Ver­äu­ße­rung von Unter­neh­mens­an­tei­len – und die Gewer­be­steu­er­pflicht

Mit dem aus Art. 3 Abs. 1 GG fol­gen­den Grund­satz der Besteue­rung nach der Leis­tungs­fä­hig­keit ist es ver­ein­bar, dass eine Per­so­nen­ge­sell­schaft (Mit­un­ter­neh­mer­schaft) nach § 7 Satz 2 Nr. 2 GewStG bei Ver­kauf eines Anteils durch einen Mit­un­ter­neh­mer grund­sätz­lich gewer­be­steu­er­pflich­tig ist, obwohl der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn beim Ver­äu­ße­rer ver­bleibt. Die Frei­stel­lung des auf natür­li­che Per­so­nen als unmit­tel­bar betei­lig­te

Lesen

Scha­dens­er­satz­an­sprü­che des Kom­man­di­tis­ten – gegen den Fremd­ge­schäfts­füh­rer der Kom­ple­men­tär-GmbH

Ein Kom­man­di­tist einer GmbH & Co. KG kann nicht Ansprü­che der Kom­man­dit­ge­sell­schaft gegen den Fremd­ge­schäfts­füh­rer der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH gel­tend machen. Die Kom­man­di­tis­ten kön­nen kei­nen Anspruch der KG auf Zah­lung von Scha­dens­er­satz gemäß § 43 GmbHG ana­log für die Gesell­schaft im eige­nen Namen gel­tend machen. Dafür fehlt ihnen die Pro­zess­füh­rungs­be­fug­nis. Die­se ist eine

Lesen

Ein­la­gen­rück­ge­währ an einen Kom­man­di­tis­ten – als Dar­le­hen

Behält sich eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft die erneu­te Ein­for­de­rung der an einen Kom­man­di­tis­ten zurück­ge­zahl­ten Ein­la­ge vor, indem sie den Zah­lungs­vor­gang unge­ach­tet des Feh­lens dar­le­hens­ty­pi­scher Rege­lun­gen, ins­be­son­de­re zur Ver­zin­sung, als Dar­le­hens­ge­wäh­rung bezeich­net, so stellt sich die spä­te­re Rück­zah­lung des ver­meint­li­chen Dar­le­hens als erneu­te Ein­zah­lung der Ein­la­ge dar. Leis­tun­gen eines Kom­man­di­tis­ten an die Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Lesen

Rück­for­de­rung gewinn­un­ab­hän­gi­ger Aus­zah­lun­gen an spä­ter bei­tre­ten­de Kom­man­di­tis­ten einer Publi­kums-KG

Gesell­schafts­ver­trä­ge von Publi­kums­ge­sell­schaf­ten sind nach ihrem objek­ti­ven Erklä­rungs­be­fund nur anhand des schrift­li­chen Ver­trags aus­zu­le­gen. Die Vor­stel­lun­gen und der Wil­le der Grün­dungs­ge­sell­schaf­ter, die in dem Gesell­schafts­ver­trag kei­nen Nie­der­schlag gefun­den haben, sind nicht zu berück­sich­ti­gen . Rechts­fra­gen im Zusam­men­hang mit der Rück­for­de­rung gewinn­un­ab­hän­gi­ger Aus­zah­lun­gen an Kom­man­di­tis­ten hat der Bun­des­ge­richts­hof bereits mit sei­nem

Lesen

Mit­un­ter­neh­mer­ei­gen­schaft bei nur kurz­fris­ti­ger Kom­man­di­tis­ten­stel­lung

Mit­un­ter­neh­mer kann auch sein, wer einen Anteil an einer Per­so­nen­ge­sell­schaft erwirbt, um ihn kur­ze Zeit spä­ter wei­ter­zu­ve­r­äu­ßern. Mit­un­ter­neh­mer i.S. des § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG ist, wer zivil­recht­lich Gesell­schaf­ter einer Per­so­nen­ge­sell­schaft ist oder ‑in Aus­­­nah­­me­­fäl­­len- eine die­sem wirt­schaft­lich ver­gleich­ba­re Stel­lung inne­hat, Mit­un­ter­neh­mer­ri­si­ko trägt und Mit­un­ter­neh­mer­initia­ti­ve ent­fal­tet sowie die Absicht

Lesen

Rück­wir­ken­de Ver­äu­ße­rung von Kom­man­dit­an­tei­len – und die Mit­un­ter­neh­merstel­lung

