Jugend­stra­fe, Ver­be­wäh­rung – und die Unter­brin­gung in einer Entziehungsanstalt

Mit der Anwen­dung des § 61 Abs. 1 JGG beim Zusam­men­tref­fen von Jugend­stra­fe und Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt gemäß § 64 StGB hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Der Vor­be­halt der nach­träg­li­chen Ent­schei­dung über die Aus­set­zung nach § 109 Abs. 2 i.V.m. § 61 Abs. 1 JGG gilt in ent­spre­chen­der Anwen­dung dieser

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Ein­heits­ju­gend­stra­fe – und die Ein­be­zie­hung eines frü­he­ren Urteils

Nach § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG wird nicht ledig­lich die Stra­fe aus dem frü­he­ren noch nicht erle­dig­ten Urteil, son­dern das Urteil als sol­ches in die Bil­dung der Ein­heits­ju­gend­stra­fe über­nom­men. Dabei hat der Tatrich­ter eine neue, selb­stän­di­ge, von der frü­he­ren Beur­tei­lung unab­hän­gi­ge ein­heit­li­che Rechts­fol­gen­be­mes­sung für die frü­her und jetzt abge­ur­teil­ten Taten

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Aus­set­zung einer im Straf­voll­zug für Erwach­se­ne voll­zo­ge­nen Restjugendstrafe

Die Ent­schei­dung über die Aus­set­zung der Voll­stre­ckung einer Rest­ju­gend­stra­fe ist auch dann nach § 88 JGG zu tref­fen, wenn die Jugend­stra­fe gemäß § 89b JGG nach den Vor­schrif­ten des Straf­voll­zu­ges für Erwach­se­ne voll­zo­gen wird und ihre Voll­stre­ckung gemäß § 85 Abs. 6 Satz 1 JGG an die nach den all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten zuständige

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Jugend­stra­fe – und die Strafzumessung

Auch bei einer – unter ande­rem – wegen der Schwe­re der Schuld ver­häng­ten Jugend­stra­fe ist gemäß § 18 Abs. 2 JGG die Höhe der Stra­fe so zu bemes­sen, dass die erfor­der­li­che erzie­he­ri­sche Ein­wir­kung mög­lich ist. Die in den gesetz­li­chen Rege­lun­gen des all­ge­mei­nen Straf­rechts zum Aus­druck gelan­gen­de Bewer­tung des Aus­ma­ßes des in einer

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Der ver­ur­teil­te Jugend­li­che – und die Kos­ten der Nebenklage

Die not­wen­di­gen Aus­la­gen der Neben­kla­ge (§ 472 Abs. 1 StPO; § 74 JGG) kön­nen auch einem ver­ur­teil­ten Jugend­li­chen aus erzie­he­ri­schen Grün­den auf­er­legt wer­den. Ist der Jugend­li­che wegen eines Tötungs­de­lik­tes ver­ur­teilt wor­den, lässt sich ihm auf die­se Wei­se vor Augen füh­ren, dass durch sei­ne Tat auch Ange­hö­ri­ge betrof­fen sind. Zudem kann hier­durch eine

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Jugend­stra­fe – die Schwe­re der Schuld und der Erziehungsgedanke

Auch bei einer allein mit der Schwe­re der Schuld begrün­de­ten Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe sind erzie­he­ri­sche Gesichts­punk­te bei der Straf­be­mes­sung maß­ge­bend, wenn­gleich nicht allein aus­schlag­ge­bend. Bei­de Gesichts­punk­te ste­hen dabei in der Regel mit­ein­an­der im Ein­klang, da die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und das in der Tat zum Aus­druck kom­men­de Per­sön­lich­keits­bild nicht nur für

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Jugend­stra­fe – und die Schwe­re der Schuld

Nach der Recht­spre­chung und Tei­len der Lite­ra­tur kommt dem Unrecht der Tat bei der Prü­fung der Schwe­re der Schuld im Sin­ne von § 17 Abs. 2 Var. 2 JGG im All­ge­mei­nen kei­ne selbst­stän­di­ge Bedeu­tung zu. Ent­schei­dend ist, inwie­weit sich die cha­rak­ter­li­che Hal­tung und die Per­sön­lich­keit sowie die Tat­mo­ti­va­ti­on des Her­an­wach­sen­den in vor­werf­ba­rer Schuld

