Ordent­li­che Kün­di­gung bei kirch­li­chen Arbeits­ver­hält­nis­sen – und die Ungleich­be­hand­lung wegen der Reli­gi­on

§ 9 Abs. 2 AGG ist auf­grund von uni­ons­recht­li­chen Vor­ga­ben dahin aus­zu­le­gen, dass eine der Kir­che zuge­ord­ne­te Ein­rich­tung nicht das Recht hat, bei einem Ver­lan­gen an das loya­le und auf­rich­ti­ge Ver­hal­ten im Sin­ne ihres jewei­li­gen Selbst­ver­ständ­nis­ses Beschäf­tig­te in lei­ten­der Stel­lung je nach deren Kon­fes­si­on oder Kon­fes­si­ons­lo­sig­keit unter­schied­lich zu behan­deln, wenn nicht die

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Die Spen­de an eine rumä­ni­sche Kir­chen­ge­mein­de

Das Anse­hen Deutsch­lands kann gemäß § 10b Abs. 1 Satz 6 EStG geför­dert wer­den, wenn im Kern­be­reich der reli­giö­sen Tätig­keit einer aus­län­di­schen Kir­che ein gemein­nüt­zi­ges Enga­ge­ment erkenn­bar wird, das Deutsch­land mit­tel­bar zuzu­rech­nen ist. Eine Spen­de, die ein inlän­di­scher Steu­er­pflich­ti­ger unmit­tel­bar einer im EU-/EWR-Aus­­­land bele­ge­nen Ein­rich­tung zuwen­det, die die Vor­aus­set­zun­gen der §§ 51

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Ein Kirch­turm mit Beleuch­tung

Sind die Licht­ein­wir­kun­gen eines beleuch­te­ten Kirch­turms auf eine benach­bar­te Woh­nung ledig­lich unwe­sent­lich, muss die­se nicht abge­schal­tet wer­den. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ober­lan­des­ge­richt Karls­ru­he die Kla­ge einer Anwoh­ne­rin abge­wie­sen. Seit Dezem­ber 2015 wird der Kirch­turm der Stadt­kir­che Tau­ber­bi­schofs­heim ab Ein­set­zen der Däm­me­rung bis zum Anbruch des Tages­lichts mit LED-Schein­wer­­fern ange­strahlt.

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Spen­den an eine Kir­che – und die Insov­lenz­an­fech­tung

Spen­den des Schuld­ners an eine Kir­che sind nach § 134 InsO anfecht­bar. Spen­den sind unent­gelt­li­che Leis­tun­gen. Frei­wil­li­ge Spen­den sind auch gegen­über Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten in der Rechts­form von Kör­per­schaf­ten des öffent­li­chen Rechts anfecht­bar, und zwar selbst dann, wenn die Reli­gi­ons­ge­sell­schaft an sich befugt wäre, gleich hohe Beträ­ge als Kir­chen­steu­er ein­zu­zie­hen . Die

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Das Grab in der Kir­che

Das Gewicht einer reli­giö­sen Ver­hal­tens­vor­ga­be ist eine genu­in reli­giö­se Fra­ge, die der selb­stän­di­gen Beur­tei­lung durch die staat­li­chen Gerich­te ent­zo­gen ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt ein Urteil des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg auf­ge­ho­ben, mit dem einer Glau­bens­ge­mein­schaft die Ein­rich­tung einer Begräb­nis­stät­te für Gemein­de­pries­ter in ihrer Kir­che ver­sagt wor­den war. Bei der

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Spen­den an die Kir­che – und die Insol­venz­an­fech­tung

Die Anfech­tung wegen unent­gelt­li­cher Leis­tung fin­det gegen­über Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten in der Rechts­form von Kör­per­schaf­ten des öffent­li­chen Rechts wegen frei­wil­li­ger Spen­den auch dann statt, wenn die Reli­gi­ons­ge­sell­schaft an sich befugt wäre, gleich hohe Beträ­ge als Kir­chen­steu­er ein­zu­zie­hen; das kirch­li­che Selbst­be­stim­mungs­recht wird dadurch nicht in ver­fas­sungs­wid­ri­ger Wei­se ver­letzt. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof

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Das isla­mi­sche Kopf­tuch im evan­ge­li­schen Kran­ken­haus

Das Tra­gen eines Kopf­tuchs als Sym­bol der Zuge­hö­rig­keit zum isla­mi­schen Glau­ben und damit als Kund­ga­be einer ande­ren Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit ist nach Ansicht des Bun­des­ar­beits­ge­richts regel­mä­ßig mit der arbeits­ver­trag­li­chen Ver­pflich­tung einer in einer Ein­rich­tung der Evan­ge­li­schen Kir­che täti­gen Arbeit­neh­me­rin zu einem zumin­dest neu­tra­len Ver­hal­ten gegen­über der Evan­ge­li­schen Kir­che nicht in Ein­klang zu

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Auch ein Chef­arzt darf nicht neu hei­ra­ten – Loya­li­täts­pflich­ten in kirch­li­chen Arbeits­ver­hält­nis­sen

