Das Risi­ko einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung

Ein Anla­ge­pro­spekt gilt als feh­ler­haft, wenn gezielt das Risi­ko der Bege­bung einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ver­schlei­ert wird. So hat der Bun­des­ge­richts­hof in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und gleich­zei­tig die Beschwer­de der Beklag­ten gegen die Nicht­zu­las­sung der Revi­si­on in dem ange­foch­te­nen Urteil des Ober­lan­des­ge­richts Mün­chen zurück­ge­wie­sen. Nach Auf­fas­sung des Bun­des­ge­richts­hofs ist der

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Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen – und ihre Ein­lö­sung

Die Ein­lö­sung von Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen, die dem Inha­ber ein Recht auf die Aus­lie­fe­rung von Gold gewäh­ren, unter­liegt nicht der Ein­kom­men­steu­er. Bei Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen han­delt es sich um bör­sen­fä­hi­ge Wert­pa­pie­re. Die­se gewäh­ren dem Inha­ber das Recht auf Aus­lie­fe­rung eines Gramms Gold, das jeder­zeit unter Ein­hal­tung einer Lie­fer­frist von zehn Tagen gegen­über

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Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen – und der Ein­lö­sungs­ge­winn

Der Gewinn, der dadurch ent­steht, dass eine an der Bör­se gehan­del­te Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ein­ge­löst wird, die einen Anspruch auf Lie­fe­rung von Gold ver­brieft, ist weder nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7, Abs. 2 Satz 2 EStG noch nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 EStG steu­er­pflich­tig. Bei Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen han­delt es sich um

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Xetra-Gold Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen – und der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn

Der Gewinn aus der Ver­äu­ße­rung einer an der Bör­se gehan­del­ten Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung, die einen Anspruch gegen die Emit­ten­tin auf Lie­fe­rung phy­si­schen Gol­des ver­brieft und den aktu­el­len Gold­preis abbil­det, ist jeden­falls dann nicht nach § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 7 i.V.m. § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG steu­er­pflich­tig, wenn die Emit­ten­tin ver­pflich­tet ist,

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Die ein­deu­tig abgrenz­ba­re Emis­si­ons­ren­di­te einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung

Wird eine Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung wäh­rend ihrer Lauf­zeit mit 1 % p.a. fest ver­zinst, liegt eine von der Wert­ent­wick­lung des ein­ge­setz­ten Kapi­tals ein­deu­tig abgrenz­ba­re Emis­si­ons­ren­di­te vor. Inwie­weit die zuge­sag­te Min­dest­ren­di­te dem Kapi­tal­markt im Zeit­punkt der Emis­si­on ent­spricht, ist für das Vor­lie­gen einer Emis­si­ons­ren­di­te i.S. des § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Satz 2 EStG uner­heb­lich.

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Bera­ter­haf­tung in der Insol­venz der Emit­ten­tin – und das Mit­ver­schul­den des Anle­gers

Eine Bank, die wegen Ver­let­zung ihrer Auf­klä­rungs­pflich­ten in der Anla­ge­be­ra­tung gegen­über ihrem Kun­den scha­dens­er­satz­pflich­tig ist, kann sich auf eine Ver­let­zung der Scha­dens­min­de­rungs­pflicht des Anle­gers beru­fen, weil die­ser sei­ne For­de­rung im Insol­venz­ver­fah­ren der Emit­ten­tin (oder hier: der Garan­tin in den USA) nicht ange­mel­det hat. Für das Bestehen der aus dem Grund­satz

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Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen mit "100%igem Kapi­tal­schutz" – und die erfor­der­li­che Anla­ge­be­ra­tung

Bei Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen mit 100%igem Kapi­tal­schutz oder mit beding­tem Kapi­tal­schutz bezo­gen auf das Errei­chen, Über­schrei­ten oder Unter­schrei­ten bestimm­ter Schwel­len­wer­te oder Bar­rie­re­puf­fer stellt ein Son­der­kün­di­gungs­recht der Emit­ten­tin, ver­bun­den mit dem Risi­ko eines teil­wei­sen oder völ­li­gen Kapi­tal­ver­lus­tes, eine für die Anla­ge­ent­schei­dung eines an Zer­ti­fi­ka­ten mit Kapi­tal­schutz inter­es­sier­ten Anle­gers wesent­li­che Anlei­he­be­din­gung dar, über die

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Der Bestä­ti­gungs­ver­merk des Wirt­schafts­prü­fers als sit­ten­wid­ri­ge Schä­di­gung der Kapi­tal­an­le­ger

Mit der Haf­tung einer Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft wegen vor­sätz­li­cher sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung von Anle­gern durch Ertei­lung eines unein­ge­schränk­ten Bestä­ti­gungs­ver­merks für den Jah­res­ab­schluss (mit Lage­be­richt) einer Emit­ten­tin von Inha­ber­teil­schuld­ver­schrei­bun­gen hat­te sich aktu­ell das Ober­lan­des­ge­richt Dres­den zu befas­sen: Sit­ten­wid­rig im Sin­ne des § 826 BGB ist ein Ver­hal­ten, das nach sei­nem Gesamt­cha­rak­ter, der durch umfas­sen­de

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Die Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung mit unge­wis­sem Rück­zah­lungs­be­trag

Die Markt­ren­di­te gemäß § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4 Satz 2 1. Halb­satz EStG a.F. ist nicht anzu­set­zen, wenn der sicher zuge­sag­te Zins­er­trag einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung zwei­fels­frei von der unge­wis­sen Höhe des Rück­zah­lungs­be­trags getrennt wer­den kann. Die Kos­ten des Erwerbs einer Kauf­op­ti­on (Call) füh­ren zu Wer­bungs­kos­ten beim Ver­kauf der durch Aus­übung des

