Die gepach­te­te Jagd – und ihr Zusam­men­hang mit einem land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betrieb

Die Ein­künf­te aus der Jagd ste­hen im Zusam­men­hang mit einem land- und forst­wirt­schaft­li­chen Pacht­be­trieb, wenn sich das gepach­te­te Jagd­aus­übungs­recht auf die bewirt­schaf­te­ten Pacht­flä­chen erstreckt. Bil­den die Flä­chen eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Pacht­be­triebs einen Eigen­jagd­be­zirk und wer­den die­sem durch Ver­trag gestützt auf § 5 Abs. 1 BJagdG Flä­chen ange­glie­dert, so ist der Zusam­men­hang

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Besof­fen auf der Jagd

Macht ein Waf­fen­be­sit­zer in alko­ho­li­sier­tem Zustand von sei­ner Schuss­waf­fe Gebrauch, recht­fer­tigt dies die Annah­me, dass er im waf­fen­recht­li­chen Sin­ne unzu­ver­läs­sig ist, auch wenn zum Alko­hol­kon­sum kein wei­te­res Fehl­ver­hal­ten hin­zu­tritt. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig ent­schie­de­nen Fall fuhr der Klä­ger, ein Jäger und Inha­ber waf­fen­recht­li­cher Erlaub­nis­se, mit sei­nem Kraft­fahr­zeug

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Das befan­ge­ne Gemein­de­rats­mit­glied und die Beschluss­fas­sung über den Bebau­ungs­plan

Ein Bebau­ungs­plan muss dann für unwirk­sam erklärt wer­den, wenn bei der Beschluss­fas­sung über den Bebau­ungs­plan ein wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit nach dem saar­län­di­schen Kom­mu­nal­recht aus­ge­schlos­se­nes Mit­glied des Gemein­de­ra­tes mit­ge­wirkt hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Saar­lan­des den Nor­men­kon­troll­an­trä­gen drei­er Mett­la­cher Bür­ger ent­spro­chen. Die­se hat­ten sich gegen einen im

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Ern­te­aus­fall durch Raben­krä­hen

Es besteht kein Amts­haf­tungs­an­spruch für einen Ern­te­aus­fall durch Raben­krä­hen. Das urteil­te jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he auf die Kla­ge eines Land­wirts, der im Rhein-Neckar-Raum Tabak­pflan­zen anbaut. Der Land­wirt begehr­te vom beklag­ten Bun­des­land Baden-Wür­t­­te­m­berg Scha­dens­er­satz, weil zwei Tage nach der ers­ten Tabak­pflan­zung im Mai 2009 stän­dig min­des­tens 30 Raben­krä­hen auf sei­nem Feld

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Kein Jagd­schein nach Bestechung

Vor eini­ger Zeit hat­ten wir bereits über ein Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burg berich­tet, das bei einem Klä­ger, der wegen Vor­teils­ge­wäh­rung zu einer Geld­stra­fe von 90 Ta­ges­sät­zen rechts­kräf­tig ver­ur­teilt ist, die er­for­der­li­che per­sön­li­che waf­­­fen- und jagd­recht­li­che Zu­ver­läs­sig­keit als nicht ge­ge­ben ansah. Die­ses Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burg wur­de jetzt vom Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hof

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Wolfs­jagd

Der Abschuss eines Wol­fes recht­fer­tigt nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Mag­de­burg den sofor­ti­gen Ent­zug des Jagd­schei­nes. Das Ver­wal­tungs­ge­richt wies jetzt den Antrag eines Jägers auf Gewäh­rung vor­läu­fi­gen Rechts­schut­zes gegen den sofor­ti­gen Ent­zug sei­nes Jagd­schei­nes zurück. Der Ent­zug war von der Jagd­be­hör­de – unter Anord­nung des sofor­ti­gen Voll­zugs – des­halb aus­ge­spro­chen wor­den,

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Befan­gen­heit von Gemein­de­rats­mit­glie­dern

