­trag­ge­ber

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Masern: Schul­be­tre­tungs­ver­bot für nicht geimpf­te Schü­ler

Wegen des aktu­el­len Mar­sern­aus­bruchs in Ber­lin dür­fen die Gesund­heits­äm­ter vor­über­ge­hen­de Schul­be­tre­tungs­ver­bo­te gegen­über nicht geimpf­ten Schü­lern erlas­sen. Im Land Ber­lin gibt es der­zeit einen Masern­aus­bruch von erheb­li­chem Umfang; allein im Bezirk Tem­­pel­hof-Schö­­ne­berg sind zur­zeit sechs Schu­len betrof­fen. Das Gesund­heits­amt die­ses Bezirks ord­ne­te daher u.a. gegen­über einem Ober­stu­fen­schü­ler am Eckener-Gym­­na­­si­um und einer

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Schul­ver­bot für die Mut­ter

Einer den Unter­richts­be­trieb stö­ren­de Mut­ter eines Grund­schü­lers kann ein Haus­ver­bot erteilt wer­den. In dem hier ent­schie­de­nen Fall bean­stan­de­ten die Leh­rer, dass die Mut­ter auf nor­ma­lem Wege schwer zu errei­chen sei, dafür aber häu­fig mor­gens in die Klas­se kom­me und den recht­zei­ti­gen Unter­richts­be­ginn stö­re, weil sie mit der Leh­re­rin spre­chen wol­le.

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Haus­ver­bot nach been­de­tem Arbeits­ver­hält­nis

Grund­sätz­lich ist ein Arbeit­ge­ber frei in sei­ner Ent­schei­dung, sein Haus­recht gegen­über einem frü­he­ren Arbeit­neh­mer durch Aus­spruch eines Haus­ver­bots aus­zu­üben, ohne dass dies einer Recht­fer­ti­gung bedürf­te. Das zwi­schen­zeit­lich been­de­te Arbeits­ver­hält­nis schränkt die ver­fas­sungs­recht­lich ver­an­ker­te Befug­nis des Eigentümers/​Besitzers nicht ein, mit der Sache grund­sätz­lich nach Belie­ben zu ver­fah­ren und ande­re von der

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Das vom Job­cen­ter ver­häng­te Haus­ver­bot gegen einen Rechts­an­walt

Die unbe­wach­te Auf­be­wah­rung von Umzugs­kis­ten mit Bür­ger­ak­ten im Flur einer Behör­de ist daten­schutz­recht­lich recht­wid­rig. Zum Auf­zei­gen der sich dar­aus erge­ben­den Gefah­ren für Sozi­al­da­ten steht es einem Besu­cher nicht zu, eigen­mäch­tig Behör­den­ak­ten von ihrem Auf­be­wah­rungs­ort zu ent­fer­nen und dabei uner­laub­te Film­auf­nah­men zu machen. Hat die Behör­de zu Unrecht ange­nom­men, die Umzugs­kis­ten

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Der im Büro stö­ren­de Hund

Einem Arbeit­ge­ber steht es im Rah­men des Direk­ti­ons­rechts zu, die Bedin­gun­gen, unter denen Arbeit zu leis­ten ist, fest­zu­le­gen. Dazu zählt auch, ob und unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Hund mit ins Büro gebracht wer­den darf. Sind sach­li­che Grün­de für eine Ände­rung der bis­he­ri­gen Pra­xis gege­ben, liegt kein Ver­stoß gegen den Gleich­be­hand­lungs­grund­satz

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Haus­ver­bot im Job­cen­ter

Für den Rechts­streit über ein Haus­ver­bot, das einem Bezie­her von Leis­tun­gen nach dem SGB II von einem Leis­tungs­trä­ger gemäß § 6 SGB II (Job­cen­ter) erteilt wor­den ist, ist der Rechts­weg zu den Ver­wal­tungs­ge­rich­ten eröff­net. Die­se Ansicht ver­tritt jeden­falls das Ham­bur­gi­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt und wider­spricht damit – wie zuvor bereits die Ober­ver­wal­tungs­ge­rich­te in

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Eine Schu­le ver­hängt Haus­ver­bot

Das von einer Schu­le gegen­über einem Schü­ler­va­ter aus­ge­spro­che­ne Haus­ver­bot ist offen­sicht­lich recht­mä­ßig, wenn der Vater durch eine Tät­lich­keit gegen­über dem Schul­lei­ter den Haus­frie­den und dadurch den Schul­be­trieb in einer Wei­se gestört hat, dass die Unter­­richts- und Erzie­hungs­ar­beit beein­träch­tigt. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Eil­an­tra­ges

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Wer­bung kom­mer­zi­el­ler Repe­ti­to­ri­en an der Uni