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Abtre­tung bei einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung

Die Über­tra­gung der in einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ver­brief­ten For­de­rung durch Abtre­tung nach § 398 BGB bedarf zu ihrer Wirk­sam­keit nicht der Über­ga­be der Wert­pa­pier­ur­kun­de. Nach­weis der Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on des Zes­sio­nars Für den Nach­weis der Aktiv­le­gi­ti­ma­ti­on des Klä­gers kann die Vor­la­ge der Zins­schei­ne oder zeit­na­her Depot­aus­zü­ge ver­langt wer­den. Die Gläu­bi­ger­stel­lung und damit die

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Die Haf­tung für einen feh­ler­haf­ten Pro­spekt

Der Bun­des­ge­richts­hof hat aktu­ell grund­le­gend zu den Vor­aus­set­zun­gen einer Haf­tung nach der seit dem 1. Janu­ar 1991 in § 13 Ver­k­Pro­spG und seit dem 1. Juni 2012 inhalts­gleich in § 22 WpPG kodi­fi­zier­ten Pro­spekt­haf­tung für außer­börs­lich gehan­del­te Wert­pa­pie­re Stel­lung genom­men: Wen­det sich der Emit­tent von Wert­pa­pie­ren aus­drück­lich auch an das unkun­di­ge

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Akti­en für Schrott­an­lei­hen

Die Pflei­de­rer AG ist auch in der zwei­ten Instanz vor dem Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main mit ihrem Frei­ga­be­an­trag geschei­tert. Das Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt am Main hat den Antrag der Pflei­de­rer Finan­ce B.V. (Antrag­stel­le­rin) auf Frei­ga­be von Beschlüs­sen aus der Gläu­bi­ger­ver­samm­lung vom 20.6.2011 auch in zwei­ter Instanz zurück­ge­wie­sen. Die Antrag­stel­le­rin ist ein

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Vor­steu­er­ab­zug aus der Bege­bung von Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung

Dient eine vom Unter­neh­mer bege­be­ne Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung dazu, sei­ne umsatz­steu­er­pflich­ti­ge Unter­neh­mens­tä­tig­keit zu finan­zie­ren, ist der Unter­neh­mer aus den bei der Aus­ga­be der Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ent­ste­hen­den Kos­ten zum Vor­steu­er­ab­zug berech­tigt. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG kann der Unter­neh­mer die gesetz­lich geschul­de­te Steu­er für Lie­fe­run­gen und sons­ti­ge Leis­tun­gen, die von einem ande­ren

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Zins­ab­schlag bei Tafel­pa­pie­ren

Es ist nicht miss­bräuch­lich (§ 42 AO), wenn eine inlän­di­sche Bank ihre Kun­den ver­an­lasst, Zins­schei­ne von Inha­ber­schuld­ver­schrei­bun­gen (sog. Tafel­pa­pie­re) über ein aus­län­di­sches Kre­dit­in­sti­tut ein­zu­lö­sen. Aus­zah­len­de Stel­le im Sin­ne von § 44 Abs. 1 Satz 3 EStG 1997/​2002 ist dann das aus­län­di­sche Kre­dit­in­sti­tut, das nach § 44 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 Buchst. a Dop­pel­buchst.

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Neu­es zu Anla­ge­be­ra­tung und Schuld­ver­schrei­bun­gen

Das “Ge­setz zur Neu­re­ge­lung der Rechts­ver­hält­nis­se bei Schuld­ver­schrei­bun­gen aus Ge­sam­te­mis­sio­nen und zur ver­bes­ser­ten Durch­setz­bar­keit von An­sprü­chen von An­le­gern aus Falsch­be­ra­tung” wur­de heu­te im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det und tritt damit mor­gen in Kraft. Für die ab mor­gen ent­ste­hen­de Ansprü­che wegen Falsch­be­ra­tung gel­ten damit län­ge­re Ver­jäh­rungs­fris­ten. Außer­dem sind die Ban­ken damit ab dem

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Neu­re­ge­lun­gen bei Schuld­ver­schrei­bun­gen und Anle­ger­be­ra­tung

Der Deut­sche Bun­des­tag hat das "Gesetz zur Neu­re­ge­lung der Rechts­ver­hält­nis­se bei Schuld­ver­schrei­bun­gen aus Gesamt­emis­sio­nen und zur ver­bes­ser­ten Durch­setz­bar­keit von Ansprü­chen von Anle­gern aus Falsch­be­ra­tung" beschlos­sen. Mit dem jetzt beschlos­se­nen Gesetz soll ins­be­son­de­re die Durch­setz­bar­keit von Ansprü­chen im Fall einer Falsch­be­ra­tung bei Wert­pa­pier­ge­schäf­ten ver­bes­sert wer­den. Dane­ben wird das Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz neu gefasst.

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Vor­la­ge einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung

Die in einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung ver­brief­te For­de­rung erlischt nicht nach § 801 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn sie in der Vor­le­gungs­frist ein­mal vor­ge­legt wor­den ist. Einer erneu­ten Vor­la­ge nach einer Aus­schüt­tung bedarf es nicht. Gemäß § 801 Abs. 1 Satz 1 BGB erlischt der Anspruch aus einer Inha­ber­schuld­ver­schrei­bung mit Ablauf von 30 Jah­ren nach

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