Ände­rung der Steu­er­richt­li­ni­en für Kapitalanleger

Das Gesetz zur Ein­füh­rung einer Pflicht zur Mit­tei­lung grenz­über­schrei­ten­der Steu­er­ge­stal­tun­gen vom 21. Dezem­ber 2019 ist zum Jah­res­be­ginn am 1. Janu­ar 2020 in kraft getre­ten. Mit die­sem Gesetz ist die EU-Rich­t­­li­­nie zur Ver­hin­de­rung der Ero­si­on deut­schen Steu­er­sub­strats durch Iden­ti­fi­zie­rung und Ver­rin­ge­rung von Steu­er­ver­mei­dungs­prak­ti­ken und Gewinn­ver­la­ge­rung umge­setzt wor­den. Die unter­schied­li­chen Steu­er­struk­tu­ren und Steuerrechtsverordnungen

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Landgericht Leipzig

Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen eines Anle­gers wegen Beratungspflichtverletzungen

Die Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen eines Anle­gers wegen Auf­klä­rungs­oder Bera­tungs­pflicht­ver­let­zun­gen im Zusam­men­hang mit dem Erwerb einer Betei­li­gung an einer Fonds­ge­sell­schaft gemäß § 199 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 BGB beginnt nicht bereits mit dem Zugang sei­nes Bei­tritts­an­ge­bots bei der Fonds­ge­sell­schaft, son­dern frü­hes­tens mit dem Zustan­de­kom­men des Betei­li­gungs­ver­trags. Nach § 199 Abs. 3 Satz 1 Nr.

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Pro­spekt­haf­tung – und der erst nach der Zeich­nung erhal­te­ne Prospekt

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ent­spricht es der Lebens­er­fah­rung, dass ein Pro­spekt­feh­ler für die Anla­ge­ent­schei­dung ursäch­lich gewor­den ist. Die­se Ver­mu­tung kann aller­dings wider­legt wer­den. Davon ist grund­sätz­lich dann aus­zu­ge­hen, wenn der Pro­spekt bei dem kon­kre­ten Ver­trags­schluss kei­ne Ver­wen­dung gefun­den hat. Ver­wen­dung fin­det der Pro­spekt aller­dings auch dann, wenn er zwar nicht

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Kapi­tal­an­la­ge – und der Vorsteuerabzug

Steu­er­freie Ein­la­gen bei Kre­dit­in­sti­tu­ten, die zur Haupt­tä­tig­keit des Unter­neh­mers gehö­ren, sind kei­ne „Hilfs­um­sät­ze“ i.S. des § 43 Nr. 3 UStDV. Die ver­zins­li­che Anla­ge eines Teils des ein­ge­wor­be­nen Kapi­tals bei einer Bank ist ein umsatz­steu­er­frei­er Umsatz, so dass die mit der Kapi­tal­an­la­ge in Zusam­men­hang ste­hen­de Vor­steu­er (antei­lig) nicht abzieh­bar ist. Auf die

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Bundesverwaltungsgericht

Mit Immo­bi­li­en Geld verdienen

Die der­zei­ti­ge Nied­rig­zins­pha­se bie­tet kei­ner­lei Anrei­ze, sein Geld zu spa­ren. Die tra­di­tio­nel­le Art, sein Kapi­tal durch Zin­sen zu ver­meh­ren und z. B. ein Spar­buch anzu­le­gen, trägt bei Zin­sen mit einer Null vor dem Kom­ma kei­ner­lei Früch­te. Also muss eine Alter­na­ti­ve her: Eine eben­falls kon­ser­va­ti­ve Geld­an­la­ge stellt die Inves­ti­ti­on in eine

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Kapi­tal­an­la­ge­be­trug – und das Ver­brei­ten unrich­ti­ger Infor­ma­tio­nen im Anlageprospekt

