Zugang zu Infor­ma­tio­nen der Nach­rich­ten­diens­te beim Bun­des­kanz­ler­amt

Das Bun­des­kanz­ler­amt als Fach­auf­sichts­be­hör­de über den Bun­des­nach­rich­ten­dienst darf den Antrag auf Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen mit der Begrün­dung ver­wei­gern, dass die betref­fen­den Schrift­stü­cke vom Bun­des­nach­rich­ten­dienst stam­men. Ent­spre­chen­des gilt für Infor­ma­tio­nen des Bun­des­amts für Ver­fas­sungs­schutz, die das Bun­des­kanz­ler­amt im Rah­men sei­ner Koor­di­nie­rungs­tä­tig­keit für die Nach­rich­ten­diens­te erhal­ten hat. Das hat jetzt das

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Die Voll­stre­ckungs­ak­te des Finanz­am­tes – und die Akten­ein­sicht des Insol­venz­ver­wal­ters

Der Insol­venz­ver­wal­ter kann von der Finanz­ver­wal­tung Akten­ein­sicht in die Voll­stre­ckungs­ak­te der Schuld­ne­rin beim Finanz­amt nach § 1 Abs. 2 S. 1 IFG M‑V ver­lan­gen, unge­ach­tet des­sen dass der Insol­venz­ver­wal­ter mit den hier­aus gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen beab­sich­tigt, einen insol­venz­recht­li­chen Anfech­tungs­an­spruch gegen das Land gel­tend zu machen. Inso­weit hat es das Ober­lan­des­ge­richt Ros­tock dahin­ste­hen las­sen, ob

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Der Fra­ge­bo­gen zur Ermitt­lung von Schein­ehen

Hin­sicht­lich eines nicht mehr ver­wen­de­ten behörd­li­chen Fra­ge­bo­gens aus dem Jahr 2009 ist Ein­sicht in den Fra­ge­bo­gen zu gewäh­ren, soweit die­ser mit dem aktu­ell ver­wen­de­ten nicht über­ein­stimmt. Nach § 4 Abs. 1 Bre­mer Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz darf eine Infor­ma­ti­ons­ge­wäh­rung nicht erfol­gen, wenn die­se den Erfolg behörd­li­cher Ver­fah­ren ver­ei­teln wür­de. Die­ser Aus­schluss­grund liegt hin­sicht­lich des aktu­ell

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Aus­kunft über die Kal­ku­la­ti­on der Nah­wär­me­ver­sor­gung

Bedient sich eine Gemein­de einer GmbH als juris­ti­sche Per­son des Pri­vat­rechts für die öffen­t­­lich-rech­t­­li­che Auf­ga­be der Wär­me­ver­sor­gung in einem Gebiet, ist die­se GmbH selbst als "Behör­de" i.S.d. Lan­des­in­for­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz, LIFG, anzu­se­hen und dem­entspre­chend ver­pflich­tet, Unter­la­gen über die Kos­ten­kal­ku­la­ti­on zur Ver­fü­gung zu stel­len. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Neu­stadt in dem

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Der Lea­sing­ver­trag als Geschäfts­ge­heim­nis

Ein Lea­sing­ver­trag für den Dienst­wa­gen des Bür­ger­meis­ters unter­liegt dem Geschäfts­ge­heim­nis der jewei­li­gen Fahr­zeug – Fir­ma. Der Zugang zu Geschäfts­ge­heim­nis­sen hängt nach dem Lan­des­in­for­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz von der Ein­wil­li­gung der betrof­fe­nen Fir­ma ab. So das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in dem hier vor­lie­gen­den Fall über Zugang zum Lea­sing­ver­trag für den Dienst­wa­gen des Bür­ger­meis­ters der Stadt

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Die Ergeb­nis­se eines Prüf­sta­ti­kers als Geschäfts­ge­heim­nis

