Die atom­recht­li­che Geneh­mi­gung eines Zwi­schen­la­gers

Weist eine atom­recht­li­che Geneh­mi­gung für ein Stand­ort­zwi­schen­la­ger eines Kern­kraft­werks meh­re­re Ermit­t­­lungs- und Bewer­tungs­de­fi­zi­te der Geneh­mi­gungs­be­hör­de auf, ist die­se Geneh­mi­gung auf­zu­he­ben. Mit die­ser Begrün­dung hat das Schles­wig-Hol­stei­­ni­­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Kla­ge eines Anwoh­ners gegen die Geneh­mi­gung des Zwi­schen­la­gers des Kern­kraft­werks Bruns­büt­tel statt­ge­ge­ben. Die Geneh­mi­gung war vom Bun­des­amt

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Die befris­te­te Betriebs­un­ter­sa­gung eines Kern­kraft­wer­kes

Eine durch das Hes­si­sche Minis­te­ri­um für Umwelt, Ener­gie, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz ange­ord­ne­te vor­läu­fi­ge Betriebs­un­ter­sa­gung für Kraft­werks­blö­cke ist rechts­wid­rig, wenn die Betrei­be­rin des Kern­kraft­wer­kes vor Erlass der Anord­nung nicht den gesetz­li­chen Bestim­mun­gen ent­spre­chend ord­nungs­ge­mäß ange­hört wor­den ist. Die Rechts­wid­rig­keit ist auch dann gege­ben, wenn das Umwelt­mi­nis­te­ri­um das ihm vom Atom­ge­setz für

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CERN, der Urknall und der Welt­un­ter­gang

Eine Kla­ge gegen Ver­suchs­rei­hen des in der Schweiz ansäs­si­gen CERN blieb jetzt auch letzt­in­stanz­lich vor dem Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len ohne Erfolg. Die Klä­ge­rin wand­te sich gegen Ver­suchs­rei­hen des CERN („Orga­ni­sa­ti­on Euro­péen­ne pour la Recher­che Nucléai­re“), der in der Schweiz im Kan­ton Genf sei­nen Sitz hat. Die Orga­ni­sa­ti­on betreibt

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Still­le­gungs- und Abbau­ge­neh­mi­gung für ein Kern­kraft­werk

Wenn das öffent­li­che Inter­es­se und das Inter­es­se des Kern­kraft­werks­be­trei­bers, die Stil­l­­le­gungs- und Abbau­maß­nah­men trotz anhän­gi­ger Kla­gen zügig fort­zu­füh­ren, die Inter­es­sen der Klä­ger an einem vor­läu­fi­gen Stopp die­ser Maß­nah­men bis zur Ent­schei­dung über ihre Kla­gen über­wie­gen, kön­nen die­se Maß­nah­men fort­ge­setzt wer­den. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den

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Anfech­tung atom­recht­li­cher Geneh­mi­gun­gen

Die auf­grund des exe­ku­ti­ven Funk­ti­ons­vor­be­halts ein­ge­schränk­te ge­richt­li­che Über­prü­fung atom­recht­li­cher Ge­neh­mi­gun­gen darf mit Blick auf Art. 19 Abs. 4 GG nicht auf eine – auf über­zo­ge­nen An­for­de­run­gen an die Sub­stan­ti­ie­rung von Ein­wen­dun­gen des Klä­gers be­ru­hen­de – Plau­si­bi­li­täts­kon­trol­le re­du­ziert wer­den, indem die Ent­schei­dungs­er­heb­lich­keit als ge­heim­hal­tungs­be­dürf­tig zu­rück­ge­hal­te­ner Un­ter­la­gen (pau­schal) ver­neint und so ein Zwi­schen­ver­fah­ren

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Streit um das ato­ma­re Zwi­schen­la­ger im Kern­kraft­werk Unter­we­ser

