Geson­der­te und ein­heit­li­che Fest­stel­lung von Kapi­tal­ein­künf­ten – in Misch­fäl­len

Kapi­tal­ein­künf­te gemäß § 20 Abs. 2 EStG, die nach Anschaf­fung einer Kapi­tal­an­la­ge durch eine ver­mö­gens­ver­wal­ten­de GbR auf­grund einer Anteils­ver­äu­ße­rung durch einen Gesell­schaf­ter gemäß § 20 Abs. 2 Satz 3 EStG ent­ste­hen, wer­den nicht gemäß §§ 179 Abs. 1, 180 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a AO gemein­schaft­lich erzielt. Kapi­tal­ein­künf­te, die auf­grund einer Anteils­ver­äu­ße­rung gemäß §

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Außen­prü­fung – und die Berech­nung des Schwel­len­werts

Bei der Berech­nung des Schwel­len­wer­tes des § 147a Abs. 1 Satz 1 AO sind Kapi­tal­ein­künf­te, die auf­grund eines Antrags auf Güns­ti­ger­prü­fung gemäß § 32d Abs. 6 EStG der tarif­li­chen Besteue­rung unter­lie­gen, mit ein­zu­be­zie­hen. Der Abzug der tat­säch­lich ent­stan­de­nen Wer­bungs­kos­ten ist gemäß § 20 Abs. 9 EStG aus­ge­schlos­sen. Bei der Berech­nung des Schwel­len­wer­tes des §

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Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen – und die Ver­rech­nung mit Alt­ver­lus­ten

Vor­aus­set­zung für die Ver­rech­nung zwi­schen den dem geson­der­ten Steu­er­ta­rif des § 32d Abs. 1 EStG unter­lie­gen­den posi­ti­ven Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen und den dem Steu­er­ta­rif des § 32a EStG unter­lie­gen­den Alt­ver­lus­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen ist ein Antrag auf Güns­ti­ger­prü­fung gemäß § 32d Abs. 6 EStG. Die Ungleich­be­hand­lung der Ver­rech­nung von Alt­ver­lus­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen gegen­über

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Kapi­tal­ein­künf­te aus einem ver­schwie­ge­nen Aus­lands­de­pot

Allein der Umstand, in der Ver­gan­gen­heit über ein aus­län­di­sches Wert­pa­pier­de­pot ver­fügt zu haben, reicht im Fall der Auf­lö­sung die­ses Depots auch unter Berück­sich­ti­gung eines ver­min­der­ten Beweis­ma­ßes wegen Ver­let­zung der Mit­wir­kungs­pflich­ten nicht aus, dem Steu­er­pflich­ti­gen den ent­spre­chen­den Kapi­tal­stamm in den Fol­ge­jah­ren unver­än­dert als Grund­la­ge der Erzie­lung von Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen zuzu­rech­nen.

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Das ame­ri­ka­ni­sche Spin-off – und die Rück­ge­währ von Eigen­ka­pi­tal

Eine Rück­ge­währ von Eigen­ka­pi­tal i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG im Rah­men eines "Spin-off" einer US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen Kapi­tal­ge­sell­schaft liegt vor, soweit die Leis­tun­gen der Kapi­tal­ge­sell­schaft im Wirt­schafts­jahr das Nenn­ka­pi­tal und den im Vor­jahr fest­ge­stell­ten aus­schütt­ba­ren Gewinn über­stei­gen oder wenn sich dies aus der Bilanz der aus­schüt­ten­den Gesell­schaft ergibt. Bei

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Das US-Spin-off – und die Akti­en­über­traung

Die Über­tra­gung von Akti­en im Rah­men eines US-ame­­ri­­ka­­ni­­schen "Spin-off" führt grund­sätz­lich zu Kapi­tal­ein­künf­ten i.S. des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG. Die Über­tra­gung der Akti­en führt, sofern § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 3 EStG nicht greift, zu im Inland steu­er­ba­ren Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen nach § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG. Der

