Auf­wen­dun­gen für einen Schulhund

Auf­wen­dun­gen für einen sog. Schul­hund kön­nen bis zu 50 % als Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten einer Leh­re­rin aus nicht­selb­stän­di­ger Arbeit abge­zo­gen wer­den. Ein hälf­ti­ger Wer­bungs­kos­ten­ab­zug ist nicht zu bean­stan­den, wenn der Hund inner­halb einer regel­mä­ßig fünf­tä­gi­gen Unter­richts­wo­che arbeits­täg­lich in der Schu­le ein­ge­setzt wird. Die Auf­wen­dun­gen für die Aus­bil­dung eines Schul­hun­des zum

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Auf­wen­dun­gen für den Blin­den­führ­hund – einer in der Kanz­lei des Ehe­manns mit­ar­bei­ten­den Rechtsanwältin

Ob Auf­wen­dun­gen für einen Blin­den­führ­hund, der einer als Rechts­an­wäl­tin in der Kanz­lei des Ehe­manns täti­gen Steu­er­pflich­ti­gen auch die Teil­nah­me an Gerichts­ver­hand­lun­gen und Man­dan­ten­be­spre­chun­gen für die Kanz­lei ermög­licht, Betriebs­aus­ga­ben der Kanz­lei sind, hängt von den Umstän­den des Ein­zel­falls ab und betrifft kei­ne grund­sätz­lich bedeut­sa­me Rechts­fra­ge i.S. des § 115 Abs. 2 Nr.

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Der bei der Jagd erschos­se­ne Jagdhund

Sieht ein Jagd­teil­neh­mer vor Schuss­ab­ga­be auf eine Sau einen zuvor in deren Nähe wahr­ge­nom­me­nen Jagd­hund nicht mehr, ist die Schuss­ab­ga­be sorg­falts­wid­rig. Der Höhe nach bemisst sich der Scha­dens­er­satz für einen ver­se­hent­lich getö­te­ten Jagd­hund nach den Kos­ten für einen ver­gleich­ba­ren Wel­pen. Zu erset­zen sind zudem die Kos­ten für die Aus­bil­dung eines

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Hund

Die Hun­des des Tier­schutz­ver­eins – und die Hun­de­steu­er­pflicht des Spenders

Hal­ter eines Hun­des ist der­je­ni­ge, dem das Tier zeit­lich und räum­lich zuge­ord­net ist und der dafür auch in gewis­sem Umfang Ein­kom­men oder Ver­mö­gen auf­wen­det. Ein Tier­schutz­ver­ein kann nicht als Hal­ter von 18 Hun­den ange­se­hen wer­den, wenn er im Hin­blick auf sei­ne finan­zi­el­le Situa­ti­on nicht in der Lage ist, die laufenden

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Die Ver­let­zung durch einen nicht ange­lein­ten Hund

Wird ein Schä­fer­hund, der nicht aufs Wort hört, in einem Wohn­ge­biet nicht ange­leint spa­zie­ren geführt, liegt eine Sorg­falts­pflicht­ver­let­zung des Hun­de­hal­ters vor. Greift der Hund in der Fol­ge einen Spa­zier­gän­ger an und kommt es zu einer Ver­let­zung, kann der Hun­de­hal­ter sich wegen einer fahr­läs­si­gen Kör­per­ver­let­zung schul­dig gemacht haben. So hat das

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Die Grab­kos­ten auf dem Tierfriedhof

Hat ein Tier­fried­hof­be­trei­ber sei­ne Ansprü­che aus dem Tier­fried­hof­ver­trag über 5 Jah­re lang nicht gel­tend gemacht, obwohl eine jähr­li­che Abbu­chung der Mie­te dar­in ver­ein­bart ist, darf die ande­re Ver­trags­par­tei auf­grund des voll­stän­di­gen Schwei­gens des Tier­fried­hof­be­trei­bers und feh­len­den Abbu­chungs­vor­gän­gen davon aus­ge­hen, dass sich der Ver­trag erle­digt hat und kei­ne neu­en Ansprü­che mehr aus­lö­sen wird.