Wer­den Kom­man­dit­an­tei­le rück­wir­kend ver­äu­ßert, endet die Mit­un­ter­neh­merstel­lung gleich­wohl erst mit Abschluß des Ver­äu­ße­rungs­ver­tra­ges. Zwar hat die Ver­äu­ße­rin die Antei­le an die­sem Tag mit Rück­wir­kung (hier: auf den 1.01.2008) an die Erwer­be­rin wei­ter­ver­äu­ßert. Die Mit­un­ter­neh­merstel­lung der Ver­äu­ße­rin ent­fiel dadurch jedoch nicht rück­wir­kend, denn tat­säch­lich trug sie bis zum Tag des Abschluss

Lesen

Voll­be­en­di­gung einer KG – und das finanz­ge­richt­li­che Ver­fah­ren

Bei einer Voll­be­en­di­gung der Kom­man­dit­ge­sell­schaft gehen die Betei­lig­ten­stel­lung und Pro­zess­füh­rungs­be­fug­nis der KG unein­ge­schränkt auf den ehe­ma­li­gen Kom­man­di­tis­ten über. Eine Ver­fah­rens­un­ter­bre­chung nach § 155 FGO i.V.m. § 239 Abs. 1 ZPO tritt in die­sem Fall nicht ein. Ledig­lich das Rubrum ist ent­spre­chend zu ändern. So auch in dem hier vom Bun­des­fi­nanz­hof ent­schie­de­nen

Lesen

Die Geschäfts­füh­rung des Kom­ple­men­tärs – und das Infor­ma­ti­ons­recht des Kom­man­di­tis­ten

Das in § 166 Abs. 3 HGB gere­gel­te außer­or­dent­li­che Infor­ma­ti­ons­recht des Kom­man­di­tis­ten ist nicht auf Aus­künf­te beschränkt, die der Prü­fung des Jah­res­ab­schlus­ses die­nen oder zum Ver­ständ­nis des Jah­res­ab­schlus­ses erfor­der­lich sind. Viel­mehr erwei­tert § 166 Abs. 3 HGB das Infor­ma­ti­ons­recht des Kom­man­di­tis­ten bei Vor­lie­gen eines wich­ti­gen Grun­des auch auf Aus­künf­te über die Geschäfts­füh­rung

Lesen

Ver­wer­tungs­be­fug­nis bei Treu­hand­ver­hält­nis­sen – und die Grund­er­werb­steu­er

Ver­an­lasst der ein­zi­ge Kom­man­di­tist einer GmbH & Co. KG, der zugleich der allei­ni­ge Gesell­schaf­ter der Kom­­ple­­men­­tär-GmbH ist, die KG dazu, ein die­ser gehö­ren­des Grund­stück ohne Gegen­leis­tung zur Erfül­lung der ihm oblie­gen­den Ver­pflich­tung aus einem als Treu­ge­ber abge­schlos­se­nen Treu­hand­ver­trag auf den Treu­hän­der zu über­tra­gen, begrün­det der Treu­hand­ver­trag kei­ne Ver­wer­tungs­be­fug­nis des Kom­man­di­tis­ten i.S.

Lesen

Wei­ter­ga­be der Treu­ge­ber­lis­te an einen Fonds­ge­sell­schaf­ter – und der Daten­schutz

Die Wei­ter­ga­be von Namen und Anschrif­ten der Treu­ge­ber einer Fonds­ge­sell­schaft an Mit­ge­sell­schaf­ter bzw. Mit­treu­ge­ber steht auch dann mit § 28 Abs. 1 Satz 2 BDSG in Ein­klang, wenn im Gesel­l­­schafts- und/​oder Treu­hand­ver­trag die Wei­ter­ga­be an ande­re Mit­treu­ge­ber aus­ge­schlos­sen ist. Eben­so ist die Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Zuläs­sig­keit der Aus­kunfts­er­tei­lung nach § 28

Lesen

Ver­ur­tei­lung zur Aus­kunft und Buch­ein­sicht – und die Bemes­sung der Beschwer

Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs bemisst sich der gemäß §§ 2, 3 ZPO nach frei­em Ermes­sen fest­zu­set­zen­de Beschwer­de­wert für das Rechts­mit­tel der zur Aus­kunfts­er­tei­lung ver­ur­teil­ten Per­son nach ihrem Inter­es­se, die Aus­kunft nicht ertei­len zu müs­sen. Dabei ist im Wesent­li­chen dar­auf abzu­stel­len, wel­chen Auf­wand an Zeit und Kos­ten die Ertei­lung der Aus­kunft

