Ent­zug von Jour­na­lis­ten-Akkre­di­tie­run­gen zum Ham­bur­ger G20-Gip­fel

Der Ent­zug zwei­er G20-Akkre­­di­­tie­­run­­gen war rechts­wid­rig. Das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin hat den Kla­gen zwei­er Jour­na­lis­ten gegen die Bun­des­re­gie­rung wegen des Ent­zugs ihrer G20-Akkre­­di­­tie­­run­­gen statt­ge­ge­ben. Die bei­den kla­gen­den Jour­na­lis­ten erhiel­ten auf ihren Antrag hin Anfang Juli 2017 zunächst per­so­na­li­sier­te Akkre­di­tie­rungs­aus­wei­se vom Bun­des­pres­se­amt für den am 7. und 8. Juli 2017 statt­fin­den­den G20-Gip­­fel

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Der Jour­na­list – und sei­ne Fahrt­kos­ten

Fahrt­kos­ten, die einem Jour­na­lis­ten im Zusam­men­hang mit sei­ner Recher­che­tä­tig­keit ent­ste­hen, fal­len nicht in den Anwen­dungs­be­reich des § 32 UrhG. Die Bestim­mung umfasst nach ihrem Wort­laut allein eine Ver­gü­tung, die dem Urhe­ber für die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten und die Erlaub­nis zur Werk­nut­zung zusteht. Sie regelt mit­hin ledig­lich die Ver­gü­tung des Urhe­bers

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Jour­na­lis­ten­ver­gü­tung – und ihre Ange­mes­sen­heits­kon­trol­le

Die Bestim­mung des § 32 UrhG umfasst nach ihrem Wort­laut allein eine Ver­gü­tung, die dem Urhe­ber für die Ein­räu­mung von Nut­zungs­rech­ten und die Erlaub­nis zur Werk­nut­zung zusteht. Sie regelt mit­hin ledig­lich die Ver­gü­tung des Urhe­bers als Gegen­leis­tung für die gemäß § 31 UrhG ein­ge­räum­ten Nut­zungs­rech­te. Betrifft eine Ver­ein­ba­rung zwi­schen Urhe­ber

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Ange­mes­se­ne Ver­gü­tung frei­be­ruf­li­cher Jour­na­lis­ten

Eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung kann nur dann gemäß § 32 Abs. 2 Satz 1 UrhG in Ver­bin­dung mit § 36 UrhG in unmit­tel­ba­rer Anwen­dung einer gemein­sa­men Ver­gü­tungs­re­gel (hier der Gemein­sa­men Ver­gü­tungs­re­geln für freie haupt­be­ruf­li­che Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten an Tages­zei­tun­gen vom 29.01.2010, nach­fol­gend "GVR Tages­zei­tun­gen") bestimmt wer­den, wenn die dar­in fest­ge­leg­ten per­sön­li­chen, sach­li­chen und

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Aus­kunft über die Daten­er­fas­sung beim Ver­fas­sungs­schutz

Ange­sichts der Schwie­rig­kei­ten bei der Beur­tei­lung des gel­tend gemach­ten Aus­kunfts­an­spruchs über die Zahl der Jour­na­lis­ten und Abge­ord­ne­ten, über die das Bun­des­amt für Ver­fas­sungs­schutz Daten erfasst, ist es zumut­bar, dass der Antrag­stel­ler für sei­ne Bericht­erstat­tung bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Klä­rung in einem mög­li­chen Haupt­sa­che­ver­fah­ren auf ver­öf­fent­lich­te Ant­wor­ten der Bun­des­re­gie­rung auf par­la­men­ta­ri­sche

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Ange­mes­se­ne Urhe­ber­rechts­ver­gü­tung für freie Jour­na­lis­ten