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Hund

Kei­ne Hun­de­schu­le in Corona-Zeiten

Die Ein­­zel- und Grup­pen­aus­bil­dung in Hun­de­schu­len darf in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len wei­ter­hin nicht statt­fin­den. Dies hat jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter ent­schie­den und damit den Antrag der Betrei­be­rin einer Hun­de­schu­le aus Marl abge­lehnt, die Coro­na­schutz­ver­ord­nung vor­läu­fig außer Voll­zug zu set­zen, soweit danach sämt­li­che außer­schu­li­schen Bil­dungs­an­ge­bo­te in Prä­senz unter­sagt sind.

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Hund

Quä­le­ri­sche Tier­miss­hand­lung durch eine Tierärztin

Eine Tier­ärz­tin, die wegen Miss­hand­lung von Wir­bel­tie­ren ver­ur­teilt wor­den ist, kann nicht mit einem Berufs­ver­bot bestraft wer­den, wenn die Tier­hal­tung in pri­va­tem Umfeld statt­fand und ihr Beruf nicht in einer unmit­tel­ba­ren Bezie­hung zu der began­ge­nen Tat stand. Für den Tat­be­stand der quä­le­ri­schen Miss­hand­lung von Tie­ren reicht allein die nicht artgerechte

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Hund

Ein­tritt der Ver­si­che­rung bei Hundebiss

Auch wenn eine Haft­pflicht­ver­si­che­rung für Tier­hal­ter wirk­sam ihre Deckungs­pflicht für Ansprü­che aus­schlie­ßen kann, bei denen der Scha­den durch „bewuss­tes Abwei­chen von der Hal­tung und Züch­tung von Hun­den die­nen­den Geset­zen, Ver­ord­nun­gen und behörd­li­chen Ver­fü­gun­gen oder Anord­nun­gen“ ver­ur­sacht wur­de, hat sie im Fall einer Tier­hal­te­rin zu zah­len, die kei­ne kon­kret vor­sätz­li­che Pflichtverletzung

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Der im Tier­heim unter­ge­brach­te Pro­blem­hund – und die Spendenbescheinigung

Ist mit einer Geld­zah­lung an einen Tier­schutz­ver­ein gera­de kei­ne „Zuwen­dung zur För­de­rung steu­er­be­güns­tig­ter Zwe­cke“ in das Ver­eins­ver­mö­gen gemacht wor­den, son­dern eine geziel­te Zuwen­dung zur Ver­sor­gung eines ganz bestimm­ten sog. Pro­blem­hun­des, dann han­delt es sich nicht um eine Spen­de. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Feta­les Alko­hol­syn­drom – und die Kos­ten eines Begleithundes

Ein Haus­tier wird allein durch die för­der­li­chen Aus­wir­kun­gen in ver­schie­de­nen Lebens­be­rei­chen nicht zum Hilfs­mit­tel. Im Gegen­satz zum Blin­den­hund ist ein Begleit- oder Assis­tenz­hund kein Hilfs­mit­tel der GKV. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den, dass die Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung nicht die Kos­ten für einen Begleit­hund tragen

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Tier­ret­tung aus dem Fahr­zeug und die Kos­ten der Fahrzeugschäden

Für Beschä­di­gun­gen am Fahr­zeug, die durch eine Tier­ret­tungs­maß­nah­me ent­stan­den sind, kann kein Scha­dens­er­satz ver­langt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Nürn­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ent­schei­dung des Land­ge­richts Nürn­­berg-Fürth bestä­tigt, das eine Kla­ge auf Scha­dens­er­satz abge­wie­sen hat. Im August 2018 woll­te die Klä­ge­rin mit ihrer Fami­lie ein

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Bull­ter­ri­er oder Mini-Bull­ter­ri­er: Nicht nur die Höhe machts !

