Die Treue­pflicht des Mak­lers

Nach höchst­rich­ter­li­cher Recht­spre­chung steht der Mak­ler zu sei­nem Auf­trag­ge­ber in einem beson­de­ren Treue­ver­hält­nis. Dar­aus erge­ben sich für ihn bestimm­te Neben­pflich­ten bei der Erfül­lung sei­ner Auf­ga­be. Die­se fol­gen dar­aus, dass er Inter­es­sen­ver­tre­ter sei­nes Auf­trag­ge­bers ist. Eine sach­ge­mä­ße Inter­es­sen­wahr­neh­mung gebie­tet regel­mä­ßig, den Auf­trag­ge­ber nicht nur über das auf­zu­klä­ren, was uner­läss­lich ist, damit

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Die 0900-Num­mer im Impres­sum

Der Anbie­ter von Tele­me­di­en­diens­ten, der auf sei­ner Inter­net­sei­te als Mög­lich­keit für eine Kon­takt­auf­nah­me neben sei­ner E‑Mail-Adres­­se eine kos­ten­pflich­ti­ge Mehr­wert­diens­te­num­mer angibt, stellt damit kei­nen wei­te­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­weg zur Ver­fü­gung, der den Anfor­de­run­gen des § 5 Abs. 1 Nr. 2 TMG an eine effi­zi­en­te Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­spricht. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall strit­ten sich zwei

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Alpen­pan­ora­ma im Heiß­luft­bal­lon – und die Infor­ma­ti­ons­pflich­ten eines Gut­schein­por­tals

Der Anbie­ter von Gut­schei­nen für "Erleb­nis­se" (hier: Bal­lon­fahrt in den Alpen), die inner­halb von drei Jah­ren vom Kun­den oder einer von ihm beschenk­ten Per­son bei Dritt­un­ter­neh­men (Erleb­nis­part­nern) ein­ge­löst wer­den kön­nen, ist nicht gemäß § 5a Abs. 3 Nr. 2 Fall 2 UWG gehal­ten, bereits beim annah­me­fä­hi­gen Ange­bot des Erleb­nis­ses auf sei­ner Inter­net­sei­te über

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Auf­klä­rungs­pflich­ten über die Ertrags­fä­hig­keit beim Haus­kauf

Ver­mit­teln die von dem Ver­käu­fer eines Haus­grund­stücks ange­ge­be­nen Miet­ein­nah­men zum Zeit­punkt des Ver­trags­schlus­ses auf­grund beson­de­rer Umstän­de ein fal­sches Bild über die Ertrags­fä­hig­keit des Grund­stücks, muss er den Käu­fer über die­se Umstän­de auf­klä­ren, wenn sie für des­sen Kauf­ent­schluss erkenn­bar von Bedeu­tung sind. Die in einem Kauf­ver­trag ver­ein­bar­ten Infor­ma­ti­ons­pflich­ten kön­nen über das

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Preis­an­ga­ben nach der DL-InfoV

Der nach § 4 Abs. 1 DL-InfoV anzu­ge­ben­de Preis ist der End­preis, und zwar der Brut­to­end­preis. § 4 DL-InfoV stellt eine Markt­ver­hal­tens­re­gel im Sin­ne des § 4 Nr. 11 UWG dar , so wie auch Vor­schrif­ten der PAngV als von § 4 Nr. 11 UWG erfass­te Markt­ver­hal­tens­re­geln auf­ge­fasst wer­den oder auch ande­re Vor­schrif­ten des Preis­an­ga­be­rechts

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Neue Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bei der Ries­ter-Ren­te

Die Bun­des­re­gie­rung hat auf ihrer gest­ri­gen Kabi­netts­sit­zung eine For­mu­lie­rungs­hil­fe für ein bereits im Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren befind­li­ches Alters­­­vor­­­sor­ge- Ver­bes­se­rungs­ge­setz beschlos­sen. Mit einem für die Anbie­ter ver­pflich­ten­den Pro­dukt­in­for­ma­ti­ons­blatt, das die wich­tigs­ten Kri­te­ri­en über­sicht­lich dar­stellt, sol­len die Trans­pa­renz und Ver­gleich­bar­keit von geför­der­ten Alters­vor­sor­ge­pro­duk­ten (Ries­­ter-Ren­­te /​Ba­sis-Ren­­te) erhöht wer­den. Zudem sol­len die Abschluss- und Ver­triebs­kos­ten bei