Der Urhe­ber, der eine ange­mes­se­ne Ver­gü­tung nach § 32 UrhG begehrt, kann für ver­gan­ge­ne Zeit­räu­me auf Zah­lung kla­gen, ohne dass es einer vor­ge­schal­te­ten Kla­ge auf Ein­wil­li­gung in eine Ver­trags­än­de­rung bedarf. Die Ange­mes­sen­heit nach § 36 UrhG auf­ge­stell­ter gemein­sa­mer Ver­gü­tungs­re­geln wird unwi­der­leg­lich ver­mu­tet. Eine ver­ein­bar­te Ver­gü­tung ist jeden­falls dann unan­ge­mes­sen, wenn

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Flug­ha­fen Ber­lin-Bran­den­burg – Ein­sicht­nah­me in Auf­sichts­rats­pro­to­kol­le

Der Zugang zu Infor­ma­tio­nen ist nach den Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­set­zen des Bun­des und des Lan­des Ber­lin aus­ge­schlos­sen, wenn die Infor­ma­tio­nen nach ande­ren Geset­zen geheim zu hal­ten sind. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­gen eines Jour­na­lis­ten auf Akten­ein­sicht abge­wie­sen. Er begehr­te von der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land

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Akten­ein­sicht in "UFO-Unter­la­gen"

Auf man­dats­be­zo­ge­ne Unter­la­gen der Wis­sen­schaft­li­chen Diens­te und des Spra­chen­diens­tes des Deut­schen Bun­des­ta­ges fin­det das Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz kei­ne Anwen­dung. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg in zwei Beru­fungs­ver­fah­ren die Kla­gen abge­wie­sen und die anders­lau­ten­den erst­in­stanz­li­chen Ent­schei­dun­gen auf­ge­ho­ben. In einem Fall hat der Klä­ger unter Beru­fung auf das IFG begehrt, ihm Ein­sicht

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Der voll­stän­di­ge Infor­ma­ti­ons­zu­gang zur Doping­stu­die

Behör­den sind grund­sätz­lich ver­pflich­tet, den Ver­tre­tern der Pres­se die zur Erfül­lung ihrer öffent­li­chen Auf­ga­ben die­nen­den Aus­künf­te zu ertei­len. Der pres­se­recht­li­che Aus­kunfts­an­spruch ist aber allein auf eine infor­ma­ti­ve Mit­tei­lung und auf die Beant­wor­tung kon­kre­ter Fra­gen, nicht aber auf Infor­ma­ti­ons­zu­gang gerich­tet. So kann eine Aus­kunft nicht aus­schließ­lich durch eine Akten­ein­sicht bzw. die

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Die Aus­kunft über die Sach­leis­tungs­pau­scha­le der Abge­ord­ne­ten

Eine Aus­kunft über die Ver­wen­dung von Mit­teln der Sach­leis­tungs­pau­scha­le durch Abge­ord­ne­te kann – gera­de weil eine Kon­trol­le die­ser Sach­mit­tel wegen des Grund­sat­zes des frei­en Man­dats nicht durch staat­li­che Stel­len erfol­gen darf – nur durch die Öffent­lich­keit, infor­miert von der Pres­se, erfol­gen. Des­halb hat der Bun­des­tag der Pres­se Aus­kunft über die

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Mit­wir­kung bei der Erstel­lung eines Buches als Neben­tä­tig­keit

Las­sen Aus­künf­te, die ein Jour­na­list über die Erstel­lung eines Buches begehrt, kei­ne Iden­ti­fi­zie­rung der kon­kret her­an­ge­zo­ge­nen Per­so­nen zu, kön­nen die Aus­künf­te nicht mit der Beru­fung auf schutz­wür­di­ge pri­va­te Inter­es­sen ver­wei­gert wer­den. Mit der Aus­kunfts­er­tei­lung ist auch kein unzu­mut­ba­rer Auf­wand wegen Durch­sicht von ca. 1500 Mit­ar­bei­ter­ak­ten ver­bun­den, wenn der Autor des

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Wirk­sam­keit von Hono­rar­be­din­gun­gen für freie Jour­na­lis­ten

