Sexueller Missbrauch von Jugendlichen - und die ausgenutzte Zwangslage

Siche­rungs­ver­wah­rung – und die Gesamt­wür­di­gung des Täters und sei­ner Taten

Gemäß § 66 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 StGB kommt Siche­rungs­ver­wah­rung nur dann in Betracht, wenn die Gesamt­wür­di­gung des Täters und sei­ner Taten ergibt, dass er infol­ge eines Han­ges zu erheb­li­chen Straf­ta­ten, nament­lich zu sol­chen, durch wel­che die Opfer see­lisch oder kör­per­lich schwer geschä­digt wer­den, zum Zeit­punkt der Ver­ur­tei­lung für die All­ge­mein­heit

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Sexueller Missbrauch von Jugendlichen - und die ausgenutzte Zwangslage

Sexu­el­ler Miss­brauch von Jugend­li­chen – und die aus­ge­nutz­te Zwangs­la­ge

Eine Zwangs­la­ge im Sin­ne des § 182 Abs. 1 Nr. 1 StGB setzt eine erns­te per­sön­li­che oder wirt­schaft­li­che Bedräng­nis des Opfers vor­aus1. Hier­nach ist eine Zwangs­la­ge nicht schon immer dann anzu­neh­men, wenn die Situa­ti­on des Jugend­li­chen nach den Umstän­den des Fal­les die Tat­hand­lung ermög­licht oder erleich­tert und der Täter ledig­lich die sich

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Pornographische Schriften - und der Kindesmissbrauch

Por­no­gra­phi­sche Schrif­ten – und der Kin­des­miss­brauch

Por­no­gra­phi­sche Dar­stel­lun­gen im Sin­ne des § 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB sind sol­che, die sexu­el­les Ver­hal­ten unter weit­ge­hen­der Aus­klam­me­rung emo­tio­nal­in­di­vi­dua­li­sier­ter Bezü­ge ver­grö­bernd dar­stel­len, die den Men­schen zum blo­ßen (aus­wech­sel­ba­ren) Objekt geschlecht­li­cher Begier­de oder Betä­ti­gung machen1. Zwar haben die Bil­der, die ein Geschlechts­teil zei­gen, einen sexu­el­len Inhalt. Dies reicht für die Annah­me

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Serientaten - und der Schuldgehalt der Folgetaten

Seri­en­ta­ten – und der Schuld­ge­halt der Fol­ge­ta­ten

Bei gleich­för­mi­gen Taten kann nach stän­di­ger Recht­spre­chung der Schuld­ge­halt der Fol­ge­ta­ten ver­min­dert sein, wenn auf Grund des inne­ren Zusam­men­hangs eine her­ab­ge­setz­te Hemm­schwel­le in Betracht kommt. Die – gera­de bei Seri­en­ta­ten des sexu­el­len Kin­des­miss­brauchs ohne­hin pro­ble­ma­ti­sche – straf­mil­dern­de Wir­kung die­ses Umstan­des kann aber durch die in Bezug auf die Ein­zel­ta­ten infol­ge

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Sexueller Missbrauchs eines Kindes - und das Einwirken durch pornographische Darstellungen (§ 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB).

Sexu­el­ler Miss­brauchs eines Kin­des – und das Ein­wir­ken durch por­no­gra­phi­sche Dar­stel­lun­gen (§ 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB).

Por­no­gra­phisch (§ 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB) sind Dar­stel­lun­gen, die sexu­al­be­zo­ge­nes Gesche­hen ver­grö­bernd und ohne Sinn­zu­sam­men­hang mit ande­ren Lebens­äu­ße­run­gen zei­gen1. Die pau­scha­le Bezeich­nung eines Vide­os als "Por­no­film" in den Urteils­grün­den belegt die­ses Tat­be­stands­merk­mal für sich gese­hen nicht2. Die Tat­hand­lung des Ein­wir­kens im Sin­ne von § 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB setzt eine

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