Sie­ben Hun­de und ein Kind

Für das Umgangs­recht eines Vaters mit sei­nem Klein­kind, hat die­ser sicher­zu­stel­len, dass das Kind wäh­rend der Umgangs­kon­tak­te in Gegen­wart von einem oder meh­re­ren im Haus­halt leben­den Hund(en) nicht unbe­auf­sich­tigt sein wird. Es ist nicht erfor­der­lich, dass alle Hun­de abwe­send sind. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main in dem

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Die kon­takt­lo­se Dienst­leis­tung im Hundesalon

Die für den geschlos­se­nen Ein­zel­han­del zuge­las­se­ne Abhol­an­ge­bo­te (Click&Collect) muss auch ver­gleich­ba­ren Hun­de­sa­lons gestat­tet sein, da ansons­ten ein Ver­stoß gegen den all­ge­mei­nen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz aus Art. 3 Abs. 1 GG vor­liegt. Mit die­ser Begrün­dung hat der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Vor­schrift in der Coro­­na-Ver­­or­d­­nung, die den Betrieb von Hun­de­sa­lons und

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Der im Tier­heim unter­ge­brach­te Pro­blem­hund – und die Spendenbescheinigung

Ist mit einer Geld­zah­lung an einen Tier­schutz­ver­ein gera­de kei­ne „Zuwen­dung zur För­de­rung steu­er­be­güns­tig­ter Zwe­cke“ in das Ver­eins­ver­mö­gen gemacht wor­den, son­dern eine geziel­te Zuwen­dung zur Ver­sor­gung eines ganz bestimm­ten sog. Pro­blem­hun­des, dann han­delt es sich nicht um eine Spen­de. Mit die­ser Begrün­dung hat das Finanz­ge­richt Köln in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Coro­na – und kei­ne recht­mä­ßi­ge Schlie­ßung eines Hundesalons

Die seit der Neu­fas­sung der Ver­ord­nung vom 30. März 2020 in § 13 Satz 2 Coro­­na-Schutz-Ver­­or­d­­nung NRW vor­ge­nom­me­ne Begren­zung auf die Zuläs­sig­keit von Ein­zel­maß­nah­men (Unter­sa­gung des Geschäfts­be­triebs) nur noch bei Vor­lie­gen einer kon­kre­ten Gefahr steht mit Bun­des­recht nicht in Ein­klang und ist von kei­ner Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge gedeckt. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Min­den in

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Tier­ret­tung aus dem Fahr­zeug und die Kos­ten der Fahrzeugschäden

Für Beschä­di­gun­gen am Fahr­zeug, die durch eine Tier­ret­tungs­maß­nah­me ent­stan­den sind, kann kein Scha­dens­er­satz ver­langt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Nürn­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ent­schei­dung des Land­ge­richts Nürn­­berg-Fürth bestä­tigt, das eine Kla­ge auf Scha­dens­er­satz abge­wie­sen hat. Im August 2018 woll­te die Klä­ge­rin mit ihrer Fami­lie ein

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Der töd­li­che Angriff eines Hundes

Haben die Hal­ter eines Hun­des nach­hal­tig gegen ihre Sorg­falts­pflich­ten, den Hund so zu hal­ten, dass von ihm kei­ne Gefahr für Drit­te aus­geht, ver­sto­ßen, kann im Fall eines töd­li­chen Angriffs des Hun­des die Ver­ur­tei­lung zu einer Bewäh­rungs­stra­fe ange­mes­sen sein. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Kan­­gal-Rüden entschieden

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Die schmerz­haf­te Aus­bil­dung eines Hundes

Die Tier­­schutz-Hun­­­de­­ver­­or­d­­nung begrün­det nach dem Wil­len des Ver­ord­nungs­ge­bers Min­dest­an­for­de­run­gen zur Befrie­di­gung wesent­li­cher Grund­be­dürf­nis­se des Hun­des, von denen die Hun­de­hal­ter auch zum Zweck der Erzie­hung nicht abwei­chen dür­fen. Die Durch­füh­rung einer Aus­bil­dung ist kein ver­nünf­ti­ger Grund, der es recht­fer­tigt, einem Tier erheb­li­che Schmer­zen zuzu­fü­gen und gegen das Tier­schutz­ge­setz zu ver­sto­ßen. So