Nach dem Lan­des­hun­de­ge­setz NRW gehö­ren Stan­dard Bull­ter­ri­er zu den gefähr­li­chen Hun­den. Sie unter­schei­den sich von Minia­tur Bull­ter­ri­ern in ers­ter Linie anhand der Wider­rist­hö­he und ergän­zend anhand wei­te­rer Kri­te­ri­en. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter in den hier vor­lie­gen­den Fäl­len zwei Minia­tur Bull­ter­ri­er mit einer für die­se Ras­se nur geringfügig

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Hun­de ver­bo­ten – und der Blindenführhund

Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat der Ver­fas­sungs­be­schwer­de einer blin­den Beschwer­de­füh­re­rin als offen­sicht­lich begrün­det statt­ge­ge­ben und die Sache zur erneu­ten Ent­schei­dung an das Kam­mer­ge­richt zurück­ver­wie­sen. Der Pati­en­tin war durch die Ärz­te einer Gemein­schafts­pra­xis ver­bo­ten wor­den, ihre Blin­den­führ­hün­din bei der für sie not­wen­di­gen Durch­que­rung der Pra­xis mit­zu­füh­ren. Der dies bestä­ti­gen­de Gerichts­be­schluss ver­letzt die Patientin

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Die Hun­de des Mie­ters – und ihr unan­ge­lein­tes Her­um­lau­fen auf den Gemeinschaftsflächen

Las­sen Mie­ter ihre Hun­de auf den Gemein­schafts­flä­chen des Anwe­sens Grün­flä­chen und Kin­der­spiel­platz ent­ge­gen der Haus­ord­nung und unge­ach­tet meh­re­rer Abmah­nun­gen unan­ge­leint lau­fen, so stellt dies eine erheb­li­che Ver­let­zung miet­ver­trag­li­cher Pflich­ten dar. Die tatrich­ter­li­che Wür­di­gung des Beru­fungs­ge­richts, dass einer sol­chen (beharr­li­chen) Pflicht­ver­let­zung unter den von ihm fest­ge­stell­ten Umstän­den ein die frist­lo­se Kün­di­gung rechtfertigendes

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Die schmerz­haf­te Aus­bil­dung eines Hundes

Die Tier­­schutz-Hun­­­de­­ver­­or­d­­nung begrün­det nach dem Wil­len des Ver­ord­nungs­ge­bers Min­dest­an­for­de­run­gen zur Befrie­di­gung wesent­li­cher Grund­be­dürf­nis­se des Hun­des, von denen die Hun­de­hal­ter auch zum Zweck der Erzie­hung nicht abwei­chen dür­fen. Die Durch­füh­rung einer Aus­bil­dung ist kein ver­nünf­ti­ger Grund, der es recht­fer­tigt, einem Tier erheb­li­che Schmer­zen zuzu­fü­gen und gegen das Tier­schutz­ge­setz zu ver­sto­ßen. So

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Der Unfall wäh­rend der Arbeit – mit dem nicht auf dem Betriebs­ge­län­de ein­ge­setz­ten eige­nen Hund

Kommt es auf dem Betriebs­ge­län­de beim Unter­neh­mer zu einem Beiß­vor­fall mit sei­nem nur aus pri­va­ten Grün­den gehal­te­nen Hund, tritt die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung nicht ein. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall abge­lehnt und damit die Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Stutt­gart bestä­tigt. Am Unfalltag

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Schmer­zens­geld nach Hundebiss

Für die Fra­ge des Scha­dens­er­sat­zes wegen eines Hun­de­s­bis­ses kommt es nicht dar­auf an, ob der eige­ne oder der frem­de Hund gebis­sen hat, son­dern wel­cher Hund die Ver­let­zung ver­ur­sacht hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Scha­dens­er­satz­kla­ge statt­ge­ge­ben und dem Klä­ger sowohl Schmer­zens­geld als auch

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Schei­dung: wem gehört der Hund?

Bei Schei­dungs­hun­den besteht kein gesetz­li­cher Anspruch auf die Rege­lung eines Umgangs­rech­tes mit dem Hund. Eine Zutei­lung von im Allein­ei­gen­tum eines Ehe­gat­ten ste­hen­den Haus­halts­ge­gen­stän­den – und damit auch Tie­ren – anläss­lich der Schei­dung an den ande­ren Ehe­part­ner ist nicht gesetz­lich vor­ge­se­hen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart in dem hier