Lesen

Schul­den­til­gung durch die Treu­ge­ber­kom­man­di­tis­ten

Til­gen Treu­ge­ber­kom­man­di­tis­ten ohne Ver­pflich­tung im Innen­ver­hält­nis zur Gesell­schaft Gesell­schafts­ver­bind­lich­kei­ten, kön­nen sie von der Gesell­schaft jeden­falls dann nach § 110 HGB Auf­wen­dungs­er­satz ver­lan­gen, wenn sie im Innen­ver­hält­nis zur Gesell­schaft, den ande­ren Treu­ge­bern und Gesell­schaf­tern eine einem unmit­tel­ba­ren Gesell­schaf­ter ent­spre­chen­de Rechts­stel­lung haben. Leis­tet ihnen die Gesell­schaft kei­nen Auf­wen­dungs­er­satz, kön­nen Treu­ge­ber­kom­man­di­tis­ten, die im

Lesen

Das nega­ti­ve Kapi­tal­kon­to – und der Ver­äu­ße­rungs­ge­winn des Kom­man­di­tis­ten

Schei­det ein Kom­man­di­tist gegen Ent­gelt aus einer KG aus, ist ein von ihm nicht aus­zu­glei­chen­des nega­ti­ves Kapi­tal­kon­to bei der Berech­nung sei­nes Ver­äu­ße­rungs­ge­winns in vol­lem Umfang zu berück­sich­ti­gen. Es kommt nicht dar­auf an, aus wel­chen Grün­den das Kapi­tal­kon­to nega­tiv gewor­den ist. Ins­be­son­de­re ist der Gewinn aus der Auf­lö­sung des nega­ti­ven Kapi­tal­kon­tos

Lesen

Rück­for­de­rung von Aus­schüt­tun­gen an den Kom­man­di­tis­ten

Ein Rück­zah­lungs­an­spruch ent­steht nicht schon dann, wenn an einen Kom­man­di­tis­ten auf der Grund­la­ge von § 11 Nr. 3 Satz 1 des Gesell­schafts­ver­trags von § 169 Abs. 1 HGB nicht gedeck­te Aus­zah­lun­gen zu Las­ten sei­nes Kapi­tal­an­teils geleis­tet wer­den. Der Gesell­schaf­ter schul­det viel­mehr die Rück­zah­lung nur dann, wenn der Gesell­schafts­ver­trag dies vor­sieht. Nach § 169

Lesen

Dop­pel­stö­cki­ge Mit­un­ter­neh­mer­schaft – und der Ver­lust­vor­trag

Bringt eine Per­so­nen­ge­sell­schaft ihren Gewer­be­be­trieb in eine ande­re Per­so­nen­ge­sell­schaft ein, kön­nen vor­trags­fä­hi­ge Gewer­be­ver­lus­te bei fort­be­stehen­der Unter­neh­mens­iden­ti­tät mit dem Teil des Gewer­be­er­trags der Unter­ge­sell­schaft ver­rech­net wer­den, der auf die Ober­ge­sell­schaft ent­fällt. Mit dem auf ande­re Gesell­schaf­ter der Unter­ge­sell­schaft ent­fal­len­den Teil des Gewer­be­er­trags kön­nen Ver­lus­te aus der Zeit vor der Ein­brin­gung auch

Lesen

Beschwer­de­be­fug­nis gegen die Fest­set­zung der Insol­venz­ver­wal­ter­ver­gü­tung

Gesell­schaf­ter der Insol­venz­schuld­ne­rin sind in ana­lo­ger Anwen­dung des § 64 Abs. 3 Satz 1 InsO zur Beschwer­de gegen die Fest­set­zung der Ver­gü­tung des Insol­venz­ver­wal­ters befugt, wenn die Höhe der Fest­set­zung ihr Recht auf eine Teil­ha­be an einem Über­schuss beein­träch­ti­gen kann. Gegen den Beschluss, mit dem das Insol­venz­ge­richt die Ver­gü­tung des Ver­wal­ters fest­setzt,

Lesen

Die steu­er­li­che Haf­tung des Erb­bau­be­rech­tig­ten in der Betriebs­auf­spal­tung

Gehö­ren Gegen­stän­de, die einem Unter­neh­men die­nen, nicht dem Unter­neh­mer, son­dern einer an dem Unter­neh­men wesent­lich betei­lig­ten Per­son, so haf­tet der Eigen­tü­mer der Gegen­stän­de mit die­sen für die­je­ni­gen Steu­ern des Unter­neh­mens, bei denen sich die Steu­er­pflicht auf den Betrieb des Unter­neh­mens grün­det. Die­se Haf­tung trifft auch einen Kom­man­di­tis­ten, der der Gesell­schaft