Mit dem Ver­brei­ten unrich­ti­ger Infor­ma­tio­nen im Sin­ne des § 264a Abs. 1 StGB hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Die Bestim­mung des § 264a StGB (Kapi­tal­an­la­ge­be­trug) ist Schutz­ge­setz im Sin­ne des § 823 Abs. 2 BGB zuguns­ten des ein­zel­nen Kapi­tal­an­le­gers. Gemäß § 264a Abs. 1 Nr. 1 StGB macht sich straf­bar, wer im

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Landgericht Bremen

Rück­ab­wick­lung finan­zier­ter Kapi­tal­an­la­ge­ge­schäf­te – und der Streitwert

In Fäl­len finan­zier­ter Kapi­tal­an­la­ge­ge­schäf­te, in denen der Klä­ger begehrt, so gestellt zu wer­den, als hät­te er das Finan­zie­rungs­ge­schäft nicht getä­tigt, bemisst sich der Gesamt­streit­wert nach der Höhe des Net­to­dar­le­hens­be­tra­ges. Hin­zu kommt der aus Eigen­mit­teln auf­ge­brach­te Betrag, der eine wei­ter­ge­hen­de Scha­dens­po­si­ti­on betrifft. Ein höhe­rer bezif­fer­ter Zah­lungs­an­trag recht­fer­tigt kei­ne höhe­re Wert­fest­set­zung, wenn

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Ver­harm­lo­sung der Anla­ge­ri­si­ken im Wer­berund­schrei­ben des Anlagevermittlers

Bei einer blo­ßen Anla­ge­ver­mitt­lung ist – anders als bei der Anla­ge­be­ra­tung – eine beson­de­re auf die Anla­­ger-belan­­ge zuge­schnit­te­ne Bera­tung (Anla­ge­ziel, Risi­ko­be­reit­schaft etc.) nicht geschul­det. Der Anla­ge­ver­mitt­ler darf die im Pro­spekt ent­hal­te­nen Risi­ko­hin­wei­se nicht ent­kräf­ten. Ein Rund­schrei­ben des Ver­mitt­lers an poten­ti­el­le Anla­ge­in­ter­es­sen­ten mit ein­deu­ti­gem Anprei­­sungs- und Wer­be­cha­rak­ter, stellt nicht zwang­läu­fig eine

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Hartz IV, Kapi­tal­erträ­ge – und der auto­ma­ti­sier­te Datenabgleich

Für das Bun­des­so­zi­al­ge­richt bestehen kei­ne ver­fas­sungs­recht­li­chen Beden­ken gegen den auto­ma­ti­sier­ten Daten­ab­gleich der Job­cen­ter zur Ermitt­lung von Kapi­tal­erträ­gen. SGB II-Bezie­her müs­sen nach Ansicht des Bun­des­so­zi­al­ge­richts den Daten­ab­gleich der Job­cen­ter in der von § 52 Abs 1 Nr 3 SGB II vor­ge­se­he­nen Form hin­neh­men. Die Vor­schrift ist eine gesetz­li­che Grund­la­ge im Sin­ne der datenschutzrechtlichen

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Betrug durch Anla­ge­ver­mitt­ler als Organisationsdelikt

Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bestimmt sich bei Zusam­men­ar­beit meh­re­rer Betei­lig­ter im Rah­men einer Tat­se­rie die Zahl der recht­lich selb­stän­di­gen Hand­lun­gen im Sin­ne von § 53 Abs. 1 StGB für jeden Täter grund­sätz­lich nach der Anzahl sei­ner eige­nen Hand­lun­gen zur Ver­wirk­li­chung der Ein­zel­de­lik­te. Wirkt ein Täter an ein­zel­nen Taten ande­rer Beteiligter

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Die ord­nungs­ge­mä­ße Auf­klä­rung eines Kapitalanlegers

Einem Anle­ger muss für sei­ne Bei­tritts­ent­schei­dung ein rich­ti­ges Bild über das Betei­li­gungs­ob­jekt ver­mit­telt wer­den, das heißt er muss über alle Umstän­de, die für sei­ne Anla­ge­ent­schei­dung von wesent­li­cher Bedeu­tung sind oder sein kön­nen, ins­be­son­de­re über die mit der ange­bo­te­nen spe­zi­el­len Betei­li­gungs­form ver­bun­de­nen Nach­tei­le und Risi­ken zutref­fend, ver­ständ­lich und voll­stän­dig auf­ge­klärt werden.