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Rück­tritt vom Ver­such – und die jugend­straf­recht­li­che Beur­tei­lung der Schuldschwere

Im Fall eines frei­wil­li­gen Rück­tritts vom Ver­such – wie hier vom ver­such­ten beson­ders schwe­ren Raub – ist die schul­d­er­hö­hen­de Berück­sich­ti­gung des zunächst gege­be­nen Voll­endungs­vor­sat­zes im Rah­men der Prü­fung der Schwe­re der Schuld jeden­falls dann rechts­feh­ler­haft, wenn nicht der Umstand der frei­wil­li­gen Abkehr von die­sem Vor­satz glei­cher­ma­ßen in den Blick genom­men wird.

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Jugend­stra­fe – und die frü­he­re Bewährungsstrafe

Nach § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG ist bei der Ahn­dung von Straf­ta­ten nach Jugend­straf­recht, wenn eine ander­wei­ti­ge, bereits rechts­kräf­ti­ge Ver­ur­tei­lung zu einer Sank­ti­on gemäß § 27 JGG noch nicht erle­digt ist, grund­sätz­lich auf eine ein­heit­li­che Rechts­fol­ge zu erken­nen. Die Ein­be­zie­hung der frü­he­ren Ver­ur­tei­lung darf nur aus­nahms­wei­se unter­blei­ben, wenn dies aus

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Jugend­stra­fe – und die nicht ein­be­zo­ge­ne frü­he­re Geldstrafe

Der Straf­aus­spruch über eine ein­heit­li­che Jugend­stra­fe hält der sach­lich­recht­li­chen Prü­fung durch das Revi­si­ons­ge­richt nicht stand, wenn in den Urteils­grün­den der Voll­stre­ckungs­stand hin­sicht­lich einer frü­he­ren Geld­stra­fe nicht mit­ge­teilt wird, und das Revi­si­ons­ge­richt daher nicht beur­tei­len kann, ob die Jugend­kam­mer zu Recht davon abge­se­hen hat, eine Ent­schei­dung über die Ein­be­zie­hung die­ser Verurteilung

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Kom­pen­sa­ti­on über­lan­ger Ver­fah­rens­dau­er – bei auf „Schwe­re der Schuld“ gestütz­ter Jugendstrafe

Mit der Anwend­bar­keit der sog. Voll­stre­ckungs­lö­sung zur Kom­pen­sa­ti­on über­lan­ger Ver­fah­rens­dau­er bei auf „schäd­li­che Nei­gun­gen“ und „Schwe­re der Schuld“ (§ 17 Abs. 2 JGG) gestütz­ter Jugend­stra­fe hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: In der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist aller­dings nicht voll­stän­dig geklärt, auf wel­chem Wege bei der Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe eine

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Jugend­stra­fe – und die Unterbringungsanordnung

ist. Bei schuld­haft began­ge­nen Straf­ta­ten eröff­net § 5 Abs. 3 JGG die Mög­lich­keit, von der an sich erfor­der­li­chen Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe abzu­se­hen, wenn sie als zusätz­li­che erzie­he­ri­sche Maß­nah­me wegen der Maß­re­gel­an­ord­nung nicht erfor­der­lich ist. Die Vor­schrift trägt damit dem Gedan­ken der Ein­spu­rig­keit frei­heits­ent­zie­hen­der Maß­nah­men im Jugend­straf­recht Rech­nung. Zwar betrifft ein hier­bei unter­lau­fe­ner Rechtsfehler

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Jugend­stra­fe – und die Reststrafenaussetzung

Über die in der ober­lan­des­ge­richt­li­chen Recht­spre­chung umstrit­te­ne Fra­ge, ob sich die Ent­schei­dung über die Rest­stra­fen­aus­set­zung einer nach den Vor­schrif­ten des Erwach­se­nen­voll­zugs voll­zo­ge­nen Jugend­stra­fe nach § 88 JGG oder aber nach § 57 StGB rich­tet, wenn – wie hier – der Voll­stre­ckungs­lei­ter die Voll­stre­ckung gemäß § 85 Abs. 6 JGG bin­dend an

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Jugend­straf­recht – und der Streit um die Zustän­dig­keit für die Ein­lei­tung der Vollstreckung

