Das in der Türkei geborene Kind - und die Geltung deutschen Abstammungsrechts

Das in der Tür­kei gebo­re­ne Kind – und die Gel­tung deut­schen Abstam­mungs­rechts

Nach Art.19 Abs. 1 Satz 1 EGBGB unter­liegt die Abstam­mung eines Kin­des dem Recht des Staa­tes, in dem das Kind sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt hat. Im Ver­hält­nis zu jedem Eltern­teil kann sie nach Art.19 Abs. 1 Satz 2 EGBGB auch nach dem Recht des Staa­tes bestimmt wer­den, dem die­ser Eltern­teil ange­hört. Ist die Mut­ter ver­hei­ra­tet,

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Bemessung von Schmerzensgeld nach serbischem Recht

Bemes­sung von Schmer­zens­geld nach ser­bi­schem Recht

Ein deut­sches Gericht hat für die Bemes­sung von Schmer­zens­geld nach ser­bi­schem Recht die dor­ti­ge Bemes­sungs­pra­xis zugrun­de zu legen; im Sin­ne abschlie­ßen­der Bewer­tung kann es frei­lich, wenn der Hei­­lungs- und Reha­bi­li­ta­ti­ons­pro­zess nach dem Unfall sich ins­ge­samt im Inland voll­zo­gen hat und Dau­er­fol­gen mit Unbill­cha­rak­ter hier den Ver­letz­ten belas­ten, eine gewis­se vor­sich­ti­ge

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Ausländisches Zivilrecht und der Amtsermittlungsgrundsatz im Zivilprozess

Aus­län­di­sches Zivil­recht und der Amts­er­mitt­lungs­grund­satz im Zivil­pro­zess

Ist nach dem deut­schen inter­na­tio­na­len Pri­vat- und Zivil­ver­fah­rens­recht aus­län­di­sches Recht (hier: grie­chi­sches Recht) anzu­wen­den, hat der Tatrich­ter die­ses gemäß § 293 ZPO von Amts wegen zu ermit­teln. Gibt die ange­foch­te­ne Ent­schei­dung kei­nen Auf­schluss dar­über, dass der Tatrich­ter sei­ner Pflicht zur Ermitt­lung aus­län­di­schen Rechts nach­ge­kom­men ist, ist davon aus­zu­ge­hen, dass eine

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Die italienische Trennung von Tisch und Bett

Die ita­lie­ni­sche Tren­nung von Tisch und Bett

Wur­de die Tren­nung von Tisch und Bett nach ita­lie­ni­schem Recht vor dem 21.06.2012 aus­ge­spro­chen, so fin­det auf den nach die­sem Datum beim Fami­li­en­ge­richt ein­ge­reich­ten Schei­dungs­an­trag gemäß Art. 9 Abs. 1 VO (EU) Nr. 1259/​10 vom 20.12.2010 ("Rom III-Ver­­or­d­­nung") zu der Wah­rung der Sta­tus­ein­heit eben­falls ita­lie­ni­sches Schei­dungs­recht Anwen­dung. Nach Art. 9 Abs. 1 VO (EU)

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Die in Deutschland belegene Sache und das lex rei sitae

Die in Deutsch­land bele­ge­ne Sache und das lex rei sitae

Wird über eine in Deutsch­land bele­ge­ne Sache ein Ver­trag nach aus­län­di­schem Recht abge­schlos­sen und ist frag­lich, ob das Eigen­tum über­ge­hen soll, muss der Ver­trag zunächst nach den von dem Ver­trags­sta­tut vor­ge­ge­be­nen Regeln aus­ge­legt wer­den; deut­sches Recht als lex rei sitae ent­schei­det dar­über, ob eine danach ver­ein­bar­te Eigen­tums­über­tra­gung auch den Anfor­de­run­gen

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Arbeitnehmer auf einer Bohrplattform

Arbeit­neh­mer auf einer Bohr­platt­form

Arbeit­neh­mer, die auf Gas­bohr­platt­for­men beschäf­tigt sind, die sich im Meer auf dem an einen Mit­glied­staat angren­zen­den Fest­landso­ckel befin­den, unter­lie­gen grund­sätz­lich dem Uni­ons­recht. Eine auf Bohr­platt­for­men im Rah­men der Erfor­schung und/​oder der Aus­beu­tung der natür­li­chen Res­sour­cen ver­rich­te­te Arbeit ist näm­lich für die Anwen­dung des Uni­ons­rechts als eine im Hoheits­ge­biet die­ses Staa­tes