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„Jetzt Ren­di­te sichern“ – aber nur für einen klei­nen Anlagebetrag

Gemäß § 5a Abs. 2 UWG han­delt unlau­ter, wer die Ent­schei­dungs­fä­hig­keit von Ver­brau­chern dadurch beein­flusst, dass er eine Infor­ma­ti­on vor­ent­hält, die im kon­kre­ten Fall unter Berück­sich­ti­gung aller Umstän­de ein­schließ­lich der Beschrän­kun­gen des Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tels wesent­lich ist. Bei der Beur­tei­lung, ob das Ver­schwei­gen einer Tat­sa­che irre­füh­rend ist, sind ins­be­son­de­re deren Bedeu­tung für die

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Der Immo­bi­li­en­ver­kauf – und die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei der Kapitalanlage

Im Ein­klang mit der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs ist die Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen für jede ein­zel­ne Kapi­tal­an­la­ge getrennt zu beur­tei­len. Für die­se auf ein­zel­ne Anla­gen bezo­ge­ne Prü­fung ist grund­sätz­lich nur der tat­säch­lich ver­wirk­lich­te Sach­ver­halt zugrun­de zu legen. Denn die Besteue­rung knüpft grund­sätz­lich nur an die effek­tiv verwirklichten,

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Verwaltungsgericht Köln / Finanzgericht Köln

Besteue­rung von Schein­ren­di­ten in Schneeballsystemen

Ver­langt ein Anle­ger die Aus­zah­lung fäl­li­ger Zins- oder Anla­ge­be­trä­ge vom Betrei­ber eines Schnee­ball­sys­tems, ist für die Prü­fung von des­sen Leis­tungs­fä­hig­keit und ‑bereit­schaft im Zeit­punkt einer Gut­schrifts­er­tei­lung oder der Ver­ein­ba­rung, Ren­di­ten wie­der­an­zu­le­gen, nicht erheb­lich, in wel­chem Umfang der Anle­ger Bemü­hun­gen ent­fal­tet, um sei­nen Aus­zah­lungs­wunsch durch­zu­set­zen, son­dern wie der Betrei­ber des Schneeballsystems

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Scha­dens­be­rech­nung beim Schneeballsystem

Wie ist die For­de­rung eines Anle­gers zu berech­nen, der sei­ne Ein­la­ge in einem in Form eines Schnee­ball­sys­tems betrie­be­nen Ein­la­gen­pool ver­lo­ren hat? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu befas­sen: Anlass hier­für bot dem Bun­des­ge­richts­hof ein Rechts­streit über die Anmel­dung einer ent­spre­chen­den Scha­dens­er­satz­for­de­rung zur Insol­venz­ta­bel­le einer GmbH (Schuld­ne­rin), die

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Die Rechts­schutz­ver­si­che­rung – und der vor­ver­trag­li­che Ein­tritt des Versicherungsfalls

In der Rechts­schutz­ver­si­che­rung besteht gemäß § 4 (1) Satz 1 a) ARB 94 kein Anspruch auf Ver­si­che­rungs­schutz bei Vor­ver­trag­lich­keit des Rechts­schutz­fal­les. Die von § 4 (1) Satz 1 a) ARB 94 fest­ge­schrie­be­ne Anknüp­fung an die ers­te Ursa­che des Scha­dens kann zu einer die Wirk­sam­keit in Fra­ge stel­len­den sehr wei­ten Vor­ver­la­ge­rung des Versicherungsfalles

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Das Schnee­ball­sys­tem – und die Ein­kom­men­steu­er des Anlegers

Schnee­ball­sys­te­me sind für Anle­ger ein dop­pelt schlech­tes Geschäft: Sie ver­lie­ren wahr­schein­lich nicht nur ihre Ein­la­ge. Sie müs­sen auch noch ein Ein­kom­men­steu­er auf die (fik­ti­ven) Zins­er­trä­ge zah­len. Ein Anle­ger hat nicht nur die vom Betrei­ber des Sys­tems als Zin­sen geleis­te­ten Zah­lun­gen als Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen zu ver­steu­ern, viel­mehr kön­nen auch Zinsgutschriften

