Infor­ma­ti­ons­pflich­ten beim Preis­ver­gleichs­por­tal

Wel­che Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bestehen für den Betrei­ber eines Preis­ver­gleichs­por­tals? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In dem jetzt vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall ging es um ein Ver­gleichs­por­tal für Bestat­tungs­prei­se. Der Klä­ger ist ein ein­ge­tra­ge­ner Ver­ein, der nach sei­ner Sat­zung die För­de­rung der gewerb­li­chen Inter­es­sen sei­ner Mit­glie­der ver­folgt.

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Die Infor­ma­ti­ons­pflicht vor Preis­er­hö­hun­gen bei Strom und Gas

Die Mit­glied­staa­ten der Euro­päi­schen Uni­on müs­sen gemäß der "Strom­richt­li­nie" 2003/​54 und der "Gas­richt­li­nie" 2003/​55 in Bezug auf die Trans­pa­renz der all­ge­mei­nen Ver­trags­be­din­gun­gen einen hohen Ver­brau­cher­schutz gewähr­leis­ten. Die deut­sche Rege­lung sieht bei Ver­brau­chern, die im Rah­men der all­ge­mei­nen Ver­sor­gungs­pflicht mit Strom und Gas belie­fert wer­den, kei­ne recht­zei­ti­ge Infor­ma­ti­on vor Inkraft­tre­ten jeder Preis­er­hö­hung

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Wegen Fah­rerwech­sel Über­hol­ver­bot miss­ach­tet

Ein Bei­fah­rer in einem Kraft­fahr­zeug ist kein Ver­kehrs­teil­neh­mer und nicht ver­pflich­tet, auf Ver­kehrs­zei­chen zu ach­ten. Fin­det ein Fah­rerwech­sel statt, besteht kei­ne Ver­pflich­tung, sich nach etwaig bestehen­den beson­de­ren Ver­kehrs­re­ge­lun­gen zu erkun­di­gen. So hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines nicht­be­ach­te­ten Über­hol­ver­bo­tes ent­schie­den und ein anders­lau­ten­des Urteil des Amts­ge­richts

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Ein nicht all­ge­mein zugäng­li­ches Gebäu­de – und der Zutritt für Jour­na­lis­ten

Nach dem Ber­li­ner Pres­se­ge­setz haben Jour­na­lis­ten kein Recht, sich nicht all­ge­mein zugäng­li­che Infor­ma­tio­nen der Aus­kunfts­ver­pflich­te­ten selbst zu ver­schaff­ten. Viel­mehr kön­nen nur die Mit­tei­lung kon­kre­ter Tat­sa­chen bezo­gen auf einen bestimm­ten Sach­ver­halt ver­langt wer­den. Auch aus dem Grund­recht auf Pres­se­frei­heit ergibt sich kein Recht auf Eröff­nung einer Infor­ma­ti­ons­quel­le. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin

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Die Info-Num­mer für Bahn­ver­spä­tun­gen – oder: die akti­ve Infor­ma­ti­ons­pflicht

Fahr­gäs­te an Bahn­hö­fen sind über Ver­spä­tun­gen "zu unter­rich­ten" und nicht ledig­lich dar­über zu infor­mie­ren, wo die Infor­ma­tio­nen für sie bereit­ge­stellt wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Köln bestä­tigt, dass der Hin­weis auf eine Ser­vice-Num­­mer der Infor­ma­ti­ons­pflicht einer Betrei­be­rin von Bahn­hö­fen nicht

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Der nicht mit­ge­teil­te Tod der geschie­de­nen Ehe­frau und die zu gerin­ge Pen­si­on

Es besteht kei­ne Infor­ma­ti­ons­pflicht der Ren­ten­ver­si­che­rung, den Tod der ren­ten­ver­si­cher­ten Ehe­frau dem geschie­de­nen Pen­sio­när mit­zu­tei­len, damit die­ser den Weg­fall einer durch den Ver­sor­gungs­aus­gleich bewirk­ten Pen­si­ons­kür­zung bean­tra­gen kann. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall einem Pen­sio­när den Aus­gleich sei­ner Pen­si­ons­kür­zun­gen im Wege des Scha­dens­er­sat­zes ver­wei­gert.