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Hund

Ein kon­kur­rie­ren­der Mops – und die Über­prü­fung der Zuchtfähigkeit

Ein Züch­ter kann für einen ihm frem­den Hund nicht ver­lan­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für eine Zucht­zu­las­sung über­prüft wer­den. So hat das Land­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Mops­rü­den ent­schie­den. Im Sep­tem­ber 2018 nahm der Klä­ger, der Eigen­tü­mer und Züch­ter von Hun­den der Ras­se Mops ist, mit einem seiner

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Ein kon­kur­rie­ren­der Mops und die Über­prü­fung der Zuchtfähigkeit

Ein Züch­ter kann für einen ihm frem­den Hund nicht ver­lan­gen, dass die Vor­aus­set­zun­gen für eine Zucht­zu­las­sung über­prüft wer­den. So hat das Land­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Mops­rü­den ent­schie­den. Im Sep­tem­ber 2018 nahm der Klä­ger, der Eigen­tü­mer und Züch­ter von Hun­den der Ras­se Mops ist, mit einem seiner

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Einst­wei­li­ge Unter­sa­gung der Ein­schlä­fe­rung eines Rott­wei­ler-Rüden – durch das BVerfG

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Streit­fall einen Zustand durch einst­wei­li­ge Anord­nung vor­läu­fig regeln, wenn dies zur Abwehr schwe­rer Nach­tei­le, zur Ver­hin­de­rung dro­hen­der Gewalt oder aus einem ande­ren wich­ti­gen Grund zum gemei­nen Wohl drin­gend gebo­ten ist. Dabei haben die Grün­de, die für die Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des ange­grif­fe­nen Hoheits­akts vorgetragen

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Gebüh­ren für Mit­tei­lung an das zen­tra­le Hun­de­hal­ter­re­gis­ter – und die Mehrwertsteuer

Die Ent­ge­gen­nah­me und Bear­bei­tung einer Mel­dung nach § 6 Abs. 1 NHundG ist für die Hun­de­hal­te­rin kei­ne wirt­schaft­lich bedeut­sa­me Leis­tung. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge einer Hun­de­hal­te­rin statt­ge­ge­ben, mit der sie sich gegen einen Gebüh­ren­be­scheid gewen­det hat­te, soweit die­ser eine auf den gesetzlichen

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Schul­hund – steu­er­lich absetzbar

Ein pri­vat ange­schaff­ter Schul­hund ist nicht mit einem Poli­zei­hund ver­gleich­bar. Die Auf­wen­dun­gen für den Hund kön­nen aber in Höhe eines geschätz­ten beruf­li­chen Anteils als Wer­bungs­kos­ten aner­kannt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Auf­wen­dun­gen für einen Schul­hund in Höhe eines geschätz­ten beruf­li­chen Anteils

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Hund ohne Lei­ne – und die Anstif­tung zur Falschaussage

Wird eine Zeu­gin in Bezug auf die Anlei­nung eines Hun­des ange­stif­tet zu lügen, führt das zu einer Ver­ur­tei­lung wegen ver­such­ter Anstif­tung zur Falsch­aus­sa­ge. So hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer 32-jäh­­ri­­ge Kin­der­gar­ten­hel­fe­rin aus Mün­chen ent­schie­den und sie – unter Ein­be­zie­hung der vor­an­ge­gan­ge­nen Ver­ur­tei­lung wegen fahr­läs­si­ger Körperverletzung

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Die Geneh­mi­gung zur Hun­de­s­hal­tung in der Mietwohnung

Ein Ver­mie­ter darf die Hun­de­hal­tung nur aus gewich­ti­gen Grün­den ver­sa­gen. Es ist aber nicht aus­rei­chend, die Ableh­nung auf blo­ße all­ge­mei­ne Befürch­tun­gen zu stüt­zen. Viel­mehr müs­sen aus­rei­chend kon­kre­te Anhalts­punk­te für eine zu erwar­ten­de unzu­mut­ba­re Beläs­ti­gung vor­lie­gen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall eine Ver­mie­ter­er­ben­ge­mein­schaft dazu

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Zu wem darf der Hund bei der Trennung?