Die förm­li­che Ein­lei­tung der Voll­stre­ckung ist kei­ne jugend­rich­ter­li­che Tätig­keit im Sin­ne des § 83 Abs. 1 JGG, son­dern eine Auf­ga­be der Jus­tiz­ver­wal­tung. Besteht aus­schließ­lich Streit über die Zustän­dig­keit für eine der­ar­ti­ge Auf­ga­be, so liegt nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs kein Zustän­dig­keits­streit zwi­schen meh­re­ren Gerich­ten im Sin­ne von § 14 StPO vor,

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Wech­sel der Zustän­dig­keit für die Füh­rungs­auf­sicht – wäh­rend voll­streck­ter Jugendhaft

Zwar ruht die Füh­rungs­auf­sicht nach § 7 Abs. 1 JGG i.V.m. § 68e Abs. 1 Satz 2 StGB wäh­rend des Voll­zugs der Jugend­stra­fe in ande­rer Sache. Das schließt aber nicht aus, dass inner­halb die­ses Zeit­raums Ent­schei­dun­gen über die Füh­rungs­auf­sicht zu tref­fen sind, etwa nach § 7 Abs. 1 JGG i.V.m. § 68e Abs. 2 StGB. Hin­zu kommt die

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Die zure­chen­ba­re Schuld des jugend­li­chen Täters

Zur Bestim­mung der zure­chen­ba­ren Schuld des jugend­li­chen Täters ist das Tat­un­recht am Maß­stab der gesetz­li­chen Straf­an­dro­hun­gen des Erwach­se­nen­straf­rechts her­an­zu­zie­hen. Es begeg­net inso­weit aber Beden­ken, dass sie ange­sichts der kon­kre­ten Tat­si­tua­ti­on, in der der Ange­klag­te im Hin­blick auf sein asia­ti­sches Aus­se­hen von einem der Geschä­dig­ten wie­der­holt belei­digt wor­den war, nicht ausdrücklich

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Jugend­stra­fe – wegen der Schwer­de der Schuld

Die Ver­hän­gung einer Jugend­stra­fe, auf die allein unter dem Gesichts­punkt der Schwe­re der Schuld (§ 17 Abs. 2 Alt. 2 JGG) erkannt wird, kommt grund­sätz­lich nur in Betracht, wenn dies auch aus erzie­he­ri­schen Grün­den erfor­der­lich ist. Maß­geb­lich ist inso­weit der Zeit­punkt der Ent­schei­dung. Belan­gen des Schuld­aus­gleichs kann eigen­stän­di­ge Bedeu­tung nur aus­nahms­wei­se bei­gemes­sen werden,

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Voll­stre­ckung einer Jugend­stra­fe – und das zustän­di­ge Amtsgericht

Zustän­dig für die Ein­lei­tung der Voll­stre­ckung einer Jugend­stra­fe ist der Jugend­rich­ter des Amts­ge­richts, in des­sen Bezirk der Ver­ur­teil­te sei­nen gewöhn­li­chen Auf­ent­halt hat (§ 84 Abs. 2 Satz 1 und 2 JGG i.V.m. §§ 151, 152 Abs. 2 FamFG). Dass er sich bereits in Unter­su­chungs­haft in der Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt Zwei­brü­cken befand, berührt die Zustän­dig­keit nicht. Ein Übergang

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Jugend­stra­fe – und die Strafzumessung

Auch bei einer wegen der Schwe­re der Schuld ver­häng­ten Jugend­stra­fe ist gemäß § 18 Abs. 2 JGG die Höhe der Stra­fe so zu bemes­sen, dass die erfor­der­li­che erzie­he­ri­sche Ein­wir­kung mög­lich ist. Grund­sätz­lich ist zwar die in den gesetz­li­chen Rege­lun­gen des all­ge­mei­nen Straf­rechts zum Aus­druck gelan­gen­de Bewer­tung des Aus­ma­ßes des in der Straftat

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Unter­brin­gung eines Jugend­li­chen in der Entziehungsanstalt

Wird aus Anlass der Straf­tat eines Jugend­li­chen oder Her­an­wach­sen­den des­sen Unter­brin­gung in einer Ent­zie­hungs­an­stalt ange­ord­net, so wird gemäß § 5 Abs. 3 JGG – bei Her­an­wach­sen­den in Ver­bin­dung mit § 105 Abs. 1 JGG – von Jugend­stra­fe abge­se­hen, wenn die Maß­re­gel­an­ord­nung eine sol­che Ahn­dung ent­behr­lich macht. Die spe­zi­fisch jugend­straf­recht­li­che Rege­lung ermög­licht es nach dem