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Der Unfall wäh­rend der Arbeit – mit dem nicht auf dem Betriebs­ge­län­de ein­ge­setz­ten eige­nen Hund

Kommt es auf dem Betriebs­ge­län­de beim Unter­neh­mer zu einem Beiß­vor­fall mit sei­nem nur aus pri­va­ten Grün­den gehal­te­nen Hund, tritt die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung nicht ein. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Aner­ken­nung als Arbeits­un­fall abge­lehnt und damit die Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Stutt­gart bestä­tigt. Am Unfalltag

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Schmer­zens­geld nach Hundebiss

Für die Fra­ge des Scha­dens­er­sat­zes wegen eines Hun­de­s­bis­ses kommt es nicht dar­auf an, ob der eige­ne oder der frem­de Hund gebis­sen hat, son­dern wel­cher Hund die Ver­let­zung ver­ur­sacht hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Scha­dens­er­satz­kla­ge statt­ge­ge­ben und dem Klä­ger sowohl Schmer­zens­geld als auch

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Schei­dung: wem gehört der Hund?

Bei Schei­dungs­hun­den besteht kein gesetz­li­cher Anspruch auf die Rege­lung eines Umgangs­rech­tes mit dem Hund. Eine Zutei­lung von im Allein­ei­gen­tum eines Ehe­gat­ten ste­hen­den Haus­halts­ge­gen­stän­den – und damit auch Tie­ren – anläss­lich der Schei­dung an den ande­ren Ehe­part­ner ist nicht gesetz­lich vor­ge­se­hen. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart in dem hier

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Kein Maul­korb für Kalle

Die im Gesetz zugrun­de geleg­te Unter­scheid­bar­keit von Hun­den nach Ras­se­zu­ge­hö­rig­keit sei nicht dyna­misch zu ver­ste­hen, son­dern knüp­fe sta­tisch an einen vom Gesetz­ge­ber vor­ge­fun­de­nen Bestand an Hun­de­ras­sen an. Weist ein Hund vom Typ „Old Eng­lish Bull­dog“ kei­ne wesent­li­chen Züge eines „Ame­ri­can Bull­dog“ auf, han­delt es sich um kei­ne Kreu­zung von sogenannten

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Ein­rei­hung – und die Erläu­te­run­gen zum Har­mo­ni­sier­ten System

Das ent­schei­den­de Kri­te­ri­um für die zoll­recht­li­che Tari­fie­rung von Waren ist all­ge­mein in deren objek­ti­ven Merk­ma­len und Eigen­schaf­ten zu suchen, wie sie im Wort­laut der Posi­tio­nen und Unter­po­si­tio­nen der Kom­bi­nier­ten Nomen­kla­tur und in den Anmer­kun­gen zu den Abschnit­ten oder Kapi­teln fest­ge­legt sind. Dane­ben gibt es Erläu­te­run­gen und Ein­rei­hungs­avi­se, die ein wich­ti­ges, wenn

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Blin­den­führ­hun­de – und die gewerb­li­che Hundeerziehung

Die Betrei­be­rin einer Blin­den­führ­hun­de­schu­le erzielt Ein­künf­te aus Gewer­be­be­trieb. Eine „unter­rich­ten­de oder erzie­he­ri­sche Tätig­keit“ i.S. des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG erfor­dert ein Tätig­wer­den gegen­über Men­schen. Aus Art.20a GG folgt eben­falls kei­ne über den Wort­laut hin­aus­ge­hen­de Anwen­dung des § 18 Abs. 1 Nr. 1 EStG bei der Aus­bil­dung von Blin­den­führ­hun­den. Die Aus­bil­dung und

