Liqui­da­ti­ons­lo­se Voll­be­en­di­gung einer GmbH & Co. KG – und die Titel­um­schrei­bung auf den ehe­ma­li­gen Kom­man­di­tis­ten

Durch das Aus­schei­den der ver­mö­gens­lo­sen Kom­ple­men­tä­rin aus der GmbH & Co. KG geht das Gesell­schafts­ver­mö­gen im Weg der Gesamt­rechts­nach­fol­ge durch Anwach­sung kraft Geset­zes auf den Kom­man­di­tis­ten als den ein­zi­gen ver­blie­be­nen "Gesell­schaf­ter" über. Daher kann für Schuld­ti­tel gegen die GmbH & Co. KG eine neue Voll­stre­ckungs­klau­sel gegen den Kom­man­di­tis­ten als Rechts­nach­fol­ger erteilt wer­den.

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Die wie­der­auf­ge­leb­te Kom­man­di­tis­ten­haf­tung – und die Beleh­rungs­pflicht des Anla­ge­be­ra­ters

Der Anla­ge­be­ra­ter schul­det eine anle­ge­rund objekt­ge­rech­te Bera­tung. Er hat den Kun­den recht­zei­tig, rich­tig und sorg­fäl­tig sowie ver­ständ­lich und voll­stän­dig zu bera­ten. In Bezug auf das Anla­ge­ob­jekt muss der Anla­ge­be­ra­ter den Inter­es­sen­ten ins­be­son­de­re über die Eigen­schaf­ten und Risi­ken unter­rich­ten, die für die Anla­ge­ent­schei­dung wesent­li­che Bedeu­tung haben oder haben kön­nen . Der

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Kauf­ver­trag über einen Kom­man­dit­an­teil – und die ver­trag­li­che Haf­tungs­frei­stel­lung des Käu­fers

Die vor­for­mu­lier­te Klau­sel in einem Kauf­ver­trag über einen Kom­man­dit­an­teil an einer Fonds­ge­sell­schaft "Für Umstän­de, die die Kom­man­di­tis­ten­haf­tung vor dem Stich­tag begrün­den, steht der Ver­käu­fer ein, für Umstän­de, die die Kom­man­di­tis­ten­haf­tung ab dem Stich­tag begrün­den, steht der Käu­fer ein. Die Par­tei­en stel­len sich inso­weit wech­sel­sei­tig frei." ist nicht klar und ver­ständ­lich

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Ein­la­gen­rück­zah­lung an einen Kom­man­di­tis­ten

Eine Rück­be­zah­lung der Ein­la­ge eines Kom­man­di­tis­ten liegt gemäß § 172 Abs. 4 HGB bei jeder Zuwen­dung an den Kom­man­di­tis­ten vor, durch die dem Gesell­schafts­ver­mö­gen ein Wert ohne eine ent­spre­chen­de Gegen­leis­tung ent­zo­gen wird. Eine sol­che Zuwen­dung ohne ent­spre­chen­de Gegen­leis­tung kann auch in einer Leis­tung im Rah­men eines Aus­tausch­ge­schäfts bestehen, etwa wenn die

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Geschlos­se­ner Immo­bi­li­en­fonds – und das Wie­der­auf­le­ben der Kom­man­di­tis­ten­haf­tung

Aktu­ell hat­te sich der Bun­des­ge­richts­hof mit der Fra­ge der Auf­klä­rungs­pflicht über das Wie­der­auf­le­ben der Kom­man­di­tis­ten­haf­tung nach § 172 Abs. 4 HGB in einem Anla­ge­pro­spekt zu befas­sen, der die Betei­li­gung an einem geschlos­sen Immo­bi­li­en­fonds zum Gegen­stand hat : Ein Anla­ge­be­ra­ter ist in Bezug auf das Anla­ge­ob­jekt ver­pflich­tet, den Kun­den recht­zei­tig, rich­tig und

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Kom­man­di­tis­ten­haf­tung in der Anla­ge­be­ra­tung

Der Anla­ge­be­ra­ter hat auch dann über das Risi­ko einer wie­der auf­le­ben­den Kom­man­di­tis­ten­haf­tung nach § 172 Abs. 4 HGB auf­zu­klä­ren, wenn die­se auf 10 % des Anla­ge­be­trags begrenzt ist. In Bezug auf das Anla­ge­ob­jekt muss der Anla­ge­be­ra­ter recht­zei­tig, rich­tig und sorg­fäl­tig, dabei für den Kun­den ver­ständ­lich und voll­stän­dig bera­ten. Ins­be­son­de­re muss er den

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Dritt­gläu­bi­ger­an­sprü­che eines Mit­ge­sell­schaf­ters in der Publi­kums-Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Eine Mit­ge­sell­schaf­te­rin ist nicht ver­pflich­tet, zunächst die KG in Anspruch zu neh­men, bevor sie ihre Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung gegen die Kom­man­di­tis­ten gel­tend macht. Der Gesell­schaf­ter einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft, der eine Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung gegen einen per­sön­lich haf­ten­den Mit­ge­sell­schaf­ter gel­tend macht, muss nicht zunächst die Gesell­schaft in Anspruch neh­men. Eine gene­rell nur sub­si­diä­re Haf­tung der Gesell­schaf­ter

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Dar­lehns­ver­bind­lich­kei­ten einer Publi­kums-KG – Aus­schüt­tun­gen und Haf­tung der Anle­ger

Die Kom­man­di­tis­tin und Dar­lehns­ge­be­rin einer Publi­kums-KG ist nicht ver­pflich­tet, zunächst die KG in Anspruch zu neh­men, bevor sie ihre Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung gegen die Kom­man­di­tis­ten gel­tend macht. Der Gesell­schaf­ter einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft, der eine Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung gegen einen per­sön­lich haf­ten­den Mit­ge­sell­schaf­ter gel­tend macht, muss nicht zunächst die Gesell­schaft in Anspruch neh­men. Eine gene­rell nur