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Die Aus­kunfts­pflicht des WDR

Nach dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz NRW und dem WDR-Gesetz hat der West­deut­sche Rund­funk zumin­dest inso­weit Zugang zu Infor­ma­tio­nen zu gewäh­ren, wie die­se Aus­künf­te kei­ne Rück­schlüs­se auf das Redak­ti­ons­ge­heim­nis und den Pro­gramm­auf­trag zulas­sen. In dem jetzt vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len ent­schie­de­nen Rechts­streit hat­te ein Pres­se­jour­na­list den WDR um Aus­kunft gebe­ten über

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Infor­ma­ti­ons­pflicht bei Pro­spekt­wer­bung

Es han­delt sich um irre­füh­ren­de Pro­spekt­wer­bung, wenn in einem Ver­kaufs­pro­spekt die Anga­ben zur Iden­ti­tät des Unter­neh­mers feh­len oder die Geschäfts­an­schrift des Kre­dit­un­ter­neh­mens, über wel­ches die in dem Pro­spekt ange­bo­te­nen Pro­duk­te finan­ziert wer­den kön­nen, fehlt, so ein aktu­el­ler Beschluss des Ober­lan­des­ge­richt Hamm. Im Wege des einst­wei­li­gen Ver­fü­gungs­ver­fah­rens hat die Antrag­stel­le­rin, ein

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Infor­ma­ti­ons­pflicht gilt auch für Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­um

Die Pflicht zur Infor­ma­ti­on hat ein Bun­des­mi­nis­te­ri­um grund­sätz­lich für den gesam­ten Bereich sei­ner Tätig­keit. Zu die­sem Urteil ist das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in den zwei hier betrof­fe­nen Fäl­len gelangt. Im ers­ten Fall begehrt der Klä­ger Ein­sicht in Unter­la­gen des Bun­des­jus­tiz­mi­nis­te­ri­ums zur Fra­ge der Reform­be­dürf­tig­keit des Kind­schafts­rechts. Anlass für die Unter­su­chun­gen und Über­le­gun­gen

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Anle­ger­schut­zes im grau­en Kapi­tal­markt

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern den Ent­wurf eines "Geset­zes zur Novel­lie­rung des Finan­z­an­la­gen­­ver­­­mit­t­­ler- und Ver­mö­gens­an­la­gen­rechts" in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Im Bereich des soge­nann­ten grau­en Kapi­tal­markts kön­nen Anle­gern durch unse­riö­se Anbie­ter und die von die­sen ange­bo­te­nen Finanz­pro­duk­te sowie durch unse­riö­se oder unzu­rei­chend qua­li­fi­zier­te Pro­dukt­ver­trei­ber und deren nicht anle­ger­ge­rech­te Ver­mitt­lung oder Bera­tung finan­zi­el­le

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Erkun­di­gungs­pflich­ten eines Kauf­manns

Der sub­jek­ti­ve Tat­be­stand einer leicht­fer­ti­gen Steu­er­ver­kür­zung (§ 378 AO) kann nicht mit dem blo­ßen Unter­las­sen einer Anzei­ge nach § 19 GrEStG ver­neint wer­den. Den Steu­er­pflich­ti­gen tref­fen viel­mehr Infor­­ma­­ti­ons- und Erkun­di­gungs­pflich­ten auch über sei­ne Erklä­­rungs- und Anzei­ge­pflich­ten, die aus der Steu­er­pflicht fol­gen. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 19. Febru­ar 2009 – II R 49/​07

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Moder­ni­sie­rung des Bilanz­rechts

Die Bun­des­re­gie­rung hat am Mitt­woch den Ent­wurf eines Geset­zes zur Moder­ni­sie­rung des Bilanz­rechts (Bil­MoG) beschlos­sen und in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Hier­durch soll das deut­sche HGB-Bilan­z­­recht auf Dau­er bei­be­hal­ten und für den Wett­be­werb mit den inter­na­tio­na­len Rech­nungs­le­gungs­stan­dards gestärkt wer­de. Im Ergeb­nis soll das refor­mier­te HGB-Bilan­z­­recht den Unter­neh­men wei­ter­hin eine voll­wer­ti­ge Alter­na­ti­ve

