Kei­ne Grup­pen­ver­fol­gung von Sun­ni­ten im Irak

Das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt teilt die Ein­schät­zung des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs, dass ira­ki­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge sun­ni­ti­schen Glau­bens aktu­ell im Irak nicht mit einer beacht­li­chen Wahr­schein­lich­keit mit einer (Gruppen-)Verfolgung im Sin­ne von § 3 AsylG rech­nen müs­sen. Die poli­ti­schen Span­nun­gen nach der Tötung des ira­ni­schen Gene­rals Ghas­sem Sol­ei­ma­ni durch die USA am 3.01.2020 erge­ben in

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Kein Flücht­lings­sta­tus für ira­ki­sche Jesiden

Jesi­den aus dem Distrikt Sindjar im Irak haben kei­nen gene­rel­len Anspruch auf eine Flücht­lings­an­er­ken­nung, weil ihnen der­zeit kei­ne Ver­fol­gung als Grup­pe durch den Isla­mi­schen Staat (IS) mehr droht. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in Müns­ter in zwei Asyl­ver­fah­ren anders­lau­ten­de Urtei­le des Ver­wal­tungs­ge­richts Düs­sel­dorf auf­ge­ho­ben. Die Rechtsprechung

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Wider­ruf der Aner­ken­nung ira­ki­scher Flüchtlinge

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt in meh­re­ren Fäl­len ira­ki­scher Staats­an­ge­hö­ri­ger ent­schie­den, ob die Vor­aus­set­zun­gen für den Wider­ruf der Flücht­lings­an­er­ken­nung wegen Ände­rung der Ver­hält­nis­se im Her­kunfts­land nach den Vor­ga­ben der hier­zu ergan­ge­nen Grund­satz­ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vor­lie­gen: Die Klä­ger der fünf Aus­gangs­ver­fah­ren sind zwi­schen 1997 und 2002 nach

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Kein euro­pa­recht­li­cher Abschie­bungs­schutz für Iraker

Für ira­ki­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge besteht nach Ansicht des Baye­ri­scheb Ver­wal­tungs­ge­richts­hof bei einer Rück­kehr nach Bag­dad, Mosul oder Kir­kuk nach der­zei­ti­ger Sicher­heits­la­ge im All­ge­mei­nen kein Grund für die Gewäh­rung von Abschie­bungs­schutz wegen eines inner­staat­li­chen bewaff­ne­ten Kon­flikts. Nach dem Sturz des Regimes Sad­dam Hus­sein hat­te das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge in den

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Sala­ha­din Abdulla

Eine Per­son kann nach einem heu­te ver­kün­de­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on ihre Flücht­lings­ei­gen­schaft ver­lie­ren, wenn die Umstän­de, auf­grund deren sie begrün­de­te Furcht vor Ver­fol­gung hat­te, in dem betref­fen­den Dritt­land weg­ge­fal­len sind. Dafür muss aller­dings eine erheb­li­che und nicht nur vor­über­ge­hen­de Ver­än­de­rung der Umstän­de vor­lie­gen. Die Richt­li­nie des Rates

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Fleisch für den Irak

Die Rück­for­de­rungs­an­sprü­che des Zolls für auf­grund unrich­ti­ger Anga­ben eines Expor­teurs zu Unrecht gewähr­te Aus­fuhr­sub­ven­tio­nen kön­nen nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs unter der Gel­tung des Bür­ger­li­chen Gesetz­bu­ches in der bis 2001 gel­ten­den Fas­sung, wel­che für ver­mö­gens­recht­li­che Ansprü­che grund­sätz­lich eine drei­ßig­jäh­ri­ge Ver­jäh­rungs­frist vor­sah, jeden­falls noch nach sechs Jah­ren zurück­ge­for­dert wer­den, ohne

