Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen - und die Verjährung in Altfällen

Sexu­el­ler Miss­brauch von Schutz­be­foh­le­nen – und die Ver­jäh­rung in Alt­fäl­len

Die Ver­jäh­rungs­frist für die Ver­fol­gung von Taten nach § 174 Abs. 1 StGB beträgt fünf Jah­re (§ 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB). Die hier abge­ur­teil­te Tat wur­de nach den Fest­stel­lun­gen vor der Voll­endung des 18. Lebens­jah­res der Geschä­dig­ten am 27.10.2005 began­gen. Da die Ver­jäh­rung nach § 78b Abs. 1 Nr. 1 StGB in der

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Sexueller Missbrauch von Kindern - und ein "Klima sexueller Übergrifflichkeit"

Sexu­el­ler Miss­brauch von Kin­dern – und ein "Kli­ma sexu­el­ler Über­griff­lich­keit"

Ist das Kli­ma sexu­el­ler Über­grif­fig­keit Fol­ge aller oder eini­ger Taten, so kann die­ses dem Ange­klag­ten nur im Rah­men der Gesamt­stra­fen­bil­dung oder nur in die­sen Fäl­len, für die es fest­ge­stellt wur­de, ange­las­tet wer­den . Auch dass die Taten sich über einen lan­gen Zeit­raum erstreck­ten, durf­te nicht bei der Zumes­sung der Ein­zel­stra­fen

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Kindesmissbrauch - und die sexuelle Handlung von einiger Erheblichkeit

Kin­des­miss­brauch – und die sexu­el­le Hand­lung von eini­ger Erheb­lich­keit

Als erheb­lich im Sin­ne des § 184h Nr. 1 StGB sind sol­che sexu­al­be­zo­ge­nen Hand­lun­gen zu wer­ten, die nach Art, Inten­si­tät und Dau­er eine sozi­al nicht mehr hin­nehm­ba­re Beein­träch­ti­gung des im jewei­li­gen Tat­be­stand geschütz­ten Rechts­guts besor­gen las­sen . Dazu bedarf es einer Gesamt­be­trach­tung aller Umstän­de im Hin­blick auf die Gefähr­lich­keit der Hand­lung

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Sexueller Missbrauch widerstandsunfähiger Personen - und die Strafbarkeit nach der Reform des Sexualstrafrechts

Sexu­el­ler Miss­brauch wider­stands­un­fä­hi­ger Per­so­nen – und die Straf­bar­keit nach der Reform des Sexu­al­straf­rechts

Zwar wur­de die Vor­schrift des sexu­el­len Miss­brauchs wider­stands­un­fä­hi­ger Per­so­nen (§ 179 StGB) durch das Gesetz zur Ver­bes­se­rung des Schut­zes der sexu­el­len Selbst­be­stim­mung vom 04.11.2016 mit Wir­kung vom 10.11.2016 auf­ge­ho­ben. Jedoch ist mit dem Ände­rungs­ge­setz gleich­zei­tig der Anwen­dungs­be­reich der Vor­schrift des § 177 StGB erwei­tert wor­den, so dass das bei Tat­be­ge­hung

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