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Infor­ma­ti­ons­pflich­ten der Ver­si­che­rung gegen­über dem Ver­si­che­rungs­neh­mer

Den Ver­si­che­rer trifft eine ver­trag­li­che Neben­pflicht, auf Ver­lan­gen sei­nes Ver­si­che­rungs­neh­mers mit einem von die­sem umfas­send bevoll­mäch­tig­ten Ver­tre­ter Schrift­wech­sel im Rah­men eines Ver­si­che­rungs­ver­hält­nis­ses zu füh­ren, es sei denn, dass dies dem Ver­si­che­rer aus beson­de­ren Umstän­den im Ein­zel­fall unzu­mut­bar ist. Die Fra­ge, ob es eine ver­trag­li­che Neben­pflicht des Ver­si­che­rers gibt (§ 241

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Wer­bung mit Bestell­for­mu­lar ohne Wider­rufs­be­leh­rung

Ist in einer Wer­be­an­zei­ge für ein Zeit­schrif­ten­abon­ne­ment ein Bestell­for­mu­lar bei­gefügt, mit dem die Zeit­schrift abon­niert wer­den kann, muss dar­in ein Hin­weis gemäß § 312c Abs. 1 BGB, Art. 246 § 1 Abs. 1 Nr. 10 EGBGB, § 312d Abs. 4 Nr. 3 BGB ent­hal­ten sein, dass im Fal­le einer Bestel­lung kein Wider­rufs­recht besteht. Haus­halts­ge­gen­stän­de des

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Rechts­wid­ri­ge Ein­ge­mein­dung

Eine Ein­ge­mein­dung kann durch eine nicht aus­rei­chen­de vor­he­ri­ge Bekannt­ma­chung des Gesetz­ent­wurfs rechts­wid­rig sein. Die erfor­der­li­che Bekannt­ma­chung kann auch nicht durch Pres­se­be­richt­erstat­tun­gen ersetzt wer­den. Wie nun das Lan­des­ver­fas­sungs­ge­richt Sach­­sen-Anhalt in Des­­sau-Roß­lau ent­schie­den hat, ist die Ein­ge­mein­dung der Gemein­de Schops­dorf in die Stadt Möckern ver­fas­sungs­wid­rig. Es hat der kom­mu­na­len Ver­fas­sungs­be­schwer­de der Gemein­de

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Ver­spä­te­te Ver­öf­fent­li­chung von Insi­der­infor­ma­ti­on

Der Bun­des­ge­richts­hof hat in einem Kapi­­tal­an­­le­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren gegen die Daim­ler AG wegen angeb­lich ver­spä­te­ter Ad-hoc-Mit­­­tei­­lung über das vor­zei­ti­ge Aus­schei­den ihres dama­li­gen Vor­stands­vor­sit­zen­den Prof. Schrempp dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on meh­re­re Fra­gen zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt, wel­che die Aus­le­gung der Mark­t­­mis­s­brauchs-Rich­t­­li­­nie und der hier zu erlas­se­nen Durch­­­füh­­rungs-Rich­t­­li­­nie . Am 17. Mai 2005 erör­ter­te

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Der Anla­ge­be­ra­ter und die Wirt­schafts­pres­se

Der Bun­des­ge­richts­hof hat neu­er­lich Stel­lung bezo­gen zur Pflicht des Anla­ge­be­ra­ters, die Wirt­schafts­pres­se im Hin­blick auf für die von ihm ver­trie­be­nen Anla­ge­pro­duk­te rele­van­te Pres­se­mit­tei­lun­gen zeit­nah durch­zu­se­hen. Ein Anle­ger wird einen Anla­ge­be­ra­ter im All­ge­mei­nen hin­zu­zie­hen, wenn er selbst kei­ne aus­rei­chen­den wirt­schaft­li­chen Kennt­nis­se und kei­nen genü­gen­den Über­blick über wirt­schaft­li­che Zusam­men­hän­ge hat. Er erwar­tet

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Daim­ler-Kapi­tal­an­le­ger­mus­ter­ver­fah­ren

Das Ober­lan­des­ge­richt Stutt­gart hat­te in einem ers­ten Mus­ter­ent­scheid nach dem Kapi­­tal­an­­le­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren­s­ge­­setz bereits fest­ge­stellt, dass eine Insi­der­infor­ma­ti­on erst am 28.07.2005 um ca. 09.50 Uhr ent­stan­den und unver­züg­lich ver­öf­fent­licht wor­den sei. Weil damit eine Haf­tung der Mus­ter­be­klag­ten aus­ge­schlos­sen war, kam es auf die wei­te­ren Vor­la­ge­fra­gen nicht mehr an, die unbe­ant­wor­tet geblie­ben sind.

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