Stra­ßen­aus­bau, durch Anlie­ger voll­stän­dig finan­ziert

Ein voll­stän­dig pri­vat­fi­nan­zier­ter Stra­ßen­bau und damit die Über­nah­me des vol­len Auf­wands durch die Bei­trags­pflich­ti­gen ist nach den Bestim­mun­gen des Nie­der­säch­si­schen Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes nicht vor­ge­se­hen. Von die­sen Rege­lun­gen abwei­chen­de Ver­ein­ba­run­gen sind nur zuläs­sig, wenn das Gesetz dies aus­nahms­wei­se gestat­tet. Das ist hier nicht der Fall. Mit die­ser Begrün­dung hat das Nie­der­säch­si­sche Ober­ver­wal­tungs­ge­richt

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Die nach­träg­li­che Fest­set­zung von Abfall­ge­büh­ren

In Ham­burg sind die Gebüh­ren­pflich­ti­gen nach § 2 Abs. 3 AbfGe­bO ver­pflich­tet, auf behörd­li­che Auf­for­de­rung die Zahl der für die Berech­nung zugrun­de zu legen­de Benut­zer­ein­hei­ten je Grund­stück mit­zu­tei­len. Die­se Mit­tei­lung ist schrift­lich anzu­ge­ben und hat neben der Zahl der Benut­zer­ein­hei­ten auch Anga­ben über Name, Vor­na­me, Geburts­da­tum, Wohn­an­schrift der oder des Gebüh­ren­pflich­ti­gen, Bele­gen­heit

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Kom­mu­na­le Steu­er­sat­zun­gen und die gesetz­li­chen Grund­la­gen

Die Gül­tig­keit einer unter­ge­setz­li­chen Norm kann, sofern sich aus dem Gesetz nicht aus­nahms­wei­se etwas ande­res ergibt, nicht aus Män­geln im Abwä­gungs­vor­gang her­ge­lei­tet wer­den; ent­schei­dend ist viel­mehr die inhalt­li­che Über­ein­stim­mung mit höher­ran­gi­gem Recht . Die gericht­li­che Kon­trol­le sat­zungs­recht­li­cher Abga­ben­re­ge­lun­gen beschränkt sich mit Blick auf das kom­mu­na­le Selbst­ver­wal­tungs­recht (Art. 28 Abs. 2 GG)

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Her­an­zie­hung zu Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen

Liegt zum Zeit­punkt des Beginns Stra­ßen­bau­ar­bei­ten noch kei­ne wirk­sa­me Bei­trags­sat­zung vor, kön­nen die durch die Bau­maß­nah­men ent­stan­de­nen Kos­ten einer Stadt nicht mehr abge­rech­net wer­den. So hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Hal­le in dem hier vor­lie­gen­den Fall ent­schie­den und der Kla­ge einer Immo­bi­li­en­fir­ma gegen die Her­an­zie­hung zu Stra­ßen­aus­bau­bei­trä­gen statt­ge­ge­ben. Damit gibt das Ver­wal­tungs­ge­richt

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Der Kanal­an­schluss­bei­trag

Im Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz des Lan­des Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern muss eine Befris­tung für die Gel­tend­ma­chung von Kanal­an­schluss­bei­trä­gen nicht ent­hal­ten sein. Auf­grund von unter­schied­li­chen lan­des­recht­li­chen Rege­lun­gen ist das Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz des Lan­des Meck­­len­burg-Vor­­­pom­­mern nicht mit dem baye­ri­schen Lan­des­recht zu ver­glei­chen, für das die­se Fra­ge vom Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt anders beur­teilt wor­den ist. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt

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Die Aus­schrei­bung einer Abwas­ser­kon­zes­si­on

Sowohl die Abwas­ser­be­sei­ti­gung wie auch die Erhe­bung von Ent­gel­ten und Bau­kos­ten­zu­schüs­sen kön­nen nicht auf einen pri­va­ten Kon­zes­sio­när ver­la­gert wer­den, denn dafür sind die Gemein­den zustän­dig. Ver­stößt die Beschaf­fung der Dienst­leis­tun­gen im Wege einer Dienst­leis­tungs­kon­zes­si­on gegen die Vor­schrif­ten des Was­­ser- und Kom­mu­nal­ab­ga­ben­rechts, so ist die Aus­schrei­bung die­ser Dienst­leis­tungs­kon­zes­si­on auf­zu­he­ben. So hat

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An­for­de­run­gen an die Be­stimmt­heit kom­mu­na­ler Ab­ga­ben­be­schei­de

Die An­for­de­run­gen an die Be­stimmt­heit von kom­mu­na­len Ab­ga­ben­be­schei­den rich­ten sich nach Lan­des­recht; so­weit das ein­schlä­gi­ge Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­setz auf §§ 119, 157 Abs. 1 AO ver­weist, kom­men auch die­se Vor­schrif­ten als Lan­des­recht zur An­wen­dung. Bun­des­recht­lich ist des­halb le­dig­lich zu prü­fen, ob die Aus­le­gung und An­wen­dung von Lan­des­recht mit den An­for­de­run­gen, die das all­ge­mei­ne

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Recht­mä­ßig­keit einer Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung

Ein Ver­gnü­gungs­steu­er­satz von 20% auf die Brut­to­kas­se für Spiel­au­to­ma­ten mit Gewinn­mög­lich­keit liegt zwar an der obe­ren Gren­ze des­sen, was noch als ver­fas­sungs­recht­lich unbe­denk­lich ein­ge­stuft wird, er ist aber recht­mä­ßig. So die Ent­schei­dung des Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Nor­men­kon­troll­an­trags einer Spiel­hal­len­be­trei­be­rin, die Ver­gnü­gungs­steu­er­sat­zung der Gemein­de Wehin­gen für

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Mün­chen und die Bet­ten­steu­er

Die von der Lan­des­haupt­stadt Mün­chen beschlos­se­ne Über­nach­tungs­steu­er­sat­zung ist rechts­wid­rig, die Regie­rung von Ober­bay­ern hat daher zu Recht die Geneh­mi­gung der Steu­er­sat­zung ver­sagt. So das Urteil des Baye­ri­schen Ver­wal­tungs­ge­richts­hofs in dem hier vor­lie­gen­den Fall der Stadt Mün­chen, die im Juni 2010 eine Sat­zung beschlos­sen hat, die eine Abga­be in Höhe von

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Kos­ten­bei­trag für die Betreu­ung durch eine Tages­mut­ter

Die erlas­se­ne Richt­li­nie zur Erhe­bung eines Kos­ten­bei­tra­ges für die Betreu­ung durch eine Tages­mut­ter stellt ihrem Rechts­cha­rak­ter nach ledig­lich eine nur Behör­den bin­den­de Ver­wal­tungs­vor­schrift dar. Damit fehlt es aber an einer Rechts­grund­la­ge für die Fest­set­zung der Kos­ten­bei­trä­ge gegen­über den Eltern. In einem jetzt vom Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück ent­schie­de­nen Rechts­streit ist die Klä­ge­rin,

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Abwas­ser­ge­büh­ren und Son­der­ver­trä­ge mit ein­hei­mi­schen Unter­neh­men

Eine Gemein­de muss alle Gebüh­ren­pflich­ti­gen gleich behan­deln und darf mit einem in der Gemein­de ansäs­si­gen Unter­neh­men kei­ne geson­der­te Ver­ein­ba­rung über die Höhe der Gebüh­ren tref­fen. Mit die­ser Begrün­dung hat jetzt das Ver­wal­tungs­ge­richt Osna­brück einer Kla­ge statt­ge­ge­ben, mit der sich die Klä­ger gegen ihre Her­an­zie­hung zu Abwas­ser­ge­büh­ren für Schmutz­was­ser durch die

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Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­bühr und die Grund­stücks­grö­ße

Das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz in Koblenz hat die Sat­zung der Stadt Kai­sers­lau­tern über die Erhe­bung einer Stra­ßen­rei­ni­gungs­ge­bühr inso­weit für ungül­tig erklärt, als sie für die Bemes­sung der Gebühr an die Flur­stü­cke und nicht an die Grund­stü­cke nach Maß­ga­be des Grund­buchs anknüpft. Dar­über hin­aus ist es nach der Ent­schei­dung des Koblen­zer Ober­ver­wal­tungs­ge­richts

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Min­dest­he­be­satz bei der Gewer­be­steu­er

Seit dem 1. Janu­ar 2004 sind Gemein­den nach § 1, § 16 Abs. 4 Satz 2 GewStG ver­pflich­tet, Gewer­be­steu­ern zu einem Min­dest­he­be­satz von 200 % zu erhe­ben. Zuvor stand es den Gemein­den frei, jeden belie­bi­gen Hebe­satz fest­zu­set­zen und etwa durch eine Fest­set­zung des Hebe­sat­zes auf Null von der Erhe­bung der Gewer­be­steu­er gänz­lich abzu­se­hen.

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Fest­le­gung der Gebüh­ren für öffent­li­che Ein­rich­tun­gen

Wer­den Gebüh­ren für die lau­fen­de Inan­spruch­nah­me einer öffent­li­chen Ein­rich­tung erho­ben, muss die Gebüh­ren­sat­zung fest­le­gen, zu wel­chem Zeit­punkt und für wel­chen Zeit­raum die Gebühr als ent­stan­den gel­ten soll. Die Gebüh­ren­kal­ku­la­ti­on muss für den kun­di­gen, mit dem Sach­ver­halt ver­trau­ten kom­mu­na­len Man­dats­trä­ger trans­pa­rent, ver­ständ­lich, nach­voll­zieh­bar und in sich schlüs­sig sein. Auf eine Auf­schlüs­se­lung

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Stra­ße im Sin­ne des Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­rechts

Die Recht­spre­chung des BVerwG, wonach eine Stra­ße mit ihrem Ein­tritt in den Außen­be­reich im Rechts­sin­ne endet, ist nach Ansicht des Ver­wal­tungs­ge­richts Lüne­burg grund­sätz­lich nicht auf das Stra­ßen­aus­bau­bei­trags­recht über­trag­bar. Auch die Recht­spre­chung des Nie­der­säch­si­schen Ober­ver­wal­tungs­ge­richt, wonach eine Stra­ße mit ihren Ein­tritt den Außen­be­reich im Rechts­sin­ne endet, hat nach Ansicht der Lüne­bur­ger

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