Der Hund ist zwar grund­sätz­lich als „Haus­rat“ ein­zu­ord­nen, der im Fall einer Tren­nung bzw. Schei­dung nach Bil­lig­keit zu ver­tei­len ist, aber bei der Zutei­lung muss dem Umstand Rech­nung getra­gen wer­den, dass es sich um ein Lebe­we­sen han­delt. Es ist daher dar­auf abzu­stel­len, wer den Hund in der Ver­gan­gen­heit über­wie­gend versorgt,

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Der Hun­de­biss im Sab­bat­jahr – und der Scha­dens­er­satz für die dienst­un­fä­hi­ge Beamtin

Die Beein­träch­ti­gung der Dienst­fä­hig­keit einer Beam­tin führt erst dann zu einem Ver­mö­gens­scha­den, wenn die­se sich kon­kret aus­wir­ke. Das ist bei einem Hun­de­biss wäh­rend des Sab­bat­jah­res nicht der Fall. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall dem Land Baden-Wür­t­­te­m­­berg als Dienst­herrn kei­nen Scha­dens­er­satz zuge­spro­chen und gleich­zei­tig ein

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Eigen­tums­auf­ga­be an einem Hund

Die Auf­ga­be des Eigen­tums an einem Hund ist nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts nicht mög­lich. Ein ver­wil­der­ter Hund ohne fest­stell­ba­ren Besit­zer unter­liegt dem Fund­recht. Er ist nicht als her­ren­los zu behan­deln, weil die Auf­ga­be des Eigen­tums durch Besitz­auf­ga­be (Der­elik­ti­on, § 959 BGB) gegen das Ver­bot ver­stößt, ein in menschlicher

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Aus­füh­ren eines Hun­des – als haus­halts­na­he Dienstleistung

Das Aus­füh­ren eines in den Haus­halt des Steu­er­pflich­ti­gen auf­ge­nom­me­nen Hun­des kann eine in einem Haus­halt erbrach­te haus­halts­na­he Dienst­leis­tung dar­stel­len. Es ist in der Recht­spre­chung des BFH hin­rei­chend geklärt, unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen i.S. von § 35a Abs. 2 Satz 1 EStG „in einem … Haus­halt des Steu­er­pflich­ti­gen“ erbracht wer­den. Hier­nach wird

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Der Erwerb eines beschlag­nahm­ten Tie­res – und der Aus­kunfts­an­spruch des alten Eigentümers

Zwi­schen dem Erwer­ber von Tie­ren, die sei­tens der Staats­an­walt­schaft nach einer Beschlag­nah­me ver­äu­ßert wur­den, und dem frü­he­ren Eigen­tü­mer die­ser Tie­re besteht kei­ne beson­de­re recht­li­che Bezie­hung, die von dem Aus­kunfts­an­spruch nach § 242 BGB vor­aus­ge­setzt wird, wenn die Beschlag­nah­me wirk­sam ist. In dem hier vom Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­schen Ober­lan­des­ge­richt ent­schie­de­nen Fall nahm die ehemalige

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Schreibmaschine

Nach­er­fül­lung und Ersatz­lie­fe­rung bei Tierkauf

Vor­aus­set­zun­gen für einen Rück­tritt vom Kauf­ver­trag sind neben der Man­gel­haf­tig­keit der Kauf­sa­che und der Erheb­lich­keit des Man­gels, dass dem Ver­käu­fer durch den Käu­fer eine erfolg­lo­se Frist zur Nach­er­fül­lung gesetzt wor­den ist gem. § 323 Abs. 1 BGB. Die Fra­ge, ob eine Nach­er­fül­lung durch Ersatz­lie­fe­rung beim Tier­kauf in der Regel in Betracht

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Hun­de­steu­er für eine Bordeaydogge

Eine erhöh­te Hun­de­steu­er für bestimm­te Ras­sen (hier: Bor­deaux­dog­ge), die ledig­lich auf poli­zei­recht­li­che Rege­lun­gen ande­rer Bun­des­län­der und nicht auf nach­voll­zieh­ba­re kon­kre­te Tat­sa­chen­fest­stel­lun­gen gestützt ist, ver­stößt gegen Art. 3 Abs. 1 GG. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Schles­­wig-Hol­stein ent­schie­de­nen Fall beträgt nach § 4 der Hun­de­steu­er­sat­zung der Gemein­de die Hun­de­steu­er für einen normalen