Ein Infor­ma­ti­ons­an­spruch ist dann ein­ge­schränkt, wenn die Offen­le­gung amt­li­cher Infor­ma­tio­nen zu einer Ver­let­zung von Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen invol­vier­ter Fir­men führt und die­se den Zugang zu ihren Betriebs- und Geschäfts­ge­heim­nis­sen nicht zuge­stimmt haben. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Trier in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Ver­eins abge­wie­sen, der

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Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg – Ein­sicht­nah­me in Auf­sichts­rats­pro­to­kol­le

Der Zugang zu Infor­ma­tio­nen ist nach den Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zen des Bun­des und des Lan­des Ber­lin aus­ge­schlos­sen, wenn die Infor­ma­tio­nen nach ande­ren Geset­zen geheim zu hal­ten sind. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­gen eines Jour­na­lis­ten auf Akten­ein­sicht abge­wie­sen. Er begehr­te von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land

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Akten­ein­sicht in "UFO-Unter­la­gen"

Auf man­dats­be­zo­ge­ne Unter­la­gen der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te und des Spra­chen­diens­tes des Deut­schen Bun­des­ta­ges fin­det das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz kei­ne Anwen­dung. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in zwei Beru­fungs­ver­fah­ren die Kla­gen abge­wie­sen und die anders­lau­ten­den erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen auf­ge­ho­ben. In einem Fall hat der Klä­ger unter Beru­fung auf das IFG begehrt, ihm Ein­sicht

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Der Lea­sing­ver­trag für den Bür­ger­meis­ter­wa­gen

Zwar sind die mit einer pri­va­ten Fir­ma geschlos­se­nen Lea­sing­ver­trä­ge über die Dienst­wa­gen für einen Ober­bür­ger­meis­ter und einen Bür­ger­meis­ter "amt­li­che Infor­ma­tio­nen" im Sin­ne des Lan­des­in­for­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zes. Aller­dings steht einem gel­tend gemach­ten Anspruch auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang ent­ge­gen, dass sich die Fir­ma dar­auf beru­fen kann, dass es sich bei den Lea­sing­ver­trä­ge um ein Geschäfts­ge­heim­nis nach

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Der voll­stän­di­ge Infor­ma­ti­ons­zu­gang zur Doping­stu­die

Behör­den sind grund­sätz­lich ver­pflich­tet, den Ver­tre­tern der Pres­se die zur Erfül­lung ihrer öffent­li­chen Auf­ga­ben die­nen­den Aus­künf­te zu ertei­len. Der pres­se­recht­li­che Aus­kunfts­an­spruch ist aber allein auf eine infor­ma­ti­ve Mit­tei­lung und auf die Beant­wor­tung kon­kre­ter Fra­gen, nicht aber auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang gerich­tet. So kann eine Aus­kunft nicht aus­schließ­lich durch eine Akten­ein­sicht bzw. die

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Die Durch­wahl­num­mern im Job­cen­ter

Der Infor­ma­ti­ons­an­spruch von Bür­gern zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen kann nicht allein auf­grund der inne­ren Orga­ni­sa­ti­on einer Behör­de beschränkt wer­den. Die Dienst­te­le­fon­num­mern der Bear­bei­ter einer Behör­de unter­lie­gen nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz (IFG) nicht dem per­sön­li­chen Daten­schutz des ein­zel­nen Behör­den­mit­ar­bei­ters. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Leip­zig in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge

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Aus­kunfts­pflich­ten des Bun­des­rech­nungs­ho­fes

Der Bun­des­rech­nungs­hof muss grund­sätz­lich Aus­kunft über das Ergeb­nis sei­ner Prü­fungs­tä­tig­keit geben. In dem jetzt letzt­in­stanz­lich vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schie­de­nen Rechts­streit ver­lang­te der Klä­ger, ein Jour­na­list, vom Bun­des­rech­nungs­hof auf der Grund­la­ge des Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zes Ein­sicht in Prü­fungs­un­ter­la­gen über Zuwen­dun­gen, die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung ver­schie­de­nen Stif­tun­gen poli­ti­scher Par­tei­en

