Kläranlage

Abwas­ser­be­sei­ti­gung – und der Vertrauensschutz

Der Grund­satz des Ver­trau­ens­schut­zes gilt auch gegen­über dem neu­en Trä­ger einer öffent­li­chen Schmutz­was­ser­be­sei­ti­gungs­ein­rich­tung. Dies hat jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig in zwei Ver­fah­ren aus Bran­den­burg und Sach­­sen-Anhalt ent­schie­den: In dem Bran­den­bur­ger Ver­fah­ren ist die Klä­ge­rin ist Eigen­tü­me­rin eines bereits am 3. Okto­ber 1990 an die dama­li­ge Schmutz­was­ser­be­sei­ti­gungs­an­la­ge ange­schlos­se­nen Grund­stücks in

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Anlie­ger­bei­trä­ge – und die feh­len­de zeit­li­che Höchstgrenze

Das Feh­len einer zeit­li­chen Höchst­gren­ze für die Her­an­zie­hung zu ein­ma­lig erho­be­nen kom­mu­na­len Bei­trä­gen ver­letzt den grund­ge­setz­li­chen Grund­satz der Rechts­si­cher­heit. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts lag ein Fall der Erhe­bung eines Was­ser­ver­sor­gungs­bei­trags in Baden-Wür­t­­te­m­­berg zugrun­de: Das Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz des Lan­des Baden-Wür­t­­te­m­­berg (KAG BW) ver­weist hin­sicht­lich der Fest­set­zungs­ver­jäh­rung von Kom­mu­nal­ab­ga­ben (§ 1 KAG BW) im

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Brunnen

Die Alt­an­schlie­ßer­re­ge­lung im Bran­den­bur­gi­schen Kommunalabgabengesetz

§ 19 Abs. 1 Satz 3 KAG Bbg ist ver­fas­sungs­ge­mäß und ver­stößt ins­be­son­de­re nicht gegen das Gebot der Rechts­si­cher­heit und des Ver­trau­ens­schut­zes. Das Rechts­staats­prin­zip schützt in sei­ner Aus­prä­gung als Gebot der Belas­tungs­klar­heit und Belas­tungs­vor­her­seh­bar­keit davor, dass lan­ge zurück­lie­gen­de, in tat­säch­li­cher Hin­sicht abge­schlos­se­ne Vor­gän­ge unbe­grenzt zur Anknüp­fung neu­er Las­ten her­an­ge­zo­gen wer­den kön­nen. Als

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Die rechts­wid­ri­ge Sat­zung zur Zweit­woh­nungsteu­er – und kei­ne Übergangsfrist…

Wird eine kom­mu­na­le Abga­ben­sat­zung (hier: zur Zweit­woh­nungs­steu­er) im gericht­li­chen Ver­fah­ren als rechts­wid­rig erkannt, darf sie auch nicht über­gangs­wei­se als wirk­sam behan­delt wer­den. So ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig in meh­re­ren Fäl­len, die die nie­der­säch­si­sche Gemein­de Lind­we­del sowie die schles­­wig-hol­stei­­ni­­schen Gemein­den Fried­richs­koog und Tim­men­dor­fer Strand betref­fen. Die­se Gemein­den erhe­ben Zweitwohnungssteuern,

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Bestands­kräf­ti­ge Alt­an­schlie­ßer­be­schei­de in Brandenburg

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Ber­­lin-Bran­­den­­burg hat in zwei Beru­fungs­ver­fah­ren bestä­tigt, dass weder der Mär­ki­sche Abwas­­ser- und Was­ser­zweck­ver­band noch der Was­­ser- und Abwas­ser­zweck­ver­band Werder/​Havelland ver­pflich­tet sind, bestands­kräf­tig gewor­de­ne Anschluss­bei­trags­be­schei­de auf­zu­he­ben, wenn sie nach dem Beschluss des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 12. Novem­ber 2015 als rechts­wid­rig erschei­nen. Wenn das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt eine ver­fas­sungs­kon­for­me Aus­le­gung eines Geset­zes vorgebe,

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Kom­mu­na­le Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten – und die ver­jähr­ten Anschlussbeiträge

Die Her­an­zie­hung zu ver­jähr­ten Anschluss­bei­trä­gen ist auch bei kom­mu­na­len Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten unzu­läs­sig. So hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig jetzt ent­schie­den, dass kom­mu­na­le Woh­nungs­bau­ge­sell­schaf­ten nicht zu Anschluss­bei­trä­gen her­an­ge­zo­gen wer­den dür­fen, die nach der Rechts­la­ge in Bran­den­burg vor dem 1. Febru­ar 2004 nicht mehr erho­ben wer­den konn­ten. Geklagt hat­ten zwei kom­mu­na­le Woh­nungs­ge­sell­schaf­ten in