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Dub­lin II in Karlsruhe

Die EU hat in der soge­nann­ten Dub­lin II-Ver­­or­d­­nung, die im März 2003 das bis dahin gel­ten­de Dub­li­ner Abkom­men ersetzt hat, eine Rege­lung getrof­fen, wel­cher Mit­glieds­staat für die Durch­füh­rung eines Asyl­ver­fah­rens jeweils zustän­dig ist. Nach dem Asyl­zu­stän­dig­keits­sys­tem der Dub­­lin-II-Ver­­or­d­­nung soll jeder Asyl­su­chen­de inner­halb der EU nur einen Asyl­an­trag stel­len kön­nen. Zustän­dig hierfür

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Aus­sa­ge­ge­neh­mi­gung für Schlapphüte

Die nur ein­ge­schränk­te Ertei­lung von Aus­sa­ge­ge­neh­mi­gun­gen sowie die Ver­wei­ge­rung der Her­aus­ga­be von Unter­la­gen an den BND-Unter­­su­chungs­­aus­­schuss des Deut­schen Bun­des­ta­ges war zum Teil ver­fas­sungs­wid­rig, wie jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt im Rah­men eines Organ­streit­ver­fah­rens fest­stell­te, dass von Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten ange­strengt wor­den war. Seit dem Jahr 2004 und ins­be­son­de­re im Jahr 2005 berich­te­ten die Medi­en verstärkt

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Abschie­bungs­schutz wegen Bürgerkriegsgefahren

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt mit zwei Urtei­len über den sub­si­diä­ren Schutz bei Bür­ger­kriegs­ge­fah­ren nach den Vor­ga­ben der EU-Qua­­li­­fi­­ka­­ti­on­s­­rich­t­­li­­nie ent­schie­den. Die Richt­li­nie sieht für Per­so­nen, die nicht die Vor­aus­set­zun­gen für die Flücht­lings­an­er­ken­nung nach der Gen­fer Flücht­lings­kon­ven­ti­on erfül­len, aber bei Rück­kehr in ihr Her­kunfts­land ander­wei­tig von einem ernst­haf­ten Scha­den bedroht

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Ira­ki­sche Friseure

Ange­hö­ri­gen der Zivil­be­völ­ke­rung droht bei Rück­kehr in den Irak weder eine indi­vi­du­el­le Gefahr für Leib und Leben gem. § 60 Abs. 7 Satz 2 Auf­en­thG (euro­pa­recht­li­ches Abschie­bungs­ver­bot) noch eine Extrem­ge­fahr gem. § 60 Abs. 7 Satz 1 Auf­en­thG (natio­na­les Abschie­bungs­ver­bot). Glei­ches gilt für in den Irak zurück­keh­ren­de Fri­seu­re, sofern sie bei ihrer Berufs­aus­übung als

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Kei­ne Flücht­lings­an­er­ken­nung wegen Grup­pen­ver­fol­gung im Irak

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat ges­tern eine Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs auf­ge­ho­ben, der einem Ira­ker sun­­­ni­­tisch-isla­­mi­­scher Glau­bens­rich­tung wegen einer Grup­pen­ver­fol­gung von Sun­ni­ten im Irak die Flücht­lings­ei­gen­schaft zuer­kannt hat­te. Nach Anga­ben der beklag­ten Bun­des­re­pu­blik leben im Irak etwa 8 bis 10 Mil­lio­nen Sun­ni­ten. Der Baye­ri­sche VGH war der Auf­fas­sung, dass dem 2006

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Asyl­recht in der EU

Wer „sub­si­diä­ren Schutz“ – die EU-Umschrei­­bung für die Gewäh­rung von Asyl – bean­tragt, brauch nach einem jetzt ver­öf­fent­lich­ten Urteil des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten nicht not­wen­dig zu bewei­sen, dass er in sei­nem Her­kunfts­land auf­grund sei­ner per­sön­li­chen Situa­ti­on spe­zi­fisch bedroht ist. Der Grad will­kür­li­cher Gewalt, der im Her­kunfts­land des Antrag­stel­lers besteht,

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