Das von einer Uni­ver­si­tät erlas­se­ne Haus- und Wer­be­ver­bot für alle kom­mer­zi­el­len juris­ti­schen Repe­ti­to­ri­en ist recht­mä­ßig, da der Öffent­lich­keit die Räu­me der Uni­ver­si­tät nur im Rah­men ihrer Zweck­be­stim­mung als Lern- und Lehr­stät­te zur Ver­fü­gung ste­hen. Mit einem rein kom­mer­zi­el­len Leis­tungs­an­ge­bot ist das nicht ver­ein­bar. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Göt­tin­gen

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Haus­ver­bot für die Hoch­schu­le

Dient ein Haus­ver­bot ins­ge­samt der Wah­rung des Haus­frie­dens als Vor­aus­set­zung eines ord­nungs­ge­mä­ßen Hoch­schul­be­triebs und ist es in Aus­übung des Haus­rechts von dem Rek­tor der Hoch­schu­le nach pflicht­ge­mä­ßem Ermes­sen aus­ge­spro­chen wor­den, dann ist das Haus­ver­bot recht­mä­ßig ergan­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des den Antrag eines Stu­den­ten gegen einen

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Haus­ver­bot für Not­un­ter­künf­te

Ein unbe­fris­te­tes und für sämt­li­che Not­un­ter­künf­te einer Stadt gel­ten­des Haus­ver­bot für einen Obdach­lo­sen ist rechts­wid­rig. Es belas­tet den Obdach­lo­sen in unan­ge­mes­se­ner Wei­se und nimmt ihm jeg­li­che Per­spek­ti­ve, im Bedarfs­fal­le inner­halb die­ser Stadt unter­ge­bracht zu wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Stadt Georgs­ma­ri­en­hüt­te

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Kein Hotel für den NPD-Vor­sit­zen­den

Ein Hotel­be­trei­ber kann auf­grund sei­nes Haus­rechts frei dar­über ent­schei­den, wem er zu sei­nem Hotel den Zutritt gewährt und wem nicht. Mit die­ser Begrün­dung ent­schied das Bran­den­bur­gi­sche Ober­lan­des­ge­richt, dass der NPD-Vor­­­sit­zen­­de ein durch ein Hotel aus­ge­spro­che­nes Haus­ver­bot hin­neh­men muss. In dem vom Bran­den­bur­gi­schen Ober­lan­des­ge­richt ent­schie­de­nen Fall plan­ten der Vor­sit­zen­de der NPD,

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Haus­ver­bot im Schwimm­bad

Muss jemand auf Grund des ihm vom Betrei­ber eines Schwimm­ba­des auf­er­leg­ten Haus­ver­bots eine ent­fern­ter gele­ge­ne Schwimm­an­la­ge auf­su­chen, hat er bezüg­lich der Mehr­kos­ten kei­nen Scha­den­er­satz­an­spruch, auch wenn spä­ter fest­ge­stellt wird, dass das Haus­ver­bot zu Unrecht aus­ge­spro­chen wur­de. In einem vom Amts­ge­richt Mün­chen ent­schie­de­nen Fall besuch­te eine Fami­lie mit 5 Kin­dern zwi­schen 3 Mona­ten

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Haus­ver­bot im Finanz­amt

Für die Kla­ge gegen ein Haus­ver­bot, das der Vor­ste­her eines Finanz­amts gegen­über einem Steu­er­pflich­ti­gen aus­spricht, ist nach einer Ent­schei­dung des Finanz­ge­richts Müns­ter regel­mä­ßig nicht das Finanz­ge­richt, son­dern das Ver­wal­tungs­ge­richt zustän­dig. Das steu­er­li­che Ver­wal­tungs­ver­fah­ren wer­de, so das Finanz­ge­richt Müns­ter, anders als etwa im Bereich des Sozi­al­rechts, in der Regel ohne per­sön­li­chen

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Haus­ver­bot für juris­ti­sches Repe­ti­to­ri­um

Darf eine Uni­ver­si­tät ein Haus­ver­bot gegen ein juris­ti­sches Repe­ti­to­ri­um aus­spre­chen, da sie in dem Repe­ti­to­ri­um ein miß­lie­bi­ge Kon­kur­renz sieht? Zumin­dest im Rah­men des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Göt­tin­gen jetzt dem juris­ti­schen Repe­ti­to­ri­um Recht gege­ben und das von der Uni­ver­si­tät Göt­tin­gen gegen ein juris­ti­sches Repe­ti­to­ri­um aus­ge­spro­che­ne Haus­ver­bot hin­sicht­lich des von

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Bun­des­wei­tes Sta­di­on­ver­bot für FC-Bay­ern-Fan

Gegen Hoo­li­gans kann ein bun­des­wei­tes Sta­di­on­ver­bot ver­hängt wer­den. Dies bestä­tig­te nun der Bun­des­ge­richts­hof in einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil. Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te dabei zu ent­schei­den, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen gegen auf­fäl­lig gewor­de­ne Zuschau­er von Fuß­ball­spie­len ein bun­des­wei­tes Sta­di­on­ver­bot ver­hängt wer­den darf. Hin­ter­grund der Ent­schei­dung war ein Spiel in der Ers­ten Fuß­ball­bun­des­li­ga zwi­schen

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