Die Hono­rar­be­din­gun­gen, die der Axel-Sprin­ger-Ver­­lag sei­nen Ver­trä­gen mit frei­en Jour­na­lis­ten zugrun­de legt, sind teil­wei­se unwirk­sam, wie jetzt der Bun­des­ge­richts­hof ent­schied. Der Klä­ger ist der Deut­sche Jour­na­lis­ten­ver­band, der die Inter­es­sen ange­stell­ter und frei­er Jour­na­lis­ten wahr­nimmt. Der beklag­te Axel-Sprin­ger-Ver­­lag legt seit Janu­ar 2007 den Ver­trä­gen, die er mit frei­en Jour­na­lis­ten über die

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Bun­des­rech­nungs­hof hat Jour­na­lis­ten Prü­fungs­nie­der­schrift zuzu­sen­den

Auch der Bun­des­rech­nungs­hof unter­liegt dem Infor­ma­ti­ons­frei­heits­ge­setz. Er hat einem Jour­na­lis­ten Ein­sicht in Prü­fungs­nie­der­schrif­ten zu gewäh­ren. Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt des Lan­des Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len hat der Kla­ge eines Jour­na­lis­ten auf Über­sen­dung von Prü­fungs­nie­der­schrif­ten des Bun­des­rech­nungs­hofs statt­ge­ge­ben. Der Bun­des­rech­nungs­hof hat­te ver­schie­de­ne Stif­tun­gen geprüft, die aus dem Haus­halt des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für wirt­schaft­li­che Zusam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ)

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Pres­se­ak­kre­di­tie­rung zum G8-Gip­fel und der frü­he­re Haus­frie­dens­bruch

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­burg hat auf die Kla­ge einer Stu­den­tin, die neben dem Stu­di­um als freie Foto­jour­na­lis­tin tätig war, fest­ge­stellt, dass die Ver­wei­ge­rung ihrer Akkre­di­tie­rung zum G‑8‑Gip­fel rechts­wid­rig war. Die Akkre­di­tie­rung war wegen Sicher­heits­be­den­ken abge­lehnt wor­den. Der Ent­schei­dung lagen drei Ermitt­lungs­ver­fah­ren wegen Haus­frie­dens­bruchs im Zusam­men­hang mit Aktio­nen von Green­peace im April

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Buy-out-Ver­ein­ba­run­gen im Jour­na­lis­mus

Eine für die Hono­rie­rung der Leis­tun­gen von Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten weit­rei­chen­de, aller­dings nur vor­läu­fi­ge Ent­schei­dung hat jetzt das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen getrof­fen. Hier­bei ging es um die Fra­ge, ob Jour­na­lis­ten durch bestimm­te Ver­trags­klau­seln in der wirt­schaft­li­chen Nut­zung ihrer Arti­kel unan­ge­mes­sen benach­tei­ligt wer­den. Antrag­stel­ler in dem vom Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen mit 100.000,– €

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Die Medi­zin­jour­na­lis­tin in der Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rung

Eine als Medi­zin­jour­na­lis­tin täti­ge Ärz­tin unter­liegt als Jour­na­lis­tin nicht der Ver­si­che­rungs­pflicht in der gesetz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung nach dem Künst­ler­so­zi­al­ver­si­che­rungs­ge­setz. Nach § 1 KSVG i.V.m. § 2 Satz 2 KSVG wer­den selbst­stän­di­ge Künst­ler und Publi­zis­ten nach § 1 KSVG in der all­ge­mei­nen Ren­ten­ver­si­che­rung, der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung und der sozia­len Pfle­ge­ver­si­che­rung ver­si­chert, wenn sie eine künst­le­ri­sche oder

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Bei­trags­zu­schüs­se zur pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rung bei frei­en Jour­na­lis­ten

Nach § 257 Abs. 2 SGB V oder § 61 Abs. 2 SGB XI geschul­de­te Bei­trags­zu­schüs­se zur pri­va­ten Kran­ken- oder Pfle­ge­ver­si­che­rung sind, wie der Bun­des­fi­nanz­hof im Fal­le einer frei­en Rund­funk­jour­na­lis­tin ent­schied, kein umsatz­steu­er­li­ches Ent­gelt im Sin­ne von § 10 UStG. Nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG unter­lie­gen der Umsatz­steu­er die Lie­fe­run­gen und sons­ti­gen Leis­tun­gen,

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