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Gerichtsgebäude

Wenn es dem Woh­nungs­käu­fer stinkt…

Zwar stel­len eine Viel­zahl von Hun­de­hau­fen einen Sach­man­gel dar, aber ein Scha­dens­er­satz kann erst dann ver­langt wer­den, wenn zum Ent­fer­nen der Hau­fen auf­ge­for­dert wor­den ist und eine ent­spre­chen­de Nach­frist gesetzt wur­de. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Mün­chen in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Käu­fers einer Eigen­tums­woh­nung gegen

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Tref­fen zwei Hun­de aufeinander…

Ver­ur­sacht ein Tier einen Scha­den, haf­tet der Tier­hal­ter. Die­se gesetz­li­che Haf­tung greift auch dann, wenn den Tier­hal­ter selbst an dem Scha­den kein Ver­schul­den trifft, jeden­falls dann, wenn es sich nicht um ein Nutz­tier han­delt. Tref­fen zwei Tie­re unter­schied­li­cher Hal­ter auf­ein­an­der, bestimmt sich die Ersatz­pflicht nach dem Umfang ihrer jewei­li­gen Verursachungsbeiträge.

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Oberland

Poli­zei­hund im Ein­satz kann Scha­dens­er­satz nach sich ziehen

Ein Hun­de­füh­rer muss den Hund auch in einer Fest­nah­me­si­tua­ti­on so beherr­schen und kon­trol­lie­ren, dass ein will­kür­li­ches Bei­ßen des Hun­des aus­ge­schlos­sen ist. Er ist ver­pflich­tet dafür zu sor­gen, dass es bei einem ein­zel­nen, der Fest­nah­me die­nen­den Biss bleibt. Andern­falls liegt eine zumin­dest fahr­läs­si­ge Amts­pflicht­ver­let­zung des Poli­zei­be­am­ten vor. So die Ent­schei­dung des Oberlandesgerichts

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Hun­de demons­trie­ren mit

Trotz Mit­nah­me­ver­bot dür­fen Hun­de bei einer geplan­ten Demons­tra­ti­on gegen das Ver­bot von Hun­den auf dem Ufer­weg des Schlach­ten­sees mit­de­mons­trie­ren. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall durch Eil­be­schluss ent­schie­den. Der Antrag­stel­ler beab­sich­tigt, im Rah­men eines Auf­zu­ges mit unge­fähr 30 Per­so­nen und mit­ge­führ­ten Hun­den, den Schlach­ten­see auf dem

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Oberland

Hun­de in der Woh­nungs­ei­gen­tums­an­la­ge – und die Anleinpflicht

Ob die in einem Mehr­heits­be­schluss ent­hal­te­ne, nicht gegen ein gesetz­li­ches Ver­bot ver­sto­ßen­de Erlaub­nis, Hun­de auch unan­ge­leint auf einer Rasen­flä­che des Gemein­schafts­ei­gen­tums spie­len zu las­sen, ord­nungs­mä­ßi­gem Gebrauch ent­spricht, kann nicht gene­rell bejaht oder ver­neint wer­den, son­dern beur­teilt sich anhand der kon­kre­ten Umstän­de des Ein­zel­fal­les. Inhalts­über­sichtBeschluss­kom­pe­tenz der WEG-Ver­samm­lung­Hun­­­de­hal­­tung und „ord­nungs­ge­mä­ßer Gebrauch“ Beschlusskompetenz

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Hun­de­trans­port aus dem euro­päi­schen Ausland

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat in einem Ver­fah­ren, in dem es um die Gel­tung tier­schutz­recht­li­cher Bestim­mun­gen für den Trans­port und die Ver­mitt­lung von Hun­den aus dem euro­päi­schen Aus­land nach Deutsch­land geht, den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on in Luxem­burg zur Vor­ab­ent­schei­dung über die Aus­le­gung uni­ons­recht­li­cher Bestim­mun­gen ange­ru­fen. Kon­kret wur­den dem Gerichtshof

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Lei­nenzwang für Hun­de in der Innenstadt