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Der Stra­ßen­bau­bei­trag in Hessen

Die Erhe­bung von Stra­ßen­bau­bei­trä­gen nach dem Hes­si­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz ist nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts grund­sätz­lich nicht zu bean­stan­den. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall wur­de der Mit­ei­gen­tü­mer eines mit Eigen­tums­woh­nun­gen bebau­ten Grund­stücks im Stadt­ge­biet von Hof­heim am Tau­nus zu einer Vor­aus­leis­tung von 1700 € auf einen Stra­ßen­bau­bei­trag her­an­ge­zo­gen. Die betref­fen­de Straße

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Der Stra­ßen­bau­bei­trag in Hessen

Die Erhe­bung von Stra­ßen­bau­bei­trä­gen nach dem Hes­si­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz grund­sätz­lich nach Ansicht des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts grund­sätz­lich nicht zu bean­stan­den. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall wur­de der Mit­ei­gen­tü­mer eines mit Eigen­tums­woh­nun­gen bebau­ten Grund­stücks im Stadt­ge­biet von Hof­heim am Tau­nus zu einer Vor­aus­leis­tung von 1700 € auf einen Stra­ßen­bau­bei­trag her­an­ge­zo­gen. Die betref­fen­de Straße

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Auf­ent­halts- und Betre­tungs­ver­bot geen einen Fuss­ball­hoo­li­gan – und die Gebüh­ren der Gemeinde

Ver­hängt eine (hier: baden-wür­t­­te­m­­ber­­gi­­sche) Gemein­de auf­grund ihrer Zustän­dig­keit als Orts­po­li­zei­be­hör­de ein Auf­­en­t­halts- und Betre­tungs­ver­bot gegen einen Fuß­ball­hoo­li­gan, so kann sie, wenn sie auf der Grund­la­ge des § 11 KAG eine ent­spre­chen­de Gebüh­ren­sat­zung erlas­sen hat, hier­für eine Ver­wal­tungs­ge­bühr erhe­ben. Das Auf­­en­t­halts- und Betre­tungs­ver­bot wur­de in dem hier ent­schie­de­nen Fall von der

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Abwas­ser­ge­büh­ren – und die Schät­zung der gebüh­ren­frei­en Abwassermengen

Trotz des Ver­wei­ses in § 3 Abs. 1 Nr. 4 lit. c KAG BW auf § 162 AO kann der Abwas­ser­ge­büh­ren­schuld­ner nicht die Schät­zung der abzu­set­zen­den Abwas­ser­men­gen ver­lan­gen, wenn es für die Abset­zung nach den Vor­ga­ben der Abwas­ser­sat­zung eines Nach­wei­ses bedarf. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart ent­schie­de­nen Fall waren gemäß § 41 Abs.

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Abwas­ser­ge­büh­ren – und die rück­wir­ken­de Gebührenerhebung

Die Recht­spre­chung des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts zum Erfor­der­nis einer zeit­li­chen Ober­gren­ze für die rück­wir­ken­de Bei­trags­er­he­bung nach § 13 Abs. 1 Nr. 4 lit. b Bay­KAG ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Stutt­gart auf die Erhe­bung von Gebüh­ren nicht über­trag­bar. Die rück­wir­ken­de Erset­zung einer wegen eines Feh­lers im Abga­ben­maß­stab unwirk­sa­men Sat­zung durch eine neue, die­sen Feh­ler vermeidende

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Säum­nis­zu­schlä­ge für einen Bei­trags­be­scheid – und die Anord­nung der auf­schie­ben­den Wirkung

Säum­nis­zu­schlä­ge und Neben­kos­ten (Mahn­kos­ten, Pfän­dungs­ge­büh­ren, Aus­la­gen) für einen Abga­ben­be­scheid ent­fal­len rück­wir­kend, wenn das Ver­wal­tungs­ge­richt vor­läu­fi­gen Rechts­schutz gegen den Abga­ben­be­scheid gewährt. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall hat­ten die Klä­ger gegen Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­be­schei­de der beklag­ten Stadt Erfurt Wider­spruch ein­ge­legt. Nach­dem die Beklag­te einen Antrag auf Aus­set­zung der Voll­zie­hung abge­lehnt hat­te, zahlten

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Steu­er­be­ra­ter – als Ver­tre­ter in Beitragsstreitigkeiten

Steu­er­be­ra­ter dür­fen ihre Man­dan­ten auch in Strei­tig­kei­ten über Frem­den­ver­kehrs­bei­trä­ge ver­tre­ten. Die­ser Ent­schei­dung des Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richts liegt ein Rechts­streit zwi­schen der Stadt Rie­den­burg und meh­re­ren Steu­er­be­ra­tern zu Grun­de. Die Stadt Rie­den­burg ist ein Frem­den­ver­kehrs­ort im Alt­mühl­tal. Die kla­gen­den Steu­er­be­ra­ter betreu­en ver­schie­de­ne Frem­den­ver­kehrs­be­trie­be in Steu­er­sa­chen und machen zusätz­lich die erfor­der­li­chen Anga­ben zu den