Ver­trag­lich ver­ein­bar­te Loya­li­täts­ob­lie­gen­hei­ten in kirch­li­chen Arbeits­ver­hält­nis­sen unter­lie­gen wei­ter­hin nur ein­ge­schränk­ter Über­prü­fung durch die staat­li­chen Gerich­te. Dies beton­te jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt und hob eine anders­lau­ten­de Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf, das die Kün­di­gung eines Chef­arz­tes im Kran­ken­haus eines katho­li­schen Trä­gers nach des­sen Wie­der­ver­hei­ra­tung für unwirk­sam erklärt hat­te. Soweit sich die Schutz­be­rei­che der

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Absen­kung der Son­der­zah­lung in kirch­li­chen Arbeits­ver­hält­nis­sen

§ 1 Abs. 1, § 2 Abs. 1 der Ord­nung zur Beschäf­ti­gungs­si­che­rung für kirch­li­che Mit­ar­bei­ter (Beschäf­ti­gungs­si­che­rungs­ord­nung – BSO) der (evan­ge­li­schen) Rhei­­nisch-Wes­t­­fä­­lisch-Lip­pi­­schen Arbeits­recht­li­chen Kom­mis­si­on ermög­li­chen die Abwei­chung von der Rege­lung in § 19 BAT-KF für Ange­hö­ri­ge einer Dienst­stel­le iSd. § 3 MVG-EKD auf­grund einer Dienst­ver­ein­ba­rung gemäß § 36 MVG-EKD. Eine abwei­chen­de Rege­lung über die Höhe

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Ist das krank? Kein Kopf­tuch im evan­ge­li­sches Kran­ken­haus

Eine Kran­ken­schwes­ter in einem evan­ge­li­schen Kran­ken­haus darf kein Kopf­tuch tra­gen. Das Kopf­tuch ist – nach dem Ver­ständ­nis des Bun­des­ar­beits­ge­richts – ein Sym­bol der Zuge­hö­rig­keit zum isla­mi­schen Glau­ben. Sein Tra­gen ist daher die Kund­ga­be einer abwei­chen­den Reli­gi­ons­zu­ge­hö­rig­keit und damit regel­mä­ßig mit der arbeits­ver­trag­li­chen Ver­pflich­tung einer in einer Ein­rich­tung der Evan­ge­li­schen Kir­che

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Die Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tung einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft – und der Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten

Für Strei­tig­kei­ten aus dem Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tungs­recht einer Reli­gi­ons­ge­mein­schaft ist der Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten nur eröff­net, wenn die Reli­gi­ons­ge­mein­schaft selbst die­se Mög­lich­keit eröff­net. Abs. 4 Satz 1 GG eröff­net den Zugang zu den staat­li­chen Gerich­ten nur gegen Akte der öffent­li­chen Gewalt. Akte der öffent­li­chen Gewalt im Sin­ne die­ser Bestim­mung sind aber ledig­lich

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Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung bei einem kirch­li­chen Arbeit­ge­ber – und der Rechts­weg zu den staat­li­chen Gerich­ten

Par­al­le­le Zustän­dig­kei­ten der kirch­li­chen und der staat­li­chen Gerichts­bar­keit kön­nen sich erge­ben, wenn die Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung ein Rechts­schutz­ziel sowohl auf eine kirch­li­che als auch auf eine staat­li­che Rechts­grund­la­ge stützt. Bei die­ser Ent­schei­dung hat­te das Bun­des­ar­beits­ge­richt die recht­li­che Exis­tenz der Schwer­be­hin­der­ten­ver­tre­tung für die Rechts­­mit­­tel- und Antrags­be­fug­nis als qua­li­fi­zier­te Sach­ent­schei­dungs­vor­aus­set­zung zu unter­stel­len. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt

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Der ent­las­se­ne Kir­chen­be­am­te – und der Zugang zu den staat­li­chen Gerich­ten

Der ver­fas­sungs­recht­lich gewähr­leis­te­te Jus­tiz­ge­wäh­rungs­an­spruch gibt Geist­li­chen und Beam­ten einer Reli­gi­ons­ge­sell­schaft das Recht zur Anru­fung der staat­li­chen Gerich­te, um dienst­recht­li­che Maß­nah­men die­ser Reli­gi­ons­ge­sell­schaft ihnen gegen­über auf ihre Ver­ein­bar­keit mit staat­li­chem Recht hin über­prü­fen zu las­sen. Damit gibt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt sei­ne bis­he­ri­ge ent­ge­gen­ste­hen­de Recht­spre­chung auf. Dem ver­fas­sungs­recht­lich garan­tier­ten Selbst­be­stim­mungs­recht der Reli­gi­ons­ge­sell­schaf­ten (Art.

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Zah­lun­gen der deut­schen Bis­tü­mer in der Insol­venz des Miss­brauch­op­fers

Der Beschluss der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz vom 2. März 2011 über "Leis­tun­gen in Aner­ken­nung des Leids, das Opfern sexu­el­len Miss­brauchs zuge­fügt wur­de", bil­det eine vom mate­ri­el­len staat­li­chen Recht gelös­te eigen­stän­di­ge neue Grund­la­ge für hier­nach erbrach­te Leis­tun­gen. Zah­lun­gen kirch­li­cher Kör­per­schaf­ten auf der Grund­la­ge des Beschlus­ses der Deut­schen Bischofs­kon­fe­renz vom 2. März 2011

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