Von unan­ge­leint umher­lau­fen­den Hun­den kann eine Gefähr­dung für die mensch­li­che Gesund­heit und für ande­re Hun­de oder Tie­re aus­ge­hen, die geeig­net ist, die all­ge­mei­ne Anord­nung eines Lei­nenzwangs für Hun­de in einem Innen­stadt­be­reich zu recht­fer­ti­gen. Eine ent­spre­chen­de Rege­lung fin­det ihre erfor­der­li­che gesetz­li­che Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge in § 55 Abs. 1 Nr. 1 Nds. SOG. Hier­nach werden

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Pro­hi­bi­ti­ve Hun­de­steu­er für einen Kampfhund

Eine Steu­er­be­las­tung von 2000 Euro für einen soge­nan­nen Kampf­hund, die den anzu­neh­men­den Hun­­­de­hal­­tungs-Auf­­­wand pro Jahr von 900 bis 1000 Euro so deut­lich über­steigt, ist nicht mehr zu recht­fer­ti­gen und wirkt sich aus wie ein auf bestimm­te Ras­sen bezo­ge­nes Hun­de­hal­tungs­ver­bot. Mti die­ser Begrün­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof in dem hier vorliegenden

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Die Hun­de­ver­mitt­lung für einen kroa­ti­schen Tierhilfeverein

Eine hohe Anzahl von ver­mit­tel­ten Hun­den, die zu Prei­sen abge­ge­ben wor­den sind, die sich im Rah­men des­sen bewe­gen, was in Inter­­net- und Zei­tungs­an­zei­gen für ver­gleich­ba­re Hun­de ver­langt wird, spricht dafür, dass die­se Tätig­keit als ein nach dem Tier­schutz­ge­setz erlaub­nis­pflich­ti­ger gewerbs­mä­ßi­ger Tier­han­del anzu­se­hen ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in

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Hun­de­hal­tung und Kat­zen­hal­tung in der Mietwohnung

Durch All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen – und damit auch bei­spiels­wei­se durch For­mu­lar­miet­ver­trä­ge – kann dem Mie­ter die Hal­tung von Hun­den und Kat­zen nicht gene­rell ver­bo­ten wer­den: Eine All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung in einem Miet­ver­trag über Wohn­räu­me, die den Mie­ter ver­pflich­tet, „kei­ne Hun­de und Kat­zen zu hal­ten“ ist wegen unan­ge­mes­se­ner Benach­tei­li­gung des Mie­ters unwirk­sam. In

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Der bei der Poli­zei abge­ge­be­ne Hund

Wird ein bei der Poli­zei abge­ge­be­nes Tier von einem Tier­schutz­ver­ein dort abge­holt und vor­über­ge­hend unter­ge­bracht, hat der Ver­ein kei­nen Zah­lungs­an­spruch gegen das Land wegen Ersatz der erbrach­ter Pfle­ge­kos­ten. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Tier­schutz­ver­eins abge­wie­sen, der vom Land als Träger

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All­ge­mei­ner Lei­nenzwangs für Hun­de in Heidelberg

Die Anord­nung eines all­ge­mei­nen Lei­nenzwangs für Hun­de durch Poli­zei­ver­ord­nun­gen ist jeden­falls dann ver­hält­nis­mä­ßig, wenn in der jewei­li­gen Gemein­de aus­rei­chend Flä­chen ver­blei­ben, auf denen Hun­de frei lau­fen kön­nen. Der in § 15 Abs. 2 Nr. 6 der Poli­zei­ver­ord­nung zur Auf­recht­erhal­tung der öffent­li­chen Sicher­heit und Ord­nung und gegen umwelt­schäd­li­ches Ver­hal­ten (Stra­­ßen- und Anlagenpolizeiverordnung –

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„Dog­sit­ting“ als haus­halts­na­he Dienstleistung