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Was­ser- und Abwas­ser­ge­büh­ren für jein Grund­stück im Außenbereich

Ein tat­säch­li­cher Anschluss, der die Bei­trags­er­he­bung gegen­über einem Außen­be­reichs­grund­stück recht­fer­ti­gen könn­te, liegt nicht schon dann vor, wenn Lei­tun­gen vor­han­den sind, wel­che die Was­ser­ver­sor­gung eines Grund­stücks bewerk­stel­li­gen kön­nen, son­dern erst dann, wenn die­se Lei­tun­gen zur Ver­sor­gung einer bau­li­chen Anla­ge mit Frisch­was­ser auch tat­säch­lich genutzt wer­den. Die eine (Nach-) Erhe­bung recht­fer­ti­gen­de Verbesserung

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Stra­ßen­bau­bei­trag – und die Fahrbahnerweiterung

Der in der Ver­bes­se­rung der Teil­rich­tung „Fahr­bahn“ lie­gen­de stra­ßen­bau­bei­trags­recht­li­che Vor­teil wird nicht dadurch kom­pen­siert, dass im Zuge der Bau­maß­nah­me ein ursprüng­lich vor­han­de­ner Geh­weg besei­tigt wur­de, wenn es sich dabei um ein nur auf Teil­stre­cken der Ver­kehrs­an­la­ge vor­han­de­nes Pro­vi­so­ri­um han­del­te. In Anse­hung der Fahr­bahn liegt eine bei­trags­fä­hi­ge Ver­bes­se­rung vor, wenn sich

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Stra­ßen­bau­bei­trag – und der Art­zu­schlag für Ferienwohnungen

Für das Ver­wal­tungs­ge­richt Greifs­wald ist es zwei­fel­haft, ob ein nut­zungs­be­zo­ge­ner gewerb­li­cher Art­zu­schlag bei einem Grund­stück anfällt, das an wech­seln­de Feri­en­gäs­te ver­mie­tet wird. Unter gewerb­li­cher Nut­zung im Sin­ne des Stra­ßen­bau­bei­trags­rechts wird zunächst die Nut­zung eines Grund­stücks als Betriebs­stät­te ver­stan­den. Über die Nut­zung im Sin­ne des Gewer­be­rechts und Gewer­be­steu­er­rechts hin­aus wer­den auch solche

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Stra­ßen­bau­bei­trag – und das Hinterliegergrundstück

Die Recht­fer­ti­gung, ein Grund­stück zu einem Aus­bau­bei­trag zu ver­an­la­gen und es dem­ge­mäß bei der Ver­tei­lung des umla­ge­fä­hi­gen Auf­wan­des zu berück­sich­ti­gen, ergibt sich aus einer Son­der­vor­tei­le ver­mit­teln­den, vor­teils­re­le­van­ten Inan­spruch­nah­me­mög­lich­keit. Vor­teils­re­le­vant in die­sem Sin­ne ist eine Inan­spruch­nah­me­mög­lich­keit, die für bestimm­te Grund­stü­cke im Ver­hält­nis zu allen ande­ren des­halb beson­ders vor­teil­haft ist, weil aufgrund

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Stra­ßen­bau­bei­trag – und der nut­zungs­be­zo­ge­ne Artzuschlag

Die Nor­mie­rung eines nut­zungs­be­zo­ge­nen Art­zu­schla­ges in einer Stra­ßen­bau­bei­trags­sat­zung für Grund­stü­cke, die „auch, aber nicht über­wie­gend“ gewerb­lich oder gewer­be­ähn­lich genutzt wer­den, ist mit dem Vor­teils­prin­zip (§ 7 Abs. 1 Satz 2 KAG M‑V) ver­ein­bar, wenn der Zuschlag nicht mehr als 25 v.H. beträgt. Es ist dage­gen mit dem Vor­teils­prin­zip nicht zu ver­ein­ba­ren, wenn die

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Stra­ßen­aus­bau 1998 – Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­be­scheid 2012

Die 10-Jah­­res-Aus­­­schlus­s­­frist für Abga­ben­fest­set­zung in § 13b KAG des Lan­des Sach­­sen-Anhalt ist nach Ein­schät­zung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts des Lan­des Sach­­sen-Anhalt ver­fas­sungs­ge­mäß. In dem dem Urteil des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts zugrun­de lie­gen­den Beru­fungs­ver­fah­ren wen­den sich Grund­stücks­ei­gen­tü­mer gegen den Bescheid einer Gemein­de, mit dem sie im Sep­tem­ber 2012 für den in den Jah­ren 1995 bis

