Die Kos­ten für einen Gebär­den­sprach­kurs

Die zu gewäh­ren­den Leis­tun­gen der Ein­glie­de­rungs­hil­fe umfas­sen zwar die Unter­rich­tung eines behin­der­ten Kin­des selbst, nicht aber die Finan­zie­rung eines Gebär­den­sprach­kur­ses für des­sen Eltern. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zu­ial­ge­richt Baden-Wür­t­­te­m­berg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Ent­schei­dung des zustän­di­gen Sozi­al­hil­fe­trä­gers für rech­tens ange­se­hen, der den Antrag auf Kos­ten­über­nah­me für die

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Der Pkw von der Sozi­al­hil­fe

Ein schwer­be­hin­der­ter Mensch hat unab­hän­gig von sei­nen finan­zi­el­len Ver­hält­nis­sen kei­nen Anspruch auf die Fina­zie­rung eines Pkw – weder nach der UN-Behin­­der­­ten­­rechts­­kon­­ven­­ti­on noch nach deut­schem Sozi­al­hil­fe­recht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Säch­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer schwer Geh­be­hin­der­ten die Über­nah­me der Kos­ten für einen Pkw durch den Sozi­al­hil­fe­trä­ge

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Laser­be­hand­lung gegen über­mä­ßi­gen Haar­wuchs

Es besteht kein Anspruch auf Kos­ten­über­nah­me für eine dau­er­haf­te Haar­ent­fer­nung durch eine Laser­be­hand­lung, da die­se Laser­be­hand­lung eine "neue Metho­de" im Sin­ne des Kran­ken­ver­si­che­rungs­rech­tes ist und mit der Nadel­epi­la­ti­on eine wirk­sa­me Behand­lungs­me­tho­de zur Ver­fü­gung steht. Mit die­ser Begrün­dung hat das Lan­des­so­zi­al­ge­richt Nie­­der­­sach­­sen-Bre­­men in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer Klä­ge­rin, die auch

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Die recht­zei­ti­ge Wei­ter­lei­tung eines Kos­ten­über­nah­me­an­tra­ges

Wird ein Kos­ten­an­trag eines behin­der­ten Men­schen nicht inner­halb von zwei Wochen vom Reha­bi­li­ta­ti­ons­trä­ger bezüg­lich sei­ner Zustän­dig­keit geprüft, muss er auch dann leis­ten, wenn er sich für unzu­stän­dig hält und den Antrag nicht recht­zei­tig an die zustän­di­ge Stel­le wei­ter­lei­tet. So das Hes­si­sche Lan­des­so­zi­al­ge­richt in dem hier vor­lie­gen­den Fall einer schwer­hö­ri­gen Frau,

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Betreu­tes Woh­nen und die Kos­ten­über­nah­me des Sozi­al­hil­fe­trä­gers

Zu den Per­so­nen, bei denen beson­de­re Lebens­ver­hält­nis­se mit sozia­len Schwie­rig­kei­ten ver­bun­den sind, und die daher gemäß § 67 SGB XII Anspruch auf Leis­tun­gen zur Über­win­dung die­ser Schwie­rig­kei­ten haben, wenn sie aus eige­ner Kraft hier­zu nicht fähig sind, zäh­len auch Per­so­nen, die aus lang­jäh­ri­ger Haft oder Siche­rungs­ver­wah­rung ent­las­sen wer­den. Ist für

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Die Kos­ten­über­nah­me eines Psy­cho­the­ra­peu­ten nach dem Heil­prak­ti­ker­ge­setz

Es fehlt die gene­rel­le Qua­li­fi­ka­ti­on zur Aus­übung der Heil­kun­de im Bereich der Psy­cho­the­ra­pie, wenn ein The­ra­peut zwar die Erlaub­nis zur Aus­übung der Psy­cho­the­ra­pie nach dem Heil­prak­ti­ker­ge­setz besitzt – aber kei­ne Appro­ba­ti­on nach dem Psy­cho­the­ra­peu­ten­ge­setz. Daher besteht für einen Ver­si­cher­ten in der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung kein Anspruch auf Kos­ten­über­nah­me für eine Behand­lung