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Jugend­stra­fe, Ent­zie­hungs­an­stalt – und die Rechtsmittelbeschränkung

Soweit mit einer Beschrän­kung des Revi­si­ons­an­trags die Anord­nung der Maß­re­gel des § 64 StGB vom Rechts­mit­tel­an­griff aus­ge­nom­men wer­den soll, ist eine sol­che wei­ter­ge­hen­de Beschrän­kung nicht wirk­sam. Wegen der durch § 5 Abs. 3, § 105 Abs. 1 JGG her­ge­stell­ten Ver­knüp­fung zwi­schen frei­heits­ent­zie­hen­den Maß­re­geln und einer Jugend­stra­fe kann regel­mä­ßig nicht geson­dert ledig­lich über

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Gesamt­stra­fen­bil­dung – und die Zäsur­wir­kung einer frü­he­ren Jugendstrafe

Zäsur­wir­kung kommt nur sol­chen Urteil zu, auf die § 55 StGB Anwen­dung fin­det und mit deren Stra­fen eine Gesamt­stra­fe gebil­det wer­den kann. Dies ist bei einer Ver­ur­tei­lung zu Jugend­stra­fe wegen der bei getrenn­ter Abur­tei­lung recht­lich aus­ge­schlos­se­nen Gesamt­stra­fen­bil­dung nach § 55 StGB nicht der Fall. Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Novem­ber 2016 – 4 StR

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Jugend­stra­fe – wegen de Schwe­re der Schuld

Der Schuld­ge­halt der Tat bei der Bege­hung durch her­an­wach­sen­de Täter, auf die das Jugend­straf­recht Anwen­dung fin­det, ist jugend­spe­zi­fisch zu bestim­men. Die „Schwe­re der Schuld“ im Sin­ne des § 17 Abs. 2 JGG wird daher nicht vor­ran­gig anhand des äuße­ren Unrechts­ge­halts der Tat und ihrer Ein­ord­nung nach dem all­ge­mei­nen Straf­recht bestimmt. Vielmehr

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Bil­dung einer Ein­heits­ju­gend­stra­fe – und die zuvor began­ge­nen Straftaten

Die Bil­dung einer Ein­heits­ju­gend­stra­fe unter Ein­be­zie­hung eines rechts­kräf­ti­gen frü­he­ren Urteils setzt nach § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG vor­aus, dass die dort ver­häng­te jugend­rich­ter­li­che Sank­ti­on noch nicht voll­stän­dig aus­ge­führt, voll­streckt oder sonst erle­digt ist. Dar­über hin­aus sind bei der Bil­dung einer Ein­heits­ju­gend­stra­fe nach § 31 Abs. 2 Satz 1 JGG die zuvor began­ge­nen Straftaten

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Jugend­stra­fe – und die Aufklärungshilfe

Das Vor­lie­gen einer Auf­klä­rungs­hil­fe nach § 46b Abs. 1 und 2 StGB ist auch bei der Bemes­sung einer Jugend­stra­fe in Bedacht zu zie­hen. Da sowohl bei der Beur­tei­lung der Schuld­schwe­re im Sin­ne des § 17 Abs. 2 JGG als auch bei der Zumes­sung der kon­kre­ten Jugend­stra­fe der äuße­re Unrechts­ge­halt der Tat inso­fern von

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Jugend­stra­fe – und die Schwe­re der Schuld

Maß­geb­li­cher Anknüp­fungs­punkt für die nach jugend­spe­zi­fi­schen Kri­te­ri­en zu bestim­men­de Schwe­re der Schuld nach § 17 Abs. 2 JGG ist die inne­re Tat­sei­te. Dem äuße­ren Unrechts­ge­halt der Tat kommt nur inso­fern Bedeu­tung zu, als hier­aus Schlüs­se auf die Per­sön­lich­keit des Täters und das Maß der per­sön­li­chen Schuld gezo­gen wer­den kön­nen. Ent­schei­dend ist,

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Jugend­stra­fe – Schwe­re der Schuld vs. erzie­he­ri­sche Wirkung