Die Kos­ten für einen „Dog­sit­ter“ sind jeden­falls dann nicht als haus­halts­na­he Dienst­leis­tun­gen absetz­bar sind, wenn die Hun­de außer­halb der Woh­nung und des Gar­tens des Steu­er­pflich­ti­gen betreut wer­den. In dem jetzt vom Finanz­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­nen Fall hat der Klä­ger zwei Hun­de, für die er regel­mä­ßig einen Betreu­ungs­ser­vice in Anspruch nimmt. Die

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Hun­de­beis­se­rei

Beisst ein Hund einen ande­ren, so ist das aus­rei­chend für die Fest­stel­lung der Gefähr­lich­keit eines Hun­des nach § 7 Abs. 1 Satz 2 NHundG. Mit dem Bescheid vom 2. Novem­ber 2011 stell­te der Antrags­geg­ner die Gefähr­lich­keit des vom Antrag­stel­ler gehal­te­nen Hun­des, der zunächst als Staf­fordshire Ter­ri­er und nach­fol­gend als „Boxer­misch­lings­hün­din“ ein­ge­stuft wur­de, nach

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Fest­stel­lung der Gefähr­lich­keit eines Hundes

Die von wech­sel­sei­ti­gen Aggres­sio­nen gepräg­te Begeg­nung zwei­er Hun­de ent­spricht den natür­li­chen und art­ge­mä­ßen Ver­hal­tens­wei­sen von Hun­den, ohne dass hier­aus die Besorg­nis einer das natür­li­che Maß über­stei­gen­den Kampf­be­reit­schaft oder Angriffs­lust oder gar eine Ver­let­zungs­ab­sicht gefol­gert wer­den kann. Eine gestei­ger­te Aggres­si­vi­tät bzw. eine über das natür­li­che Maß hin­aus­ge­hen­de Kampf­be­reit­schaft, Angriffs­lust oder Schärfe

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Schreibmaschine

Ein­griff in eine Hundebeißerei

Ein Hun­de­hal­ter, der in die Bei­ße­rei zwei­er Hun­de ein­greift, um ihr eige­nes Tier zu schüt­zen, dabei von dem frem­den Hund gebis­sen und ver­letzt wur­de, muss sich einen hohen Mit­ver­schul­dens­an­teil zurech­nen las­sen und kann von der Hal­te­rin des frem­den Tie­res nur antei­li­gen Scha­dens­er­satz und Schmer­zens­geld ver­lan­gen. In einem jetzt vom Oberlandesgericht

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Unter­sa­gung des Han­dels mit Balkan-Hunden

Die Kreis­ver­wal­tung Ahr­wei­ler unter­sagt der Antrag­stel­le­rin mit Bescheid vom 9. August 2011 den gewerbs­mä­ßi­gen Hun­de­han­del sowie den gewerbs­mä­ßi­gen Han­del mit aus EG-Län­­dern ver­brach­ten bzw. aus Dritt­län­dern ein­ge­führ­ten Hun­den. Anlass waren meh­re­re Kon­trol­len der Hun­de­hal­tung der Antrag­stel­le­rin durch das Vete­ri­när­amt der Kreis­ver­wal­tung Ahr­wei­ler zwi­schen Juli 2010 und August 2011, wobei neben

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Landgericht Leipzig

Wenn zwei Hun­de… – oder: der gebis­se­ne Hundehalter

Gera­ten zwei Hun­de in Streit und erlei­det die Besit­ze­rin eines der Hun­de dadurch eine Ver­let­zung, ist die Tier­ge­fahr, die von ihrem eige­nen Hund aus­ging, bei der Fest­set­zung des Schmer­zens­gel­des zu berück­sich­ti­gen. An einem Nach­mit­tag im Novem­ber 2009 gin­gen zwei Münch­ne­rin­nen mit ihren Hun­den im Eng­li­schen Gar­ten spa­zie­ren. Zwi­schen bei­den Hunden,

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Deut­sche Dog­gen schau­ten über die Grundstücksmauer…