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Die Ver­lus­te einer Bank durch fehl­ge­schla­ge­ne Investitionsentscheidungen

Ist ein mas­si­ver Preis­ver­fall einer Inves­ti­ti­ons­ent­schei­dung bei den bis dahin mit dem höchs­ten Rating aus­ge­stat­te­ten Assets auch bei sorg­fäl­tigs­ter Prü­fung nicht zu erwar­ten gewe­sen, besteht gegen die han­deln­den Vor­stän­de einer Bank kein Scha­dens­er­satz­an­spruch, wenn die­se die Sorg­falt eines ordent­li­chen und gewis­sen­haf­ten Geschäfts­lei­ters ange­wen­det haben. Mit die­ser Begrün­dung hat das Land­ge­richt Düsseldorf

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Das Total­ver­lust­ri­si­ko bei Kapitalanlagen

Hat ein Anle­ger beab­sich­tigt, sein Kapi­tal für sei­ne Alters­vor­sor­ge anzu­le­gen und will des­halb das Risi­ko eines Total­ver­lus­tes nicht in Kauf neh­men, darf dem Anle­ger kei­ne mit einem Total­ver­lust­ri­si­ko behaf­te­te Kapi­tal­an­la­ge emp­foh­len wer­den. Eine sol­che Kapi­tal­an­la­ge dient nicht sei­nem Anla­ge­ziel, so dass er bei Ein­tre­ten des Total­ver­lus­tes den Anla­gen­be­ra­ter für eine

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Der feh­ler­haf­te Emissionsprospekt

Eine Bank hat Ihre Pflicht zur objekt­ge­rech­ten Bera­tung bei einer Anla­ge ver­letzt, wenn sie den Anle­ger anhand eines für sie erkenn­bar feh­ler­haf­ten Anla­ge­pro­spekts bera­ten hat, ohne die Pro­spekt­män­gel rich­tig zu stel­len. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Toch­ter­ge­sell­schaft einer in Dort­mund täti­gen Sparkasse

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Haf­tung des Treu­hand­kom­man­di­tis­ten gegen­über den Anlegern

Ein Treu­hand­kom­man­di­tist, der auch eige­ne Antei­le an der Gesell­schaft hält, haf­tet bei einer Ver­let­zung der Auf­klä­rungs­pflicht gegen­über den Anla­ge­ge­sell­schaf­tern wie ein Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter. Ein Ver­schul­den eines Ver­hand­lungs­ge­hil­fen ist ihm nach § 278 BGB zuzu­rech­nen. Haf­tung des Treu­hand­kom­man­di­tis­ten Die Pro­spekt­haf­tung im wei­te­ren Sin­ne ist ein Anwen­dungs­fall der Haf­tung für Ver­schul­den bei Vertragsschluss

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Die fehl­ge­schla­ge­ne Kapitalanlage

Für eine fehl­ge­schla­ge­ne Kapi­tal­an­la­ge haf­tet der Geschäfts­füh­rer und Allein­ge­sell­schaf­ter der an einem Fonds als Treu­hand­ge­sell­schaft betei­lig­ten Ver­­­wal­­tungs- und Betei­li­gungs­ge­sell­schaft mbH nicht per­sön­lich, wenn ihm per­sön­lich kein betrü­ge­ri­sches Ver­hal­ten nach­zu­wei­sen ist, er kei­ne Anle­ger getäuscht und kei­ne Anla­ge­gel­der ver­un­treut hat. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Hamm in dem hier vor­lie­gen­den Fall

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Unse­riö­se Kapi­tal­markt­in­for­ma­tio­nen – und ihre Kau­sa­li­tät für die Anlageentscheidung