Von der Bera­tung und Beschluss­fas­sung über die Auf­stel­lung eines Bebau­ungs­plans zur Erwei­te­rung eines Golf­plat­zes ist ein Gemein­de­rats­mit­glied aus­ge­schlos­sen, wenn es im Plan­ge­biet im grö­ße­ren Umfang Grund­stü­cke gepach­tet hat und die­se als Jagd­päch­ter nutzt. In die­sem jetzt vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz ent­schie­de­nen Fall ist der Klä­ger Mit­glied des Orts­ge­mein­de­ra­tes und

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Jagd­lam­pen­sets

Das Bun­des­kri­mi­nal­amt ist nicht berech­tigt, Lam­pen­sets, die als Jagd­lam­pen ange­bo­ten wer­den, durch Bescheid als ver­bo­te­ne Waf­fen ein­zu­stu­fen. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall bot die Klä­ge­rin, die Aus­rüs­tungs­ge­gen­stän­de für den Frei­­zeit- und Out­do­or­be­reich ver­kauft, unter ande­rem auch als "Jagd­lam­pen" bezeich­ne­te Lam­pen­sets an, die aus einer Lam­pe, einem Kabel­schal­ter und

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Pfer­de­zucht in der Umsatz­steu­er

Eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft, die eine Pfer­de­zucht betreibt, ist, wie der Bun­des­fi­nanz­hof jetzt ent­schie­den hat, auch bei feh­len­der Gewinn­erzie­lungs­ab­sicht umsatz­steu­er­recht­lich Unter­neh­mer und kann die ihr in Rech­nung gestell­te Umsatz­steu­er als Vor­steu­er abzie­hen. In dem jetzt vom BFH ent­schie­de­nen Streit­fall betrieb eine KG – mit stän­di­gen Ver­lus­ten – eine Pfer­de­zucht. Das Finanz­amt setz­te

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Ände­run­gen im Waf­fen­recht

Die Bun­des­re­gie­rung hat jetzt dem aus dem Amok­lauf von Win­nen­den ent­stan­de­nen Drang nach Aktio­nis­mus nach­ge­ge­ben und möch­te eine Rei­he von Ände­run­gen in das bestehen­de Waf­fen­ge­setz ein­füh­ren. Da die­se "Ver­bes­se­rung des Waf­fen­rechts" noch in die­ser Legis­la­tur­pe­ri­ode erfol­gen soll, hat das Bun­des­ka­bi­nett kei­nen Gesetz­ent­wurf beschlos­sen, zu dem vor der Zulei­tung an den

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Kein Jagd­schein für Tier­quä­ler

Auch ein noch nicht abge­schlos­se­nes Straf­ver­fah­ren wegen Tier­quä­le­rei kann, wie ein aktu­el­les Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Aachen zeigt, der Ver­län­ge­rung eines Jagd­scheins im Wege ste­hen. In dem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen ent­schie­de­nen Fall war der in Nör­ve­nich wohn­haf­te Antrag­stel­ler wegen Tier­quä­le­rei in Tat­ein­heit mit vor­sätz­li­chem ver­bo­te­nen Nach­stel­len von Tie­ren streng geschütz­ter

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Kei­ne Rob­ben­häu­te und Ome­ga-3-Kap­seln mehr

Das Inver­kehr­brin­gen von Rob­ben­er­zeug­nis­sen in der EU wird mit einer jetzt beschlos­se­nen EU-Ver­­or­d­­nung weit­ge­hend ver­bo­ten. Aus­nah­men von die­sem Ver­bot gel­ten nur dann, wenn die Erzeug­nis­se aus einer Jagd stam­men, die von Inu­it und ande­ren indi­ge­nen Gemein­schaf­ten tra­di­ti­ons­ge­mäß betrie­ben wird und zu deren Sub­sis­tenz bei­trägt. Auch Waren zum per­sön­li­chen Gebrauch von

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Das Kühl­haus für den Jäger

Die Errich­tung eines eigen­stän­di­gen Gebäu­des, wel­ches als Kühl­raum für erleg­tes Wild die­nen soll, ist nach einem aktu­el­len Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Trier im Außen­be­reich nicht pri­vi­le­giert und damit bau­pla­nungs­recht­lich unzu­läs­sig. Der Ent­schei­dung lag die Kla­ge eines Jagd­päch­ters eines etwa 2000 ha gro­ßen Reviers im Bereich des Land­krei­ses Bern­­kas­­tel-Wit­t­­lich zugrun­de. Der beklag­te

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Ein Jäger darf nicht bestechen!