Auch bei einer wegen der Schwe­re der Schuld ver­häng­ten Jugend­stra­fe ist gemäß § 18 Abs. 2 JGG die Höhe der Stra­fe so zu bemes­sen, dass die erfor­der­li­che erzie­he­ri­sche Ein­wir­kung mög­lich ist. Grund­sätz­lich ist zwar die in den gesetz­li­chen Rege­lun­gen des all­ge­mei­nen Straf­rechts zum Aus­druck gelan­gen­de Bewer­tung des Aus­ma­ßes des in einer Straftat

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Jugend­stra­fe – und ihre flos­kel­haf­te Bemessung

Nach 18 Abs. 2 JGG ist die Jugend­stra­fe so zu bemes­sen, dass die erfor­der­li­che erzie­he­ri­sche Ein­wir­kung mög­lich ist. Die Urteils­grün­de müs­sen des­halb erken­nen las­sen, inwie­weit dem Erzie­hungs­ge­dan­ken die ihm zukom­men­de Beach­tung geschenkt und bei der Bemes­sung der Jugend­stra­fe das Gewicht des Tat­un­rechts gegen die Fol­ge der Stra­fe für die wei­te­re Ent­wick­lung des

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Schäd­li­che Nei­gun­gen – und die Jugendstrafe

Schäd­li­che Nei­gun­gen als Vor­aus­set­zung für die Ver­hän­gung von Jugend­stra­fe lie­gen vor, wenn bei dem Täter erheb­li­che Anla­­ge- und Erzie­hungs­män­gel zu beob­ach­ten sind, die ohne eine län­ge­re Gesam­terzie­hung die Gefahr wei­te­rer Straf­ta­ten begrün­den. Aller­dings kön­nen schäd­li­che Nei­gun­gen in der Regel nur bejaht wer­den, wenn erheb­li­che Per­sön­lich­keits­män­gel schon vor der Tat –

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Jugend­stra­fe – und die Begrün­dung der Strafzumessung

Gemäß § 18 Abs. 2 JGG bemisst sich die Höhe der Jugend­stra­fe vor­ran­gig nach erzie­he­ri­schen Gesichts­punk­ten. Die Urteils­grün­de müs­sen des­halb erken­nen las­sen, dass dem Erzie­hungs­ge­dan­ken die ihm zukom­men­de Beach­tung geschenkt und bei der Bemes­sung der Jugend­stra­fe das Gewicht des Tat­un­rechts gegen die Fol­gen der Stra­fe für die wei­te­re Ent­wick­lung des Heranwachsenden

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Jugend­stra­fe, Erwach­se­nen­stra­fe – und die Gesamtstrafenbildung

Bei Vor­lie­gen der Vor­aus­set­zun­gen des § 55 StGB kann eine Gesamt­stra­fe auch dann gebil­det wer­den, wenn der Ange­klag­te durch eine frü­he­re Ver­ur­tei­lung eines Jugend­ge­richts rechts­kräf­tig für eine Tat, zu deren Tat­zeit er Her­an­wach­sen­der war, nach all­ge­mei­nem Straf­recht ver­ur­teilt wor­den ist. Eine ein­heit­li­che nach­träg­li­che Sank­tio­nie­rung nach Jugend­ge­richts­ge­setz schei­det dem­ge­gen­über von vorn herein

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Unter­brin­gung in der Psych­ia­trie – und die Jugendstrafe

Wird aus Anlass der Straf­tat eines Jugend­li­chen oder Her­an­wach­sen­den des­sen Unter­brin­gung in einem psych­ia­tri­schen Kran­ken­haus ange­ord­net, so wird gemäß § 5 Abs. 3 (i.V.m. § 105 Abs. 1) JGG von Jugend­stra­fe abge­se­hen, wenn die Maß­re­gel­an­ord­nung die Ahn­dung durch Jugend­stra­fe ent­behr­lich macht. Die­se spe­zi­fisch jugend­straf­recht­li­che Vor­schrift ermög­licht es, dem Gedan­ken der Ein­spu­rig­keit freiheitsentziehender

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Jugend­stra­fe für einen inzwi­schen 24jährigen