Auf den Nach­weis der kon­kre­ten Kau­sa­li­tät einer Kapi­tal­markt­in­for­ma­ti­on für den Wil­lens­ent­schluss des jewei­li­gen Anle­gers kann im Rah­men des Anspruchs­tat­be­stan­des des § 826 BGB auch dann nicht ver­zich­tet wer­den, wenn eine Kapi­tal­markt­in­for­ma­ti­on extrem unse­ri­ös ist. Eine „gene­rel­le“ – unab­hän­gig von der Kennt­nis des poten­ti­el­len Anle­gers pos­tu­lier­te – Kau­sa­li­tät einer fal­schen Werbeaussage

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Die nega­ti­ve Ent­wick­lung eines geschlos­se­nen Immobilienfonds

Kann ein Anle­ger nicht zwei­fels­frei bewei­sen, dass er von der ver­mit­teln­den Ver­mö­gens­be­ra­tungs­ge­sell­schaft falsch bera­ten wor­den ist, besteht kein Anspruch auf Scha­dens­er­satz, wenn die Aus­schüt­tun­gen ste­tig sin­ken und letzt­end­lich aus­blei­ben. So das Land­ge­richt Coburg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Ehe­paa­res, das wegen Betei­li­gung an einem geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds gegen die vermittelnde

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Scha­dens­er­satz­pflicht eines Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­leurs einer insol­ven­ten Anlagegesellschaft

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit Inhalt und Umfang des For­de­rungs­rechts einer Anla­ge­ge­sell­schaft zu befas­sen, die als Ver­spre­chens­emp­fän­ger gemäß § 335 BGB einen Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­leur auf Scha­dens­er­satz wegen Ver­let­zung des zuguns­ten von Anle­gern geschlos­se­nen Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­troll­ver­trags in Anspruch nimmt. Scha­dens­er­satz­an­sprü­che der Gesell­schaf­ter einer insol­ven­ten Anla­ge­ge­sell­schaft gegen einen Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­leur kön­nen vom Insol­venz­ver­wal­ter der

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Kick-Back-Zah­lun­gen und die Auf­klä­rungs­pflicht der Bank

Eine Bank ist im Rah­men der Kapi­tal­an­la­ge­be­ra­tung bei der Emp­feh­lung von Antei­len an geschlos­se­nen Fonds ver­pflich­tet, den Kun­den unge­fragt dar­über auf­zu­klä­ren, ob und in wel­cher Höhe sie für die Ver­mitt­lung der Betei­li­gung sog. Kick-backs (ver­deck­te Rück­ver­gü­tun­gen) von der kapi­tal­su­chen­den Anla­ge­ge­sell­schaft erhält. In einem jetzt vom Ober­lan­des­ge­richt Hamm ent­schie­de­nen Fall ließ

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Pflicht­ver­let­zung bei Bera­tung über Wohnungskauf

Es han­delt sich um eine schuld­haf­te Pflicht­ver­let­zung der Mit­ar­bei­ter einer Ver­mitt­lungs­fir­ma für Woh­nungs­käu­fe, wenn sich die Bera­tung über das wirt­schaft­li­che Risi­ko eines voll finan­zier­ten Erwerbs einer ver­mie­te­ten Woh­nung zu Kapi­tal­an­la­ge­zwe­cken durch einen bereits 50-jäh­­ri­­gen Käu­fer mit allen­falls mitt­le­rem Ein­kom­men auf die kurz­fris­ti­ge Berech­nung der Ren­ta­bi­li­tät in der ers­ten Zeit nach

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Pro­spekt­haf­tung beim Medi­en­fonds VIP 4

Der Pro­spekt des Medi­en­fonds VIP 4 ist teil­wei­se unrich­tig, unvoll­stän­dig und irre­füh­rend. Für die­se Pro­spekt­feh­ler sind sowohl die Uni­Credit­bank als auch der Fond­s­in­itia­tor ver­ant­wort­lich. Das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen hat mit die­sem Mus­ter­ent­scheid zuguns­ten zahl­rei­cher Anle­ger ent­schie­den. Am 26.03.2004 hat­te die VIP Ver­mö­gens­be­ra­tung Mün­chen GmbH für die Betei­li­gung an der Film & Enter­tain­ment VIP