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Das Spee­dy-Tan­dem von der Kran­ken­kas­se

Es besteht für gesetz­lich Kran­ken­ver­si­cher­te ein Anspruch auf Ver­sor­gung mit Hilfs­mit­teln, die erfor­der­lich sind für einen Behin­de­rungs­aus­gleich, zu dem auch das Erschlie­ßen eines gewis­sen kör­per­li­chen Frei­raums gehört. Maß­ge­bend ist dabei eine eigen­stän­di­ge Fort­be­we­gung mit dem Hilfs­mit­tel. Das ist bei Fahr­rä­dern, die als Zug­ge­rät an einen Roll­stuhl gekop­pelt wer­den (Spee­­dy-Tan­­dem) nicht

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Kos­ten für eine Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung

Eine Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung ist bereits dann vom Unfall­ver­si­che­rungs­trä­ger zu leis­ten, wenn die MdE 10 % oder unter 10 % beträgt, solan­ge die beruf­lich beding­te Lärm­schwer­hö­rig­keit des Ver­si­cher­ten nur eine wesent­li­che Teil­ur­sa­che dar­stellt. So die Ent­schei­dung des Sozi­al­ge­richts Karls­ru­he in dem hier vor­lie­gen­den Fall eines Klä­gers, der die Über­nah­me der Kos­ten zur Hör­ge­rä­te­ver­sor­gung begehrt.

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Kos­ten­über­nah­me einer Fett­ab­sau­gung

Es ist als Sys­tem­feh­ler zu bewer­ten, wenn trotz vom Sach­ver­stän­di­gen emp­foh­le­ner Behand­lung bei feh­len­der gesi­cher­ter kon­ven­tio­nel­ler Behand­lungs­me­tho­de kei­ne Kos­ten­über­nah­me durch die gesetz­li­che Kran­ken­kas­se mög­lich ist. Die­se Sys­tem­stö­rung im Leis­tungs­ka­ta­log der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ver­pflich­tet die Kran­ken­kas­se zur Über­nah­me der Behand­lungs­kos­ten, auch wenn die­se Behand­lungs­form nicht zum Leis­tungs­um­fang der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen gehört.

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Brust­ver­grö­ße­rung bei Trans­se­xu­el­len

Trans­se­xua­lis­mus ist jeden­falls der­zeit wei­ter­hin als psy­chi­sche Regel­wid­rig­keit und nicht als blo­ße Norm­va­ri­an­te anzu­se­hen. Auf­grund ihrer wei­ter­hin gege­be­nen Son­der­stel­lung bei Vor­lie­gen in krank­heits­wer­ter Form kann die­se psy­chi­sche Regel­wid­rig­keit grund­sätz­lich auch ope­ra­ti­ve Ein­grif­fe in den gesun­den Kör­per recht­fer­ti­gen. Liegt die Indi­ka­ti­on für ope­ra­ti­ve Maß­nah­men auf­grund von Trans­se­xua­lis­mus vor, besteht Anspruch auf

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Ein­satz eines Detek­tivs

Es gehört heu­te wie ganz selbst­ver­ständ­lich in unser Welt­bild hin­ein: Ein Ehe­paar lässt sich schei­den. Damit ver­bun­den sind nicht nur vie­le emo­tio­nal schmerz­li­che Momen­te, son­dern auch zum Teil dras­ti­sche Ände­run­gen. Sind Kin­der da, muss deren Lebens­si­tua­ti­on neu geklärt wer­den. Nicht sel­ten geht es aber vor Gericht nur noch um das

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Kos­ten­tra­gung des Gen­tests zur Abklä­rung erb­li­cher Brust­krebs­er­kran­kung