Ein Grund­stücks­ei­gen­tü­mer muss nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Neu­stadt für die Kos­ten eines Poli­zei­ein­sat­zes auf­kom­men, wenn sei­ne aus dem Zwin­ger aus­ge­bro­che­nen Hun­de auf sei­nem Grund­stück frei her­um­lau­fen und aus Sicht der von Nach­barn her­bei­ge­ru­fe­nen Poli­zei­be­am­ten eine Gefahr für die öffent­li­che Sicher­heit besteht. Der in Spey­er wohn­haf­te Klä­ger hält auf seinem

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Neu­es Hun­de­ge­setz in Niedersachsen

Der Nie­der­säch­si­sche Land­tag hat heu­te die Neu­fas­sung des Nie­der­säch­si­schen Hun­de­ge­set­zes ver­ab­schie­det. Das Gesetz tritt am 1. Juli 2011 in Kraft. Mit der Neu­fas­sung wird das bis­he­ri­ge Hun­de­ge­setz, das Rege­lun­gen für den Fall ent­hielt, dass ein Hund im Ein­zel­fall als gefähr­lich in Erschei­nung trat, abge­löst. Die Neu­fas­sung ent­hält nun – auf­bau­end auf den

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Kampf­hun­de mit Wesenstest

Anord­nun­gen zur Hal­tung von Hun­den kön­nen nicht allein mit der Begrün­dung erlas­sen wer­den, dass die Hun­de in der Kampf­hun­de­ver­ord­nung auf­ge­führt sind, wenn die Hun­de den sog. Wesens­test bestan­den haben. Mit die­ser Begrün­dung hat der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof dem Hal­ter eines Rott­wei­lers statt­ge­ge­ben, der von der ört­li­chen Ord­nungs­be­hör­de ver­pflich­tet wor­den war, ihren

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Häft­ling mit Hund

Ein Hun­de­hal­ter, der eine län­ge­re Straf­haft anzu­tre­ten hat, kann sich nicht dar­auf ver­las­sen, dass sein Tier wäh­rend der Haft auf Kos­ten des Steu­er­zah­lers unter­ge­bracht wird. Dies gilt zumin­dest dann, wenn der Hun­de­hal­ter selbst sein Tier ver­nach­läs­sigt hat. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen ent­schie­de­nen Ver­fah­ren des einst­wei­li­gen Rechts­schut­zes hat­te der Antragsteller

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Nur vier York­shire­ter­ri­er im Wohngebiet

Eine Bau­auf­sichts­be­hör­de kann von einem Eigen­tü­mer, des­sen Haus in einer von Wohn­nut­zung gepräg­ten Umge­bung steht, eine Redu­zie­rung der Anzahl von York­shire­ter­ri­ern auf vier Hun­de for­dern. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Koblenz ent­schie­de­nen Fall sind die Klä­ger seit Dezem­ber 2008 Eigen­tü­mer eines mit einem Wohn­haus bebau­ten und in Orts­rand­la­ge befind­li­chen Grundstücks

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100 Hun­de

Auch Tier­lie­be muss ihre Gren­zen haben, auch wenn sie in der Gestalt eines „Gna­den­ho­fes“ daher kommt. Plas­tisch zeigt dies ein jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver ent­schie­de­ner Fall einer Hun­de­hal­te­rin aus Var­rel im Land­kreis Diep­holz: Die Antrag­stel­le­rin bewohnt einen Rest­hof in einem Orts­teil von Var­rel und hielt dort neben zahl­rei­chen Tie­ren (Kat­zen,

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Umgangs­recht mit dem Familienhund?

Da heißt es wohl Abschied neh­men: Einem getrennt leben­den Ehe­gat­ten­steht kein recht­li­cher Anspruch auf ein Umgangs­recht mit einem wäh­rend der Ehe­zeit ange­schaff­ten bei dem ande­ren Ehe­gat­ten leben­den Hund zusteht. In einem Fall des Ober­lan­des­ge­richts Hamm ver­blieb der wäh­rend der Ehe­zeit ange­schaff­te Hund nach der Tren­nung der Par­tei­en ver­ein­ba­rungs­ge­mäß bei dem

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Hun­de­ge­bell zur Mit­tags- und Nachtzeit