Waf­fen­be­sit­zer und Jäger müs­sen stets recht­streu leben, wol­len sie nicht ihre Zuver­läs­sig­keit und damit ihre waf­fen­recht­li­chen Erlaub­nis­se bzw. ihren Jagd­schein ver­lie­ren. Deut­lich zeigt das wie­der ein­mal ein aktu­el­les Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Augs­burgs, das jetzt die Kla­ge eines Augs­bur­ger Labor­arz­tes gegen einen Bescheid des Land­rats­am­tes Augs­burg abge­wie­sen hat, mit dem die

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Kein Schall­dämp­fer für die Jagd

Ein Jäger hat kei­nen Anspruch auf Geneh­mi­gung eines Schall­dämp­fers bei der Jagd. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart jetzt die Kla­ge eines unter Tin­ni­tus lei­den­den Jägers abge­wie­sen. Dem Klä­ger war im Juni 2007 von der Behör­de nicht erlaubt wor­den, einen Schall­dämp­fer für sei­ne Jagd­re­pe­tier­waf­fe zu erwer­ben. Der Klä­ger, so

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Teil­wei­se Abschaf­fung des Wider­spruchs­ver­fah­rens in Bay­ern

Die seit 1. Juli 2007 in Bay­ern gel­ten­de Neu­re­ge­lung zur teil­wei­sen Abschaf­fung und im Übri­gen fakul­ta­ti­ven Aus­ge­stal­tung des Wider­spruchs­ver­fah­rens ver­stößt nach einer Ent­schei­dung des Baye­ri­schen Ver­fas­sungs­ge­richts­hofs nicht gegen die Baye­ri­sche Ver­fas­sung. Ein Ver­stoß gegen das Rechts­staats­prin­zip (Art. 3 Abs. 1 Satz 1 BV) unter dem Gesichts­punkt man­geln­der Kom­pe­tenz des Lan­des­ge­setz­ge­bers liegt, so der Baye­ri­sche

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Besteue­rung der Eigen­jagd

Ein Land- und Forst­wirt, der aus sei­nem Eigen­jagd­recht her­aus Drit­ten gegen Ent­gelt die Teil­nah­me an Treib­jag­den gestat­tet oder sonst die Mög­lich­keit des Ein­zel­ab­schus­ses von Wild­tie­ren ein­räumt, erbringt inso­weit kei­ne land- und forst­wirt­schaft­li­chen Dienst­leis­tun­gen i.S. von Art. 25 Abs. 2 5. Gedan­ken­strich i.V.m. Anhang B der Richt­li­nie 77/​388/​EWG und damit kei­ne Dienst­leis­tun­gen, die der Durch­schnitts­satz­be­steue­rung nach § 24

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Gefähr­li­che Jagd­ge­sell­schaft

Eion Jäger, der bei einer Treib­jagd einen Trei­ber ver­se­hent­lich ange­schiesst, muss nicht in jedem Fall mit dem Ver­lust sei­nes Jagd­schei­nes rech­nen, wie ein jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Müns­ter ent­schie­de­ner Fall zeigt. Am 28. Okto­ber 2006 nahm der Klä­ger an einer Treib­jagd auf Nie­der­wild teil. An einem ca. 10 m brei­ten und 100 m lan­gen, von

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Ber­li­ner Jagd­zei­ten­ver­ord­nung

Die Ber­li­ner Lan­­des-Jagd­zei­­ten­­ver­­or­d­­nung von 2007 ist teil­wei­se nich­tig, wie jetzt das Ber­li­ner Ver­wal­tungs­ge­richt mit einer ziem­lich deut­li­chen Begrün­dung urteil­te und damit der Kla­ge eines Jägers statt­gab, der fest­ge­stellt wis­sen woll­te, dass er nach wie vor zur Jagd auf Stein­mar­der, Bläss­hüh­ner, Rin­gel­tau­ben und Stock­enten berech­tigt ist. Die Jagd auf die­se Tie­re