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Stra­ßen­bau­bei­trä­ge – und der gebiets­be­zo­ge­ne Artzuschlag

Die Beschrän­kung des gebiets­be­zo­ge­nen Art­zu­schla­ges in einer Stra­ßen­aus­bau­bei­trag­sat­zung auf Grund­stü­cke in (fest­ge­setz­ten oder fak­ti­schen) Gewer­be­ge­bie­ten nach § 8 BauN­VO, Indus­trie­ge­bie­ten nach § 9 BauN­VO, Kern­ge­bie­ten nach § 7 BauN­VO oder in sons­ti­gen Son­der­ge­bie­ten nach § 11 BauN­VO ist eben­so zuläs­sig, wie der Ansatz eines gegen­über dem nut­zungs­be­zo­ge­nen Art­zu­schlag erhöh­ten Ver­viel­fäl­ti­gers. Eine Maß­stabs­re­ge­lung, die

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Sat­zun­gen eines Trink­was­ser-Zweck­ver­ban­des – und ihre Bekanntmachung

Die Ver­ord­nungs­vor­schrift, dass Sat­zun­gen eines land­kreis­über­grei­fen­den Zweck­ver­bands in der Bei­la­ge Amt­li­cher Anzei­ger zum Amts­blatt für Meck­len­burg Vor­pom­mern öffent­lich bekannt­ge­macht wer­den dür­fen, ist ver­fas­sungs­recht­lich nicht zu bean­stan­den. Eine (zusätz­li­che) öffent­li­che Bekannt­ma­chung der Sat­zung oder ein Hin­weis auf die Ver­öf­fent­li­chung im Amt­li­chen Anzei­ger etwa im Bekannt­ma­chungs­blatt der Mit­glieds­ge­mein­den des Zweck­ver­bands ist nicht

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Stra­ßen­aus­bau­bei­trag im Sanierungsgebiet

Der Auf­wand für eine bei­trags­fä­hi­ge Maß­nah­me an einer in einem förm­lich fest­ge­setz­ten Sanie­rungs­ge­biet ver­lau­fen­den Ver­kehrs­an­la­ge ist nach Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­recht abzu­rech­nen, wenn die Bau­maß­nah­me vor dem Inkraft­tre­ten der Sanie­rungs­sat­zung tech­nisch abge­schlos­sen war. Maß­ge­bend ist der Zeit­punkt der Bau­ab­nah­me. Wer­den in einem förm­lich fest­ge­setz­ten Sanie­rungs­ge­biet Erschlie­ßungs­an­la­gen im Sin­ne des § 127 Abs. 2 BauGB

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Von den Schwie­rig­kei­ten beim Erlass wirk­sa­mer Kommunalabgabensatzungen

Eine Ver­let­zung des rechts­staat­li­chen Gebots der Belas­tungs­klar­heit und ‑vor­aus­seh­bar­keit liegt nicht vor, wenn die Ver­zö­ge­rung der Bei­trags­er­he­bung erkenn­bar auf Schwie­rig­kei­ten bei dem Erlass wirk­sa­mer Bei­trags­sat­zun­gen beruht und seit dem Ein­tritt der Vor­teils­la­ge kei­ne 30 Jah­re ver­stri­chen sind. Die Kom­mu­ne hat ihr Recht, den Bei­trags­an­spruch gegen­über dem Antrag­stel­ler gel­tend zu machen, nicht

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Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­büh­ren – und die Wahl zwi­schen den Gebührenschuldnern

Die Bestim­mung der Gebüh­ren­schuld­ner in § 50 Abs. 4 Satz 2 Nr. 3 StrWG M‑V als Rechts­grund­la­ge für eine sat­zungs­recht­li­che Rege­lung der Gebüh­ren­schuld­ner der Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­bühr wird nicht durch § 6 Abs. 4 KAG M‑V ver­drängt. Die bei­den Nor­men ste­hen nicht der­ge­stalt in einem inhalt­li­chen Wider­spruch zuein­an­der, dass die Anwen­dung der einen oder der ande­ren Vorschrift

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Stra­ßen­bau­bei­trag bei nicht gefan­ge­nen Hinterliegergrundstücken

Im Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­recht kann bei sog. nicht gefan­ge­nen Hin­ter­lie­ger­grund­stü­cken der Umstand, dass für Anlie­­ger- und Hin­ter­lie­ger­grund­stück Eigen­tü­me­r­iden­ti­tät besteht, für sich allein gese­hen nicht als hin­rei­chend für die Annah­me eines Vor­teils bzw. die Beja­hung der erfor­der­li­chen qua­li­fi­zier­ten Inan­spruch­nah­me­mög­lich­keit betrach­tet wer­den. Viel­mehr bedarf es als Kor­rek­tiv zusätz­lich einer wer­ten­den Betrach­tung. Ist die gebotene