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Feh­len­de Ein­künf­te­er­zie­lungs­ab­sicht bei Ver­zugs­zin­sen

Zivil­recht­li­che Ver­­zugs- oder Pro­zess­zin­sen sind bei steu­er­li­cher Betrach­tung Ent­gel­te für die unfrei­wil­li­ge Vor­ent­hal­tung von Kapi­tal und damit Kapi­tal­erträ­ge im Sin­ne von § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG. For­dert ein Schuld­ner den in Erfül­lung einer ver­meint­li­chen pri­va­ten Schuld geleis­te­ten Geld­be­trag erfolg­reich zurück, so sind die vom Gläu­bi­ger neben der Rück­zah­lung geleis­te­ten Ver­zugs­zin­sen

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Fest­geld­an­la­gen und die Ton­nage­be­steu­rung

Bei der Ton­nage­be­steue­rung nach § 5a EStG sind Erträ­ge aus Fest­geld­an­la­gen dann geson­dert dem Ton­nage­ge­winn zuzu­rech­nen, wenn die Fest­geld­an­la­ge nicht als Liqui­di­täts­re­ser­ve dem Betrieb des Schif­fes dient, son­dern im Inter­es­se der Mit­ree­der erfolgt ist. Nach § 5 a Abs. 1 EStG kann der Gewinn, soweit er auf den Betrieb von Han­dels­schif­fen ent­fällt,

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Nur noch alle 2 Jah­re zum Finanz­amt? – Aktu­ell geplan­te Steu­er­än­de­run­gen

Die Bun­des­re­gie­rung erwar­tet, dass etwa 300.000 Steu­er­pflich­ti­ge ihre Steu­er­klä­rung in Zukunft nur noch alle zwei Jah­re statt bis­her jähr­lich abge­ben wer­den, wenn die­se im Ent­wurf eines "Steu­er­ver­ein­fa­chungs­ge­set­zes" ent­hal­te­ne Mög­lich­keit umge­setzt wird. Der von der Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf sieht neben der Mög­lich­keit, die Steu­er­erklä­rung nur noch alle zwei Jah­re abzu­ge­ben, eine

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Schuld­zin­sen als Wer­bungs­kos­ten für den Erwerb von Akti­en

Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs setzt die Aner­ken­nung von Wer­bungs­kos­ten­über­schüs­sen bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen das Vor­lie­gen einer sog. Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht vor­aus. Eine sol­che Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht ist dann gege­ben, wenn die Finan­zie­rung der Anschaf­fung oder dem Hal­ten einer Kapi­tal­an­la­ge dient, bei der nicht die Absicht der Rea­li­sie­rung von Wert­stei­ge­run­gen, son­dern –

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Steu­ern auf Schein­ren­di­ten aus Schnee­ball­sys­tem

Für die Opfer von Schnee­ball­sys­te­men kom­men schlech­te Nach­rich­ten aus Mün­chen: Wur­den den Opfern Gut­schrif­ten aus angeb­li­chen "Ren­di­ten" erteilt, sind die­se Beträ­ge in wei­tem Umfang ein­kom­men­steu­er­pflich­tig: Nach einem aktu­el­len Urteil des Bun­des­fi­nanz­hofs unter­lie­gen Gut­schrif­ten aus Schnee­ball­sys­te­men bereits dann der Ein­kom­men­steu­er, wenn der Betrei­ber des Sys­tems im Zeit­punkt der Gut­schrift zur Aus­zah­lung

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Kapi­tal­ein­künf­te 1994, 1995, 2000, 2001

Die Besteue­rung der Kapi­tal­ein­künf­te in den Jah­ren 1994 und 1995 sowie 2000 und 2001 war nach Ansicht des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts nicht ver­fas­sungs­wid­rig. Die Rich­ter am BVerfG nah­men eine Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen eine gleich­lau­ten­de Ent­schei­dung des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht zur Ent­schei­dung an. Zutref­fend sei der Bun­des­fi­nanz­hof, so das BVerfG davon aus­ge­gan­gen, dass ein struk­tu­rel­les

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