Lesen

Aus­schüt­tun­gen an einen Kom­man­di­tis­ten trotz Ver­lus­ten der KG

Wird an einen Kom­man­di­tis­ten auf der Grund­la­ge einer Ermäch­ti­gung im Gesell­schafts­ver­trag eine Aus­zah­lung geleis­tet, obwohl sein Kapi­tal­an­teil durch Ver­lust unter den auf die bedun­ge­ne Ein­la­ge geleis­te­ten Betrag her­ab­ge­min­dert ist oder durch die Aus­zah­lung unter die­sen Betrag her­ab­ge­min­dert wird, ist der Kom­man­di­tist nur dann zur Rück­zah­lung an die Gesell­schaft ver­pflich­tet, wenn

Lesen

Kein Mehr­stimm­recht für die Kom­ple­men­tä­rin einer Publi­kums-KG

Der Kom­ple­men­tä­rin einer Publi­kums-KG, die eine umsatz­ab­hän­gi­ge Ver­gü­tung erhält und am Gewinn und Ver­lust der Gesell­schaft nicht betei­ligt ist, kann gesell­schafts­ver­trag­lich ein Mehr­stimm­recht bei der Beschluss­fas­sung über eine Ände­rung des Gesell­schafts­ver­tra­ges (hier: Kapi­tal­erhö­hung) nicht ein­ge­räumt wer­den. Das der Kom­ple­men­tä­rin im Gesell­schafts­ver­tra­ges zuge­bil­lig­te Mehr­stimm­recht ist, zumin­dest soweit es um gesell­schafts­ver­trags­än­dern­de Beschlüs­se

Lesen

Stimm­rechts­aus­schluss des Gesell­schaf­ter-Geschäfts­füh­rers in der KG & Co. GbR

Eine Kom­man­dit­ge­sell­schaft als Gesell­schaf­te­rin einer Gesell­schaft bür­ger­li­chen Rechts ist grund­sätz­lich nicht von der Beschluss­fas­sung über die Ein­ho­lung eines Rechts­gut­ach­tens zur Prü­fung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen gegen ihren nicht an der Geschäfts­füh­rung betei­lig­ten Kom­man­di­tis­ten aus­ge­schlos­sen, auch wenn die­ser mit 94 % an ihrem Kapi­tal betei­ligt und zu 50 % stimm­be­rech­tigt ist. Ein Gesellschafter(-Geschäftsführer) einer Gesell­schaft

Lesen

Dau­er­tes­ta­ments­voll­stre­ckung für eine Kom­man­di­tis­ten

Ist über den Nach­lass eines Kom­man­di­tis­ten Dau­er­tes­ta­ments­voll­stre­ckung ange-ord­­net, so ist auf Antrag des Tes­ta­ments­voll­stre­ckers ein Tes­ta­ments­voll­stre­cker­ver­merk in das Han­dels­re­gis­ter ein­zu­tra­gen. Eine Tes­ta­ments­voll­stre­ckung kann sich auf einen Kom­man­dit­an­teil bezie­hen. Das ent­spricht, sofern die übri­gen Gesell­schaf­ter ein­ver­stan­den sind oder der Gesell­schafts­ver­trag es vor­sieht, der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs . Unzu­tref­fend ist aber, so

Lesen

Aus­schluss eines Kom­man­di­tis­ten

Ist im Gesell­schafts­ver­trag einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft bestimmt, dass ein Gesell­schaf­ter aus­schei­det, wenn die übri­gen Gesell­schaf­ter – aus wich­ti­gem Grund – sein Aus­schei­den durch Erklä­rung ihm gegen­über ver­lan­gen, so ist die­se Klau­sel regel­mä­ßig dahin aus­zu­le­gen, dass die Gesell­schaf­ter über die Aus­schlie­ßung eines Mit­ge­sell­schaf­ters einen Beschluss zu fas­sen und dar­auf gegrün­det eine Aus­schlie­ßungs­er­klä­rung

Lesen

Bei­tritt zu einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft

Wird die Bei­tritts­er­klä­rung eines Kom­man­di­tis­ten zu einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft von der per­sön­lich haf­ten­den Gesell­schaf­te­rin zwar im Namen der Gesell­schaft ange­nom­men, ist die per­sön­lich haf­ten­de Gesell­schaf­te­rin in dem im Pro­spekt abge­druck­ten Gesell­schafts­ver­trag aber nur bevoll­mäch­tigt wor­den, Auf­nah­me­ver­trä­ge im Namen der Mit­ge­sell­schaf­ter abzu­schlie­ßen, spricht das für eine Aus­le­gung der Annah­me­er­klä­rung dahin, dass sie

Lesen