Der Ortho­pä­die­tech­ni­ker in der Arzt­pra­xis

Erbringt ein Unter­neh­men sowohl an einem Ort in einem Sani­täts­haus als auch an einem ande­ren Ort inner­halb einer von Fach­ärz­ten für Ortho­pä­die betrie­be­nen Arzt­pra­xis Leis­tun­gen des Ortho­pä­die­tech­ni­ker­hand­werks, stellt die Raum­nut­zung in der Arzt­pra­xis kei­nen Neben­be­trieb im Sin­ne von § 3 Abs. 1 HwO dar, die bei einem nur uner­heb­li­chen Umfang der hand­werks­mä­ßi­gen

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Äqui­po­tenz­an­ga­ben in Fach­in­for­ma­ti­on für ein Arz­nei­mit­tel

Anga­ben in der Fach­in­for­ma­ti­on für ein Arz­nei­mit­tel kön­nen irre­füh­rend sein, wenn sie auf Stu­di­en gestützt sind, die die­se Aus­sa­gen nicht tra­gen. Der Inha­ber der Arz­nei­mit­tel­zu­las­sung kann sich dar­auf beru­fen, dass die Anga­ben in der dem Zulas­sungs­an­trag des Arz­nei­mit­tels bei­gefüg­ten Fach­in­for­ma­ti­on zum Zeit­punkt der Zulas­sung des Arz­nei­mit­tels dem gesi­cher­ten Stand der

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Wer­be­ver­bot für Defek­tur­arz­nei­mit­tel

Das Wer­be­ver­bot des § 3a Satz 1 HWG greift nicht ein, wenn das Arz­nei­mit­tel nicht der Pflicht zur Zulas­sung unter­liegt. Die Maß­geb­lich­keit der Zulas­sungs­pflicht ergibt sich aus dem Wort­laut des § 3a Satz 1 HWG, wonach eine Wer­bung nur für sol­che Arz­nei­mit­tel unzu­läs­sig sein kann, die der Pflicht der Zulas­sung unter­lie­gen. Eine

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Die kos­ten­lo­se Son­nen­bril­le glei­cher Seh­stär­ke

Die Wer­bung eines Augen­op­ti­kers für die kos­ten­lo­se Abga­be einer Son­nen­bril­le glei­cher Seh­stär­ke beim Kauf einer Kor­rek­tur­bril­le ist nach Ansicht des Land­ge­richts Flens­burg eine wett­be­werbs­recht­lich unzu­läs­si­ge Pro­dukt­wer­bung (§§ 3, 4 Nr. 11 UWG, § 7 Abs. 1 HWG). Gemäß § 7 Abs. 1 HWG, bei dem es sich um eine Markt­ver­hal­tens­re­ge­lung han­delt, ist es unzu­läs­sig, Zuwen­dun­gen

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Kos­ten­lo­se Zweit­bril­le

Die nahe­lie­gen­de Mög­lich­keit, dass sich ein Ver­brau­cher wegen einer zusätz­lich ange­bo­te­nen kos­ten­lo­sen Zweit­bril­le für das ent­spre­chen­de Ange­bot ent­schei­det, ohne zuvor zu prü­fen, ob das Ange­bot eines ande­ren Unter­neh­mens sei­nen Bedürf­nis­sen bes­ser ent­spricht, begrün­det die für die Anwen­dung des § 7 Abs. 1 Satz 1 HWG erfor­der­li­che abs­trak­te Gefahr einer unsach­li­chen Beein­flus­sung des Wer­be­adres­sa­ten.

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Kli­nik mit Fahr­dienst

Ein für Pati­en­ten kos­ten­lo­ser Fahr­dienst einer Augen­kli­nik kann gegen das heil­mit­tel­recht­li­che Ver­bot von Wer­be­ga­ben ver­sto­ßen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall betreibt die Beklag­te eine Augen­kli­nik. Der Klä­ger ist Augen­arzt und führt in sei­ner Augen­be­leg­ab­tei­lung auch sta­tio­nä­re Augen­ope­ra­tio­nen durch. Er begehrt, es der Beklag­ten zu ver­bie­ten, Pati­en­ten, die zur

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Die kos­ten­lo­se Zweit­bril­le

Die Wer­bung für eine Bril­le mit dem her­vor­ge­ho­be­nen Hin­weis auf die kos­ten­lo­se Abga­be einer Zweit­bril­le kann gegen das Heil­mit­tel­wer­be­recht ver­sto­ßen. In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall betreibt die Beklag­te ein Optiker­un­ter­neh­men mit zahl­rei­chen Filia­len. Sie ver­teil­te im Herbst 2010 einen Wer­be­fly­er, in dem sie eine Bril­le mit Pre­­mi­um-Ein­­stär­ken­glä­­sern zum