Der Streit um das ato­ma­re Zwi­schen­la­ger im Kern­kraft­werk Unter­we­ser ist wei­ter offen. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig hat jetzt den Rechts­streit um eine atom­recht­li­che Geneh­mi­gung des Bun­des­am­tes für Strah­len­schutz zur Auf­be­wah­rung von Kern­brenn­stof­fen aus dem Kern­kraft­werk Unter­we­ser im Stan­d­ort-Zwi­­schen­la­ger Unterweser/​Rodenkirchen an die Vor­in­stanz, das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in Lüne­burg, zurück­ver­wie­sen. Nach dem

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Offen­le­gung der Regie­rungs­ak­ten zur AKW-Lauf­zeit­ver­län­ge­rung

Das Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Jus­tiz muss nach einem Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts Ber­lin Ein­sicht in sei­ne Akten zu der Fra­ge der Zustim­mungs­be­dürf­tig­keit jenes Geset­zes gewäh­ren, mit wel­chem Ende 2010 die Lauf­zei­ten der deut­schen Kern­kraft­wer­ke durch­schnitt­lich um 12 Jah­re ver­län­gert wur­den. Auf der Grund­la­ge einer sog. „For­mu­lie­rungs­hil­fe“ der Bun­des­re­gie­rung änder­te der Bun­des­tag Ende

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Die deut­schen CERN-Dele­gier­ten und der Pro­to­nen­be­schleu­ni­ger

Die Euro­päi­sche Kern­for­schungs­or­ga­ni­sa­ti­on CERN (Con­seil Europeen pour la Recher­che Nucleai­re) betreibt im schwei­ze­ri­schen Genf einen Pro­to­nen­be­schleu­ni­gers mit einer Ener­gie von mehr als 2 bis 3,5 Tera-Ele­k­­tro­­nen­­volt ("LHC" – Lar­ge Hadron Col­li­der), gegen den Umwelt­ak­ti­vis­ten vor deut­schen Gerich­ten mobil mach­ten. Nach dem Schei­tern im einst­wei­li­gen Rechts­schutz blieb nun auch das Kla­ge­ver­fah­ren zumin­dest

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Kei­ne Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen Schwar­ze Löcher

Deut­sche Gerich­te bie­ten kei­nen Rechts­schutz gegen phy­si­ka­li­sche Ver­su­che der in der Nähe von Genf ansäs­si­gen Euro­päi­schen CERN-Orga­­ni­­sa­­ti­on. Eine ent­spre­chen­de Ver­fas­sungs­be­schwer­de gegen Ver­suchs­rei­hen am "CERN" wur­de vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt als unzu­läs­sig ein­ge­stuft und nicht zur Ent­schei­dung ange­nom­men. Die Beschwer­de­füh­re­rin ist eine deut­sche Staats­an­ge­hö­ri­ge mit Wohn­sitz im Aus­land, in Zürich, etwa 220km von

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Das Kern­kraft­werk jen­seits der Gren­ze

Die öster­rei­chi­schen Gerich­te, die mit einer nach­bar­recht­li­chen Kla­ge von Grund­stücks­ei­gen­tü­mern auf Unter­las­sung schäd­li­cher Ein­wir­kun­gen durch das Kern­kraft­werk Temelín befasst sind, müs­sen nach einer Ent­schei­dung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Gemein­schaf­ten die von den tsche­chi­schen Behör­den erteil­te Betriebs­ge­neh­mi­gung berück­sich­ti­gen. Die­se Geneh­mi­gung ist nach Ansicht der Luxem­bur­ger Rich­ter Teil des Gemein­schafts­sys­tems, mit dem

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Rest­strom­men­gen für Kern­kraft­wer­ke

Das Ende der deut­schen Kern­kraft­wer­ke rückt näher. Nach zwei aktu­el­len Urtei­len des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt haben die Betrei­be­rin­nen der Kern­kraft­wer­ke Bib­lis A und Bruns­büt­tel kei­nen Anspruch auf Über­tra­gung von Rest­strom­men­gen aus dem Kon­tin­gent des still­ge­leg­ten Kern­kraft­werks Mül­heim-Kär­­lich. Die Über­tra­gung der Rest­strom­men­ge des still­ge­leg­ten Kern­kraft­werks Mül­heim-Kär­­lich ist in § 7 Abs. 1d des Atom­ge­set­zes sowie einer

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