Scha­dens­er­satz für Leh­man-Anle­ger

Der Bun­des­ge­richts­hof hat sich in einem wei­te­ren Ver­fah­ren erneut mit der Scha­dens­er­satz­kla­ge eines Anle­gers im Zusam­men­hang mit dem Erwerb von Zer­ti­fi­ka­ten der nie­der­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft der US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Invest­ment­bank Leh­man Bro­thers Hol­dings Inc. befasst. In dem jetzt ent­schie­de­nen Fall erwarb der Klä­ger im Dezem­ber 2007 von der beklag­ten Bank 100 Stück "Bonus

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Ver­jäh­rung, weil der Ehe­gat­te den Anla­ge­pro­spekt gele­sen hat?

Die Kennt­nis oder grob fahr­läs­si­ge Unkennt­nis vom Bera­tungs­feh­ler eines Anla­ge­be­ra­ters lässt sich nicht schon dar­aus her­lei­ten, dass der Ehe­gat­te des Anle­gers den Anla­ge­pro­spekt nach Ein­stel­lung der pro­spek­tier­ten Aus­schüt­tun­gen "genau durch­ge­le­sen" hat. Die bei der Lek­tü­re des Pro­spekts gewon­ne­nen Erkennt­nis­se muss sich der Anle­ger nur dann zurech­nen las­sen, wenn der Ehe­gat­te

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Geschäfts­füh­rer­haf­tung wegen sit­ten­wid­ri­ger Schä­di­gung von Kapi­tal­an­le­gern

Wann haf­tet der Geschäfts­füh­rer einer als Emis­si­ons­haus täti­gen GmbH weil in der Abga­be eines Garan­tie­ver­spre­chens eine vor­sätz­li­che sit­ten­wid­ri­ge Schä­di­gung von Kapi­tal­an­le­gern liegt? Mit die­ser Fra­ge hat­te sich aktu­ell der Bun­des­ge­richts­hof zu beschäf­ti­gen: Ein Ver­hal­ten ist sit­ten­wid­rig, wenn es gegen das Anstands­ge­fühl aller bil­lig und gerecht Den­ken­den ver­stößt. In die­se recht­li­che

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Scha­dens­er­satz für Leh­mann-Anle­ger

Der Bun­des­ge­richts­hof hat sich in vier wei­te­ren, in wesent­li­chen Punk­ten par­al­lel gela­ger­ten Ver­fah­ren erneut mit Scha­dens­er­satz­kla­gen von Anle­gern im Zusam­men­hang mit dem Erwerb von Zer­ti­fi­ka­ten der nie­der­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaft der US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Invest­ment­bank Leh­man Bro­thers Hol­dings Inc. befasst. In allen vier jetzt ver­han­del­ten Sachen erwar­ben die Anle­ger im Febru­ar 2007 von der­sel­ben

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Pro­spekt­haf­tung beim Medi­en­fonds VIP 4

Der Pro­spekt des Medi­en­fonds VIP 4 ist teil­wei­se unrich­tig, unvoll­stän­dig und irre­füh­rend. Für die­se Pro­spekt­feh­ler sind sowohl die Uni­Credit­bank als auch der Fond­s­in­itia­tor ver­ant­wort­lich. Das Ober­lan­des­ge­richt Mün­chen hat mit die­sem Mus­ter­ent­scheid zuguns­ten zahl­rei­cher Anle­ger ent­schie­den. Am 26.03.2004 hat­te die VIP Ver­mö­gens­be­ra­tung Mün­chen GmbH für die Betei­li­gung an der Film & Enter­tain­ment VIP

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Genuss­rech­te – die Alter­na­ti­ve zur Bank oder Lebens­ver­si­che­rung?

Ein Unter­neh­men, das als „Genuss­rech­te“ bezeich­ne­te Kapi­tal­an­la­ge­pro­duk­te an pri­va­te Anle­ger ver­treibt, hat Wer­be­aus­sa­gen in sei­nem Fly­er und sei­nem Kurz­pro­spekt zu unter­las­sen, die die Sicher­heit und Wert­be­stän­dig­keit der Genuss­rech­te ein­sei­tig her­vor­he­ben, wenn nicht zugleich auf etwai­ge mit der Anla­ge ein­her­ge­hen­de Risi­ken hin­ge­wie­sen wird. In einem vom Land­ge­richt Itze­hoe ent­schie­de­nen Sach­ver­halt bewarb