Wie kann eine Gemein­de gegen Hun­de­ge­bell zur Mit­­­tags- und Nacht­zeit vor­ge­hen? Der Baye­ri­sche Ver­wal­tungs­ge­richts­hof bejaht dies grund­sätz­lich, hat aber gleich­wohl im einem bei ihm anhän­gi­gen Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes der Hal­te­rin eines Hun­des Recht gege­ben und zugleich die Beru­fung gegen ein gegen­tei­li­ges (Hauptsache-)Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Mün­chen zuge­las­sen. Die Gemein­de Gräfelfing

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Ver­bot der Rottweiler-Haltung

Einem Hun­de­hal­ter kann die Hal­tung von Rott­wei­lern ver­bo­ten wer­den, wenn ein von ihm gehal­te­ner Rott­wei­ler bereits mehr­fach auf­fäl­lig gewor­den ist. Mit die­ser Begrün­dung bestä­tig­te das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen jetzt die sofor­ti­ge Voll­zieh­bar­keit eines Beschei­des, mit dem die Stadt Bad Müns­ter­ei­fel die nach dem Lan­des­hun­de­ge­setz erfor­der­li­che Erlaub­nis zum Hal­ten eines Rott­wei­lers wider­ru­fen hat.

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Hunds­gut­ach­ten

Über die Gefähr­lich­keit eines Hun­des, der an meh­re­ren Beiß­vor­fäl­len betei­ligt war, darf ein Gut­ach­ten ein­ge­holt wer­den. In einem jetzt vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz ent­schie­de­nen Fall hat­te der Hund des Antrag­stel­lers im Mai 2008 sowie im Juli und August 2009 jeweils ande­re Hun­de gebis­sen. Dar­auf­hin gab die Ord­nungs­be­hör­de dem Antragsteller

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Der Hun­de­han­del und das Baurecht

Eine bau­auf­sicht­li­che Ver­fü­gung, mit der dem Mie­ter eines Anwe­sens im Rhein-Lahn-Kreis die Nut­zung des Anwe­sens zum gewerb­li­chen Hun­de­han­del unter­sagt wird, ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Koblenz vor­aus­sicht­lich recht­mä­ßig. Der Mie­ter betreibt auf einem Grund­stück im Rhein-Lahn-Kreis mit tier­schutz­recht­li­cher Erlaub­nis einen Hun­de­han­del. Zu die­sem Zweck führt er nach behörd­li­chen Anga­ben mehrmals

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Sach­kun­de­nach­weis für gefähr­li­che Hun­de in Niedersachsen

Ein Sach­kun­de­nach­weis im Sin­ne des § 8 NHundG setzt vor­aus, dass der Hun­de­hal­ter prak­ti­sche Fähig­kei­ten zum Füh­ren eines Hun­des in der Frei­fol­ge bele­gen kann. Mit die­ser Begrün­dung lehn­te jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Sta­de eine Kla­ge ab, mir der die Klä­ge­rin eine Erlaub­nis begehr­te, ihren gefähr­li­chen Hund zu hal­ten. Rechts­grund­la­ge für die Erteilung

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Gna­den­frist für bis­si­ge Schäferhunde

Bis­si­ge Hun­de dür­fen von der zustän­di­gen Ord­nungs­be­hör­de beschlag­nahmt und ein­ge­zo­gen, nicht aber auch sofort ein­ge­schlä­fert wer­den. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg hat mit den Eil­an­trag des Hal­ters einer Schä­fer­hün­din gegen deren Beschlag­nah­me und Ein­zie­hung abge­lehnt, die die Stadt Dorn­han nach dem drit­ten Beiß­vor­fall ange­ord­net hat­te. Soweit die Stadt dar­über hin­aus die sofortige