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Vor­aus­ge­zahl­te Erschlie­ßungs­kos­ten – und die um 40 Jah­re ver­zö­ger­te Erschließung

Grund­stücks­ei­gen­tü­mer, die sich mit der Gemein­de ver­trag­lich über die von ihnen zu tra­gen­den Erschlie­ßungs­kos­ten geei­nigt haben, kön­nen bei ver­zö­ger­ten Stra­ßen­bau­ar­bei­ten nicht für Mehr­kos­ten her­an­ge­zo­gen wer­den, die im Wesent­li­chen infla­ti­ons­be­dingt ent­stan­den sind. In dem hier vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Fall schloss die beklag­te Stadt Men­den (Sauer­land) Anfang der 1970er Jah­re mit den Klägern

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Erschlie­ßungs­bei­trag – und die Tiefenbegrenzung

Der Anwen­dungs­be­reich einer sat­zungs­recht­li­chen Tie­fen­be­gren­zung ist nicht dar­auf beschränkt, den Innen- vom Außen­be­reich abzu­gren­zen. Eine hin­ter einer sat­zungs­recht­li­chen Tie­fen­be­gren­zung zurück­blei­ben­de Klar­stel­lungs­sat­zung nach § 34 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 Bau­GB geht für die Bestim­mung des Erschlie­ßungs­vor­teils der Tie­fen­be­gren­zung als spe­zi­el­le­re Rege­lung vor. Grund­stü­cke, die teil­wei­se im Außen­be­reich lie­gen, sind mit ihren im Außenbe-reich

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Kampf­hun­de­steu­er für arti­ge Rottweiler

Eine Gemein­de darf auch für Kampf­hun­de, für die ein indi­vi­du­el­ler Nach­weis feh­len­der gestei­ger­ter Aggres­si­vi­tät erbracht wur­de, eine erhöh­te Hun­de­steu­er fest­set­zen. Die Beklag­te durf­te für gelis­te­te Kampf­hun­de nach § 1 Abs. 2 Kampf­hun­de­VO mit soge­nann­tem Nega­tiv­zeug­nis eine erhöh­te Hun­de­steu­er fest­set­zen. Die Hun­de­steu­er­sat­zung der Beklag­ten belegt alle in § 1 der Baye­ri­schen Ver­ord­nung über Hunde

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Kampf­hun­de­steu­er – und ihre erdros­seln­de Wirkung

Eine Kampf­hun­de­steu­er, die einem fak­ti­schen Ver­bot der Hal­tung sol­cher Hun­de gleich­kommt („erdros­seln­de Wir­kung“), kann nicht auf die Steu­er­kom­pe­tenz der Gemein­de für ört­li­che Auf­wand­steu­ern gestützt wer­den. Einem Steu­er­satz für das Hal­ten eines Kampf­hun­des in Höhe von 2 000 €, der sich auf das 26-fache des Hun­de­steu­er­sat­zes für einen Nicht­kampf­hund beläuft und der den

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Gemeind­li­che Selbst­ver­wal­tung – und die gerich­ti­che Kon­trol­le ihrer Abgabenbescheide

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst zwar auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am

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Stra­ßen­aus­bau­bei­trag – und die kom­mu­na­le Selbstverwaltung

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am beitragsfähigen

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Gestal­tungs­spiel­raum beim Straßenausbaubeitrag

Das nach Art. 28 Abs. 2 Satz 1 GG gewähr­leis­te­te Recht der Gemein­de, alle Ange­le­gen­hei­ten der ört­li­chen Gemein­schaft im Rah­men der Geset­ze in eige­ner Ver­ant­wor­tung zu regeln, umfasst auch das Recht, im Rah­men der gesetz­li­chen Bestim­mun­gen, ins­be­son­de­re der jewei­li­gen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­ze, Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zun­gen zu erlas­sen und dar­in für die Ermitt­lung des Gemein­de­an­teils am beitragsfähigen

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Abfall­ge­büh­ren – die Kos­ten des pri­va­ten Ent­sor­gungs­un­ter­neh­mens und das Kostendeckungsprinzip

Wird die Abfall­ent­sor­gung durch einen pri­va­ten Drit­ten durch­ge­führt, ver­langt das Kos­ten­de­ckungs­prin­zip, dass in der Gebüh­ren­kal­ku­la­ti­on ein an die­sen zu zah­len­des Ent­gelt ein­ge­stellt wird, das nur kal­ku­lier­te Kos­ten ent­hält, die für die über­tra­ge­ne Auf­ga­be der Abfall­ent­sor­gung ent­ste­hen. Die Berück­sich­ti­gung eines Gewinn­zu­schla­ges bei der Ent­gelt­hö­he ver­stößt gegen das Kos­ten­de­ckungs­prin­zip, wenn es sich

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Abfall­ge­büh­ren – und die Grund­ge­bühr je Grund­stück und je Behälter