Dem Erzie­hungs­ge­dan­ken bei der Bestim­mung von Art und Dau­er der Sank­ti­on für die Tat des zum Zeit­punkt der Ver­kün­dung des erst­in­stanz­li­chen Urteils bereits 23 Jah­re und fast sie­ben Mona­te alten und damit im straf­recht­li­chen Sin­ne erwach­se­nen Ange­klag­ten kann bereits nach der bis­he­ri­gen Recht­spre­chung ein allen­falls gerin­ges Gewicht zukom­men. Schon dieser

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Schäd­li­che Neigungen

Schäd­li­che Nei­gun­gen im Sin­ne von § 17 Abs. 2 JGG sind erheb­li­che Anla­­ge- oder Erzie­hungs­män­gel, die ohne län­ge­re Gesam­terzie­hung des Täters die Gefahr wei­te­rer Straf­ta­ten begrün­den. Sie kön­nen in der Regel nur bejaht wer­den, wenn erheb­li­che Per­sön­lich­keits­män­gel, aus denen sich eine Nei­gung zur Bege­hung von Straf­ta­ten ergibt, schon vor der Tat

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Jugend­stra­fe – und der Erziehungsgedanke

Wird bei der Bemes­sung der Jugend­stra­fe im Wesent­li­chen auf das ver­wirk­lich­te Tat­un­recht abge­stellt, lässt dies nicht erken­nen, dass dem Erzie­hungs­ge­dan­ken die ihm zukom­men­de Bedeu­tung bei­gemes­sen wur­de. Dies gilt ins­be­son­de­re, wenn im Übri­gen vor allem Straf­zu­mes­sungs­er­wä­gun­gen aus dem all­ge­mei­nen Straf­recht berück­sich­tigt wer­den, etwa wenn auf die tat­ein­heit­li­che Ver­wirk­li­chung meh­re­rer Deliktstat­be­stän­de abge­stellt, auf

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Jugend­stra­fe, Straf­er­lass – und kei­ne Einbürgerung

Die Anord­nung der Besei­ti­gung des Straf­ma­kels einer Jugend­stra­fe nach § 100 JGG führt nicht zu einem Ver­wer­tungs­ver­bot, son­dern ledig­lich zu einer Ein­schrän­kung des Umfangs der Aus­kunfts­er­tei­lung durch die Regis­ter­be­hör­de (vgl. § 41 Abs. 3 BZRG). Im Ein­bür­ge­rungs­ver­fah­ren ist die Ver­ur­tei­lung zu einer Jugend­stra­fe auch nach Besei­ti­gung des Straf­ma­kels zu berück­sich­ti­gen, wenn

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Jugend­stra­fe, Besei­ti­gung des Straf­ma­kels – und die Einbürgerung

Im Ein­bür­ge­rungs­ver­fah­ren ist die Ver­ur­tei­lung zu einer Jugend­stra­fe auch dann zu berück­sich­ti­gen, wenn das Jugend­ge­richt nach­träg­lich die Besei­ti­gung des Straf­ma­kels der Jugend­stra­fe ange­ord­net hat. Dies hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig heu­te ent­schie­den. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts liegt der Fall eines inzwi­schen 31 Jah­re alten tür­ki­schen Staats­an­ge­hö­ri­gen aus dem Land­kreis Bad

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Ver­ur­tei­lung wegen Tat im Jah­re 1997

Auf­grund eines lan­gen Zeit­ab­laufs von fast 17 Jah­ren kann durch die Voll­stre­ckung einer Jugend­stra­fe kei­ne päd­ago­gi­sche Wir­kung erzielt wer­den, so dass die Stra­fe wegen schwe­ren Rau­bes in 2 Fäl­len zur Bewäh­rung aus­ge­setzt wer­den kann. Mit die­ser Begrün­dung hat das Amts­ge­richt Han­no­ver in dem hier vor­lie­gen­den Fall den bei der Bege­hung der Taten

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Rest­stra­fen­aus­set­zung bei einer Jugendstrafe

Die Prü­fung der Rest­stra­fen­aus­set­zung einer nach den Vor­schrif­ten des Erwach­se­nen­voll­zugs voll­zo­ge­nen Jugend­stra­fe, deren Voll­stre­ckung bin­dend an die Staats­an­walt­schaft gemäß § 85 Abs. 6 JGG abge­ge­ben war, hat nach dem Maß­stab der §§ 88, 89a JGG und nicht nach dem Maß­stab des § 57 StGB zu erfol­gen. Der vor Voll­stre­ckung der Jugendstrafe

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