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Siche­re Geld­an­la­gen in der Eurokrise

Alle Welt spricht über den Euro und macht sich Gedan­ken über die Wir­t­­schafts- und Finanz­kri­se. Gera­de mit die­sem Hin­ter­grund ach­tet man auf sein Geld und legt Wert auf eine siche­re Geld­an­la­ge. Die letz­ten Jah­re haben ja zur Genü­ge gezeigt, dass bei Wei­tem nicht jede Anla­ge als Siche­re Geld­an­la­ge zu betrachten

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BGH: Leh­man-Anle­ger gehen leer aus

Zwei Leh­man – Anle­ger erhal­ten kei­nen Scha­den­er­satz für die Ver­lus­te, die sie im Zusam­men­hang mit dem Erwerb von Zer­ti­fi­ka­ten der nie­der­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft der US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Invest­ment­bank Leh­man Bro­thers Hol­dings Inc. erlit­ten haben. So hat in zwei Par­al­lel­ver­fah­ren der Bun­des­ge­richts­hof erst­mals über Scha­dens­er­satz­kla­gen von Leh­mann – Anle­gern ent­schie­den. In einem Ver­fah­ren hat­te der

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Schutz­wir­kung eines Mittelverwendungskontrollvertrags

Ein Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­troll­ver­trag ent­fal­tet jeden­falls dann Schutz­wir­kung für Anle­ger, wenn der Ver­trag im Emis­si­ons­pro­spekt abge­druckt ist und der Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­leur hier­von Kennt­nis hat. Der Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­trol­leur ist aus dem Mit­tel­ver­wen­dungs­kon­troll­ver­trag nicht ver­pflich­tet, den Anle­ger dar­auf hin­zu­wei­sen, dass er das Pro­spekt­prü­fungs­gut­ach­ten erstellt hat. Schutz­wir­kung zuguns­ten des Kapi­tal­an­le­gers Die Ein­be­zie­hung eines Drit­ten in die Schutz­wir­kun­gen eines

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Umsatz­steu­er­pflicht bei der Fondsverwaltung

Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen zu der Fra­ge vor­ge­legt, ob soge­nann­te außen­ste­hen­de Bera­ter, die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten beim Kauf und Ver­kauf von Wert­pa­pie­ren für die von der Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft ver­wal­te­ten Son­der­ver­mö­gen gegen Ent­gelt bera­ten, umsatz­steu­er­pflich­ti­ge oder –wie die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten selbst– steu­er­freie Leis­tun­gen bei der Fonds­ver­wal­tung erbrin­gen. Die Frage

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Kapi­tal­an­le­ger-Mus­ter­ver­fah­ren und die objek­ti­ve Klagehäufung

Wer­den Ansprü­che aus einer vor­ver­trag­li­chen Auf­klä­rungs­pflicht­ver­let­zung, die nicht Gegen­stand eines Mus­ter­ver­fah­rens nach dem Kapi­­tal­an­­le­­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren­s­­ge­­setz (Kap­MuG) sein kön­nen, in einer Kla­ge neben Ansprü­chen aus zivil­recht­li­cher Pro­spekt­haf­tung im enge­ren Sin­ne gel­tend gemacht, für die ein im Kla­ge­re­gis­ter bekannt gemach­tes Mus­ter­ver­fah­ren von Bedeu­tung sein kann, so ist eine Aus­set­zung des gesam­ten Rechts­streits nach

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Anrech­nung von Kapi­tal­ertrag­steu­er auf Fondserträge

Eine Kapi­tal­ertrag­steu­er auf Erträ­ge aus Invest­ment­fonds ist nur dann anzu­rech­nen, wenn die ent­spre­chen­den Kapi­tal­erträ­ge beim Anle­ger oder bei sei­nem Rechts­vor­gän­ger als Ein­nah­men erfasst wor­den sind. Nach § 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG wird unter bestimm­ten, in der Vor­schrift auf­ge­führ­ten Vor­aus­set­zun­gen auf die Ein­kom­men­steu­er die durch Steu­er­ab­zug erho­be­ne Ein­kom­men­steu­er ange­rech­net. Zu der durch