Die Erhe­bung einer ein­heit­li­chen Grund­ge­bühr pro Grund­stück für die Abfall­ent­sor­gung ist zuläs­sig. Sie darf aber nur die kal­ku­lier­ten Fix­kos­ten der Abfall­ent­sor­gung abde­cken, die unab­hän­gig von dem Umfang der Müll­pro­duk­ti­on sind. Grund­ge­bühr je Grund­stück Die Erhe­bung einer ein­heit­li­chen Grund­stücks­grund­ge­bühr gemäß der kom­mu­na­len Abga­ben­sat­zung ist – zumin­dest in Nie­der­sach­sen – recht­lich zuläs­sig. Sie

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Ein­zie­hung und Abfüh­rung der Gäs­te­bei­trä­ge von Patienten

Die Gäs­te­bei­trags­sat­zungs­re­ge­lun­gen der Stadt Bad Neu­en­­ahr-Ahr­­wei­­ler ste­hen nicht in Ein­klang mit der zugrun­de­lie­gen­den Bestim­mung des rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes. Daher bestehen zumin­dest ernst­haf­te Zwei­fel an der Recht­mä­ßig­keit der Pflich­ten, wel­che die Gäs­te­bei­trags­sat­zung Kli­ni­ken auf­er­legt. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts Koblenz in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Kli­nik­be­trei­be­rin, die ihre vor­über­ge­hen­de Frei­stel­lung von

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Abwas­ser­bei­trag für eine Logistikhalle

Die Ent­schei­dung eines gemeind­li­chen Sat­zungs­ge­bers, für Lager bzw. Logis­tik­hal­len auf den bei­trags­recht­li­chen Voll­ge­schoss­maß­stab abzu­stel­len, ist recht­lich auch dann nicht zu bean­stan­den, wenn die maß­geb­li­che Zahl der Voll­ge­schos­se wegen einer feh­len­den pla­nungs­recht­li­chen Fest­set­zung anhand der zuläs­si­gen Gebäu­de­hö­he fik­tiv zu ermit­teln ist und es dadurch zu ver­hält­nis­mä­ßig hohen Abwas­ser­bei­trä­gen kommt. Der Abwas­ser­bei­trag findet

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Abwas­ser­bei­trag für eine Logis­tik­hal­le – und der Billigkeitserlass

Ist die bei­trags­recht­lich rele­van­te Zahl der Voll­ge­schos­se im Rah­men des Voll­ge­schoss­maß­stabs anhand der zuläs­si­gen Gebäu­de­hö­he fik­tiv zu ermit­teln und kann es dadurch für Lager bzw. Logis­tik­hal­len zu ver­hält­nis­mä­ßig hohen Abwas­ser­bei­trä­gen kom­men, schei­det ein Bei­trags­er­lass regel­mä­ßig aus, weil die Bei­trags­hö­he gera­de eine sys­tem­im­ma­nen­te Fol­ge der maß­geb­li­chen sat­zungs­recht­li­chen Rege­lun­gen dar­stellt. Als Rechtsgrundlage

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Bundesfinanzhof

Bet­ten­steu­er an Rhein und Ruhr

Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat die von der Stadt Dort­mund ein­ge­leg­ten Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­den gegen Ent­schei­dun­gen des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts in Müns­ter, wonach für eine Bet­ten­steu­er in Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len nur eine Steu­er­schuld­ner­schaft des jewei­li­gen Hotel­gas­tes, nicht aber auch des Hotels, in Fra­ge kommt, zurück­ge­wie­sen. Die Fra­ge, ob Steu­er­schuld­ner einer kom­mu­na­len sog. Bet­ten­steu­er auch der sein kann, der

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Wie­der­keh­ren­de Straßenausbaubeiträge

Wie­der­keh­ren­de Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­ge (hier: § 10a des rhein­­land-pfäl­­zi­­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes ‑KAG RP) sind ver­fas­sungs­recht­lich zuläs­sig. Wer­den Bei­trä­ge erho­ben, ver­langt der Grund­satz der abga­ben­recht­li­chen Belas­tungs­gleich­heit nach Art. 3 Abs. 1 GG, dass die Dif­fe­ren­zie­rung zwi­schen Bei­trags­pflich­ti­gen und nicht Bei­trags­pflich­ti­gen nach Maß­ga­be des kon­­kret-zure­chen­­ba­­ren Vor­teils vor­ge­nom­men wird, des­sen Nut­zungs­mög­lich­keit mit dem Bei­trag abge­gol­ten wer­den soll. Die

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Pri­vat­fi­nan­zie­rung eines Straßenausbaus