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Wer­bung für umstrit­te­ne kine­sio­lo­gi­sche Behand­lun­gen

Gesund­heits­be­zo­ge­ne Wer­be­aus­sa­gen müs­sen wis­sen­schaft­lich gesi­cher­ten Erkennt­nis­sen ent­spre­chen. Gibt es die­se nicht, ist es unzu­läs­sig, wenn mit einer fach­lich umstrit­te­nen Mei­nung gewor­ben wird, ohne die Gegen­mei­nung zu erwäh­nen. Das ist der Fall bei einer Inter­net­wer­bung über kine­sio­lo­gi­sche Behand­lungs­ver­fah­ren, in der auf die die Wirk­sam­keit der Kine­sio­lo­gie infra­ge stel­len­de wis­sen­schaft­li­che Gegen­mei­nung nicht

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Die kos­ten­lo­se Arma­ni-Zweit­bril­le

Das Ange­bot einer kos­ten­lo­sen Zweit­bril­le als Ein­­stär­ken- oder Son­nen­bril­le bei dem Kauf einer Bril­le mit einem Min­dest­auf­trags­wert fällt unter das Zuwen­dungs­ver­bot gem. § 7 Abs. 1 HWG, wenn die Kos­ten­lo­sig­keit der Zweit­bril­le blick­fang­mä­ßig durch die Aus­sa­ge "ZWEI FÜR EINS: Beim Kauf einer Bril­le gibt`s eine ARMA­­NI-Bril­­le – GESCHENKT" bewor­ben wird. Waren­ra­bat­te i.

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Pflicht­an­ga­ben bei Adwords-Anzei­gen

Eine Goo­g­­le-Adwords-Anzei­ge für ein Arz­nei­mit­tel ver­stößt nicht allein des­halb gegen § 4 HWG, weil die Pflicht­an­ga­ben nicht in der Anzei­ge selbst ent­hal­ten sind. Es ist viel­mehr aus­rei­chend, dass die Anzei­ge einen ein­deu­tig als sol­chen klar erkenn­ba­ren elek­tro­ni­schen Ver­weis ent­hält, der unzwei­deu­tig dar­auf hin­weist, dass der Nut­zer über ihn zu den Pflicht­an­ga­ben

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Schüß­ler-Sal­ze als „sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft“

Die Wer­bung für Schü­ß­­ler-Sal­­ze als "sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft" ist unzu­läs­sig. So urteil­te jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Hamm die in der Deut­schen Heb­am­men­zeit­schrift in Bezug auf zwei homöo­pa­thi­sche Arz­nei­mit­tel ver­öf­fent­lich­te Wer­be­aus­sa­ge „Schü­ß­­ler-Sal­­ze … Sanf­te Beglei­ter in der Schwan­ger­schaft“ als irre­füh­rend. Das Ober­lan­des­ge­richt Hamm bestä­tig­te damit eine einst­wei­li­ge Ver­fü­gung des Land­ge­richts

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Die gesi­cher­te wis­sen­schaft­li­che Erkennt­nis und die Zuläs­sig­keit der Heil­mit­tel­wer­bung

In einem aktu­el­len Fall ("Basis­in­su­lin mit Gewichts­vor­teil") hat sich der Bun­des­ge­richts­hof zum Merk­mal der gesi­cher­ten wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nis als Vor­aus­set­zung für die Zuläs­sig­keit einer Heil­mit­tel­wer­bung geäu­ßert: Die Par­tei­en ver­trei­ben Arz­nei­mit­tel zur Behand­lung von Dia­be­tes mel­li­tus, die auf unter­schied­li­chen Wirk­stof­fen beru­hen. Das Prä­pa­rat der Klä­ge­rin ent­hält den Wirk­stoff Insu­lin­glar­gin, das Prä­pa­rat der

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Die künst­lich geschaf­fe­nen Salz­grot­te

Wer­be­aus­sa­gen, nach denen der Auf­ent­halt in einem künst­lich mit Salz aus­ge­klei­de­ten Raum mit einer Lin­de­rung von kör­per­li­chen Beschwer­den ver­bun­den ist, sind irre­füh­rend und zu unter­las­sen. In dem beim Ober­lan­des­ge­richt Hamm rechts­hän­gi­gen Fall unter­hält die Beklag­te im Kreis Sie­gen-Wit­t­gen­stein als „Salz­grot­te“ und „Sal­z­Kraft-Werk“ bezeich­ne­te, künst­lich mit Salz aus­ge­stat­te­te Räum­lich­kei­ten. Sie bie­tet