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1.200,- € Hundesteuer

Ein Steu­er­satz in Höhe von 1.200 € im Jahr für einen „gefähr­li­chen“ Hund ist nach Ansicht des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Schles­­wig-Hol­stein auch bei Anwen­dung der Recht­spre­chung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts nicht über­höht. Ein sol­cher Hun­de­steu­er­satz ist nach Ansicht des OVG Schles­­wig-Hol­stein mit höher­ran­gi­gem Recht ver­ein­bar. Nach ein­hel­li­ger Recht­spre­chung ist es zuläs­sig, dass

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Die Kat­ze hilft beim Steu­er­spa­ren – Haus­tier­be­treu­ung als haus­halts­na­he Dienstleistung

Die Ver­sor­gung und Betreu­ung eines im Haus­halt des Steu­er­pflich­ti­gen auf­ge­nom­me­nen Haus­tie­res kann als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung nach § 35a Abs. 2 Satz 1 EStG begüns­tigt sein. In dem vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen Fall ließ ein Ehe­paar wäh­rend des Urlaubs im jahr 2012 ihre Haus­kat­ze von der „Tier- und Woh­nungs­be­treu­ung A“ in ihrer Woh­nung betreu­en. Hierfür

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Tier­be­treu­ungs­kos­ten

Auf­wen­dun­gen für die Betreu­ung eines Haus­tie­res sind nach Ansicht des Finanz­ge­richts Düs­sel­dorf als Auf­wen­dun­gen für haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen steu­er­be­güns­tigt. In dem hier vom Finanz­ge­richt Düs­sel­dorf ent­schie­de­nen Fall hal­ten die Klä­ger eine Haus­kat­ze in ihrer Woh­nung. Mit der Betreu­ung des Tie­res wäh­rend ihrer Abwe­sen­heit beauf­trag­ten sie eine Tier- und Woh­nungs­be­treue­rin, die ihnen

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Der Hund im Auto – wäh­rend der Arbeitszeit

Die Unter­brin­gung eines Hun­des wäh­rend der Arbeits­zeit in einer Trans­port­box im Auto ist tier­schutz­wid­rig. Eine Trans­port­box im Auto ist nur zum Trans­port, nicht aber zur län­ger dau­ern­den Unter­brin­gung eines Hun­des wäh­rend der Arbeits­zeit geeig­net. Ein Hun­de­hal­ter behält die Eigen­schaft des Hal­ters, auch wenn er sich mit dem Hund von zu

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Der gestürz­te Rad­fah­rer – und der frei­lau­fen­de Hund

Steht der Sturz eines Rad­fah­rers in unmit­tel­ba­rem zeit­li­chen und ört­li­chen Zusam­men­hang mit der Begeg­nung mit einem frei­lau­fen­den Hund, besteht ein Anscheins­be­weis für die Ver­ur­sa­chung des Stur­zes durch den Hund. Poli­zei­ver­ord­nun­gen, die einen Lei­nenzwang vor­se­hen, sind Schutz­ge­set­ze gem. § 823 II BGB. Wer sei­nen Hund auf für Rad­fah­rer frei­ge­ge­be­nen Wegen frei laufen

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Rudel­füh­ren von Hunden

Wer aus Gefäl­lig­keit meh­re­re Hun­de gleich­zei­tig aus­führt („Rudel­füh­ren“), hat alle Hun­de so zu beauf­sich­ti­gen, dass sie frem­de Men­schen nicht gefähr­den. Ver­letzt der Hun­de­füh­rer die­se Ver­kehrs­si­che­rungs­pflicht, weil einer der Hun­de an einer frem­den Per­son hoch­springt und die­se ver­letzt, haf­tet er auf Scha­dens­er­satz. In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall begegneten

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Der zucht­un­taug­li­che Boxer