Wird zur Abklä­rung einer erb­li­chen Brust­krebs­er­kran­kung ein Gen-Test gemacht, so ist das als eine Maß­nah­me zur Früh­erken­nung, Über­wa­chung und Ver­hü­tung von Erkran­kun­gen anzu­se­hen und nicht als Behand­lung einer Krank­heit, wenn kei­ne Kör­per­funk­tio­nen beein­träch­tigt sind. In einem vom Ver­wal­tungs­ge­richt Stutt­gart ent­schie­de­nen Fall begehrt die Klä­ge­rin Kas­sen­leis­tun­gen für einen Gen­test zur Abklä­rung

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Über­nah­me der Schü­ler­fahr­kos­ten

Das Ver­wal­tungs­ge­richt Köln hat einer Kla­ge gegen die Stadt Wip­per­fürth statt­ge­ge­ben, nach der Schü­ler der 10. Klas­se eines G‑8‑Gym­na­si­ums den glei­chen Anspruch auf Über­nah­me der Schü­ler­fahr­kos­ten wie Schü­ler der 10. Klas­se ande­rer Schul­for­men haben. Das Köl­ner Gericht schloss sich damit ähn­li­chen Ent­schei­dun­gen der Ver­wal­tungs­ge­rich­te Aachen und Gel­sen­kir­chen aus dem Jahr

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Kos­ten der künst­li­chen Befruch­tung

Die Kran­ken­kas­se hat die Kos­ten für eine künst­li­che Befruch­tung mit­tels Intra­zy­to­plas­ma­ti­sche Sper­mien­in­jek­ti­on (ICSI) nicht zu tra­gen, wenn die fest­ge­leg­ten Grenz­wer­te nicht erfüllt wer­den. Das Bun­des­so­zi­al­ge­richt hat hier ent­schie­den, dass die Klä­ger kei­nen Anspruch auf Erstat­tung der hälf­ti­gen Kos­ten für eine Maß­nah­me der künst­li­chen Befruch­tung mit­tels ICSI haben. Die Oli­go-Aste­­no­zoo­­sper­­mie des

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Heil­päd­ago­gi­sches Rei­ten

Im Rah­men der Ein­glie­de­rungs­hil­fe nach § 35a SGB VIII ist eine Kos­ten­über­nah­me für Heil­päd­a­gigi­sches Rei­ten von Schul­kin­dern nicht mög­lich. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Frei­burg ent­schie­de­nen Fall wehrt sich die Klä­ge­rin gegen die Beschei­de des Land­rats­amts, durch die eine Bewil­li­gung der Ein­glie­de­rungs­hil­fe abge­lehnt wor­den ist. Nach Auf­fas­sung des Gerichts sind

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Lage­rung von Samen­zel­len als Heil­für­sor­ge

Ein Anspruch auf Kos­ten­über­nah­me für eine lang­fris­ti­ge Ein­la­ge­rung von Samen­zel­len für einen an Pro­sta­ta­krebs erkrank­ten Poli­zei­be­am­ten, der nach der erfor­der­li­chen Ope­ra­ti­on auf nor­ma­lem Wege nicht mehr zeu­gungs­fä­hig ist, besteht nicht. Wie das Ver­wal­tungs­ge­richt Han­no­ver nun ent­schie­den hat, gibt es zwar gem. § 114 NBG einen Anspruch auf Heil­für­sor­ge nach den

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Kran­ken­kas­se zahlt Feu­er­wehr

Die Feu­er­wehr, dein Freund und Hel­fer: Wegen sei­nes Über­ge­wichts konn­te ein gesetz­lich Ver­si­cher­ter weder allein noch mit Hil­fe der Sani­tä­ter sei­ne Woh­nung im ers­ten Stock ver­las­sen, so dass die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr ein­sprin­gen muss­te. Mit Hil­fe von Tra­ge und Dreh­lei­ter hol­te sie den Mann auf die Stra­ße und brach­te ihn auch

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