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Die Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung eines Mit­ge­sell­schaf­ters

Der Gesell­schaf­ter einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft, der eine Dritt­gläu­bi­ger­for­de­rung gegen einen Mit­ge­sell­schaf­ter gel­tend macht, ist grund­sätz­lich nicht ver­pflich­tet, zunächst die Gesell­schaft in Anspruch zu neh­men. Eine gene­rell nur sub­si­diä­re Haf­tung der Gesell­schaf­ter für Ver­bind­lich­kei­ten der Gesell­schaft aus Dritt­ge­schäf­ten mit ande­ren Gesell­schaf­tern lässt sich aus der gesell­schafts­recht­li­chen Treue­pflicht nicht ablei­ten. Bei einem Dar­le­hen,

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Aus­schüt­tun­gen an einen Kom­man­di­tis­ten trotz Ver­lus­ten der KG

Wird an einen Kom­man­di­tis­ten auf der Grund­la­ge einer Ermäch­ti­gung im Gesell­schafts­ver­trag eine Aus­zah­lung geleis­tet, obwohl sein Kapi­tal­an­teil durch Ver­lust unter den auf die bedun­ge­ne Ein­la­ge geleis­te­ten Betrag her­ab­ge­min­dert ist oder durch die Aus­zah­lung unter die­sen Betrag her­ab­ge­min­dert wird, ist der Kom­man­di­tist nur dann zur Rück­zah­lung an die Gesell­schaft ver­pflich­tet, wenn

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Haf­tung der Treu­ge­ber einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft

Der Insol­venz­ver­wal­ter eines insol­ven­ten Immo­bi­li­en­fonds in der Form einer Kom­man­dit­ge­sell­schaft kann von den Anle­gern des Fonds aus abge­tre­te­nem Recht der Treu­hand­kom­man­di­tis­tin Rück­zah­lung von Aus­schüt­tun­gen ver­lan­gen kann, soweit dadurch die Ein­la­gen der Anle­ger zurück­ge­währt wur­den. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in acht bei ihm anhän­gi­gen Fäl­len, in denen die Anle­ger, die

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Wider­rufs­recht bei geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds

Die Richt­li­nie 85/​577/​EWG des Rates vom 20. Dezem­ber 1985 betref­fend den Ver­brau­cher­schutz im Fal­le von außer­halb von Geschäfts­räu­men geschlos­se­nen Ver­trä­gen ist auf den Bei­tritt zu einem geschlos­se­nen Immo­bi­li­en­fonds anwend­bar, wenn der Zweck des Bei­tritts nicht vor­ran­gig dar­in besteht, Mit­glied die­ser Gesell­schaft zu wer­den, son­dern Kapi­tal anzu­le­gen. Dies gilt unab­hän­gig davon,

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Aus­schüt­tung und Insol­venz einer Treu­hand-KG

Wur­den bei einer Publi­kums­kom­man­dit­ge­sell­schaft, an wel­cher Fonds­an­le­ger mit­tel­bar über Treu­hand­ver­trä­ge betei­ligt sind, an jene Treu­ge­ber Aus­schüt­tun­gen aus dem Gesell­schafts­ver­mö­gen vor­ge­nom­men, wel­che die Vor­aus­set­zun­gen der Ein­la­gen­rück­ge­währ (§§ 171 Abs. 1, 172 Abs. 4 Satz 1 HGB) erfül­len, so steht einer Abtre­tung der hier­aus resul­tie­ren­den ver­trag­li­chen Frei­stel­lungs­an­sprü­che der Treu­hand­kom­man­di­tis­tin gegen die jewei­li­gen Treu­ge­ber an

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Die Haf­tung des aty­pisch stil­len Gesell­schaf­ters einer KG

Der aty­pisch stil­le Gesell­schaf­ter einer KG, der im Innen­ver­hält­nis die glei­chen Rech­te und Pflich­ten eines Kom­man­di­tis­ten hat, haf­tet nicht ana­log § 171 Abs. 2 HGB im Außen­ver­hält­nis. Weder die Geset­zes­sys­te­ma­tik noch der Geset­zes­zweck recht­fer­ti­gen die ana­lo­ge Anwen­dung der Bestim­mun­gen zur Außen­haf­tung des Kom­man­di­tis­ten gem. §§ 171, 172 HGB. Die "Innen –

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Aus­gleich unter Kom­man­di­tis­ten

Kom­man­di­tis­ten, die im Hin­blick auf ihre noch offe­ne Haft­sum­me nach § 171 I HGB an eine Gesell­schafts­gläu­bi­ge­rin Zah­lun­gen erbrin­gen, ohne im Innen­ver­hält­nis zur KG hier­zu ver­pflich­tet zu sein, kön­nen hier­für von der KG Aus­gleich nach §§ 110, 161 II HGB ver­lan­gen; nur wenn die KG zur Erstat­tung nicht in der Lage

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Auf­klä­rung im Anla­ge­pro­spekt der Publi­kums-KG

Wird im Anla­ge­pro­spekt einer Publi­kums-KG dar­auf hin­ge­wie­sen, dass nach § 172 Abs. 4 HGB die Kom­man­di­tis­ten­haf­tung wie­der auf­le­ben kann, besteht zu einer abs­trak­ten Erläu­te­rung die­ser Rechts­vor­schrift kei­ne Ver­pflich­tung. Es reicht aus, wenn die erteil­ten Hin­wei­se dem Anle­ger das sich – jeden­falls für die Start­pha­se, aber auch bei Aus­blei­ben des erwar­te­ten wirt­schaft­li­chen

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