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Anle­ge­be­ra­ter und die Pflicht zur Plau­si­bi­li­täts­prü­fung

Ein Anla­ge­ver­mitt­ler, der gegen­über sei­nem Kun­den die Wirt­schaft­lich­keit eines Immo­bi­li­en­fonds anhand einer ihm von der Fond­s­in­itia­to­rin zur Ver­fü­gung gestell­ten per­sön­li­chen Modell-Berech­­nung erläu­tert, ist ver­pflich­tet, die­se Berech­nung einer Plau­si­bi­li­täts­prü­fung zu unter­zie­hen und den Kun­den auf erkenn­ba­re Feh­ler hin­zu­wei­sen. Der Anla­ge­ver­mitt­ler schul­det sei­nen Ver­trags­part­nern nach Maß­ga­be der in der BGH-Rech­t­­spre­chung ent­wi­ckel­ten Grund­sät­ze

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Kei­ne Auf­klä­rungs­pflicht über die Pro­vi­si­on frei­er Anla­ge­be­ra­ter

Für den nicht bank­mä­ßig gebun­de­nen, frei­en Anla­ge­be­ra­ter besteht – soweit nicht § 31d des Wert­pa­pier­han­dels­ge­set­zes ein­greift – nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs kei­ne Ver­pflich­tung gegen­über sei­nem Kun­den, unge­fragt über eine von ihm bei der emp­foh­le­nen Anla­ge erwar­te­te Pro­vi­si­on auf­zu­klä­ren, wenn der Kun­de selbst kei­ne Pro­vi­si­on zahlt und offen ein

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Was sind Insi­der-Geschäf­te?

Die Richt­li­nie 2003/​6 soll Insi­­der-Geschäf­­te und Markt­ma­ni­pu­la­ti­on (Markt­miss­brauch) mit dem Ziel bekämp­fen, die Inte­gri­tät der Finanz­märk­te zu schüt­zen und das Ver­trau­en der Anle­ger zu stär­ken. Der Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on hat­te nun mit der Aus­le­gung der Bestim­mun­gen die­ser Richt­li­nie zu befas­sen. Anlass hier­zu bot ein Vor­ab­ent­schei­dungs­ver­fah­ren aus Bel­gi­en: Die Spec­tor

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Rück­ab­wick­lung eines Zins­swap-Geschäf­tes

Fehl­ge­schla­ge­ne Spe­ku­la­ti­ons­ge­schäf­te ver­lei­ten immer wie­der zu der Fra­ge, ob nicht die Bank oder der Finanz­be­ra­ter für die ein­ge­tre­te­nen Ver­lus­te haf­ten muss, etwa wegen unvoll­stän­di­ger oder feh­ler­haf­ter Auf­klä­rung oder Bera­tung, feh­ler­haf­tem Emis­si­ons­pro­spekts oder sons­ti­gen Män­geln in dem Ver­trags­werk der Bank. Oft­mals besteht hier auch eine Haf­tung der Bank oder des Finanz­be­ra­ters.

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Anla­ge­be­ra­tung

Das Bun­des­ka­bi­nett hat ges­tern einen Gesetz­ent­wurf in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht, der die Durch­setz­bar­keit von Ansprü­chen im Fall einer Falsch­be­ra­tung bei Wert­pa­pier­ge­schäf­ten refor­mie­ren sowie das Schuld­ver­schrei­bungs­ge­setz neu fas­sen soll. Der Gesetz­ent­wurf ent­hält im Wesent­li­chen fol­gen­de Rege­lun­gen: Bera­­tungs- und Doku­men­ta­ti­ons­pflicht Ban­ken wer­den künf­tig ver­pflich­tet, den Inhalt jeder Anla­ge­be­ra­tung zu pro­to­kol­lie­ren und dem

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Rück­fall­klau­sel im DBA Ita­li­en

Abschn. 16 Buchst. d des Pro­to­kolls vom 18. Okto­ber 1989 zu Art. 24 Abs. 3 Buchst. a DBA-Ita­­li­en 1989 ent­hält eine sog. Rück­fall­klau­sel, wes­halb der von einem unbe­schränkt Steu­er­pflich­ti­gen erziel­te und in Ita­li­en im Umwand­lungs­zeit­punkt effek­tiv nicht besteu­er­te Gewinn aus der form­wech­seln­den Umwand­lung einer ita­lie­ni­schen Per­so­nen­ge­sell­schaft in eine ita­lie­ni­sche Kapi­tal­ge­sell­schaft der deut­schen Besteue­rung

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