Betrug - und die Feststellung eines täuschungsbedingten Irrtums

Betrug – und die Fest­stel­lung eines täu­schungs­be­ding­ten Irr­tums

In den Urteils­grün­den ist grund­sätz­lich fest­zu­stel­len und dar­zu­le­gen, wel­che irri­gen Vor­stel­lun­gen die Per­son hat­te, die die für eine Betrugs­straf­bar­keit maß­geb­li­che Ver­fü­gung trifft. Zwar ist es danach, ins­be­son­de­re in kom­plex gela­ger­ten Fäl­len, regel­mä­ßig erfor­der­lich, die irren­de Per­son zu ermit­teln und in der Haupt­ver­hand­lung über ihr tat­re­le­van­tes Vor­stel­lungs­bild zu ver­neh­men1. Nach der

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Betrug - und die Urteilsfeststellungen zum erregten Irrtum

Betrug – und die Urteils­fest­stel­lun­gen zum erreg­ten Irr­tum

Da der Betrug­s­tat­be­stand vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, müs­sen die Urteils­grün­de regel­mä­ßig erge­ben, wer die durch Täu­schung ver­ur­sach­te Ver­mö­gens­ver­fü­gung getrof­fen hat und wel­che irr­tüm­li­chen Vor­stel­lun­gen die­ser Geschä­dig­te dabei hat­te1. Die Über­zeu­gung des Gerichts setzt dazu in der Regel die Ver­neh­mung der Geschä­dig­ten vor­aus2.

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Betrug - und der Irrtum des Verfügenden

Betrug – und der Irr­tum des Ver­fü­gen­den

Da der Betrug­s­tat­be­stand vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, und das gänz­li­che Feh­len einer Vor­stel­lung für sich allein kei­nen tat­be­stands­mä­ßi­gen Irr­tum begrün­den kann, muss der Tatrich­ter im Urteil mit­tei­len, wie er sich die Über­zeu­gung davon ver­schafft hat, dass der Ver­fü­gen­de einem Irr­tum erle­gen ist1.

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Rechtsmittelverzicht - und die Täuschung

Rechts­mit­tel­ver­zicht – und die Täu­schung

Ein Rechts­mit­tel­ver­zicht kann auf­grund eines durch Täu­schung her­vor­ge­ru­fe­nen Irr­tums des Ange­klag­ten unwirk­sam sein. Eine Täu­schung durch das Gericht oder die Staats­an­walt­schaft, die eine irr­tums­be­ding­te Abga­be der Ver­zichts­er­klä­rung durch den Ange­klag­ten ver­ur­sacht hat, kann zur Unwirk­sam­keit des Rechts­mit­tel­ver­zichts füh­ren1. Ein durch den Ver­tei­di­ger her­vor­ge­ru­fe­ner Irr­tum führt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs

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Berufsrechtsverstöße - und der Irrtum des Rechtsanwalts

Berufs­rechts­ver­stö­ße – und der Irr­tum des Rechts­an­walts

Der Irr­tum des Rechts­an­walts ist im berufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren wie im all­ge­mei­nen Straf­recht zu bewer­ten1. Im Straf­recht gilt auf­grund gesetz­li­cher Rege­lung der Grund­satz der frei­en Beweis­wür­di­gung (§ 261 StPO; vgl. Mey­­er-Goß­­ner/­­Sch­­mitt, StPO, 58. Aufl., § 261 Rn. 11). Ob ein Ver­bots­irr­tum ver­meid­bar war, ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom

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