Auch mit der Zucht­taug­lich­keit eines Hun­des müs­sen sich zuwei­len die Amts­ge­rich­te befas­sen. Aktu­ell hat­te es das Amts­ge­richt Mün­chen mit dem Boxer-Rüden „Hero“ zu tun: Der Klä­ger ist Mit­glied bei einem Boxer Hun­­­de-Club in Mün­chen und besitzt den sechs Jah­re alten Rüden Hero, den er zu Zucht­zwe­cken ein­setzt. Am 17.04.11 fand eine

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Kampf­hun­de­steu­er für arti­ge Rottweiler

Eine Gemein­de darf auch für Kampf­hun­de, für die ein indi­vi­du­el­ler Nach­weis feh­len­der gestei­ger­ter Aggres­si­vi­tät erbracht wur­de, eine erhöh­te Hun­de­steu­er fest­set­zen. Die Beklag­te durf­te für gelis­te­te Kampf­hun­de nach § 1 Abs. 2 Kampf­hun­de­VO mit soge­nann­tem Nega­tiv­zeug­nis eine erhöh­te Hun­de­steu­er fest­set­zen. Die Hun­de­steu­er­sat­zung der Beklag­ten belegt alle in § 1 der Baye­ri­schen Ver­ord­nung über Hunde

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Kampf­hun­de­steu­er – und ihre erdros­seln­de Wirkung

Eine Kampf­hun­de­steu­er, die einem fak­ti­schen Ver­bot der Hal­tung sol­cher Hun­de gleich­kommt („erdros­seln­de Wir­kung“), kann nicht auf die Steu­er­kom­pe­tenz der Gemein­de für ört­li­che Auf­wand­steu­ern gestützt wer­den. Einem Steu­er­satz für das Hal­ten eines Kampf­hun­des in Höhe von 2 000 €, der sich auf das 26-fache des Hun­de­steu­er­sat­zes für einen Nicht­kampf­hund beläuft und der den

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Die Hun­de­trai­ner-Show und das Tierschutzrecht

Seit dem 1.08.2014 bedarf, wer gewerbs­mä­ßig für Drit­te Hun­de aus­bil­den oder die Aus­bil­dung der Hun­de durch den Tier­hal­ter anlei­ten will, nach § 11 Abs. 1 Nr. 8 f TierSchG der Erlaub­nis der zustän­di­gen Behör­de. Wer­den bei einer Show an Hun­den frem­der Hun­de­hal­ter Trai­nings­me­tho­den demons­triert, stellt dies ein Anlei­ten der Hun­de­hal­ter zur Ausbildung

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Wer nicht ange­leint ist wird geräumt

Die Belei­di­gung des Mit­mie­ters als Rechts­ra­di­ka­len, nach­dem die­ser vom Hund ange­grif­fen wor­den ist, und das mehr­fa­che Nicht­an­lei­nen des Hun­des kön­nen zu einer frist­lo­sen Kün­di­gung durch den Ver­mie­ter füh­ren. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Räu­mungs­kla­ge der Ver­mie­te­rin Recht gege­ben, die einer Mie­te­rin mit

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Ein Kampf­hund fällt Men­schen an. Sagt doch schon das Gesetz.

Der Hal­ter eines Kampf­hun­des i.S.d. § 1 Abs. 2 Pol­Vo­gH BW, bei dem die ras­se­spe­zi­fisch begrün­de­te Ver­mu­tung beson­de­rer Gefähr­lich­keit nicht durch eine Ver­hal­tens­prü­fung wider­legt ist, muss damit rech­nen, dass der Hund jeder­zeit auch ohne vor­he­ri­ge Warn­zei­chen Men­schen anfällt. Der Hal­ter eines Hun­des ist ver­pflich­tet, die­sen zu über­wa­chen und so abzu­si­chern, dass Verletzungen

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Geldscheine

Der Hund an der Tankstelle

Auf einem Tank­stel­len­ge­län­de gilt – ver­gleich­bar wie auf Park­plät­zen – in erhöh­tem Maße für Fahr­zeug­füh­rer das gegen­sei­ti­ge Rück­­sich­t­­nah­­me-Gebot. Wird ein Hund ange­fah­ren und ver­letzt, spie­len für die Höhe des Scha­dens­er­sat­zes grund­sätz­lich der Wert des Tie­res und sein Alter ledig­lich eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Die Höhe der Erfolgs­aus­sicht der Behand­lung spielt insoweit