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Deutscher Patient im Schweizer Krankenhaus

Deut­scher Pati­ent im Schwei­zer Kran­ken­haus

Wird ein deut­scher Pati­ent in einem Schwei­zer Kan­tons­spi­tal behan­delt, so stellt sich die Fra­ge, ob die­se Behand­lung (etwa bei der spä­te­ren Beur­tei­lung von Behand­lungs­feh­lern) deut­schem oder schwei­ze­ri­schem Recht unter­liegt. Der Bun­des­ge­richts­hof stellt hier­zu in einem aktu­el­len Urteil auf den Behand­lungs­ort ab und kommt damit zur Anwen­dung Schwei­zer Rechts: Der Klä­ger

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Scheidungsverfahren in der EU

Schei­dungs­ver­fah­ren in der EU

Der Jus­tiz­mi­nis­ter­rat der Euro­päi­schen Uni­on hat am Frei­tag ent­schie­den, in zunächst 14 EU-Mit­­­glie­d­­staa­­ten bei der Fest­le­gung des Schei­dungs­rechts ein­heit­li­che Regeln anzu­wen­den. Der Rat macht dabei erst­mals von dem neu ein­ge­führ­ten Instru­ment der ver­stärk­ten Zusam­men­ar­beit Gebrauch, dem sich die übri­gen EU-Mit­­­glied­s­­staa­­ten spä­ter noch anschlie­ßen kön­nen. Seit 2004 steht auf der Ebe­ne

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Wahlgüterstand in deutsch-französischen Ehen

Wahl­gü­ter­stand in deutsch-fran­zö­si­schen Ehen

Das Bun­des­ka­bi­nett hat in sei­ner letz­ten Sit­zung der Zeich­nung des Staats­ver­trags zum deutsch-fran­zö­­si­­schen Wahl­gü­ter­stand zuge­stimmt. Das Abkom­men soll am 4. Febru­ar 2010 beim deutsch-fran­zö­­si­­schen Minis­ter­rat gezeich­net wer­den. Anschlie­ßend muss der Ver­trag in Deutsch­land und Frank­reich rati­fi­ziert wer­den. Ehen mit Aus­lands­be­rüh­rung sind weit ver­brei­tet. Im Jahr 2008 hat­te bei 11 % der

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Internationale Zuständigkeit in der Luftfracht

Inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit in der Luft­fracht

Die inter­na­tio­na­le Zustän­dig­keit der deut­schen Gerich­te für eine auf Bestim­mun­gen des War­schau­er Abkom­mens 1955 gestütz­te Scha­dens­er­satz­kla­ge ist auch dann gege­ben, wenn der Luft­fracht­ver­trag sach­recht­lich zwar dem War­schau­er Abkom­men 1955 in der Fas­sung des von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nicht rati­fi­zier­ten Pro­to­kolls Nr. 4 von Mon­tréal unter­liegt, das beklag­te Luft­fracht­un­ter­neh­men sei­nen Sitz aber in

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Rom I

Rom I

Der Rat der Jus­tiz­mi­nis­ter der EU hat heu­te die Rom I‑Verordnung ver­ab­schie­det. Das Euro­päi­sche Par­la­ment hat­te dem Rechts­akt bereits im Novem­ber 2007 zuge­stimmt. Die neue Ver­ord­nung regelt, wel­ches Recht inner­halb der euro­päi­schen Uni­on auf inter­na­tio­na­le schuld­recht­li­che Ver­trä­ge anwend­bar ist. Mit der Rom I‑Verordnung erhal­ten die EU-Bür­ger im grenz­über­schrei­ten­den Wirt­schafts­ver­kehr mehr

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Internationales Privatrecht und Rom II

Inter­na­tio­na­les Pri­vat­recht und Rom II

Das Bun­des­ka­bi­nett hat am Mitt­woch das Gesetz zur Anpas­sung der Vor­schrif­ten des Inter­na­tio­na­len Pri­vat­rechts an die Rom II-Ver­­or­d­­nung (Ver­ord­nung (EG) Nr. 864/​2007) beschlos­sen. Mit die­sem Gesetz wird das deut­sche Inter­na­tio­na­le Pri­vat­recht an die EG-Ver­­or­d­­nung ange­passt. Die Rom II-Ver­­or­d­­nung ist der ers­te Schritt zur Anglei­chung des Inter­na­tio­na­len Pri­vat­rechts in der Euro­päi­schen

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