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Rät­sel­hef­te in der Apo­the­ke

Bei der Beant­wor­tung der Fra­ge, ob eine aus meh­re­ren Gegen­stän­den hier: Rät­sel­hef­te bestehen­de Zuwen­dung im Sin­ne von § 7 Abs. 1 HWG von gerin­gem Wert ist, ist auf den Gesamt­wert aller Gegen­stän­de abzu­stel­len. Das in § 7 Abs. 1 HWG gere­gel­te Ver­bot der Wert­re­kla­me soll der abs­trak­ten Gefahr einer unsach­li­chen Beein­flus­sung begeg­nen, die von

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Apo­the­ken-Wer­be­ga­ben bei rezept­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln

Das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richts hat sich in meh­re­ren Beschlüs­sen mit der Fra­ge befasst, ob und inwie­weit Die Apo­the­ker­kam­mer darf in ihrer Eigen­schaft als Auf­sichts­be­hör­de die Gewäh­rung von Ein­kaufs­gut­schei­nen und sons­ti­gen Wer­be­ga­ben ("Apo­the­ken-Taler", "Bonus-Taler") durch Apo­the­ken bei der Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger und damit preis­ge­bun­de­ner Arz­nei­mit­tel unter­sa­gen. Sol­che Bonus­mo­del­le sind nach Ansicht des Nie­der­säch­si­schen

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Rabatt in der Apo­the­ke

Der Bun­des­ge­richts­hof hat heu­te in sechs Sachen, in denen es jeweils um die Fra­ge der Zuläs­sig­keit von Bonus­sys­te­men bei der Abga­be von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln ging, die Ent­schei­dun­gen ver­kün­det. Die unter dem Gesichts­punkt des Rechts­bruchs (§ 4 Nr. 11 UWG) sowie teil­wei­se auch unter dem einer unan­ge­mes­se­nen Kun­den­be­ein­flus­sung (§ 4 Nr. 1 UWG) auf

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Fahrt­kos­ten vom Dia­ly­se-Arzt

Ein Dia­ly­se­arzt darf sei­nen Pati­en­ten nicht mehr als die tat­säch­li­chen Fahrt­kos­ten "erstat­ten". Eine groß­zü­gi­ge­re "Erstattungs"-Praxis einer Dia­ly­se­pra­xis aus der Regi­on Han­no­ver unter­sag­te das Land­ge­richt Han­no­ver im Wege einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung. Eine "Erstat­tung", die mehr als die tat­säch­li­chen Fahrt­kos­ten beträgt, sei unlau­te­rer Wett­be­werb und ein Ver­stoß gegen die Berufs­ord­nung der Ärz­te­kam­mer

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Kos­me­ti­ka – Vor­beu­gen mit Cof­fe­in!

Das Lebensmittel‑, Bedarf­s­ge­gen­­stän­­de- und Fut­ter­mit­tel­ge­setz­buch ent­hält unter ande­rem auch Vor­schrif­ten für Kos­me­ti­ka. So ist es nach § 27 Abs. 1 Satz 1 LFGB ver­bo­ten, kos­me­ti­sche Mit­tel unter irre­füh­ren­der Bezeich­nung, Anga­be oder Auf­ma­chung in den Ver­kehr zu brin­gen oder für kos­me­ti­sche Mit­tel all­ge­mein oder im Ein­zel­fall mit irre­füh­ren­den Dar­stel­lun­gen oder sons­ti­gen Aus­sa­gen zu

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Blut­spen­de­dienst

Der blo­ße Hin­weis in der Wer­bung eines Blut­spen­de­diens­tes, dass den Spen­dern eine Auf­wands­ent­schä­di­gung gewährt wer­den kann, die sich am unmit­tel­ba­ren Auf­wand ori­en­tiert (§ 10 Satz 2 Trans­fu­si­ons­ge­setz), ver­stößt nicht gegen das Wer­be­ver­bot nach § 7 Abs. 3 HWG. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 30. April 2009 – I ZR 117/​07

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"Miles & More" in der Heil­mit­tel­wer­bung

Das Aus­lo­ben und Gewäh­ren von Prä­mi­en für den Bezug von Medi­zin­pro­duk­ten stellt beim Vor­lie­gen der wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen des § 7 Abs. 1 HWG eine pro­dukt­be­zo­ge­ne und daher nach § 1 Abs. 1 Nr. 1a, § 7 HWG ver­bo­te­ne Wer­bung dar unab­hän­gig davon, ob die für die Gewäh­rung der Prä­mi­en erfor­der­li­chen Prä­mi­en­punk­te allein für genau benann­te

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