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Der gefähr­li­che Jagdhund

Bereits ein ein­zel­ner Beiss­vor­fall recht­fer­tigt bei einem Hund die Fest­stel­lung, dass es sich um einen gefähr­li­chen Hund han­delt. Dies ent­schied jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz auf der Grund­la­ge des rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Lan­des­hun­de­ge­set­zes. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Mainz ent­schie­de­nen Eil­ver­fah­ren war der Hund der Antrag­stel­le­rin über den Vor­gar­ten­zaun auf die Stra­ße gesprungen

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Heim­tier­pass und Tollwutimpfung

Nur ein Tier, das nach sei­ner ein­deu­ti­gen Iden­ti­fi­zier­bar­keit gegen Toll­wut geimpft wur­de, erfüllt die Ver­brin­gungs­vor­schrif­ten inner­ghalt der Euro­päi­schen Uni­on nach der Heim­tier­VO. Ein Hund, der erst nach der Imp­fung durch die Implan­ta­ti­on eines Trans­pon­ders („Chip“) ein­deu­tig inden­ti­fi­zier­bar wur­de erfüllt damit die Ver­brin­gungs­vor­schrif­ten nicht. Sei­ne Unter­brin­gung in einer Qua­ran­tät­ne­sta­ti­on kann daher

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Nie­der­sach­sen an der Leine

Ein Lei­nenzwang kann auf der Grund­la­ge des § 13 Abs. 1 NHundG i.V.m. § 11 Nds.SOG unab­hän­gig davon ange­ord­net wer­den, ob ein Hund gefähr­lich im Sin­ne des § 3 NHundG ist. Für eine der­ar­ti­ge Anord­nung ist es nicht erfor­der­lich, dass ein Hund bereits durch Bei­ßen von Men­schen oder Tie­ren oder sons­ti­ges aggressives

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Tier­schutz endet nicht an der Landesgrenze

Holt ein Rhein­­land-Pfäl­­zer einen „gefähr­li­chen Hund“ aus einem baden-wür­t­­te­m­­ber­­gi­­schen Tier­heim, kann ihm des­sen Hal­tung nicht mit der Begrün­dung unter­sagt wer­den, das Tier stam­me nicht aus einem Tier­heim des Lan­des Rhein­­land-Pfalz. Dies hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt jetzt in einem Eil­ver­fah­ren ent­schie­den. Im zugrun­de lie­gen­den Fall hat­te eine in der Süd­pfalz wohnende

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Landgericht Leipzig

Weg­sper­ren statt anleinen

Beißt ein Hund zu, haf­tet in aller Regel sein Hal­ter. Ist von frü­he­ren Vor­fäl­len bekannt, dass der Vier­bei­ner häu­fi­ger das Maul etwas voll nimmt, kann das selbst dann gel­ten, wenn der Hund bei sei­ner Biss­at­ta­cke ange­ket­tet war. Das zeigt ein Urteil des Land­ge­richts Coburg, mit dem eine Hun­de­hal­te­rin ver­ur­teilt wur­de, einem

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Vor­trag in der Nichtzulassungsbeschwerde

§ 116 Abs. 3 Satz 3 FGO stellt Anfor­de­run­gen an die Klar­heit, Ver­ständ­lich­keit und Über­schau­bar­keit des Beschwer­de­vor­brin­gens bei der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de. Eine meh­re­re hun­dert Sei­ten umfas­sen­de Beschwer­de­be­grün­dung, die zugleich wei­te­re Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den gegen ande­re Urtei­le des glei­chen Finanz­ge­richts betrifft und die in gro­ßem Umfang Kopien von Schrift­stü­cken ent­hält, ent­spricht den Anfor­de­run­gen nicht, wenn die

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Hund auf der Fahrbahn

Ein Auto­fah­rer muss nicht damit rech­nen, dass ein ange­leint geführ­ter Hund sich unver­mit­telt los­reißt und auf die Fahr­bahn läuft. Zwar gehen bekannt­lich auch Hun­de mit­un­ter ger­ne ihre eige­nen Wege. Doch wer­den sie an der Lei­ne spa­zie­ren geführt, ist davon aus­zu­ge­hen, dass das Herr­chen die Rich­tung vor­gibt. Damit, dass der Hund

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