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Oster­zeit – recht­lich gese­hen

War­um ist Kar­frei­tag eigent­lich ein Fei­er­tag? Und Oster­mon­tag? Recht­lich gese­hen ist die Ant­wort ein­fach: weil es im Gesetz steht. Genau­er gesagt in den Fei­er­tags­ge­set­zen der Bun­des­län­der. In Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len etwa im Gesetz über die Sonn- und Fei­er­ta­ge (Fei­ertG NW). Dort ist in § 2 Absatz 1 Fei­ertG NW bestimmt: Fei­er­ta­ge sind: … 2.

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Jagd­ge­wehr mit Such­schein­wer­fer

Wie ein ein­fa­cher Schein­wer­fer zum Ver­lust des Jagd­scheins füh­ren kann, zeigt ein aktu­el­ler Beschluss des Ver­wal­tungs­ge­richts Arns­berg. Der Antrag­stel­ler in dem dort ent­schie­de­nen Ver­fah­ren hat­te zusam­men mit einem Jagd­ge­nos­sen mit sei­nem Gelän­de­wa­gen öffent­li­che Stra­ßen im Bereich der neu­en Bun­des­län­der befah­ren. Bei einer Poli­zei­kon­trol­le stell­te sich her­aus, dass sich auf dem

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Motor­yacht und Old­ti­mer-Flug­zeug

Der Gesetz­ge­ber über­lässt die Ent­schei­dung, wel­che Kos­ten für einen Betrieb ange­mes­sen und not­wen­dig sind, grund­sätz­lich dem Unter­neh­mer. Dies gilt jedoch nicht aus­nahms­los. Bestimm­te Auf­wen­dun­gen, die die pri­va­te Lebens­füh­rung berüh­ren kön­nen, sind prin­zi­pi­ell nicht als Betriebs­aus­ga­ben abzieh­bar, u.a. sol­che für Jagd oder Fische­rei, für Segel- oder Motor­jach­ten sowie für ähn­li­che Zwe­cke

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Wild­schwei­ne und die Abschuss­pflicht

Jagd­be­rech­tig­te kön­nen zum Abschuss von Wild­schwei­nen ver­pflich­tet wer­den, um Aus­brei­tung der Schwei­ne­pest zu ver­hin­dern. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Aachen in einem Ver­fah­ren des vor­läu­fi­gen Recht­schut­zes einem Land­kreis Recht gege­ben, der nach Aus­bruch der Schwei­ne­pest im Kreis­ge­biet gegen­über dem Jagd­be­rech­tig­ten ange­ord­net hat­te, dass in sei­nem Revier in der

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Jagd­ge­nos­sen­schaf­ten

Nach dem Bun­des­jagd­ge­setz bil­den zusam­men­hän­gen­de Grund­flä­chen mit einer land‑, forst- oder fische­rei­wirt­schaft­lich nutz­ba­ren Flä­che von min­des­tens 75 ha, die im Eigen­tum ein und der­sel­ben Per­son ste­hen, einen Eigen­jagd­be­zirk. Alle Grund­flä­chen einer Gemein­de, die nicht zu einem Eigen­jagd­be­zirk gehö­ren, bil­den einen gemein­schaft­li­chen Jagd­be­zirk, wenn sie im Zusam­men­hang min­des­tens 150 ha umfas­sen.

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Tier­seu­chen­ver­dacht und Tier­seu­chen­kas­sen

Tier­seu­chen­kas­se muss auch die Kos­ten der Besei­ti­gung seu­chen­kran­ker oder seu­chen­ver­däch­ti­ger Tie­re erstat­ten und kann die­se nach einem Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Müns­ter nicht auf die Tier­hal­ter abwälzen.Damit obliegt der Tier­seu­chen­kas­se auch die Erstat­tung der Kos­ten, die bei der Besei­ti­gung von Tie­ren ent­stan­den sind, die wegen einer Seu­chen­er­kran­kung oder eines Seu­chen­ver­dachts getö­tet

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