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Schaf geris­sen – Hund gefährlich

Hat der Hund ein Schaf geris­sen, bedarf es zur Fest­stel­lung sei­ner Gefähr­lich­keit gemäß § 7 Abs. 1 Satz 2 des Nie­der­säch­si­chen Geset­zes über das Hal­ten von Hun­den (NHundG) aus Grün­den der Gefah­ren­vor­sor­ge regel­mä­ßig kei­ner wei­te­ren Prü­fung der Behör­de. Rechts­grund­la­ge der Fest­stel­lung der Gefähr­lich­keit eines Hun­des ist § 7 Abs. 1 Satz 2 NHundG. Danach stellt die

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Erst der Wesens­test macht den Kampfhund

Auch bei Hun­den der in § 1 Abs. 2, Abs. 3 der baden-wür­t­­te­m­­ber­­gi­­schen Poli­zei­ver­ord­nung des Innen­mi­nis­te­ri­ums und des Minis­te­ri­ums für Länd­li­chen Raum und Ver­brau­cher­schutz über das Hal­ten gefähr­li­cher Hun­de vom 3. August 2000 (Pol­VO­gH) genann­ten Ras­sen kann eine ver­bind­li­che Ein­stu­fung als „Kampf­hund“ im Sin­ne des § 1 Abs. 1 der Poli­zei­ver­ord­nung des Innen­mi­nis­te­ri­ums und

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Eine Hün­din namens Bab­si – Zuwei­sung und Her­aus­ga­be eines Hun­des wäh­rend des Getrenntlebens

Bei den Bil­lig­keits­er­wä­gun­gen im Sin­ne des § 1361 a Abs. 2 BGB dürf­te es sich weni­ger um sol­che han­deln, die das Wohl des Hun­des betref­fen, als viel­mehr um sol­che, die eine sinn­vol­le Teil­ha­be der getrennt­le­ben­den Ehe­leu­te an den zur Dis­po­si­ti­on ste­hen­den „Haus­halts­ge­gen­stän­den“ und damit auch Tie­ren ermög­li­chen. Auf Tie­re sind gemäß §

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Der Biss in der Hun­de­pen­si­on – und die Tierhalterhaftung

Ein Aus­schluss der Tier­hal­ter­haf­tung wegen Han­delns auf eige­ne Gefahr kommt auch dann regel­mä­ßig nicht in Betracht, wenn der Geschä­dig­te einen Hund für meh­re­re Tage in sei­ner Hun­de­pen­si­on auf­ge­nom­men und für die­se Zeit die Beauf­sich­ti­gung des Tie­res über­nom­men hat. Ein für die Ver­let­zung mit­ur­säch­li­ches Fehl­ver­hal­ten des Geschä­dig­ten ist gege­be­nen­falls nach §

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Der im Büro stö­ren­de Hund

Einem Arbeit­ge­ber steht es im Rah­men des Direk­ti­ons­rechts zu, die Bedin­gun­gen, unter denen Arbeit zu leis­ten ist, fest­zu­le­gen. Dazu zählt auch, ob und unter wel­chen Bedin­gun­gen ein Hund mit ins Büro gebracht wer­den darf. Sind sach­li­che Grün­de für eine Ände­rung der bis­he­ri­gen Pra­xis gege­ben, liegt kein Ver­stoß gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz

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Schmer­zens­geld wegen eines toten Hundes

Die Recht­spre­chung zu Schmer­zens­geld­an­sprü­chen in Fäl­len psy­chisch ver­mit­tel­ter Gesund­heits­be­ein­träch­ti­gun­gen mit Krank­heits­wert bei der Ver­let­zung oder Tötung von Ange­hö­ri­gen oder sonst nahe­ste­hen­den Per­so­nen (den soge­nann­ten Schock­schä­den) ist nicht auf Fäl­le psy­chi­scher Gesund­heits­be­ein­träch­ti­gun­gen im Zusam­men­hang mit der Ver­let­zung oder Tötung von Tie­ren zu erstre­cken. Ein sol­cher Scha­dens­er­satz­an­spruch aus § 7 Abs. 1, §

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