Die voll­stän­di­ge Pri­vat­fi­nan­zie­rung einer Stra­ßen­aus­bau­maß­nah­me durch die Anlie­ger der Stra­ße ist unzu­läs­sig. Eine ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­rung der Anlie­ger mit der Gemein­de stellt eine Umge­hung der Bestim­mun­gen des Nds. Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes i.V.m. der Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­sat­zung der Gemein­de dar. Ein voll­stän­dig pri­vat­fi­nan­zier­ter Stra­ßen­aus­bau ist mit dem öffen­t­­lich-rech­t­­li­chen Ver­ständ­nis der Wahr­neh­mung der Auf­ga­be der Stra­ßen­bau­last nicht

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Rück­stel­lun­gen für Kos­ten­über­de­ckun­gen eines kom­mu­na­len Zweckverbandes

Ist eine sog. Kos­ten­über­de­ckung nach Maß­ga­be öffen­t­­lich-rech­t­­li­cher Vor­schrif­ten (hier: nach § 10 Abs. 2 Satz 2 Halb­satz 1 Sächs­KAG für die Nut­zungs­ent­gel­te im Rah­men der öffent­li­chen Was­ser­ver­sor­gung) in der fol­gen­den Kal­ku­la­ti­ons­pe­ri­ode aus­zu­glei­chen (Rück­ga­be der Kos­ten­über­de­ckung durch ent­spre­chen­de Preis­kal­ku­la­ti­on der Fol­ge­pe­ri­ode), liegt eine rück­stel­lungs­fä­hi­ge unge­wis­se Ver­bind­lich­keit vor. Das Pas­si­vie­rungs­ver­bot des § 5 Abs. 2a EStG 2002

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Ham­bur­ger Bettensteuer

Die Ham­bur­ger Kul­­tur- und Tou­ris­mus­ta­xe („Bet­ten­steu­er“) muss gezahlt wer­den. Das Finanz­ge­richt Ham­burg wies jetzt in einer ers­ten Ent­schei­dung den Antrag eines Hotel­be­trei­bers auf einst­wei­li­ge Anord­nung zurück. Ham­burg hat – dem Vor­bild ande­rer Städ­te fol­gend – zum 1. Janu­ar 2013 eine Kul­­tur- und Tou­ris­mus­ta­xe (auch Bet­ten­steu­er genannt) ein­ge­führt. Für jede private

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Abga­ben für Was­ser- und Bodenverbände

Gewäs­ser­un­ter­hal­tungs­ver­bän­de haben ein wei­tes Orga­ni­sa­ti­ons­er­mes­sen. Rech­te der Mit­glie­der und mit­tel­bar der Grund­ei­gen­tü­mer sind erst dann ver­letzt, wenn der Ver­band in Bezug auf Pla­nung und Durch­füh­rung der Gewäs­ser­un­ter­hal­tung die äußers­te kos­ten­mä­ßi­ge Ver­tret­bar­keits­gren­ze erkenn­bar über­schrei­tet. Ent­spre­chend liegt im Ver­fah­ren­ser­mes­sen der Gemein­den, wie sie die ihnen auf­er­leg­ten Gewäs­ser­un­ter­hal­tungs­bei­trä­ge umle­gen. Ermäch­ti­gungs­grund­la­ge für den Erlass

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Erschlie­ßungs­bei­trag für erst­ma­li­ge Her­stel­lung der Straßenbeleuchtung

Der kom­mu­na­le Sat­zungs­ge­ber besitzt auch in Bran­den­burg ein Wahl­recht zwi­schen dem „engen“ und dem „wei­ten“ Anla­gen­be­griff im Stra­ßen­bau­bei­trags­recht. Nach § 128 Abs. 1 Nr. 2 Bau­GB umfasst der Erschlie­ßungs­auf­wand nach § 127 die Kos­ten für die erst­ma­li­ge Her­stel­lung der Stra­ße ein­schließ­lich der Ein­rich­tun­gen für ihre Ent­wäs­se­rung und ihre Beleuch­tung. Nach § 242

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Mo­di­fi­zier­ter Erschließungsvertrag

Aus der Ent­schei­dung der Ge­mein­de, die Er­schlie­ßung auf einen Drit­ten zu über­tra­gen, der sie in „Fremd­re­gie“ durch­führt, folgt kein Ver­bot, in den Er­schlie­ßungs­ver­trag eine Kos­ten­ver­ein­ba­rung auf­zu­neh­men, die einen bei­trags­fä­hi­gen Er­schlie­ßungs­auf­wand der Ge­mein­de be­grün­det und auf die­sem Weg eine vor­teils­ge­rech­te Be­las­tung des Fremd­an­lie­gers mit Er­schlie­ßungs­kos­ten ermög­licht. Der Ein­wand, bei der Herstellung

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Fest­set­zungs­ver­jäh­rung bei Kommunalabgaben