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Infor­ma­ti­ons­pflich­ten für eBay-Händ­ler

Wie alle paar Mona­te wie­der, so rauscht auch der­zeit wie­der eine Abmahn­wel­le über die Online-Hän­d­­ler hin­weg, weil eini­ge Rich­ter die Ver­brau­cher für so blöd hal­ten, dass auch All­ge­mein­gut noch erklärt wer­den muss. Aktu­ell ver­langt etwa das Land­ge­richt Leip­zig in einer einst­wei­li­gen Ver­fü­gung vom 28.12.2007 (Az. 06HK O 4379/​07), dass ein Händ­ler,

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Info­ma­ti­ons­pflich­ten beim Ver­si­che­rungs­ver­trag

Die Ver­ord­nung über Infor­ma­ti­ons­pflich­ten bei Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen (VVG-InfoV) ist heu­te im Bun­des­ge­setz­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den. Sie beruht auf § 7 des neu­en Ver­si­che­rungs­ver­trags­ge­set­zes (VVG) und bestimmt, wel­che Infor­ma­tio­nen den Ver­si­che­rungs­neh­mern vor dem Ver­trags­schluss und wäh­rend der Lauf­zeit des Ver­tra­ges über­mit­telt wer­den müs­sen. Erst­mals ist auch eine Rege­lung zur Kos­ten­an­ga­be vor­ge­se­hen: ab 1. Juli

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Infor­ma­ti­ons­pflich­ten im Fern­ab­satz

Der Bun­des­ge­richts­hof hat in einer heu­te ver­kün­de­ten Ent­schei­dung zum Umfang der Infor­ma­ti­ons­pflich­ten im Fern­ab­satz, ins­be­son­de­re zur Fra­ge des Umsatz­steu­er­aus­wei­ses, Stel­lung genom­men. Nach § 1 Abs. 2 der Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung (PAngV) ist ein Ver­sand­händ­ler dazu ver­pflich­tet, beim Ange­bot von Pro­duk­ten gegen­über Ver­brau­chern anzu­ge­ben, dass die gefor­der­ten Prei­se die Umsatz­steu­er ent­hal­ten. Er ist außer­dem nach

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Finanz­markt­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf des Finan­z­­mark­t­­rich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­se­t­­zes beschlos­sen und damit das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren in Gang gesetzt. Mit dem Finan­z­­mark­t­­rich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­setz, einem Arti­kel­ge­setz, soll die EU-Rich­t­­li­­nie über Märk­te für Finanz­in­stru­men­te in natio­na­les Recht umge­setzt wer­den. Mit die­sem Geset­zes­vor­ha­ben wird die Umset­zung des EU-Akti­on­s­­pla­­nes Finanzdienst?leistungen in das deut­sche Recht ‑ soweit der Wert­pa­pier­be­reich betrof­fen

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Finanz­markt­richt­li­nie-Umset­zungs­ge­setz

Das Bun­des­fi­nanz­mins­te­ri­um hat den Ent­wurf eines Finan­z­­mark­t­­rich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­se­t­­zes vor­ge­legt. Mit dem Finan­z­­mark­t­­rich­t­­li­­nie-Umset­zungs­­ge­­setz, einem Arti­kel­ge­setz, soll die EU-Rich­t­­li­­nie über Märk­te für Finanz­in­stru­men­te in natio­na­les Recht wer­den und die Umset­zung des EU-Akti­on­s­­pla­­nes Finanzdienst?leistungen in das deut­sche Recht ‑ soweit der Wert­pa­pier­be­reich betrof­fen ist ‑ abge­schlos­sen wer­den.

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Abmah­nun­gen bei Online-Shops

Nach einer Mel­dung von Hei­­se-Online geht der­zeit Media Markt gegen meh­re­re Online-Shops vor, die dadurch gegen die Preis­an­ga­ben­ver­ord­nung ver­sto­ßen haben sol­len, dass sie bei den Preis­in­for­ma­tio­nen zu ein­zel­nen Pro­duk­ten kei­ne Hin­wei­se auf die ent­hal­te­ne Mehr­wert­steu­er und zu den ent­ste­hen­den Ver­sand­kos­ten auf­ge­nom­men haben.

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