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Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten für den Erwerb von Aktien

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs setzt die Aner­ken­nung von Wer­bungs­kos­ten­über­schüs­sen bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen das Vor­lie­gen einer sog. Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht vor­aus. Eine sol­che Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht ist dann gege­ben, wenn die Finan­zie­rung der Anschaf­fung oder dem Hal­ten einer Kapi­tal­an­la­ge dient, bei der nicht die Absicht der Rea­li­sie­rung von Wert­stei­ge­run­gen, sondern –

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Der nicht gele­se­ne Anlageprospekt

Erhält ein Kapi­tal­an­le­ger Kennt­nis von einer bestimm­ten Pflicht­ver­let­zung des Anla­ge­be­ra­ters oder ‑ver­mitt­lers, so han­delt er bezüg­lich wei­te­rer Pflicht­ver­let­zun­gen nicht grob fahr­läs­sig, wenn er die erkann­te Pflicht­ver­let­zung nicht zum Anlass nimmt, den Anla­ge­pro­spekt nach­träg­lich durch­zu­le­sen, auch wenn er bei der Lek­tü­re des Pro­spekts Kennt­nis auch der wei­te­ren Pflicht­ver­let­zun­gen erlangt hät­te. Mit

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Ver­mö­gens­ver­wal­tungs­ge­bühr als Werbungskosten

Nach § 9 Abs. 1 EStG i.V.m. § 20 EStG sind Auf­wen­dun­gen in vol­lem Umfang Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, wenn sie durch die Erzie­lung von Ein­nah­men im Rah­men des § 20 EStG ver­an­lasst sind. Dies gilt nach stän­di­ger Recht­spre­chung glei­cher­ma­ßen, soweit die Auf­wen­dun­gen –wie Depot- und Ver­wal­tungs­ge­büh­ren– nicht nur der

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Wer­bungs­kos­ten­ab­zug für Depotgebühren

Nach § 9 Abs. 1 EStG i.V.m. § 20 EStG sind Auf­wen­dun­gen in vol­lem Umfang Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, wenn sie durch die Erzie­lung von Ein­nah­men im Rah­men des § 20 EStG ver­an­lasst sind. Dies gilt nach stän­di­ger Recht­spre­chung glei­cher­ma­ßen, soweit die Auf­wen­dun­gen –wie Depot- und Ver­wal­tungs­ge­büh­ren– nicht nur der

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Fonds­an­tei­le in der Gewerbesteuer

Erträ­ge aus Anteils­schei­nen einer Kapi­tal­ge­sell­schaft an einem Wer­t­­pa­­pier-Son­­der­­ver­­­mö­­gen sind nach § 8 Nr. 5 GewStG 2002 dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb hin­zu­zu­rech­nen, soweit sie auf Gewinn­an­tei­le aus Betei­li­gun­gen des Wer­t­­pa­­pier-Son­­der­­ver­­­mö­­gens ent­fal­len und damit nach § 8b Abs. 1 KStG 2002 i.V.m. § 40 Abs. 2 KAGG bei der Ermitt­lung des Ein­kom­mens der Kapi­tal­ge­sell­schaft außer Ansatz

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Stra­te­gie­ent­gel­te als Anschaf­fungs­kos­ten der Kapitalanlage

Ent­gel­te an Ver­mö­gens­ver­wal­ter, die Kapi­tal­an­le­ger neben den im Übri­gen zu zah­len­den Ver­wal­tungs­ge­büh­ren für die Aus­wahl zwi­schen meh­re­ren Gewinn­stra­te­gien des Ver­wal­ters zu zah­len haben, gehö­ren zu den Anschaf­fungs­kos­ten der erwor­be­nen Kapi­tal­an­la­gen und sind des­halb nicht den sofort abzieh­ba­ren Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen zuzu­rech­nen. Sol­che (Sonder-)Entgelte betref­fen allein den –

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Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz

Der vom Bun­des­ka­bi­nett ver­ab­schie­de­te Ent­wurf eines „Risi­ko­be­gren­zungs­ge­set­zes“ steht jetzt zur Bera­tung im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren an. Mit einer Rei­he von Maß­nah­men soll der Ent­wurf die Trans­pa­renz ver­bes­sern und Finanz­in­ves­to­ren von uner­wünsch­ten Aktio­nen abhal­ten. Er flan­kiert das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung der Rah­men­be­din­gun­gen für Kapi­tal­be­tei­li­gun­gen, des­sen Ent­wurf die Bun­des­re­gie­rung bereits im August beschlos­sen hatte.