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Zugang zu den "Gut­ten­berg-Unter­la­gen" – der Wis­sen­schaft­li­che Dienst des Deut­schen Bun­des­ta­ges

Vom Anwen­dungs­be­reich des Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zes, IFG, ist nur der spe­zi­fi­sche Bereich der Wahr­neh­mung par­la­men­ta­ri­scher Ange­le­gen­hei­ten aus­ge­nom­men. Die Arbeit der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te des Deut­schen Bun­des­ta­ges ist Ver­wal­tungs­tä­tig­keit und fällt nicht dar­un­ter. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall, in dem Zugang begehrt wird zu ins­ge­samt acht Doku­men­ten der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te

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Der Blick in den Ter­min­ka­len­der der Bun­des­kanz­le­rin

Es besteht kein Anspruch nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz auf Ein­sicht in den Ter­min­ka­len­der der Bun­des­kanz­le­rin für den Zeit­raum der Pla­nung und Durch­füh­rung eines Abend­essens, das die Bun­des­kanz­le­rin ver­an­stal­te­te. Dem begehr­ten Infor­ma­ti­ons­zu­gang steht ein gesetz­li­cher Aus­schluss­grund ent­ge­gen, da die Offen­le­gung des Ter­min­ka­len­ders nach­tei­li­ge Aus­wir­kun­gen auf die inne­re Sicher­heit, ins­be­son­de­re die Sicher­heit der

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Die Aus­kunfts­pflicht des WDR

Nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz NRW und dem WDR-Gesetz hat der West­deut­sche Rund­funk zumin­dest inso­weit Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu gewäh­ren, wie die­se Aus­künf­te kei­ne Rück­schlüs­se auf das Redak­ti­ons­ge­heim­nis und den Pro­gramm­auf­trag zulas­sen. In dem jetzt vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te ein Pres­se­jour­na­list den WDR um Aus­kunft gebe­ten über

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Ein­sicht in "UFO-Unter­la­gen"

Das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz, IFG, ist auch auf Aus­ar­bei­tun­gen des Wis­sen­schaft­li­chen Diens­tes des Deut­schen Bun­des­ta­ges anzu­wen­den, so dass dies­be­züg­lich ein Anspruch auf Zugang zu amt­li­chen Infor­ma­tio­nen besteht. Zu die­sem Ergeb­nis ist das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in einem Fall gelangt, in dem der Klä­ger gemäß dem IFG begehrt hat­te, ihm Ein­blick in die im

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Infor­ma­ti­ons­pflicht gilt auch für Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um

Die Pflicht zur Infor­ma­ti­on hat ein Bun­des­mi­nis­te­ri­um grund­sätz­lich für den gesam­ten Bereich sei­ner Tätig­keit. Zu die­sem Urteil ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in den zwei hier betrof­fe­nen Fäl­len gelangt. Im ers­ten Fall begehrt der Klä­ger Ein­sicht in Unter­la­gen des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums zur Fra­ge der Reform­be­dürf­tig­keit des Kind­schafts­rechts. Anlass für die Unter­su­chun­gen und Über­le­gun­gen

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Bun­des­rech­nungs­hof hat Jour­na­lis­ten Prü­fungs­nie­der­schrift zuzu­sen­den

Auch der Bun­des­rech­nungs­hof unter­liegt dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz. Er hat einem Jour­na­lis­ten Ein­sicht in Prü­fungs­nie­der­schrif­ten zu gewäh­ren. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len hat der Kla­ge eines Jour­na­lis­ten auf Über­sen­dung von Prü­fungs­nie­der­schrif­ten des Bun­des­rech­nungs­hofs statt­ge­ge­ben. Der Bun­des­rech­nungs­hof hat­te ver­schie­de­ne Stif­tun­gen geprüft, die aus dem Haus­halt des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ)

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