Das Rechts­staats­prin­zip in sei­ner Aus­prä­gung als der Rechts­si­cher­heit die­nen­des Gebot der Belas­tungs­klar­heit und ‑vor­her­seh­bar­keit ver­langt Rege­lun­gen, die sicher­stel­len, dass Abga­ben zum Vor­teils­aus­gleich nicht zeit­lich unbe­grenzt nach Erlan­gung des Vor­teils fest­ge­setzt wer­den kön­nen. Dem Gesetz­ge­ber obliegt es, einen Aus­gleich zu schaf­fen zwi­schen dem Inter­es­se der All­ge­mein­heit an Bei­trä­gen für sol­che Vorteile

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Lübeck und die Bettensteuer

Die Über­nach­tungs­steu­er auf Beher­ber­gun­gen (in Lübeck) ist nicht mit der Umsatz­steu­er gleich­ar­tig. Durch den orga­ni­sa­to­ri­schen Auf­wand eines Hote­liers, zwi­schen pri­va­ten und berufs­be­ding­ten Über­nach­tun­gen zu unter­schei­den, wird dem Hote­lier kei­ne unver­hält­nis­mä­ßi­ge Mit­wir­kung bei der Steu­er­erhe­bung auf­er­legt. Mit die­ser Begrün­dung hat das Schles­­wig-Hol­stei­­ni­­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall den Nor­men­kon­troll­an­trag einer

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Der Frem­den­ver­kehrs­bei­trag des Zahnarztes

Mit der Fra­ge der Bemes­sung des Vor­teils­sat­zes für selb­stän­di­ge Zahn­ärz­te in einer Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­sat­zung hat­te sich aktu­ell der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Wür­t­­te­m­­berg in Mann­heim zu befas­sen: Im ent­schie­de­nen Fall befand der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof, dass die auf § 44 Abs. 1 KAG gestütz­te Frem­den­ver­kehrs­bei­trags­sat­zung der beklag­ten Gemein­de (FVBS) kei­ne wirk­sa­me sat­zungs­recht­li­che Grund­la­ge der Bei­trags­er­he­bung dar­stellt, da

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Beweis­last für die Exis­tenz von Ortsstraßen

Für die Exis­tenz von Orts­stra­ßen bzw. Bebau­ungs­plä­nen, die nach dem Badi­schen Orts­stra­ßen­ge­setz als Vor­aus­set­zung für die Her­stel­lung einer Orts­stra­ße zu for­dern sind, trägt der­je­ni­ge die Beweis­last, der sich auf das Vor­han­den­sein sol­cher Plä­ne beruft. Im Ein­zel­fall kann es in Betracht kom­men, dass ein Gericht die Über­zeu­gung von der tat­säch­li­chen Existenz

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Computerarbeit

An­for­de­run­gen an die Be­stimmt­heit kom­mu­na­ler Abgabenbescheide

Die An­for­de­run­gen an die Be­stimmt­heit von kom­mu­na­len Ab­ga­ben­be­schei­den rich­ten sich nach Lan­des­recht; so­weit das ein­schlä­gi­ge Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz auf §§ 119, 157 Abs. 1 AO ver­weist, kom­men auch die­se Vor­schrif­ten als Lan­des­recht zur An­wen­dung. Bun­des­recht­lich ist des­halb le­dig­lich zu prü­fen, ob die Aus­le­gung und An­wen­dung von Lan­des­recht mit den An­for­de­run­gen, die das allgemeine

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Heu­ti­ge Erschlie­ßungs­bei­trags­pflicht nach dem Groß­her­zog­li­chen Badi­schem Stra­ßen­recht von 1868

Anlie­ger müs­sen für die end­gül­ti­ge Her­stel­lung (Fein­be­lag, Geh­weg, Ent­wäs­se­rung etc.) einer dem Grun­de nach schon 1869 ange­leg­ten Stra­ße nur dann kei­nen Erschlie­ßungs­bei­trag mehr zu zah­len, wenn die­se auf­grund eines Orts­stra­­ßen- und Bebau­ungs­pla­nes nach dem alten Badi­schen Orts­stra­ßen­ge­setz vom 20.2.1868 „als Orts­stra­ße zum Anbau bestimmt“ und bis 1961 voll­stän­dig plan­ge­mäß hergestellt

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Bun­des­gar­ten­schau und der Straßenbau

Sind im Rah­men einer Stra­ßen­bau­maß­nah­me, die ohne dass die Stadt durch einen Aus­bau­be­schluss, ein Bau­pro­gramm oder sonst Ein­fluss auf die Stra­ßen­bau­ar­bei­ten genom­men hat, die­ser auch kei­ne eige­nen Inves­ti­ti­ons­auf­wen­dun­gen für die Maß­nah­me ent­stan­den, die hät­ten bei­trags­pflich­tig sein kön­nen, dür­fen von der Stadt auch kei­ne Aus­bau­bei­trä­ge erho­ben wer­den. So die Ent­schei­dung des

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