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Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz

Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines „Geset­zes zur Begren­zung der mit Finanz­in­ves­ti­tio­nen ver­bun­de­nen Risi­ken (Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz)“ in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Das Gesetz soll das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung der Rahr­nen­be­din­gun­gen fur Kapi­tal­be­tei­li­gun­gen ergän­zen. In dem Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz wer­den Maß­nahr­nen zusam­men­ge­fasst, die uner­wünsch­ten Ent­wick­lun­gen in Berei­chen, in denen Finanz­in­ves­to­ren auch tätig sind, ent­ge­gen­wir­ken sollen.

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Regierungsviertel

Squee­ze-out ist verfassungsgemäß

Die Vor­schrif­ten des Akti­en­ge­set­zes über den Aus­schluss von Min­der­heits­ak­tio­nä­ren sind nach einer jetzt ver­kün­de­ten Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Nach den §§ 327 a ff. AktG kann ein Haupt­ak­tio­när, dem min­des­tens 95 % des Grund­ka­pi­tals der betrof­fe­nen Gesell­schaft gehö­ren, durch einen Über­tra­gungs­be­schluss die ver­blei­ben­den Min­der­heits­ak­tio­nä­re aus der Akti­en­ge­sell­schaft aus­schlie­ßen. Diese

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Wie­der ein­mal: Unternehmenssteuerreform

Die Regie­rungs­ko­ali­ti­on hat sich auf eine „Reform der Unter­neh­mens­steu­er in Deutsch­land“ ver­stän­digt. Kern­punk­te sol­len sein: Die Steu­er­be­las­tung für Kör­per­schaf­ten wird um rund 9 Pro­zent­punk­te auf unter 30% gesenkt. Die Gleich­stel­lung von Per­­so­­nen- und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten soll damit im Ergeb­nis der Steu­er­be­las­tung weit­ge­hend erreicht wer­den. Für Erträ­ge aus Kapi­tal­an­la­gen wird eine Abgel­tungs­steu­er ein­ge­führt. wird

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Bücherregal

Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men

Die Bun­des­re­gie­rung hat für eini­ge neu geschlos­se­ne Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men (Ver­trä­ge „über die För­de­rung und den gegen­sei­ti­gen Schutz von Kapi­tal­an­la­gen“) das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren für die not­wen­di­gen Zustim­mungs­ge­set­ze ein­ge­lei­tet und die Gesetz­ent­wür­fe dem Bun­des­rat zugeleitet.

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Elek­tro­ni­sches Klageregister

Nach­dem am 1. Novem­ber das Gesetz zur Unter­neh­mens­in­te­gri­tät und Moder­ni­sie­rung des Anfech­tungs­recht (UMAG) und das Kapi­­tal­an­­le­­ger- Mus­ter­ver­fah­rens­ge­setz (Kap­MuG) in Kraft getre­ten sind wur­den nun im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger das Kla­ge­re­gis­ter und das Aktio­närs­fo­rum eingerichtet.

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Wan­del­schuld­ver­schrei­bun­gen für Arbeitnehmer

Wird einem Arbeit­neh­mer im Rah­men sei­nes Arbeits­ver­hält­nis­ses durch Über­tra­gung einer nicht han­del­ba­ren Wan­del­schuld­ver­schrei­bung ein Anspruch auf die Ver­schaf­fung von Akti­en ein­ge­räumt, wird ein Zufluss von Arbeits­lohn nicht bereits durch die Über­tra­gung der Wan­del­schuld­ver­schrei­bung begründet.

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