Betrug – und die Fest­stel­lung eines täu­schungs­be­ding­ten Irr­tums

In den Urteils­grün­den ist grund­sätz­lich fest­zu­stel­len und dar­zu­le­gen, wel­che irri­gen Vor­stel­lun­gen die Per­son hat­te, die die für eine Betrugs­straf­bar­keit maß­geb­li­che Ver­fü­gung trifft. Zwar ist es danach, ins­be­son­de­re in kom­plex gela­ger­ten Fäl­len, regel­mä­ßig erfor­der­lich, die irren­de Per­son zu ermit­teln und in der Haupt­ver­hand­lung über ihr tat­re­le­van­tes Vor­stel­lungs­bild zu ver­neh­men . Nach

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Betrug – und die Urteils­fest­stel­lun­gen zum erreg­ten Irr­tum

Da der Betrug­s­tat­be­stand vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, müs­sen die Urteils­grün­de regel­mä­ßig erge­ben, wer die durch Täu­schung ver­ur­sach­te Ver­mö­gens­ver­fü­gung getrof­fen hat und wel­che irr­tüm­li­chen Vor­stel­lun­gen die­ser Geschä­dig­te dabei hat­te . Die Über­zeu­gung des Gerichts setzt dazu in der Regel die Ver­neh­mung der Geschä­dig­ten

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Betrug – und der Irr­tum des Ver­fü­gen­den

Da der Betrug­s­tat­be­stand vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, und das gänz­li­che Feh­len einer Vor­stel­lung für sich allein kei­nen tat­be­stands­mä­ßi­gen Irr­tum begrün­den kann, muss der Tatrich­ter im Urteil mit­tei­len, wie er sich die Über­zeu­gung davon ver­schafft hat, dass der Ver­fü­gen­de einem Irr­tum erle­gen ist

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Rechts­mit­tel­ver­zicht – und die Täu­schung

Ein Rechts­mit­tel­ver­zicht kann auf­grund eines durch Täu­schung her­vor­ge­ru­fe­nen Irr­tums des Ange­klag­ten unwirk­sam sein. Eine Täu­schung durch das Gericht oder die Staats­an­walt­schaft, die eine irr­tums­be­ding­te Abga­be der Ver­zichts­er­klä­rung durch den Ange­klag­ten ver­ur­sacht hat, kann zur Unwirk­sam­keit des Rechts­mit­tel­ver­zichts füh­ren . Ein durch den Ver­tei­di­ger her­vor­ge­ru­fe­ner Irr­tum führt nach der Recht­spre­chung des

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Berufs­rechts­ver­stö­ße – und der Irr­tum des Rechts­an­walts

Der Irr­tum des Rechts­an­walts ist im berufs­ge­richt­li­chen Ver­fah­ren wie im all­ge­mei­nen Straf­recht zu bewer­ten . Im Straf­recht gilt auf­grund gesetz­li­cher Rege­lung der Grund­satz der frei­en Beweis­wür­di­gung (§ 261 StPO; vgl. Mey­­er-Goß­­ner/­­Sch­­mitt, StPO, 58. Aufl., § 261 Rn. 11). Ob ein Ver­bots­irr­tum ver­meid­bar war, ist eine Fra­ge des Ein­zel­falls. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss

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Betrug – Irr­tum und Ver­mö­gens­ver­fü­gung

Da der Betrug­s­tat­be­stand des § 263 Abs. 1 StGB vor­aus­setzt, dass die Ver­mö­gens­ver­fü­gung durch den Irr­tum des Getäusch­ten ver­an­lasst wor­den ist, muss der Tatrich­ter zwar mit­tei­len, wie er sich die Über­zeu­gung davon ver­schafft hat, dass der Ver­fü­gen­de einem Irr­tum erle­gen ist . Es bedarf dabei aber nicht stets der nament­li­chen Benen­nung

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Pro­zes­sua­les Geständ­nis – und der Irr­tum über die Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen

Wer sich in sei­nem Par­tei­vor­trag erkenn­bar über die sub­jek­ti­ven Vor­aus­set­zun­gen der Ver­jäh­rung irrt und des­we­gen zur Kennt­nis oder grob fahr­läs­si­gen Unkennt­nis vom Anfech­tungs­an­spruch; und vom Anfech­tungs­geg­ner nicht vor­trägt, gesteht die­se über­se­he­ne Tat­be­stands­vor­aus­set­zung nicht zu. Ein Geständ­nis im Sin­ne von § 288 ZPO ist die Erklä­rung einer Par­tei, dass eine von

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Abbruch einer eBay-Auk­ti­on

Der Ver­käu­fer kann eine von ihm initi­ier­te eBay-Auk­­ti­on abbre­chen, wenn er nach­träg­lich einen Irr­tum über die Man­gel­frei­heit der ange­bo­te­nen Sache ent­deckt. Der Anbie­ter eines Ver­kaufs­an­ge­bots bei ebay kann nach den im Sep­tem­ber 2013 auf der Inter­­net-Plat­t­­form vor­find­li­chen Hin­wei­sen sein Ange­bot unter ande­rem dann vor­zei­tig been­den, "wenn Sie fest­stel­len, dass Sie

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Betrug durch Miss­brauch des Last­schrift­ver­fah­rens

Mit den Anfor­de­run­gen an die Fest­stel­lung und Dar­le­gung des Irr­tums beim Betrug im Zusam­men­hang mit rou­ti­ne­mä­ßi­gen Mas­sen­ge­schäf­ten (hier: durch Miss­brauch des Ein­zugs­er­mäch­ti­gungs­last­schrift­ver­fah­rens) hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Dabei begeg­ne­te die Ver­ur­tei­lung der Ange­klag­ten wegen voll­ende­ten gewerbs­mä­ßi­gen Ban­den­be­tru­ges für den Bun­des­ge­richts­hof durch­grei­fen­den recht­li­chen Beden­ken, weil offen bleibt, auf wel­che

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Arbeits­ver­wei­ge­rung wegen unzu­rei­chen­der Ver­gü­tung

Wei­gert sich ein Arbeit­neh­mer beharr­lich, sei­ne Arbeit zu ver­rich­ten, weil er der Mei­nung ist, sei­ne Ver­gü­tung ist unzu­rei­chend, kann ihm frist­los gekün­digt wer­den. Ein Irr­tum schützt ihn nicht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein in dem hier vor­lie­gen­den Fall die frist­lo­se Kün­di­gung eines Arbeit­neh­mers als gerecht­fer­tigt ange­se­hen und eine

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Puta­tiv­not­wehr auch gegen­über Poli­zei­be­am­ten mög­lich

Ein wegen Tot­schlags an einem Poli­zei­be­am­ten ver­ur­teil­ter Mann ist vom Bun­des­ge­richts­hof frei­ge­spro­chen wor­den. Die Ver­ur­tei­lung durch das Land­ge­richt Koblenz wur­de auf­ge­ho­ben. Der Ange­klag­te ist ein füh­ren­des Mit­glied des Motor­rad­clubs "Hell´s Angels". Er hat­te erfah­ren, dass er von Mit­glie­dern des kon­kur­rie­ren­den Clubs "Ban­di­dos" ermor­det wer­den sol­le. Zeit­gleich erließ das Amts­ge­richt in

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